Temperatur bei Wettkämpfen und Meisterschaften, gibt es maximal Temperaturen?

  • Wie sieht es denn überhaupt mit der Chancengleichheit aus, wenn bei solchen Extremtemperaturen eine LM durchgezogen wird? Ist ja immerhin ein Qualifikationswettkampf.

    Schlecht.
    Letztes WE haben auch einige meiner Schützlinge die DM-Quali sicher verpaßt und weit unter ihrem sonstigen Vermögen geschossen.
    Lag auch an der Hitze, aber nicht nur.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Und noch eine Frage: Wie sieht es denn überhaupt mit der Chancengleichheit aus, wenn bei solchen Extremtemperaturen eine LM durchgezogen wird? Ist ja immerhin ein Qualifikationswettkampf.

    Fragt einer, der seine LM auf nem geschlossenen oder offenen Stand schießen darf?... Von daher, es wird immer für einige bessere und für andere schlechtere Bedingungen in Qualifikationswettämpfen geben, sei es der Stand oder sei es das Wetter.

    ...und bei Deutschlands Sportart Nummer 1 kann man bestimmt auch irgendwo eine fehlende absolute Chancengleichheiten in den Ansetzungen der Spieltage finden.

  • ...und bei Deutschlands Sportart Nummer 1 kann man bestimmt auch irgendwo eine fehlende absolute Chancengleichheiten in den Ansetzungen der Spieltage finden.

    Aber da ist es nicht so, dass das erfolgreiche Dribbeln im Februar bei Schneematsch verglichen wird mit der gleichen Tätigkeit im Juli bei den Bedingungen, die hier im Thread genannt wurden.

    Über 30 Jahre aktives Schiessen und immer noch was zum dazulernen!

  • Aber da ist es nicht so, dass das erfolgreiche Dribbeln im Februar bei Schneematsch verglichen wird mit der gleichen Tätigkeit im Juli bei den Bedingungen, die hier im Thread genannt wurden.

    Die Punkte im Februar zählen aber doch genauso wie die früher oder später in der Saison gewonnenen Spiele.

  • Die Punkte im Februar zählen aber doch genauso wie die früher oder später in der Saison gewonnenen Spiele.

    Da ist es ja bei unseren Ligawettkämpfen nicht anders. Es geht Team gegen Team. Wir Schützen erzielen aber im "einsamen Kampf ohne Gegner" ein Qualifikationsergebnis für die DM. Und da kann man schon hinterfragen, ob nicht zumindest ein engerer Zeitraum vorgegeben werden sollte, in dem die LM stattfinden müssen.
    Die Leichtathleten wären als Einzelkämpfer mMn einigermaßen vergleichbar. Die können ihr Qualifikationsergebnis für die DM bei verschiedenen Wettkämpfen erbringen und müssen sich nicht so "hocharbeiten" wie die Schützen. Damit kann man dann schlechte äußere Bedingungen bei einem Wettkampf wieder wettmachen.

    Gruß
    Konrad

    Über 30 Jahre aktives Schiessen und immer noch was zum dazulernen!

  • Die Leichtathleten wären als Einzelkämpfer mMn einigermaßen vergleichbar. Die können ihr Qualifikationsergebnis für die DM bei verschiedenen Wettkämpfen erbringen und müssen sich nicht so "hocharbeiten" wie die Schützen. Damit kann man dann schlechte äußere Bedingungen bei einem Wettkampf wieder wettmachen.

    Man wird es nie allen gleich machen können. Dann hat der Nachteile, der gar nicht die Zeit hat an verschiedenen Wettkämpfen teilzunehmen. Der Wettkampf(die Meisterschaft, für den/die man sich qualifizieren möchte läuft auch über einen längeren Zeitraum, den einen erwischt ein Sonnenstrahl mehr, dem anderen verweht sein ganzer Wettkampf. Es gibt auch genügend Einzelsportarten, die mit diesen wechselnden Gegebenheiten leben müssen. Beim Biathlon sieht man es oft im Fernsehen, dass eine kurze Zeit der Windstille oder ohne Schneefall Sieger produzieren. Zeitfahren bei den Radlern, ein Regenschauer im Sommer und das Ergebnis ist nicht mehr vergleichbar mit denen, die vorher optimale Bedingungen vorfanden.

    Ich finde es gut, dass nicht alles planbar ist, auch wenn es mich genauso stört wenn ein Wettkampf verregnet ist oder verblasen wurde. Dann müssten wir auch wirklich bald mit Licht/Laser/was-auch-immer schießen, damit beim Schuss absolute Chancengleichheit besteht. Hier hat ja auch einer Vorteile, der mit dem besseren Material antritt gegenüber dem, der sich dieses evtl. nicht leisten kann.

  • Wer eine bestimmte Sportart betreibt, sollte auch in der Lage sein, zusammen mit anderen Wettkämpfern mit den extremen Bedingungen fertig zu werden. Wenn die Gesundheit dabei Schaden nehmen könnte, sollte vorab vernünftig abgewogen und ggf. eine Teilnahme abgesagt werden.

