Preise für Anlagentreffer

  • Bei unserer letzten Ausschusssitzung gab es mal wieder eine etwas maue Diskussion um die "Preise" für Anlagentreffer im Großkaliberbereich. Unser Sportleiter wollte 100 €uro aufrufen, was ich persönlich für total überzogen halte. Daher mal die Frage, was Eurer Erfahrung nach hierfür verlangt wird.

    Zum Hintergrund: Unsere Anlage wurde vor 3 Jahren saniert. Die Wandverkleidung besteht aus Steinwolleplatten, über die ein Netz, wie es auch zum Verputzen von Fassaden genutzt wird, gespannt wurde. Schießt jemand in die Wand, reisst er also in erster Linie das Netz auf, und durchschießt noch ein Holzbrett/Kantholz mit dem das ganze fixiert ist. In der Regel werden bei einem Treffer zwei Steinwolleplatten, einige Quadratmeter Netz und ein Holzbrett demoliert.

  • Kommt auf die Stelle drauf an, die getroffen wird. Wand und Decke kosten bei uns jeweils fünf Euro. Wenn aber die Drehscheibenanlage getroffen und beschädigt wird, werden die tatsächlich entstehenden Kosten abgerechnet. Und da sind 100 Euro keine Seltenheit.

  • Leute mit entsprechender Ausbildung können ihre eigene standaufsicht sein.

    Wie oft schießt denn jemand neben dran, damit man sowas regeln muss? Habt ihr alle geschlossene Stände?

  • Hallo,

    was soetwas mal vorkommt, ok.
    Jedoch sollten Schützen/innen öfter den Stand durch Fehlschüsse mit scharfer Munition beschädigen, frage ich mich ob der Schütze/in schon soweit ist Scharf zu schiessen. Ich würde mich auf der Nachbarbahn nicht sehr wohl dabei fühlen.

    Gruss
    Ulange

  • Zu hohe Preise, und Treffer werden nicht gemeldet. Typischer Zusammenhang.

    Der Meinung bin ich auch. Wenn die Beseitigung des Schadens € 200 kostet, dann soll es auch soviel kassiert werden. Ich ich aber nicht der Meinung, dass diejenigen, die so ehrlich sind und ihren Fehlschuss melden, dann gleich die nicht gemeldeten/bemerkten Schäden mitzahlen.

    Wie oft schießt denn jemand neben dran, damit man sowas regeln muss? Habt ihr alle geschlossene Stände?

    Also so fünf-sechs Treffer haben die Wände schon abbekommen. Sieht halt unschön aus, wenn man in der Verkleidung einen 50 cm langen Schlitz hat. Der Sachverständige, der die Lärmschutzmessung gemacht hat, war der erste, der in die Wand geballert hat - da war der Stand noch nicht mal eröffnet.

    Aufsicht am Stand - jeder Treffer wird gemeldet. Logischer Zusammenhang.

    Die Aufsicht kann ihre Augen auch nicht überall haben. Insbesondere, wenn der Schütze sich nicht regt oder selbst nicht bemerkt hat, wo er genau hingeschossen hat.

  • Typische Anlagentreffer (nicht immer gleichbedeutet mit "Schaden") sind die folgenden:

    - Aufsetzer in die Schießbahnsohle (und ggf. auch mal Absetzer)
    - Treffer in die Hochblenden (i.d.R. unterer Rand) oder in die Stützpfeiler der Blednen
    - Treffer auf den Hardoxpanzerugen elektronischer Scheiben
    - Treffer in Scheibenzugwagen von Seilzuganlagen (sehr sehr SEHR häufig)
    - Rahmentreffer bei Holzrahmen (häufig)
    - Treffer in den Halterungen von 25m-Duelldrehanlagen
    - Treffer in den Bodenblenden oder Traversen vor dem Kugelfang von Pistolenanlagen
    - Abpraller oder Splitter im Fangdach
    - Splitter, die in die Scheibenbeleuchtung fliegen
    - Treffer in Wand oder Boden oder Decke von Raumschießanlagen / Schießkinos

    Die große Mehrzahl der o.g. Fälle werden von Aufsichtspersonen erst einmal gar nicht wahrgenommen.