Einfluss der Mündungsform bei einer KK-Waffe (Sportpistole) auf den Streukreis

  • Weil es hier um nicht lineare Abläufe handelt kann es sein, dass z.B. 30g eine Verschlechterung bringen, 50g dann aber eine Verbesserung, oder wenn die 30g ein paar Zentimeter weiter von der Laufmündung weg positioniert werden, kann sich das Verhalten auch verbessern. Sicher verändert sich die Laufschwingung auch bei Verwendung verschiedener Munition..

    Um die Laufschwingung (positiv) zu beeinflussen, sind (wie du schon geschrieben hast) zum einen die Position der Massepunkte und zum anderen die Masse selbst wichtig. Realisieren lässt dies am besten mit Laufgewichten. Damit bist du auch flexibel genug um auf Veränderungen zu reagieren. Der Kompensator bietet diese Möglichkeiten (im besten Fall) nur eingeschränkt bzw. gar nicht (dafür ist er aber auch nicht da). Ich spiele hier auf einen recht schweren Kompensator aus dem Zubehör an, der für FP gedacht ist. Und hierbei verstehe ich nicht (wie schon geschrieben), warum man sich eine fixe Masse an einem fast fixen Punkt (ein geringer Einstellungsbereich ist möglich) anflanscht. Mit so einer Einstellung ist man mMn nicht flexibel genug.

    Aber die Laufschwingung ist auch nur ein Punkt von mehren, die die Präzision beeinflussen.

    2.10 Steyr EVO RWS Training

    2.20 Hämmerli FP60 CCI SV

    2.40 Smith & Wesson 17-3 Masterpiece CCI SV

  • Und hierbei verstehe ich nicht (wie schon geschrieben), warum man sich eine fixe Masse an einem fast fixen Punkt (ein geringer Einstellungsbereich ist möglich) anflanscht.

    Das ist aber auch kein Nachweis dass ein Kompensator unnütz oder gar nachteilig ist.


    Der Kompensator scheint ja seinen Zweck, das springen der Mündung zu minimieren zu erfüllen, auch könnte man sich wie von HdR in # 12 beschrieben durch Beeinflussung des Gase trotzdem eine Verbesserung Trefferlage ergeben.

  • Wie geschrieben, gibt es mehrere Faktoren, die für die Präzision verantwortlich sind. Den Sinn eines Kompensators stelle ich hier nicht in Frage. Zu dem Thema gibt es einige sehr gute Beiträge. Ich stelle aber in Frage, ob es sinnvoll ist eine Konstruktion zu wählen, bei der man pauschal 100gr an der Mündung hat. Die Frage muss sich aber jeder selbst beantworten.

    IdR ist es aber so, dass bei FP die Gewichte vom Lauf entkoppelt sind, und der Lauf einseitig gelagert ist.

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  • Bei meiner FP 60 ist ein Gewicht unterhalb des Laufes vorgesehen mit Gewinde und Stab ...etc. .....

    Durch die "geringe" Masse der modernen FP´s halte ich die Position für nachteilig, da sie ein Springen oder nach oben kippen des Laufes begünstigt.

    Seit einiger Zeit nutze ich Klemmringe direkt auf dem Lauf und bin damit sehr zufrieden, da das Gewicht gleichmäßig um den Impuls herum verteilt ist und nicht noch mehr Unruhe in das ganze System kommt.

    Über die Position des Gewichtes kann man jetzt trefflich streiten. .........

  • Seit einiger Zeit nutze ich Klemmringe direkt auf dem Lauf und bin damit sehr zufrieden, da das Gewicht gleichmäßig um den Impuls herum verteilt ist und nicht noch mehr Unruhe in das ganze System kommt.

    Matze1965 ,


    meinst Du hier das für Dich angenehmere Verhalten der Waffe beim Schuss oder ein gemessenes Schwingungsverhalten wie es Herr der Ringe in früheren Beiträgen geschildert hat?

  • Da ich nix messen kann.....

    es ist das für mich positive subjektive Verhalten der Waffe, das sich in ca. 10 Ringen bemerkbar gemacht hat und mir mehr Kontrolle vermittelt und ein ruhigeres Verhalten insgesamt. Weiterhin lässt sich die Balance so gut beeinflussen. Durch leichtere oder schwerere Ringe oder mehrere halt ....

    Anfangs hatte ich 2 Ringe dicht am Laufanfang,....hab aber auf eines reduziert und das jetzt ca. mittig plus minus plaziert. Wie gesagt....nix gemessenes ... es zahlt sich nur in Ringen aus.....

    Das Laufgewicht vorne war zwar vom reinen Schussverhalten ganz nett, hat sich aber irgendwie falsch angefühlt,...und das haben mir die Ringe auch gezeigt....

  • Spannend wäre nun die Laufschwingung mit und ohne Gewichte zu messen. Dann hätte man auch eine Korrelation zwischen "schiesst sich gefühlt gut" und der physikalischen Realität.

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  • Da ich eh grad keine ausgesuchte ausgeschossene Munition schieße, wäre selbst ein solcher Vergleich bedingt hinkend. Festgestellt habe ich, dass ich mit meiner jetzigen Munition zwar die gleiche Trefferlage (Höhe) auf der Scheibe habe,.... die Munition auch genau da hin trifft wo ich hin halte, sich trotzdem das ganze ...."locker".... anfühlt und nicht knackig präzise. Das gleiche mit der Spopi,....präzise Munition, aber z.B. bei schnellen "Ballerschussfolgen" ein aufgelöstes Schussbild, das mit der Munition die an sich für die FP vorgesehen ist irgendwie enger ist. Aber eher bei schnellen Schussfolgen ....

