Matchguns MG2 und MG2E

  • Hallo vonvogel

    selber MG2E Schütze und empfehle dir zuerst verschiedene Marken/Sorten auf Störungsfreiheit zu testen. Da reichen 1-2 Päckchen pro Sorte. Dann nehme die ohne Störungen beim Einschiessen. Bei mir sind es die SK Pistol Match, Rifle Match und Eley Tenex wo gut gehen.

    Gruss

  • Moin, Moin,

    bei mir laufen die RWS Pistol Match gut. SK Pistol Match hatte ich auch, die war mir aber zu stark gefettet. Die RWS sind da nicht ganz so schmierig.

    Bei ungefetteter Munition (ich hatte da z.B. die CCI und RWS Club mal im Test) hatte ich immer mal wieder Zuführprobleme, die ich auf den Ladeprozess zurückführe, da die Murmel ja aus dem Magazin erst rückwärts auf die Rampe rutschen muss und dann bei der Vorwärtsbewegung des Schlitten ins Lager flutschen sollte. Da ist mMn deutlich mehr flächige Reibung im Spiel als bei einem klassischen Stangenmagazin und daher profitiert die MG2 mMn von leicht gefetteter Munition.

    Schönen Sonntag noch
    Hobbes

  • [...] bei ungefetteter [...] CCI und RWS Club [...]

    Räusper, die sind meiner Erfahrung nach sehr wohl gefettet oder gewachst oder was auch immer.

    Und ich war neugierig und habe die Pistol Match und Club mal nebeneinandergehalten - in der Fettung oder Geschossform etc. kann ich da keinen Unterschied erkennen.

    Ich nehme mal an, dass Deine MG2 wohl einfach mit der - eventuell dank offensiverem Pulver - minimal knackigeren Schussentwicklung einer RWS oder SK Pistol Match zuverlässiger arbeitet.

    Das geht auch anderen Pistolen so ;)

  • Hmm, kann schon sein, dass ich die Club gedanklich in die ungefettete CCI-Schublade geschoben habe, aber die Pistol Match offensiverer als die Club? Ich empfand die Pistol Match deutlich weicher. Naja, wie auch immer, falls jemand Zuführungsstörungen mit der MG2 hat, ist evtl. ein Test von stärker gefetteter/gewachster Munition einen Versuch wert, zumindest gibt es Schützen, die sich einbilden, dass es damit besser klappt :*

    Grüße

    Hobbes

  • Ich frag mal ganz ketzerisch: Ist dein Niveau so hoch, dass du schon ausgeschossene Munition brauchst?

    Und ob man das Problem bei den paar Schuss, die man beim Munitionstest macht, erkennt, wage ich zu bezweifeln.

    Darf ich nachfragen, ab welchem Schnitt es Sinn macht, "ausgeschossene" KK- Munition zu erwerben?

    (Bei Faustfeuerwaffe- Großkaliber wäre die als Faustregel angesetzte Grenze bei einem Schnitt von 9 Ringen. Darunter können die Schützen Unterschiede in der Munitionsstreuung noch schwer erkennen. Und bei GK- Pistolen ist die Genauigkeit aus der Ransom Rest teils schlechter als mit der selben Waffe Freihand geschossen. Aussagekräftige Vergleiche sind also nicht so leicht herzustellen.)

    Wenn ich die Aussagen richtig verstanden habe, wäre bei Waffen mit längerem Lauf (also beispielsweise die MG2) die Munitionsempfindlichkeit geringer sowohl was die Streuung als auch was die zuverlässige Funktion betrifft?

    In welcher Größenordnung ist die Streuung dann mit einer MG2 bei bestmöglicher Munition anzusetzen?

    Und wo liegt diese ungefähr bei einer kurzläufigen Waffe bei bestmöglicher Munition?

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

    It’s nice to be a Preiss.
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    And it's a Gottesgab to be a Schwab.
    But the highest you ever werden kann, is to be an Austrian!

  • Hallo zusammen

    Ich weiß nicht was die anderen MG2 Besitzer für Erfahrungen gemacht haben, aber bei mir gab es bei der Munition erhebliche Unterschiede – allerdings habe ich nur in der mittleren Preisklasse probiert.
    Und ich finde es völlig unnötig Ringe liegen zu lassen, nur weil man nicht weiß, wie die Munition zur Waffe passt.