    Mitunter ist auch schon die Herausforderung einen Wettkampf z. B. bei großer Hitze zu bestreiten, ein besonderer Anspruch und eine Erfahrung wert.

    M. E. gibt es auch keine absolute Chancengleichheit - wozu auch?

  • Schliesse mich voll und ganz der Meinung von Wilhelm an. Ehrlich gesagt finde ich die Diskussion hier um die Temperaturen lächerlich. Ich trainiere im Winter bei - 5° bis +10° als auch bei hohen Temperaturen im Sommer. Und deswegen nenne ich mich auch Sportschütze und nicht Schönwetterschütze! Und ein echter Sportschütze hat immer Getränke bzw. ein Stirnschweißband bei sich.

    Weiterhin noch viel Erfolg bei der LM.

  • Sehr interessante Diskussion. Ich denke das hängt sicher auch stark von der jeweiligen Disziplin ab. Wer normalerweise bei 16 bis 24 Grad schießt, der tut sich halt schwer mit extremen Abweichungen nach oben oder unten, auch weil man dafür schlicht die falsche Ausrüstung verwendet. Aber wer hat schon ein Sommer- und Winteroutfit? ;)

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Sehr interessante Diskussion. Ich denke das hängt sicher auch stark von der jeweiligen Disziplin ab. Wer normalerweise bei 16 bis 24 Grad schießt, der tut sich halt schwer mit extremen Abweichungen nach oben oder unten, auch weil man dafür schlicht die falsche Ausrüstung verwendet. Aber wer hat schon ein Sommer- und Winteroutfit? ;)

    Sommerbiathleten haben es einfacher. Einige lesen und verstehen auch Wetterberichte. Sie sind auch in der Lage verantwortlich Entscheidungen zu treffen, sich anzupassen, wenn die Temperaturen Höchstwerte erreichen. Das Training wird dann halt von 10 auf 7 Uhr vorverlegt oder in die kühleren Abendstunden.

    Für die Wettkampfsituation unter extremen Bedingungen werden in diesen besonderen Trainingseinheiten auch besondere Maßnahmen besprochen um im Ernstfall individuell zur Anwendung zu kommen.

  • Sie sind auch in der Lage verantwortlich Entscheidungen zu treffen, sich anzupassen, wenn die Temperaturen Höchstwerte erreichen.


    Scheint ja ne interessante Spezie zu sein, vlt. sollte man sie mal mit anderen Sportlern kreuzen. :D

  • Sommerbiathleten haben es einfacher. Einige lesen und verstehen auch Wetterberichte. Sie sind auch in der Lage verantwortlich Entscheidungen zu treffen, sich anzupassen, wenn die Temperaturen Höchstwerte erreichen. Das Training wird dann halt von 10 auf 7 Uhr vorverlegt oder in die kühleren Abendstunden.


    Hier geht es aber um die Temperaturen bei Wettkämpfen?
    Was würdet Ihr dann bei einem Wettkampf machen, nicht antreten?

    Wir haben früher als wir noch auf recht rustikalen Ständen antreten mussten z.B. auch mal bei niedrigen d.h. Minus-Temperaturen trainiert um bei Auswärtskämpfen nicht überrascht werden.

    Was ich bisher vom Sommerbiathlon und Target Sprint an Teilnehmern gesehen habe hätte ich mir in meiner Altersklasse (Ü 50) bei dieser Extremwitterung durchaus einen mittleren Platz vorstellen.

    Karl

  • Hallo Karl, dass Du Dir vieles im Sport vorstellen kannst, ist uns hier - glaube ich - allen bewusst.

    Für die (Nicht-)Teilnahme an einem Wettkampf mit extremen Vorgaben steht die vernünftige Selbsteinschätzung auch aus den Erfahrungen vergangener Wettkämpfe und Trainingseinheiten. Ein Rat des Trainers, Arztes oder guten Freundes kann ebenso hilfreich sein.

  • Hallo Karl, dass Du Dir vieles im Sport vorstellen kannst, ist uns hier - glaube ich - allen bewusst.


    Zu der vermessenen Aussage bin ich gekommen weil ich die Leistungen bei besuchten Wettkämfen wie Oberbayercup, Bayer. Meisterschaft und Demo Wettkampf bei dem letzten ISSF Wettkampf in München mit meinen eigen Leistungen vergleichen konnte.

    Für die (Nicht-)Teilnahme an einem Wettkampf mit extremen Vorgaben steht die vernünftige Selbsteinschätzung auch aus den Erfahrungen vergangener Wettkämpfe und Trainingseinheiten. Ein Rat des Trainers, Arztes oder guten Freundes kann ebenso hilfreich sein.


    Und dann lässt man eine sichere Qualifikation für die DM sausen lassen weil es bei der LM zu warm war anstatt sich im Vorfeld ordentlich vorzubereiten.

    Karl

  • Für das was du als Sportler tust oder unterlässt, bist Du selbst verantwortlich.


    Auch das ist mir klar, auch wenn Deine Antwort hier etwas am Thema und der Frage im besonderen vorbeigeht belebt es doch das Forum.