Weltmeister in zwei Disziplinen??

  • Ich biete auch noch OSP an, aber die Resonanz ist da - aus den bekannten Gründen - recht verhalten.

    Bitte um nähere Erläuterung der mir nicht so genau bekannten Gründe. Danke.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

  • Bitte um nähere Erläuterung der mir nicht so genau bekannten Gründe.

    1. Es ist sehr trainingsintensiv und dadurch vergleichsweise teuer. Mit nur 1x Training pro Woche braucht man da eigentlich nicht anzufangen. Und jedes Training werden ca 3 Schachteln verbraucht, für Jugendlich ist das schon eine Hausnummer.

    2. Standkapazitäten: Man braucht für die gesamte Zeit 5 Stände, muss also den gesamten Stand für die Trainingszeit exklusiv buchen. Wir haben weder Drehanlagen noch Elektronik auf 25m, also muss ich vor dem Training alles umbauen und danach wieder rückbauen (kostet mich insgesamt ca. 20-25 min pro Training).

    3. Es kann auch immer nur einer gleichzeitig sinnvoll OSP bei uns trainieren (Papierscheiben und Zuganlage). Also bezüglich zeitlicher Trainerbelastung recht unökonomisch.


    In Vereinen, die elektronische OSP-Anlagen - und ggf. sogar mehrere - besitzen, ist das sicher einfacher. Aber Trainingszeit und Kosten für die Schützen sind trotzdem vergleichsweise hoch.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • 1. Es ist sehr trainingsintensiv und dadurch vergleichsweise teuer. Mit nur 1x Training pro Woche braucht man da eigentlich nicht anzufangen. Und jedes Training werden ca 3 Schachteln verbraucht, für Jugendlich ist das schon eine Hausnummer.

    Danke für die Klarstellung.


    Ich hab mal runtergerechnet, wie oft der Herr Petritsch aus dem von mir oben verlinkten Video bei 40.000 Schuß Training im Jahr am Stand war. Bei einem Verbrauch von ebenfalls 150 Schuß pro Training wären das 266 Trainingseinheiten und somit über das ganze Jahr 6 Tage pro Woche gewesen.


    Da bleibt wirklich nicht mehr viel Zeit für das Privatleben, wenn man noch solche überflüssigen Nebensachen wie einen Brotberuf unterbringen muß.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

  • Da bleibt wirklich nicht mehr viel Zeit für das Privatleben

    Wolfgang, das ist richtig.


    in den 80igern, als noch mit 22 kurz geschossen würde, war um Stuttgart rum ne richtige Hochburg mit OSP. Da waren am Abend oft 3 Schachteln gar nix. Da kommt auch die scherzhafte Aussage her, die stehen bis zu den Knöcheln in Hülsen. So sah das auch oft aus nach 2-3 Stunden Training.

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

  • Wir haben früher pro Trainingseinheit auch mal 500 Schuss verbraten. Man kann durchaus mit 5 Schützen gleichzeitig trainieren. Aber es ist schon exotisch. Ohne professionelle Anleitung braucht man es nicht ernsthaft anfangen. Auch für die OSP ist das Grundlagentraining die LP! Da kommen noch ein paar Stunden pro Woche dazu. Die LP hat den Vorteil, dass sie eigentlich in jedem Verein geschossen werden kann, als Vereinswaffe vorhanden ist, SAUBERE TECHNIK erfordert und der Spaß nicht teuer ist. Für mich für alle Disziplinen unabdingbar. Diese Grundlagen braucht man auch für OSP. Auch in 4 sek bedeutet das: ins Ziel kommen, abbremsen, stehen, sauber Abziehen, "nachhalten", weiter. Nur eben schneller, als bei LP. Es ist aus meiner Sicht überhaupt nicht schädlich, verschiedene Disziplinen zu scheißen, das tun alle Spitzenschützen. Es ergänzt sich oft, bringt Abwechslung und tut gut, solange es nicht zu viele Disziplinen werden. Dann verzettelt man sich.