Nachweg bei LuPi?

  • Verehrte Gemeinde,

    in verschiedener Literatur und auch im Netz, habe ich unterschiedliches bzgl. des Nachweges bei der Luftpistole gelesen. Es wird postuliert, das ein Nachweg sinnvoll ist, da sonst die Gefahr besteht nach dem Auslösen die Waffe zu verreißen (wenn man nicht in der Lage ist die Abzugsfingerbewegung sofort zu stoppen). Andererseits hatte ich gelesen, dass kein Nachweg nötig ist, bzw. besser geschossen werden soll. Vielleicht habt ihr persönliche Empfehlungen oder generelle Anmerkungen. Momentan nutze ich den Nachweg meiner FWB P8X und finde es ok. Merci.

  • Ich habe die Steyr Evo LP10e die hat kein Nachwegeinstellung. Dieser Abzug ist der beste den ich je hatte. Vorher wars die LP 10. Den Nachweg habe ich so kurz wie möglich eingestellt. Damit bin ich am besten zurechtkommen.

    Letzte Woche war ein Gastschütze bei uns im Verein. Er hat die Steyr LP10 und hat einen sehr langen Nachweg eingestellt. Als ich ihn verwundert fragte nach der Nachwegeinstellung sagte er er kommt gut damit zurecht. Was jetzt richtig ist muß jeder für sich rausfinden.

  • Ich habe mich damit vor einiger Zeit auch befasst und habe auch beides ausprobiert und bin zu dem Ergebnis gekommen das ich keinen oder wenn nur einen sehr sehr kleinen Nachweg benötige.

    Das muss man selber ausgiebig testen und ist normalerweise ja sehr leicht und schnell einzustellen.

    Gruß Benni

    .308 it‘s like .223 but for Men😎

  • Wenn Du klar kommst, lass es, wie es ist. Es ist Geschmacksache. Wenn Du verreißt, dann vor dem Nachzug.

  • Wenn Du verreißt, dann vor dem Nachzug.

    Auch. Aber Luftdruckwaffen sind relativ langsam und bei der LP kommen erschwerend die min 500g hinzu, sprich wenn man nach dem Brechen des Schusses absackt ist, entstehen schnell Fehler. Ich würde den Nachweg ziemlich knapp einstellen.

    da sonst die Gefahr besteht nach dem Auslösen die Waffe zu verreißen

    Wenn du die Waffe verreißt, hat das andere Gründe.

  • Was ist denn der Nachweg? Wenn sich nach dem Auslösen der Trigger noch ein paar Zehntel nach hinten bewegt?

    Brauch ich persönlich überhaupt nicht. Ich mag einen absolut trockenen Abzug, der sich dann überhaupt nicht mehr bewegt. Warum auch?

    Jede Bewegung des Abzugs nach dem Auslösen ist IMHO überflüssig.

    "The pure and simple truth is rarely pure and never simple"

  • Danke vorab für eure Mitteilungen und Erklärungen. Evtl verkürze ich meinen Nachweg ein Stück weit. Momentan stehen einige Änderungen an, sowohl neue Keilauflage als auch Züngel. Da könnte ich auch das Projekt Nachweg abarbeiten. Ich informiere euch über den Effekt beim Schießen.

  • Ich persönlich habe ihn auch auf ziemlich 0. Aber auch mit allen elektronischen Messgeräten werden wir wohl nie so ganz genau herausfinden, was genau sich im entscheidenden Moment abspielt. Z.B. Szenario 1: Nachzug ist exakt 0. Du Drückst ab und im Moment der Schußabgabe drückst Du leicht nach links. Dieser Druck wird direkt auf die Waffe weitergegeben weil ja der Druckpunkt quasi bestehen bleibt. Hat der Anteil nach Schußauslösung einen bedeutenden Anteil? Szenario 2: langer Nachzug ohne jeden Widerstand. Dein leichter Linksdruck fällt nun ins Leere. Verstärkt sich jetzt diese Linkskomponente, oder wird sie abgeschwächt? Wie ist es, wenn der Nachzug etwas Widerstand hat? Oder nur extrem kurz ist und so evtl. beide Szenarien kombiniert sind. Ist das alles noch in der Zeit, in der die Schußentwicklung stattfindet? Es wird schnell ins philosophische gehen, ohne es genau beweisen zu können. Aber eines ist sicher: Wer vor Schußauslösung nicht sauber abzieht, braucht sich darüber keine Gedanken machen. Und bei einem sauber abgegebenen Schuß hat es meiner Meinung nach keine entscheidende Rolle.

