Beiträge von Geronimo

    [...] der Aufruf Sportwaffen sind Mordwaffen, diese zu ächten und unseren Sport zu verbieten, zeugt von einer Naivität ersten Ranges.

    Auf der Website wird lediglich gefordert „den Besitz von tötungsfähigen Waffen für den Schießsport zu unterbinden“. Benötigen wir wirklich Gebrauchwaffen wie die beim Amoklauf verwendete Beretta um unseren Sport ausüben zu können?

    Bei der verwendeten Beretta handelt es sich meiner Meinung nach um eine reine Gebrauchswaffe. Trotzdem taucht sie als Großkaliberpistole / Großkaliberrevolver in der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes auf. Ich würde eine solche Waffe jedenfalls nicht in die Hand nehmen.

    Ich habe den ersten Teil von „Menschen bei Maischberger“ mit Günther Lamprecht und Josef Ambacher gestern Abend leider verpasst. Man kann ihn sich aber erfreulicherweise im Netz anschauen. Ich finde es klasse wie offen und souverän der Präsident des Deutschen Schützenbundes mit dieser Problematik umgeht. Seine klare Aussage „Ich weiß zum Beispiel eines, dass die Waffe mit der er geschossen hat der Tim, dass diese Waffe keine Sportwaffe ist, sondern eine Verteidigungswaffe. Wird normalerweise verwendet bei der Polizei, beim Militär, bei Forstbeamten und bei Sicherungskräften. Dieses ist keine Sportwaffe im eigentlichen Sinne.“ war sehr beeindruckend. Interessant ist auch der Umstand, dass nur eine einzige der vielen Waffen, ein Kleinkalibergewehr, vom Landesverband befürwortet wurde. Zur unsachgemäßen Aufbewahrung der Beretta meinte Josef Ambacher kurz und bündig „Das ist grob fahrlässig. Gibt's überhaupt keine Diskussion“. Die Idee hinter sportmordwaffen.de finde ich gar nicht so schlecht. Leider wird nicht klar was unter „tötungsfähige Waffen“ zu verstehen ist. Ich habe gestern per E-Mail um genauere Informationen gebeten. Noch ist keine Antwort eingegangen.

    Günther Lamprecht und Josef Ambacher bei „Menschen bei Maischberger“

    Auch im Ausland wird ausführlich über den Amoklauf berichtet. Der englischsprachige Artikel „Mass killer ‘rejected’ by girl at party“ der Times Online nennt die Zurückweisung durch eines der späteren Opfer als eine weitere mögliche Ursache für den Amoklauf. In einem Interview von Welt Online bringt der Soziologe Walter Hollstein die Problematik meiner Meinung nach recht gut auf den Punkt: „Thesen, die behaupten, dass Killerspiele Jugendliche zu Amokläufern machen, sind Quatsch. Da müssten eine Menge Faktoren wie Hilflosigkeit, Wut und Ohnmachtsgefühle hinzukommen. Dann können Killerspiele ein Auslöser sein. Killerspiele machen aber niemanden zum Amokläufer“. Das gilt auch für unsere Sportgeräte.

    Sich gegenseitig die vermeintliche Schuld am Amoklauf zuzuweisen halte ich für wenig hilfreich. Wie können wir dazu beitragen unseren Sport angemessen in der Öffentlichkeit zu präsentieren und uns von Waffennarren und Waffensammlern abzugrenzen? Die bisher im Fernsehen gezeigten Szenen sind zum Teil einfach nur erschreckend. Da lässt beispielsweise ein gerade noch vom Fernsehteam befragter Vater doch tatsächlich seinen zehnjährigen Sohn beim Wurfscheibenschießen das Gewehr laden. Erst als er die auf ihn gerichtete Kamera bemerkt nimmt er es ihm aus der Hand. :cursing:

    Um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen: Ihr habt jetzt auch die Möglichkeit die von euch geschossenen Disziplinen in eurem Benutzerprofil zu hinterlegen. Das Feld kann über die Mitgliedersuche durchsucht werden. Später wird es voraussichtlich möglich sein einfach durch einen Klick auf die jeweilige Disziplin alle anderen Meisterschützen die diese Disziplin ausüben zu finden (aber das dauert noch etwas). Danke für die Anregung. :thumbup:

    und für killerspiele hab ihc absolut kein verständnis, wobei es teilweise in meiner verwandtschaft auch gespielt wird :cursing: :cursing:

    Hast du schon einmal erfahrenen Spielern von Egoshootern wie Counterstrike über die Schulter geschaut? Es kommt bei diesen Spielen in erster Linie auf eine gute Zusammenarbeit an. Die Spieler sprechen ihre Taktik sehr genau ab. Spieler die wie ein Geistesgestörter herumballern oder gar auf Teammitglieder zielen müssen meist eine Runde aussetzen. Oft werden sie sogar vom Server verbannt.

    Und wie gestern schon geschrieben, Counterstrike ist heutzutage nix anderes wie vor 15 Jahren Cowboy und Indianer nur das man da mit spielzeugatrappen wirklich auf menschen gezielt hat und auch den Finger krumm gemacht hat.