    Die indifferente ist SK,... die knackige RWS,.. aber beide mit dem selben Impuls,... also Vo gleich, Trefferlage gleich. Bei langsamen Folgen passt es, bei schnellen in der Spopi nicht..... Keine Klemmer oder so,....aaaaber,....


    Ein Gewehrschütze würde sagen,.... die läuft nicht so......

    Vielleicht liegts auch nur an der unterschiedlichen Farbe. Einen wirklichen Unterschied könnte ich nicht benennen, es sind eher die Ergebnisse die mir mit der RWS ehrlicher erscheinen.......


    Aber... das Thema war Laufmündung,... und da werde ich nix dran rum basteln,......

    Wir haben im Verein nur ein Gewehr, bei dem der Lauf vorn plan geschnitten worden ist. Warum weiss ich nicht ...schaut nach Büchsenmacherarbeit aus.

    Und das Teil schiesst geradeaus......

  • Da ich eh grad keine ausgesuchte ausgeschossene Munition schieße, wäre selbst ein solcher Vergleich bedingt hinkend.

    Irgendwo müssen die Ringe dann aber doch herkommen. Wenn die Schußbilder gleich ausfallen spielen die Schwingungen bei dieser Munition wohl keine Rolle und es müsste am Schützen liegen.

  • Tja,....am Schützen,......

    wie gesagt .... verstanden hab ichs nicht, aber dennoch haben beide Munisorten unterschiedliche Eigenschaften trotz der gleichen Trefferlagen,.....

    Vielleicht liegts auch einfach an der Farbe der Munipackung,.....

    um ernsthafte Vergleiche machen zu können müsste die Knarre eingespannt werden,.....und das habe ich mir bislang gespart,..auch mangels sinnvoller Gelegenheit.

    Vom empfinden her passt die Trefferlage mit dem zusammen wenn "der perfekte" Schuss abgegeben worden ist.

    Fest steht dass ich eher RWS im Wettkampf nehme als SK.

  • Wenn die Schußbilder gleich ausfallen spielen die Schwingungen bei dieser Munition wohl keine Rolle und es müsste am Schützen liegen.

    Aber woher denn! Die sind doch perfekt!

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Die Schützen sind perfekt. Deshalb ist es auch viel wichtiger, endless an der Knarre herumzubasteln, als zielgerichtet oder unter Anleitung zu trainieren... ;-)

  • Technisches Wissen ist halt wie beim Auto- oder Motorradfahrer angewölft, aber Training strengt an und führt bei manchem talentbefreiten auch nicht zu besseren Ergebnissen.

  • - das Diabolo verweilt wesentlich länger im Lauf, der Lauf ist ja länger und die Geschwindigkeit niedriger

    Meine Hinweis bezieht sich auf Beitrag 17!

    Meines Erachtens beträgt in der Baureihe der neueren LG-Waffen die Lauflänge etwa 42 cm (z.B. Walther) und wird von der Laufhülse umschlossen. Somit ist der Lauf kürzer als bei einem KK-Gewehr (ca 62 cm)


    Es wurde die Umgebungstemperatur noch gar nicht erwähnt. Bei Temperaturen um 0° verändert sich die Mündungsform,

    sie wird enger. Ist optisch nicht zu erkennen, hat jedoch einige Auswirkungen auf den Streukreis eines unter normalen Bedingung ab etwa 15° Umgebungstemperatur getesteten Munitionslos. Aus meiner Erfahrung wird er größer.


    Gruß Claus-Dieter

  • Meines Erachtens beträgt in der Baureihe der neueren LG-Waffen die Lauflänge etwa 42 cm (z.B. Walther) und wird von der Laufhülse umschlossen. Somit ist der Lauf kürzer als bei einem KK-Gewehr (ca 62 cm

    Claus-Dieter,


    da hast Du natürlich recht, aber bisher ging es in der Diskussion um Sportpistolen und damit ist die Aussage in # 16 wohl nicht zu beanstanden.

    Selbst wenn wir Gewehre vergleichen, müsste die Verweildauer des Diabolos wegen der deutlich geringeren Geschwindigkeit im LG Lauf länger andauern.


    Es wurde die Umgebungstemperatur noch gar nicht erwähnt. Bei Temperaturen um 0° verändert sich die Mündungsform,

    sie wird enger. Ist optisch nicht zu erkennen, hat jedoch einige Auswirkungen auf den Streukreis eines unter normalen Bedingung ab etwa 15° Umgebungstemperatur getesteten Munitionslos. Aus meiner Erfahrung wird er größer.

    Wenn ich mal auf lange zurückliegendes Schulwissen zurückgreifen muss, behaupte ich jetzt einfach dass die Veränderung/Ausdehnung bei den Gebrauchstemperaturen eines KK linear abläuft. Sicher wirkt sich das bei winterlichen Einsatztemperaturen aus und hat auch zur Entwicklung entsprechender Munition geführt.

  • Somit ist der Lauf kürzer als bei einem KK-Gewehr (ca 62 cm)

    Ja klar, aber in der Thread-Überschrift steht nicht KK-Gewehr, sondern Sportpistole!


    Also ist der Lauf des Luftgewehrs nicht kürzer, sondern LÄNGER.

  • Hallo Sportfreunde,

    da gebe ich Euch recht. Ich bin wohl doch zu sehr Gewehrschütze.


    Herzliche Grüße

    Claus-Dieter