  • Ich persönlich habe ihn auch auf ziemlich 0. Aber auch mit allen elektronischen Messgeräten werden wir wohl nie so ganz genau herausfinden, was genau sich im entscheidenden Moment abspielt. Z.B. Szenario 1: Nachzug ist exakt 0. Du Drückst ab und im Moment der Schußabgabe drückst Du leicht nach links. Dieser Druck wird direkt auf die Waffe weitergegeben weil ja der Druckpunkt quasi bestehen bleibt. Hat der Anteil nach Schußauslösung einen bedeutenden Anteil? Szenario 2: langer Nachzug ohne jeden Widerstand. Dein leichter Linksdruck fällt nun ins Leere. Verstärkt sich jetzt diese Linkskomponente, oder wird sie abgeschwächt? Wie ist es, wenn der Nachzug etwas Widerstand hat? Oder nur extrem kurz ist und so evtl. beide Szenarien kombiniert sind. Ist das alles noch in der Zeit, in der die Schußentwicklung stattfindet? Es wird schnell ins philosophische gehen, ohne es genau beweisen zu können. Aber eines ist sicher: Wer vor Schußauslösung nicht sauber abzieht, braucht sich darüber keine Gedanken machen. Und bei einem sauber abgegebenen Schuß hat es meiner Meinung nach keine entscheidende Rolle.

    Danke für deinen Beitrag. Ich denke aber, dass es wenig bis nichts mit Philosophie zu tun hat. Natürlich sind die Messinstrumente (die es evtl. noch nicht gibt) ein Schlüssel zum Auflösen dieser Aufgabe und zum Beweisen von Auswirkungen.

    Allerdings hat es sehr viel mit Individualismus und persönlichen Können zu tun, ob und wie die Auswirkungen zum Tragen kommen, da gebe ich dir Recht. Auch gerade deine vorgestellten Sezenarien beschreiben sehr gut meine heimlichen Vermutungen, wie und wie stark ich die Flugbahn des Projektils negativ beeinflusse, wenn ich einen Nachweg habe oder nicht.

    Natürlich ist auch eine saubere Schussauslösung ein wesentlicher Faktor um weiter über eine Beeinflussung der Flugbahn nachzudenken, aber eben auch ob ein Nachweg existiert, denn dass es Unterschiede gibt, dass streitet ja kaum ein Schütze ernsthaft ab.

    So interessiert es mich, ob vielleicht ein gewichtiger Konsens gefunden wird, den ich einfach (natürlich mit individueller Überprüfung meiner eigenen Bedingungen) übernehmen kann oder an den ich mich orientiere.

    Merci.

  • Allerdings hat es sehr viel mit Individualismus und persönlichen Können zu tun,

    Chugen,


    das hast Du damit auf den Punkt gebracht, zweiteres ist mehr ausschlaggebend.

    Die Sensibilität und das Feeling im Finger ist entscheidend.

    Wer die Kontrolle über seinen Abzugsfinger hat, bei dem spielt es eine untergeordnete Rolle was nach dem Druckpunkt passiert.

    Es kann durchaus sein das der eine oder andere eine Vorliebe entwickelt, aber für den der schießen kann spielt es keine Rolle........

    no.limits

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Ich denke, keine halbwegs moderne Abzugskonstruktion fällt mehr nach dem Auslösen einfach durch.
    Damals hat dieses Druckaufbau- und Zusammenbrechprinzip sicher den ein oder anderen Verreißer provoziert.

    Heute sind die Abzugsstangen mehrfach übersetzt und federabgestüzt (Einstellbarkeit), so dass sich das Lösemoment des Abzugsstollens wenn überhaupt nur mehr gering , da übersetzt, auswirkt.

    mfsg daniel

  • aber für den der schießen kann spielt es keine Rolle........

    Ah......immer diese unterschwellige Arroganz.....

    Ab wann kann man denn DEINER MEINUNG NACH schießen?

    Hier unterhalten sich Leute, wie sie ihre Schnürsenkel binden sollen. Für jemanden der schießen kann spielt das keine Rolle. Also alles Pfeiffen hier.

    "The pure and simple truth is rarely pure and never simple"

  • Ab wann kann man denn DEINER MEINUNG NACH schießen?