    Zum Beispiel war bei in meiner MG2 (entgegen der häufig gelesenen Empfehlung) RWS Pistol Match ziemlich schlecht. Aber erstens ist ja jede Waffe anders, und zweitens wird bei den Empfehlungen viel geschätzt und weniger gemessen.

    Ich kann ja mal meine Messungen mit meiner Waffe und einer Ransom Rest Vorrichtung auflisten.

    Jeweils 10 Schuss auf 25 m. Angegeben ist der entstandene Lochdurchmesser inklusive der verfärbten Ränder. Also der Teil der Scheibe, der wieder nach vorne ging nachdem das Projektil durch war, wird auch als Loch gezählt.

    Wenn ich zwei Zahlen schreibe, dann ist das das Ergebnis der Wiederholung (wieder 10 Schuss) :

    Eley Club: 36mm / 39mm

    RWS Pistol Match: 39 mm / 34 mm

    SK Pistol Match Spezial: 31 mm / 28 mm

    CCI Standard: 28 mm

    Geco 22.lr. Semi-Auto: 24 mm, dabei aber eine Störung im Auswurf

    SK Standard Plus: 23 mm

    RWS Rifle Match: 21 mm / 19 mm


    Falls jemand eine Ransom Rest zur Verfügung hat und das mit seiner eigene MG2 probieren möchte, dann schickt mir eine Nachricht. Ich habe einen Adapter gebaut, mit dem sie sauber eingespannt werden kann.

    Ich trainiere übrigens mit der CCI.
    Ich hatte noch keine Störung damit, und ich mag die klebrigen Finger nach dem Laden nicht so besonders...

    Einmal editiert, zuletzt von Zorgi (26. November 2018 um 00:05)

  • Vielleicht liefern die auf https://meisterschuetzen.org/frilans/index.html (den link muss man kopieren, die Foren-software ändert den link leider so ab, dass er unbrauchbar wird) einsehbaren KK-Munitionstests Hinweise was:

    1. möglich ist

    2. wie sich (eingeschränkt) vergleichbare Waffen mit welcher Munition verhalten (die Feinwerkbau AW93 besitzt ebenfalls eine Lauflänge von 152mm).

    Laut Fachliteratur (ich glaube eine Kopie die mir vorliegt ist aus: Bruno Brukner, Faustfeuerwaffen - Technik und Schiesslehre, Neumann-Neudamm (Motorbuch-Verlag), Melsungen 1983) wird die Entfernung der Löcher einer 10-Schuss-Gruppe bei einer Lauflänge von 152mm kaum/selten weniger als geschätzt 17mm auseinanderliegen können.

    Einmal editiert, zuletzt von Strindberg (26. November 2018 um 05:09)

  • Hallo

    ich schieße die MG2E jetzt seit Februar 2018 und bin sehr zufrieden, als Munition hat sich bei mir die SK Rifle Match als beste herausgestellt

    Habe von RWS Pistol Match und Pistol Match SR, von SK Pistol Match, Rifle Match und Standard sowie CCI und Topshot 22 getestet.

    Es gab bis auf die RWS Pistol Match SR (ist vielleicht doch ein bisschen zu schwach) keine Funktionsstörungen, die Batterie war nach ca 2500 Schuß am Ende.

    Bin immer noch begeistert von der MG alles lässt sich wunderbar anpassen, ein einziger Kritikpunkt ist das Entladen das geht nicht so besonders.

    Evo10, LP50RF, X Five, Pardini HP/SP rapid fire, Sabatti STR Sport

  • Danke für diese Angaben. Da läßt sich schon Einiges an Überraschendem herauslesen.

    Wurden eventuell die Geschoßgeschwindigkeiten auch gemessen?

    Wichtig für mich: Man kommt um die etwas mühsame Testerei nicht herum, denn selbst laden ist nicht und somit bleibt nur Fabrikmunition.

    Und diese winzigen, primitiven Patrönchen sind wie mir scheint im Vergleich zu Großkaliber (9mm und .45ACP) hemmungslos überteuert.

    - 45ACP ist im Vergleich zu .22LR eine Riesenpatrone, kostet neu ca. EUR 0,40 und selbst geladen ca. EUR 0,17.

    - 9mm Para kostet neu ca. EUR 0,18 und wiedergeladen ca. EUR 0,15.

    - KK- Munition liegt irgendwo von EUR 0,07 bis EUR 0,30. Die "übliche" KK- Sportmuni wird um die EUR 0,12 bis 0,25 gekauft.

