Betroffenheit - Mein Beitrag zur Lobbyarbeit zum Erhalt des Schießsports in seiner bisherigen Vielfalt

  • Weil, ich weiß, dass das resigniert klingt, der nächste auftaucht, der meint andere Sportschützen wären auf der Brennsuppe dahergeschwommen und müssten durch ihn erleuchtet oder wahlweise auch zurechtgewiesen werden. Um es nochmal ganz klar zu sagen, wer Lichtpunkt als Gefahr für andere Disziplinen darstellt, der kommuniziert damit, bewusst oder unbewusst, dass Lichtpunkt in seinen Augen viele etablierte Disziplinen verdrängen oder ersetzen könnte, was bereits bei Luftdruckdisziplinen weder möglich noch erwünscht ist und spätestens beim Großkaliberschießen nun wirklich jedem einleuchten sollte.


    Ich weis nun wirklich nicht, wie oft ich es noch schreiben soll:

    Lichtpunkt als Einstieg für Kinder/Jugendliche unter 12 Jahren: Ja, ist in Ordnung, auch wenn das Hauptziel sein sollte, das Mindestalter auf unter 12 zu bringen.
    Lichtpunkt als PR Gegenstand in Einkaufszentren oder öffentlichen Veranstaltungen: Ja, ist auch in Ordnung.

    Diese beiden Punkte sind aber nur so lange in Ordnung, wie sie auch genauso in der Öffentlichkeit argumentiert werden.
    Das bedeutet, keiner lehnt Lichtgeräte ab!

    Nur wenn sich einzelne Funktionäre hinstellen und fordern, dass man Licht als Ersatz für bestehende Disziplinen nutzen kann, dann ist es falsch und gefährlich so zu argumentieren, da man suggeriert, dass bestimmte Disziplinen entbehrlich sind.

    Die eher ablehnende Seite der Lichtimpulsgeräte sehen eben genau diese Forderungen einzelner, die es aber immer wieder in die Medien schaffen.
    Ob es Schumann war, ungeachtet der Richtigstellung, die kaum einer mitbekommen hat, die Forderung von Kretsche oder die Forderung im Erbacher Bericht.
    Die sind es, die einen Keil hineintreiben und für Unmut sorgen, da sie quasi im Namen eines Verbandes sprechen und somit für alle Mitglieder. Und genau hier liegt die Kernproblematik.

  • Die "jungen Grünen" scheinen ihre Veröffentlichung zum Schützenwesen auf ihren Seiten herausgenommen zu haben. Der gemeinsame Besuch des Hannoveraner Schützenfestes galt m. E. nur zur Beruhigung und auf Anweisung der "alten Grünen".

    Das Thema Schießsport kann man auf dem Rummel auch nicht wirklich thematisiert haben.

    Grüne Jugend und Schützenwesen - Deutsches Waffen Journal
    Grüne Jugend beleidigt Schützenvereine | Junge Union Nienburg/Weser

    Grüne Jugend beklagt Rassismus in Schützenvereinen: JUNGE FREIHEIT - Wochenzeitung aus Berlin
    Junge Grüne auf dem Schützenfest Schützenfest Hannover / NP - Neue Presse
    DSB bezieht Stellung gegen Pressemitteilung der Grünen Jugend Niedersachsen - Deutscher Schützenbund e.V.

    Es gab hier im Vorfeld der Wahlen einige Schützen, die via Mailings auf die Situation afmerksam gemacht haben, Deutlich und unmissverständlich haben sie darauf hingewiesen, wer sich noch politisch zum Schießsport, gegen eine weitere Verschärfung des Waffenrechts einsetzt.

    Diesen Aktiven können/sollten wir für ihre wertvolle Arbeit in der Sache dankbar sein. Ich denke, dass auch ihre Empfehlung, die FDP zu wählen, zum überraschend guten Ergebnis der FDP bei der Niedersachsen-Wahl am 20.1. beigetragen hat.