    Hab mich erst gestern mit einem Schützen darüber unterhalten. Seine Aussage wie schon tausendfach gehört: "Ich mach eigentlich immer das selbe, dennoch gibt es diese unerklärlichen Ausreisser. Und manchmal fliegen die Zehner einfach so."

    Und selbst wenn es nur Neuner wären - das ist in etwa der Halteraum eines guten Schützen.

    Schießen kann man wenn man auch die Abzugskarakteristik der jeweiligen Waffe wirklich beherscht.

    Und selbst bei sauber eingestellten LP-Abzügen, gibt es da von Modell zu Modell Unterschiede auf die sich der Schütze einstellen/einarbeiten muß.

    Gruß HdR

  • Ab wann kann man denn DEINER MEINUNG NACH schießen?

    mit absoluter Sicherheit, wenn der Nachweg kein Thema ist, für den Betreffenden.

    und wenn Du mal Zeit hast lese Deine technischen Aussagen wie z.B. oben.

    ,,ICH,, brauche das nicht, dann brauchen es andere auch nicht? schießt Du solche Ringzahlen das Dein Ich relevant ist ?

    no.limits

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  • ,,ICH,, brauche das nicht, dann brauchen es andere auch nicht? schießt Du solche Ringzahlen das Dein Ich relevant ist ?

    no.limits

    Ich schrieb meine Meinung dazu. Sogar wörtlich gekennzeichnet.

    Darf man hier DEINER MEINUNG NACH erst ab einer bestimmten Ringzahl persönliche Präferenzen posten?

    Dann wär das Forum aber ziemlich leer. Denn außer Herrn no.limits und vielleicht einer Handvoll anderen wär dann Ebbe.

    Ich fahre nebenher noch Motorrad. Garantiert nicht schlecht aber bei weitem nicht so, daß ich Rennen fahren könnte.

    Kann ich jetzt Motorrad fahren? Oder doch nicht?

    Gibts nur schwarz oder weiß? 1 oder 0? Wenn man dir zuhört, könnte man das meinen.

    Ich finde es belustigend, daß du den Status "ich kann schießen" an einem Fakt wie "die erreichte Spitzen-Schießleistung ist unabhängig vom eingestellten Nachweg" festmachst.

    Ich stell mir grad das ISSF Finale in New Delhi vor. Ich nehm den Schützen ihre Waffen, spiel 5 Minuten mit dem Nachweg, leg sie wieder hin.

    Nach deiner These dürfte das für die Typen kein Problem darstellen. Sie können ja schließlich schießen. Auch unter veränderten Bedingungen.

    Mahlzeit

    "The pure and simple truth is rarely pure and never simple"

  • ich hab nicht geschrieben das ich schießen kann, die Botschaft ist das wer schießen kann hat dort kein Problen. Wer ein Problem hat hat ne Baustelle.

    Philosphieren nicht Dinge rein, die so nicht zuftreffen......

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Ich denke das ab einer gewissen Routine jeder für sich spürt oder ausprobieren kann, mit wieviel Nachweg er gut klar kommt.

    Persönlich fühle ich mich wohl mit einem kleinen, aber spürbaren Nachweg. Ganz ohne Nachweg fühlt es sich für mich nicht gut an.
    Das gilt zumindest für den Abzug meiner Pardini K12.

    Gruss

    Dirk

  • Zitat

    Ich stell mir grad das ISSF Finale in New Delhi vor. Ich nehm den Schützen ihre Waffen, spiel 5 Minuten mit dem Nachweg, leg sie wieder hin.

    Nach deiner These dürfte das für die Typen kein Problem darstellen. Sie können ja schließlich schießen. Auch unter veränderten Bedingungen.

    Im Finale wird es vielleicht etwas bewirken. Weil etwas anders ist, wird der Kopf arbeiten... Aber mach es bei ihnen zu Hause ohne Stress. Es wird keine Auswirkung haben. Es ist ein Irrweg, zu glauben, man könne mit dem Verstellen des Nachweges seine Schießleistung verändern. Der einzige Effekt ist psychologisch. Die Baustellen vor Brechen des Schusses sind die entscheidenden. Der Schuss, den ich versemmelt habe, den habe ich ganz sicher nicht mit dem Nachzug versaut. Auch, wenn es sich für den einen oder anderen arrogant anhört, no.limits hat mit seiner Aussage recht. Und es wird in dieser Diskussion auch kein eindeutiges Ergebnis erzielt werden können.