    Habe ich mich hier bei den Preisen für KK geirrt oder ist das wirklich so?

    Wenn ich die Sache also ernst nehme und hochwertige Munition will, sind die Kosten für das Verbrauchsmaterial bei Sportpistole mindestens gleich bis deutlich höher als bei Großkaliber?

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

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  • Für mich erschien es sinnvoll, aus verschiedenen günstigen und mittelpreisigen Munitionssorten die herauszusuchen die am besten passt. Bei meinem aktuellen Leistungsniveau wäre Premium-Pistolenmunition für 10 – 15 Euro / 50 Schuss ziemlicher Quatsch. Und auch für wirklich gute Schützen wäre das bestenfalls eine Munition für den Wettkampf, und nicht für das Training.

    Anders bei den Gewehrschützen. Bei KK aufgelegt 50 m, hat der 10er Ring einen Durchmesser von nur 10,4 mm. Die Wertung erfolgt elektronisch und in Zehntelringen. Ich bin heilfroh, dass ich eine Munition für mein Gewehr gefunden habe die auf 50 m einen Lochkreis von 12-13 mm erzeugt. Und dafür gebe ich gerne 10 Euro für 50 Patronen aus.

    Nur wenn der 10er Ring nur halb so weit entfernt und dann auch noch 5 x so groß im Durchmesser ist, dann lohnt sich das IMHO überhaupt nicht.

    Hier (bei der Sportpistole) ist viel mehr die Qualität des Schützen gefordert, und viel weniger die des Materials

  • diese winzigen, primitiven Patrönchen

    Stimmt wohl, auf die Komponenten gesehen, weniger Komplex als eine 9mm, aber die Patrone verzeiht nehme ich an auch weniger Fehler bei z.B. Toleranzabweichungen bzw. die schlagen sich schneller in der Präzision nieder.

    Ein bischen mehr z.B. Zündmasse hat, nehme ich an, bei 9x19 erheblich weniger Auswirkungen auf das Trefferbild.

    Bei KK-Munition, wo etwas mehr oder weniger Zündmasse möglicherweise dazu führt, das ein Geschoss mit 150 oder 190 Joule vorangetrieben wird, liegt der Unterschied vielleicht bei einem fünftel der Geschossenergie, während es bei einer 9x19 ein zehntel wäre?

    Dann hat die .22lfB weniger Hülsenvolumen, ein leichteres Geschoss und einen crimp der immer gleich ausgeführt werden muss.

    Die fortwährenden Einstell- und Wartungsarbeiten an den Maschinen dürften insgesamt auf das ganze Produkt kaum weniger Personaleinsatz fordern als die größeren Kaliber, da dieToleranzen dabei annahmsweise geringer sein müssen.

    Den Rest vom Preisunterschied macht dann das Material.

    sind die Kosten für das Verbrauchsmaterial bei Sportpistole mindestens gleich bis deutlich höher als bei Großkaliber?

    Nö, das war bislang nicht mein Erleben.

    „handgeschöpfte“ Fiocchi in 9x19 ist soweit ich mich erinnere erheblich teurer als es Eley wäre.

    Und 9x19 für 9 Euro ist annehmbare Schüttware. Da ist passable KK-Schüttware mit umgerechnet ca. 3 Euro pro 50 Schuss doch erheblich günstiger.

    Schau mal bei https://sportschuetzenbedarf-weiss.net der für mich Referenzpreise setzt.

  • Stimmt wohl, auf die Komponenten gesehen, weniger Komplex als eine 9mm, aber die Patrone verzeiht nehme ich an auch weniger Fehler bei z.B. Toleranzabweichungen bzw. die schlagen sich schneller in der Präzision nieder.

    Ein bischen mehr z.B. Zündmasse hat, nehme ich an, bei 9x19 erheblich weniger Auswirkungen auf das Trefferbild.

    Also ich kann Dir sicher zustimmen, daß es Großkaliber- Patronen gibt, die auf kleine Veränderungen der Komponenten kaum reagieren. Die genannte 9x19 gehört da eher nicht dazu, weil sie schon ursprünglich als Hochleistungspatrone mit kleinem Pulverraum entworfen wurde. Da kann schon ein Chargenwechsel bei den Zündern oder beim Pulver ausreichen, um die Ladungsentwicklung (Wiederlader) neu beginnen zu müssen. Bei 9,0 Schnitt ist das noch nicht ganz so schlimm. Bei 9,5 können da Welten zwischen brauchbar und Ausschuss liegen. Und weil auch die Hülsen bei 9x19 einen großen Einfluß ausüben, sind der Präzision beim Wiederladen Grenzen gesetzt. Je nach Ernsthaftigkeit des Schützen und Disziplin kommt es auf diese letzte Genauigkeit aber weniger an als auf fleißiges Training im scharfen Schuß und somit bringt die weniger teure Munition unterm Strich wieder Vorteile.