  • Ja, das ist richtig und ich weis ja nicht, was hier die einzelnen so machen, aber ich mache und das seit längere

    Lösungsansätze wurden in der Vegangenheit hier im Forum schon zu Hauff unterbreitet und vorgeschlagen.
    Aber meist wurden sie nur zerredet.

  • Nochmal ich mache.......und vor allem stehe ich öffentlich zu meinem Hobby und meinem Sport und nehme gerantiert kein Blatt vor den Mund wenn es um politische Themen geht.

  • Wie würde für dich ein guter Kompromiss aussehen, der einerseits solche politischen Äußerungen ermöglicht und andererseits den konstruktive Austausch (konkrete Fragestellungen im normalen Vereinsleben) zumindest nicht behindert?

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • was habe ich da nur losgetreten. ????? Ich habe nur meine Meinung mal Kundtun wollen und etwas bremsen....

    Vorschlag von mir, stellt einfach mal die neuesten Infos oder Vorhaben ein und ihr braucht sie ja gar nicht gleich komplett zu kommentieren. Jeder der Interesse hat wird dann (hoffentlich) sich Gedanken machen und vielleicht auch Fragen stellen die dann gezielt von den Leuten, Personen, Schützen die Ahnung haben oder auch mit wenig Ahnung (es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen) einfach ihre Meinung einbringen bzw. bekannt geben wollen.
    Ich habe meinen Standpunkt ja nur vertreten weil .... und ich nur weil.... Forget it...

    Weil ein Grüner in Hannover mitläuft -ja toll- beim Hundeschlittenrennen war ein Tierarzt der Hundearbeit sonst verbieten würde.. Versteht ihr was ich meine. Keinesfalls "untertauchen" aber warum immer so laut schreiben und in die erste Reihe drängen. Das es nicht einfach ist wissen wir inzwischen alle zumindest wer nicht in einer Traumwelt lebt und 1 + 1 zusammenzählen kann. Widmen wir uns wieder mehr unserem Sport gleich in welcher Richtung und tragen so, ohne weiteres zutun unseren Sport positiv nach Draußen. Lachnummern brauchen wir keine, ganz gleich wie ernst für uns die Lage ist.

    Mich persönlich hat gefreut, das nach 1 Jahr ein zweiter Beitrag zum (Sommer)-Biathlon eingestellt wurde. Dafür blieb anscheinend keine Zeit mehr. Trotzdem hat es mich persönlich gefreut und hier mein Kommentar dazu... Auch ich habe während der Deutschen dieses Jahr in Oberhof die Gelegenheit genutzt und bin von der Biathlon-Anlage die 300 Meter zum Indoor gelaufen. WAR SUPER.. (sh. Bilder)

    Dieter

  • Weil, ich weiß, dass das resigniert klingt, der nächste auftaucht, der meint andere Sportschützen wären auf der Brennsuppe dahergeschwommen und müssten durch ihn erleuchtet oder wahlweise auch zurechtgewiesen werden.


    Brennsuppe? Du bist mir schon ein Herzchen. Ganz ehrlich, gerade bei Dir habe ich oft den Eindruck, dass Du in Wirklichkeit nur sehr wenig Ahnung von der Wirklichkeit und Vielfalt da draußen im Lande von unserer schönen Sportart hast. Andererseits blitzt gerade bei Dir immer wieder dieses festgefügte Bild von Vorurteilen durch, scheinbar hauptsächlich gebildet durch unsere Medien und Hollywood und gefestigt durch diese mittlerweile weit ausgeprägte Gutmenschensozialisierung. Das ist mir erst gestern bei einem Beitrag von Dir wieder sehr deutlich aufgefallen.

