• 006Chris:
    Dein Post verstehe ich nicht. Die Einstellung ist sogar genial einfach zu bewerkstelligen, weil man nur 2 komplett voneinander unabhängige Werte (abgesehen vom Vorzugsweg) einstellen muß.
    Wieviel "Gewicht" man wohin legt, hängt dann allein von Vorlieben und Vermögen ab, Hauptsache die Summe beider Werte hält ein 1000g-Prüfgewicht.

    Zitat

    Aber man kann doch auch noch mehr Gewicht auf den Druckpunkt machen. Warum wollt ihr das nicht?


    Mein subjektiver (!) Eindruck - und der meiner Tochter - war, daß zu viel Gewicht auf dem Druckpunkt ein eher unangenehmes Abzugsgefühl hervorrufen. Du drückst und drückst, nichts bewegt sich und dann endlich ... peng.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Hi,
    ja also die Anleitung für die SSP-E findet man nicht bei Walther. Ich habe dort mir auch die Anleitung von der SSP angesehen. Ich habe aber schon beide in der Hand gehabt und brauchte nur kurz ein Bild vor Augen.
    Ich will auch nicht sagen, dass man es nicht anders einstellen kann sondern ich frage mich ja nur warum ihr so eine Einstellung machen wollt?!
    Ich weis dass man sie anders einstellen kann und auch mehr auf dem Druckpunkt machen kann (außer es gibt irgendwie ein neues mir unbekanntes Modell), ich wollte nur wissen warum ihr die Einstellung wie oben beschrieben haben wollt bzw. die Einstellung so vorgenommen habt.

    Solch eine Verteilung des Abzugsgewichtes ist ja meiner Meinung nach für keine Disziplin geeignet.
    Der Druckpunkt sollte ja schon spürbar sein und bei 50 Gramm würde ich mal sagen ist das nicht gegeben.
    Aber wenn es jetzt erstmal nur ein Test ist und du dich erst rantasten willst, dann ist es ja schon wieder etwas verständlicher!

    @ Califax
    ich habe nicht gesagt, dass es schwer zu bewerkstelligen ist. Mir ist auch klar wie man eine Waffe einstellt und dass die Summe 1000 Gramm sein muss.
    Dass jeder für sich damit klar kommen muss ist mir auch klar ich habe auch lediglich meine Meinung geäußert, dass ich solch eine Einstellung nie schießen würde. Wenn euch ein nahezu nicht vorhandener Druckpunkt reicht ist das super, mir würde dieser nicht reichen.
    Zuviel Druckpunktgewicht ist auch nicht gut, dass ist auch klar. aber so 200-300 Gramm sind da glaub ich schon "Standard".
    Klar hat der eine mehr oder weniger. Ich wollte ja nur wissen warum ihr soweit ans Minimum geht.

    Liebe Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von 006Chris (7. April 2014 um 12:55)

  • Ich wollte ja nur wissen warum ihr soweit ans Minimum geht.


    Weil bei ihrer Lupi auch nur soviel Druckpunktgewicht eingestellt ist.
    Man muß ein wenig experimentieren, bis die Pistole ein gutes Abzugsgefühl hinterläßt.

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  • Hallo Chris,

    mir ging es wie Califax. Bei 250 - 300 gr brach der Schuß nicht so, wie ich es mir wünsche - jetzt taste ich mich von der anderen "Extrem-Position" heran. Mal schaun, was dann letztlich rauskommt.

    VG

    Holger

    ex C-Trainer DOSB - Steyr Challenge E - Anschütz 1913 im SE Shape H mit Zeiss Diasport - Walther LP 400 - TOZ 35 mit Lottes Balance/Rink-Griff

  • So, nun habe ich seit längerem nicht mehr reingeschaut. In der Zwischenzeit fiel meine Kaufentscheidung zu Gunsten der mechanischen SSP aus. Ausschlaggebend waren dafür v. a. die Handlage, der Griff, die niedrige Visierlinie, das geringe Gewicht und das moderne Konzept. Im Training machten sich diese Eigenschaften dann auch positiv bemerkbar - dichteres Trefferbild und weniger Armermüdung. Im Wettkampf hat mir das allerdings bisher noch nichts genützt, weil mein Nervenkostüm leider nicht von der SSP profitiert.

