Über Jugend-Rundenwettkämpfe habe ich in der kurzen Zeit als Kreisjugendsportleiter auch nachgedacht. Als ich die dann vorgeschlagen habe, relativ einfach auf den Trainingstagen der unterschiedlichen Vereine durchzuführen, wurde das abgelehnt – zuviel Arbeit?!
Training ist Training und Wettkampf ist Wettkampf. Das würde ich möglichst nicht vermischen.
Das traditionelle Kreiskönigsschießen leidet natürlich zwangsläufig unter mangelnder Beteiligung, wenn von den 16 Vereinen nur 9 Traditionsvereine ein Königsschießen veranstalten, davon zwei oder drei keine Majestäten hervorbringen.
Aber wenn ihr das schon wisst, wäre es dann nicht an der Zeit, genau das erstmal zu überdenken, und den Kreiskönig unabhängig von eventuellen Vereinskönigen auszuschießen? 16 Vereine sind jetzt zwar nicht die Welt, sollten aber ausreichen, um zumindest ein kleineres Preisschießen zu veranstalten und die Kreiskönige zu ermitteln.
Zum Kreiskönigsschießen liegt ein Vorschlag vor, mit den Ergebnissen des Königsschießens (bester Teilerwert pro "Teamklasse" (z.B. Könige/innen, Adjutanten/innen, Jugendkönige ...) einen Teamwettbewerb zu gestalten. Das Team würde sich danach aus der Königsfamilie, anderen Vereinsfunktionären/Teamklassen sowie auch aus Freunden und Sponsoren zusammensetzen.
Verkopft. Das fällt mir dazu ein. Wenn von 16 Vereinen nur 9 Vereine überhaupt Könige ausschießen, und davon nur 7 Vereine wirklich Könige besitzen, dann wirkt es irgendwie recht seltsam, noch zusätzliche Positionen vorauszusetzen. Also möchtet ihr das Kreiskönigsschießen nun wiederbeleben oder endgültig beerdigen?
Der erste Preis - zum Teil oder ganz gesponsert - sollte dabei schon wertvoll sein, einen Wert von 1000 Euro haben. Freunde und Bekannte des Königsteams einzuladen, die bisher nicht im Verein Mitglied sind, könnte auch positive Wirkung haben. Der Mixed-Ansatz würde dabei auch zum Einsatz kommen.
Könige, Adjutanten, Freunde, Sponsoren. Wo bleiben eure Schützen? Solange eure Funktionäre die Veranstaltung nur für sich selbst gestalten, solltet ihr euch nicht über mangelnde Beteiligung der Mitglieder beschweren, denn die habt ihr offenbar komplett vergessen.
Interessante Wettkämpfe sind m. E. insbesondere die, bei denen man neue Leute kennenlernt. Wenn auch Nichtschützen/innen in einen Wettbewerb eingeladen/eingesetzt werden können - umso besser. Einen "Nasenfaktor" sollte es nicht geben.
Das hat dann aber mit einem sportlichen Wettkampf nur noch so viel zu tun wie Seniorentanz oder Kaffeekränzchen. Entschuldige, wenn ich das so deutlich sagen muss, aber das klingt für mich, als schafft ihr euch gerade selbst ab und merkt es noch nicht mal.