    Bei KK-Munition, wo etwas mehr oder weniger Zündmasse möglicherweise dazu führt, das ein Geschoss mit 150 oder 190 Joule vorangetrieben wird, liegt der Unterschied vielleicht bei einem fünftel der Geschossenergie, während es bei einer 9x19 ein zehntel wäre?

    Die Geschoßenerige bei GK ändert sich da gar nicht so großartig aber ein wenig die Laufzeit durch den Lauf. Und weil der Lauf so kurz ist, schwingt er mit hoher Frequenz und darum führen winzige Abweichungen in der Laufzeit dazu, daß der Abgang des Geschosses sich von einer günstigen zu einer ungünstigen Schwingungsform an der Laufmündung verlagert. Und damit öffnen sich die Gruppengrößen. Das stimmt man beim Wiederladen mit kleinsten Änderungen in Pulvermenge, Setztiefe usw. ab, falls man echte Präzision sucht.

    Das ist bei Fabrikmunition nicht möglich. Im Grunde ist aber bei KK das "Ausschießen" von Fabriksmunition nichts Anderes, als der Versuch, eine Munition zu finden, bei der die Abgangsfehler minimal sind. Das kann grundsätzlich auch die billigste Muni sein, wenn sie denn zufällig zur Waffe passt und sonst gleichmäßig gefertigt wurde.

    Daher hätten mich eben auch die Geschoßgeschwindigkeiten interessiert. Wenn die sehr gleichmäßig sind, weist zumindest das schon mal auf eine präzise Fertigung hin. Und eigentlich sollten ähnlich schnelle Geschosse auch ähnliche Streukreise liefern. Aber was KK- Munition und die zugehörigen Waffen betrifft, bin ich (noch) ohne belastbare eigene Erfahrungen. Daher meine vielleicht befremdlich klingenden Fragen.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

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  • Hallo

    Die Muni Preise liegen ab 1000 Schuß zwischen 0.07 CCI und 0.11 € RWS+SK.

    Und wie sind so die Streukreise mit diesen günstigen Patronen? Denn das wären ja attraktive Kosten.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

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  • Ich sage es mal so, das ist aber nur meine Privatmeinung und nicht "Stand der Technik" oder so:
    Eine moderne .22er-Sportpistole sollte mit gut passender Munition aus der Maschine (Ransom Rest) geschossen mit 10 Schüssen auf 25 m die Innenzehn der Präzisionsscheibe halten, und beidhändig aufgelegt zumindest die Außenzehn.

  • Ich habe immer aufgelegt vom Sandsack geschossen da lagen die Streukreise zwischen 25 und 40 mm bis auf einige Ausreißer die aber auch von mir sein konnten. Und das bei allem Sorten welche man dann nimmt ist „Geschmacksache “ funktioniert haben alle bis auf einige Störungen bei der RWS SR .

    Evo10, LP50RF, X Five, Pardini HP/SP rapid fire, Sabatti STR Sport

  • Und wie sind so die Streukreise mit diesen günstigen Patronen? Denn das wären ja attraktive Kosten.

    Günstige bis mittelpreisige Munition liefert auf 25m durch aus recht gute Streukreise. https://www.frankonia.de/images/multimedia/pdf/166449.pdf

    Teilweise sogar bessere Streukreise als manche High-Munition. Nicht umsonst sind CCI, SK pistol und RWS Pistol Match so häufig vertreten.

    Auf 50m sieht es dann aber vielleicht schon ganz anders aus, besonders aus längeren Läufen wie Freie Pistole oder Gewehr. Die R50 heisst nicht umsonst R50.

    Test av .22 LR ammo for Pardini SP

    Das Video ist auch ganz interessant. Zum einen zeigt es wie man eine Pistole einspannt und zum anderen, dass die gleiche Pistole mit gleicher Munition doch deutliche Unterschiede hat. Präzision fängt nicht bei der Munition an, sondern bei der Waffe!