    Von der AW93 hatte ich mich aufgrund der widersprüchlichen Gerüchte um ein Nachfolgemodell gedanklich verabschiedet. Aber besten Dank an br60 für seinen Beitrag zur AW93, der für andere Interessenten sicher hilfreich ist.
    Die Pardini erscheint mir überteuert und bzgl. Zuverlässigkeit fragwürdig.

    Nun zu meinen praktischen Erfahrungen mit der SSP (SerNr. >5300, RWS PM SR): Nach ca. 800 Schuss gab es keine Störung und innen sieht sie noch ziemlich sauber aus. Der Sicherungshebel ist zu beachten, weil er schon bei leichter Verdrehung das Abziehen verhindert. Eine zweite Kimme ist nicht erforderlich, wenn man für Duell 20 Umdrehungen hin- und herdrehen möchte. Der Hochschlag ist geringer, als ich es von der SSP-E in Erinnerung habe. Die Dämfung funktioniert ziemlich gut - ab 2012 ohne O-Ring an der Verschlussstange. Das Zerlegen und Reinigen empfinde ich als recht simpel. Weil der "Schlagbolzen" mit einer rel. großen Fläche in einer Führung gleitet, darf sich hier nicht zuviel Dreck ansammeln. Daher sollte man nur einen dünnen Ölfilm auftragen - ich nehme "Break Free". Den Abzug habe ich mit ca. 300g ab Druckpunkt eingestellt - ist auch herstellerseitig so. Er bleibt aber aus meiner Sicht das größte Manko der SSP. Wenn ich nicht den Vergleich zur Hämmerli 280 hätte, wäre er okay, aber so....Obwohl der Abzug der Hämmerli etwas schwerer eingestellt ist, fühlt er sich leichter und v. a. geschmeidiger an. Der SSP-Abzug ist dagegen ab Druckpunkt ziemlich knackig und erfordert ein eher bewusstes Abziehen. Angenehm finde ich aber, dass der Druck nach Auslösen weiter ansteigt und somit kein Triggerstop erforderlich ist.

    Insgesamt bin ich mit meiner Entscheidung pro SSP sehr zufrieden und kann das Gerät, wenn es aus aktueller Fertigung ist, empfehlen.
    Demnächst wird das OSP-Gewicht eintreffen und ich bin auf dessen Wirkung gespannt. Auch eine zweite Kimme habe ich mir gegönnt - schade, dass es kein serienmäßig umstellbares Korn gibt.

    Gruß, HP.

  • Schöner, interessanter Beitrag!

    Zitat

    Auch eine zweite Kimme habe ich mir gegönnt - schade, dass es kein serienmäßig umstellbares Korn gibt.


    Der Preis für eine Wechselkimme ist auch nicht so weit von dem der GSP-Klappkorne entfernt, die auf bestimmten Portalen angeboten werden ...
    (Günstigster Preis z.Zt. bei Buinger, dazu noch portofrei)

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  • ...kann mich nur anschließen, sehr informativer Beitrag von H.P., vielen Dank auch von mir dafür.

    @ H.P.
    Welches Laufgewicht nimmst Du denn für die SSP, ein Zubehör Laufgewicht meistens optisch nicht so ansprechend, oder das Original Walther Laufgewicht etwas teurer dafür optisch auch schöner?

    Und welches Gewicht wird Dein Laufgewicht haben, 50 oder 100 Gramm Ausführung?

    Viele Grüße

    Michael ;)

  • Das Zubehör ist eingetroffen und ich konnte das OSP-Gewicht (ca. 110g) ausgiebig testen. M. E. gerät die Viesierung nach dem Schuss deutlich weniger aus dem Ziel, als ohne. Also eine klare Empfehlung meinerseits für die schnellen Schussfolgen.
    Da ich an einem möglichst geringen Gesamtgewicht bzw. an einer geringen Vorderlastigkeit interessiert bin, werde ich es allerdings nur für die Standarddisziplin verwenden.

    Noch ein Nachsatz zur Verschmutzung: In der Abzugsmechanik sammeln sich kleine Krümel, sehen aus wie feiner Sand. Das macht vermutlich nichts, stört mich aber trotzdem - zumal man dort schlecht reinigen kann. Lt. Walther könnten das Pulverrückstände sein, die man am besten mit Pressluft beseitigt - ich werde mal eine Pressluftkartusche draufhalten.