    Erinnert ihr euch noch an die gute alte Pfefferpistole? Damit wurde tatsächlich auf Menschen geschossen.

    Genau. In den gängigen Mannschaftssportarten werden Aggressionen von einigen Trainern sogar noch gefördert. Was beispielsweise im Fußball abläuft ist zum Teil einfach nur erschreckend. Da schicken manche Kinder und Jugendliche ihre Gegner gleich reihenweise ins Krankenhaus. Und die Zuschauer - in erster Linie die Eltern der Spieler - finden das auch noch toll. Endlich ist mal etwas los. :cursing:

    die ganze anlage find ich schön nur das hotel nicht das wird ja immer schlimmer

    Stimmt. Die erst vor einigen Jahren renovierten Zimmer sind inzwischen wieder erschreckend heruntergekommen. Im winzigen Bad würde schon der Einsatz wirksamer Schimmel- und Kalkentferner wahre Wunder bewirken. Dass man die Zeitschaltuhr der als Heizung dienenden Infrarotlampe in manchen Zimmern nur mit einer Zange bedienen kann passt irgendwie ins Bild. Ich verstehe nicht warum sich das zahlende Gäste antun. Besonders günstig sind die Zimmer (Einzelzimmer ab 51 Euro, Doppelzimmer ab 64 Euro) jedenfalls nicht. Von einer zentralen Lage kann man auch nicht gerade sprechen.

    Ich denke die Killerspiele tragen auch ein großes Stück dazu bei, nicht nur zum Amok...aber mir fällt dazu nichts positivtes ein,,..
    die sitzten meist Stunden lang davor um zu spielen also manchmal schon fast sucht,.. Man taucht in eine andere Welt, wo man vll mehr ansehen oder freunde hat als in real weil man besser ist im Spiel...

    Wer im Alltag nicht die gewünschte soziale Anerkennung bekommt holt sie sich in anderen Bereichen wie beispielsweise dem Sport. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Dieser äußerst wichtige Ausgleich scheint leider bei Tim nicht mehr ausgereicht zu haben.

    Ich Natürlich sinkt die Hemmschwelle auch im echten Leben durch die Spiele, da töte ich ja sogar,...ich meine wie kommt man auf
    die beknackte idee spiele zu entwickeln wo man sich gegenseitig abknallt???? Wo ist da der Respekt vor dem Leben? oder Schmerzen??

    Das wird oft behauptet. Ein Zusammenhang konnte allerdings selbst von den eifrigsten Verfechtern dieser Theorie bisher nicht nachgewiesen werden.

    Also meiner meinung nach gehören diese spiele vom deutschen markt genommen, denn altersbegrenzungen werden doch nie eingehalten und das nicht nur in sicht auf die amokläufe

    Das ist zweifellos richtig. Hier sind meiner Meinung nach aber in erster Linie die Eltern gefragt.

    Unsere Politiker scheinen sich mal wieder auf ein Verbot von sogenannten „Killerspielen“ einzuschießen. Das ist ungefähr so sinnvoll wie Tetris zu verbieten um zu verhindern, dass irgendwelche Menschen aus welchen Gründen auch immer Steine auf die Autobahn werfen.

    Josef Ambacher (Präsident des Deutschen Schützenbundes) hat das tatsächliche Problem in einem Interview von Spiegel Online recht gut auf den Punkt gebracht: „Das Problem ist, wenn Menschen gegen Aufbewahrungsregeln verstoßen und - wie im Fall von Winnenden - nicht erkennen, wenn sie einen kranken Buben haben. Das ist ein Riesenproblem, dem schwer beizukommen ist“.

    Der Attentäter befand sich wegen schwerer psychischer Probleme einige Zeit in psychiatrischer Behandlung. Leider hat er die Therapie wohl einfach abgebrochen. Das müssen seine Eltern doch mitbekommen haben. Der ungehinderte Zugang zu einer Pistole war sicherlich ein Grund dafür wie er seine perfide Idee möglichst viele Menschen umzubringen letztendlich umgesetzt hat. Aber war er auch der Auslöser? Ich glaube nicht. Auch wer in einem Computerspiel wie Counterstrike als Mitglied einer Spezialeinheit versucht Geiseln zu befreien (beziehungsweise als Terrorist die Befreiung zu verhindern) oder einem Bombenanschlag zu vereiteln (beziehungsweise erfolgreich durchzuführen) wird dadurch nicht zu einem Attentäter. Wenn die Medien wirklich einen so großen Einfluss auf Kinder und Jugendliche hätten, müssten wir umgehend alle Actionserien aus dem Fernsehen verbannen. Auch so beliebte Kinderspiele wie Räuber und Gendarm oder Cowboy und Indianer sollten wir dann wohl in einem ganz anderen Licht betrachten.

    Ich habe mich gestern mit anderen Forenbetreibern getroffen um die Anforderungen an eine Linkliste auf einen Nenner zu bringen. Noch im Sommer dieses Jahres wird sich ein von mir sehr geschätzter Programmierer an die Arbeit machen. Spätestens im Herbst sollte die Linkliste zur Verfügung stehen.