    Du nanntest darin Lichtpunkt und GK als die beiden Extreme des Schießsports. Weißt Du eigentlich wirklich, wovon Du da überhaupt sprichst? Ich glaube kaum. Auf Lichtpunkt als Simulation und gar nicht vorhandene Disziplin will ich hier jetzt nicht mehr eingehen, aber was ist denn GK für Dich überhaupt und was ist in dem Zusammenhang damit überhaupt mit Extrem gemeint? Schaut man mal in die Disziplinentabelle der DSB Sportordnung, dann stellt man ganz eindeutig fest, dass es dort deutlich mehr GK-Disziplinen als KK- und Druckluft-Disziplinen gibt. Ja, man lese und staune. Klar ist das LG bei uns im Lande das Sportgerät Nr. 1 und viele Schützen kennen auch nichts anderes, aber wie kann man bei der großen Vielfalt von Disziplinen, welche alleine im DSB mit großkalibrigen Waffen geschossen werden, überhaupt von einem Extrem reden? Als Schütze solltest Du es eigentlich besser wissen und auch, dass die Mär vom ach so gefährlichen GK von unseren Gegnern einmal aus purer Ahnungslosigkeit, aber anderseits auch ganz bewusst eingesetzt wird, um weitere Schneisen auf dem Weg zur 'waffenlosen' Zukunft zu schlagen. Und natürlich, um die Schützen zu spalten, was ja auch, wie man sieht, ganz offensichtlich und immer wieder ganz prima funktioniert. Also ganz konkret gefragt, was verstehst Du unter GK und wieso ist das für Dich ein Extrem?

    Um es nochmal ganz klar zu sagen, wer Lichtpunkt als Gefahr für andere Disziplinen darstellt, der kommuniziert damit, bewusst oder unbewusst, dass Lichtpunkt in seinen Augen viele etablierte Disziplinen verdrängen oder ersetzen könnte, was bereits bei Luftdruckdisziplinen weder möglich noch erwünscht ist und spätestens beim Großkaliberschießen nun wirklich jedem einleuchten sollte.


    Das ist doch völliger Unsinn und wie so oft bei Dir auch völlig verdreht. Es geht einzig und allein darum, den Gegnern und Verbotsvorderern keine weitere Legitimation, keine weiteren Argumente, mit denen sie weitere Verbote und Einschränkungen rechtfertigen können, zu liefern. Dieses ganzen Verbotsvorderungen sind doch eh nicht rational begründet, entbehren jeder Grundlage, da glaubst Du doch selbst nicht, dass die Nichttauglichkeit dieser Lichtpunktdinger diese Gegner davon abhalten würde, das nicht als Argument zu nutzen. Die werden sich hinstellen und sagen, schaut, die Schützen können mit diesen Teilen doch genauso gut ihren Sport ausüben, die brauchen dazu doch gar keine tödlichen Waffen und die ernsthaften unter diesen Schützen, also die wahren und echten Sportler, betreiben das ja auch schon länger so und nach ihren eigenen Aussagen ja auch sehr erfolgreich. Und die Moderen Fünfkämpfer praktizieren das ja auch schon länger so, sogar olympisch.

    Wiedermal nur Hirngespinste eines frustrierten Legalwaffenbesitzers aus dem Dunstkreis von Eigentum, Selbstverteidigung und Bürgerrechten? 'Nein, das wird schon jetzt so kommuniziert und bei weiten nicht nur von diesen extremen Gegnern. Belege gefällig? Bitte schön:

    Die Vereine, die gut laufen, haben alle Lichtpunktanlagen, haben engagierte Jugendbetreuer und die setzen voll auf Lichtpunktanlagen. Insofern möchte ich gerne wissen, weil ich das von Schützen auf Landesebene auch anders höre, die sagen, wir brauchen Großkaliber eigentlich nicht, das ist nicht die Zukunft. Ich würde gerne von Ihnen hören, ob Sie wirklich der Auffassung sind, dass man hier nicht auch aus eigenem Interesse in der Entwicklung des deutschen Schützenwesens viel stärker auf Lichtpunktanlagen setzen sollte.

    MDB Reinhard Grindel CDU


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Auch wenn es jetzt OT ist hier mal ein gutes Beispiel wie es in anderen Foren läuft:

    Zitat

    Wir sind Legalwaffenbesitzer und schießen nicht auf Flaschen etc.


    Thema geschlossen!!!