    Gruß, HP.

  • Hey @all,

    ich komme (leider) noch mal auf die Abzugscharakteriatik zurück.

    Califax, seid ihr immer noch bei ca 950 gr Vorzug ?

    Ich hab weiter getestet, aber die Pistole ist u.E. (meine Tochter und ich) unter 800 Gr. Vorzug
    nicht in den Griff zu bekommen ......

    Ansonsten liegt sie traumhaft in der Hand und trotzdem schieß ich mit der GSP in Präzisison noch mehr :-(( ......

    VG

    Holger

    ex C-Trainer DOSB - Steyr Challenge E - Anschütz 1913 im SE Shape H mit Zeiss Diasport - Walther LP 400 - TOZ 35 mit Lottes Balance/Rink-Griff

  • Hey @all,

    ...trotzdem schieß ich mit der GSP in Präzisison noch mehr :-(( ......

    Mir persönlich fehlt bei dem elektronischen Abzug auch das My Durchfallen eines mechanischen Abzuges. Diese Rückkopplung, daß man "drüber" ist.
    Ab Erreichen des Druckpunktes drückt man beim elektronischen Abzug einfach gegen eine unbewegliche Wand (den Sensor).

    Die Zahlen "950 g" sind nur geschätzt. So genau geht die elektronische Federwaage auch nicht.
    Aber ich habe wirklich das Minimum des Auslösegewichtes über dem Vorzugsgewicht eingestellt, das mit ruhiger Hand gerade noch beherrschbar ist.
    Wichtig ist, daß am Ende der Abzug bei der Kontrolle durchkommt - und das tat er in München. Bei Problemen hätte ich paar par Gramm auf den Vorzug gelegt (Schraube drehen).

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  • Danke Califax,

    du bist ja noch später online als meinereiner ;)

    Dann werde ich mal an die Feinjustierung machen ......

    VF

    Holger

    ex C-Trainer DOSB - Steyr Challenge E - Anschütz 1913 im SE Shape H mit Zeiss Diasport - Walther LP 400 - TOZ 35 mit Lottes Balance/Rink-Griff

  • Nachdem mir ein erfahrener Trainer noch ein paar Tips bezüglich der korrekten Umsetzung des Technikleitbildes gab, habe ich zusammen mit meiner Tochter das Druckpunktgewicht wieder erhöht.
    Was es bringt, werden wir sehen.

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  • Hallo Califax,

    da halt mich bitte auf dem laufenden - denn den Widerstand muß sie ja dann auch ziehen können.

    Wie wird der Abzug jetzt von den Gewichten her verteilt ?

    (750/250 ?)

    VG

    Holger

    ex C-Trainer DOSB - Steyr Challenge E - Anschütz 1913 im SE Shape H mit Zeiss Diasport - Walther LP 400 - TOZ 35 mit Lottes Balance/Rink-Griff

  • Ich habe jetzt den Vorzug nicht meßtechnisch ermittelt (meine elektronische Abzugswaage ist gerade auf Urlaub...)
    Habe einfach den Vorzug jeweils 1/2 Umdrehung leichter gemacht und dann mit dem 1kg-Prüfgewicht das Druckpunktgewicht neu programmiert.
    (Ein Schraubstock mit Holzbacken ist für diese Arbeit ausgesprochen hilfreich!!!)
    Ausprobieren lasen und selber probiert, ob es gefühlsmäßig paßt.
    Weitergedreht. Prozedur wie oben beschrieben wiederholt.
    Jetzt ist der Druckpunkt so, daß man ihn wirklich nehmen kann, ohne daß auf dem Weg zur Scheibe der Schuß versehentlich bricht.
    Ich schätze (!!!) so 200 g zu überwinden. Aber nicht mehr.
    Am Ende mit offiziellem Prüfgewicht das sichere Halten des Abzuges kontrolliert.
    Fertig.
    Vor dem Wettkampf sollte man auf jeden Fall nochmals das Prüfgewicht dranhängen und ggf. das Vorzugsgewicht leicht korrigieren.
    Aber ja nicht am Druckpunktgewicht dabei was ändern!
    Spart Streß an der Waffenkontrolle.

    Zitat

    denn den Widerstand muß sie ja dann auch ziehen können.


    Es bleiben so oder so immer 1000+x Gramm.

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