    Der Thread hatte genau 7 Beiträge. Da gings übrigens um ein Luftgewehr und derjenige wollte doch nur Spaß so wie es auch hier öfter schon propagiert wurde. Es kann sich ja jeder selber sein Bild machen. Interessant ist aber, dass man sich in anderen Foren auch abgrenzt und nicht alles was "Spaß" macht und eine Kugel rauskommt in sein Forenprogramm aufnehmen muss.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Die Vereine, die gut laufen, haben alle Lichtpunktanlagen, haben engagierte Jugendbetreuer und die setzen voll auf Lichtpunktanlagen. Insofern möchte ich gerne wissen, weil ich das von Schützen auf Landesebene auch anders höre, die sagen, wir brauchen Großkaliber eigentlich nicht, das ist nicht die Zukunft. Ich würde gerne von Ihnen hören, ob Sie wirklich der Auffassung sind, dass man hier nicht auch aus eigenem Interesse in der Entwicklung des deutschen Schützenwesens viel stärker auf Lichtpunktanlagen setzen sollte.

    MDB Reinhard Grindel CDU


    Dem Herrn Volksvertreter Grindel - aus meiner Erfahrung ein Mensch ohne großes Einfühlungsvermögen und Bereitschaft seinen Standpunkt zu hinterfragen, fehlen demnach die Informationen. Tipp: Betroffene Schützen laden ihn ein zu einem offenen Gespräch.

    "Schützen auf Landesebene"??? Wer könnte das sein?

    Lichtschießen ist und wird nicht in der Lage sein, den vielfältigrn Schießsport mit der Nutzung von unterschiedlichen Geschossen, zu ersetzen. Die Meinung der Jugendleiter ist mit Sicherheit von Herrn Grindel in seiner Aussage falsch wiedergegeben worden.

  • Hallo Wilhelm, hallo Freunde,

    unsere Gesellschaft hat an für sich kein Problem mit dem Schießsport und objektiv betrachtet gibt es auch kein Problem mit den legal besessenen Schusswaffen in unserem Land. Wir haben es hier mit einem künstlich geschaffenen Problem zu tun, geschaffen von bestimmten politischen und relativ kleinen Kreisen und Gruppierungen und dankbar aufgegriffen von unsren Medien. Es ist hauptsächlich ein Wechselspiel von Politik und Medien. Wie verlogen das Thema ist, zeigt sehr deutlich die große Medienpräsenz von Biathlon. Während nahezu kein Bericht über den Schießsport ohne die Waffenproblematik und das Thema Amok mehr auskommt, wird bei der Berichterstattung von Biathlon die Verwendung der ja auch dort potenziell tödlich wirkenden Schusswaffen völlig ausgeblendet.

    Fakt ist, Verbotsforderungen und Rufe nach weiteren Einschränkungen entbehren jeder objektiven Grundlage und sind zudem auch noch völlig unverhältnismäßig. Grundlage dieser Forderungen sind neben bestimmten ganz berechnenden Interessen hauptsächlich Vorurteile, Emotionen und fast immer völlige Ausblendung von den Realitäten.

    Jahr für Jahr sagt die PKS, die polizeiliche Kriminalitätsstatistik, legale Schusswaffen spielen bei der Kriminalität in unsrem Lande keine signifikante Rolle. Spätestens ab hier müsste doch schon das Thema beendet sein, oder? Wenn legal besessene Schusswaffen bei der Kriminalität keine signifikante Rolle spielen, dann besteht doch auch kein Handlungsbedarf für weitere Verbote und Einschränkungen, oder?

    Nun, wir wissen alle, dass die Verbotsforderer da draußen diese Fakten nicht interessieren. Die Medien machen weiter und Politiker reagieren darauf.

    Aber was ist mit uns Schützen selbst? Wir kennen doch die Realitäten. Trotzdem schaffen wir es nicht, auf diese ganzen unberechtigten Angriffe zu reagieren. Warum nicht?

    Wegen der zweifelsfrei vorhanden sehr kurzsichtigen und egoistischen Sichtweise und Haltung, wonach man ja selbst nur Disziplinen mit völlig ungefährlichen Schusswaffen betreibt, diese, da ja auch olympisch, gar nicht verboten werden können und das Problem ja ganz offensichtlich diese "Anderen" sind? Nur, auch diese "Anderen" und dessen Schusswaffen sind nicht das Problem. Siehe oben. Und es sind auch gar keine "Anderen", auch wenn man in vielen Nur-Druckluftvereinen diese Vielfalt der Disziplinen nicht kennt. Zudem ist diese Einstellung mehr als trügerisch, da die Verbotsforderungen ja gar nicht auf objektiven Fakten beruhen, sondern rein emotional und ideologisch geprägt sind. Der Herr Tschöpe sagt ja auch, dass es auch diese Lichtgewehre nicht haben will.

    Aber warum schaffen wir es trotzdem nicht, uns zu solidarisieren und gemeinsam mit einer Stimme zu sprechen?

    Weil auch etliche von uns Schützen sich nicht freimachen können von den ganzen Zerrbildern aus den Medien und von Hollywood und den subtilen Manipulation und Täuschungen, denen wir täglich ausgesetzt sind.

    Es gibt nämlich objektiv keinen Unterschied, ob man ein kleines Diabolo in die Mitte einer Zehn Meter entfernten Scheibe positionieren will, oder ein Projektil auf die 300m entfernte Scheibe schießt oder ob man versucht, mit einem 44er Revolver die Mitte zu treffen. Nur die Anforderungen und auch die jeweiligen Herausforderungen dabei sind unterschiedlich. Das die dabei verwendeten Schusswaffen ein unterschiedliches Gefahrenpotenzial besitzen, ist sicher unbestritten. Aber das spielt doch bei einer sportlichen Verwendung überhaupt keine Rolle. Unser Schießsport gehört zu den sichersten Sportarten überhaupt. Auch das ist eine Tatsache.


    Unser Schießsport als Ganzes und in seiner Vielfalt ist bedroht und weitere Verbote und Einschränkungen, auch wenn sie erst mal nur bestimmte Disziplinen betreffen, sind ein Angriff auf den gesamten Schießsport. Wir haben deshalb auch nur eine Chance, wenn wir diesen Angriffen gemeinsam begegnen, gemeinsam dagegen kämpfen und mit einer Stimme sprechen. Wenn wir das nicht schaffen, werden wir unweigerlich verlieren. Das Hoffen auf irgendwelche Imagekampagnen oder Öffentlichkeitsarbeit bringt nichts, weil das gar nicht unser Problem ist. Bedenkt bitte, schon die Gründe für diese Angriffe entbehren jeder Grundlage und sind nicht rational. Die Meinung der zum größten Teil gar nicht am Thema interessierten Bevölkerung ist deshalb letztlich auch egal, die Bevölkerung verabschiedet keine neuen Gesetze und protestiert auch nicht dagegen. Letzteres können nur wir selbst machen.

    Was wir brauchen ist einzig und allein Geschlossenheit. Noch sind wir viele und noch können wir gemeinsam kämpfen, ja kämpfen. Wir sind auch eine politische Macht, wenn wir uns nur einig und solidarisch sind. Wir können das unseren Volksvertretern auch so deutlich zeigen und auch den Medien. Dazu müssen wir aber auch alle endlich mal selbst die Tatsachen akzeptieren und diese dann auch so klar zum Ausdruck bringen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Wie würde für dich ein guter Kompromiss aussehen, der einerseits solche politischen Äußerungen ermöglicht und andererseits den konstruktive Austausch (konkrete Fragestellungen im normalen Vereinsleben) zumindest nicht behindert?

    Ganz einfach:
    Leben und Leben lassen, auf allen Ebenen.

    Wenn einer eine bestimmte Disziplin oder Waffengattung nicht mag, sei ihm das unbenommen, sollte es aber mit Verlaub für sich behalten.
    Man kann selbstverständlich Diskutieren und auch mal in Frage stellen, aber keine Verbote fordern, denn die schwächen nur alle, nicht nur diejenigen, die ein Verbot unmittelbar treffen würden.

    Es ist ein Unterschied, ob ich sage:
    "Lichtzschießen braucht kein Mensch. Das taugt keinen Pfifferling!"
    oder ob ich sage:
    "Ich selber kann mit Lichtschießen/Druckluft/KK/GK nicht wirklich etwas anfangen. Macht mir einfach keinen Spaß. Aber wer damit lieber dem Sport nachgehen möchte, kann das gerne machen!"

    Das hat eine ganz andere Gewichtung in der Aussage und sorgt so für viel weniger Kontroverse.

    Wenn man diese Denkweise in die Köpfe aller LWB reinbekommen könnte, wäre das ein riesen Schritt in Richtung Einigkeit.

  • Hallo Murmelchen,

    insbesondere Deinem letzten Absatz kann ich absolut zustimmen:

    Was wir brauchen ist einzig und allein Geschlossenheit. Noch sind wir viele und noch können wir gemeinsam kämpfen, ja kämpfen. Wir sind auch eine politische Macht, wenn wir uns nur einig und solidarisch sind. Wir können das unseren Volksvertretern auch so deutlich zeigen und auch den Medien. Dazu müssen wir aber auch alle endlich mal selbst die Tatsachen akzeptieren und diese dann auch so klar zum Ausdruck bringen.

    Nur, etwas "so klar zum Ausdruck bringen", dass muss nicht hier und in anderen Foren erfolgen, sondern von jedem aufrechten Schützen auf der Straße, im Gespräch mit meinen Freunden, Nachbarn und Kollegen.

    Dabei müssen dann auch die von Dir beschrieben Wahrheiten und Tatsachen vermittelt werden, die bisher so gleichgültig durch Medien und bestimmte Politiker im volk verbreitet worden sind.

    Unsere Gesellschaft hat an für sich kein Problem mit dem Schießsport und objektiv betrachtet gibt es auch kein Problem mit den legal besessenen Schusswaffen in unserem Land. Wir haben es hier mit einem künstlich geschaffenen Problem zu tun, geschaffen von bestimmten politischen und relativ kleinen Kreisen und Gruppierungen und dankbar aufgegriffen von unsren Medien. Es ist hauptsächlich ein Wechselspiel von Politik und Medien.

    Für den ersten Satz kann ich keine Zustimmung finden, da der Dauerbeschuss von Seiten der Medien und unsere Schützen-Trägheit in weiten Teilen der Gesellschaft eine unbewusste Meinungsbildung CONTRA Schützenwesen erzeugt hat. Deshalb sehe ich es als wichtig, ja existenzerhaltend an, vor den Bundestagswahlen noch aktiver zu werden, die Gespräche in der Öffentlichkeit, Leserbriefe und Artikel in den Medien über unsere Situation zu präsentieren. Stillhalten und nur darüber reden wie es dazu kommen konnte bringt m. E. nichts mehr.

    Resi hat übrigens zwischenzeitlich etwas einfaches gepostet - schau mal ....

    Danke Resi

  • Brennsuppe? Du bist mir schon ein Herzchen. Ganz ehrlich, gerade bei Dir habe ich oft den Eindruck, dass Du in Wirklichkeit nur sehr wenig Ahnung von der Wirklichkeit und Vielfalt da draußen im Lande von unserer schönen Sportart hast. Andererseits blitzt gerade bei Dir immer wieder dieses festgefügte Bild von Vorurteilen durch, scheinbar hauptsächlich gebildet durch unsere Medien und Hollywood und gefestigt durch diese mittlerweile weit ausgeprägte Gutmenschensozialisierung. Das ist mir erst gestern bei einem Beitrag von Dir wieder sehr deutlich aufgefallen.

    Falsch. Ich spreche aus meiner Erfahrung als Jugendtrainer und Jugendleiter.

    Du nanntest darin Lichtpunkt und GK als die beiden Extreme des Schießsports. Weißt Du eigentlich wirklich, wovon Du da überhaupt sprichst? Ich glaube kaum. Auf Lichtpunkt als Simulation und gar nicht vorhandene Disziplin will ich hier jetzt nicht mehr eingehen, aber was ist denn GK für Dich überhaupt und was ist in dem Zusammenhang damit überhaupt mit Extrem gemeint? Schaut man mal in die Disziplinentabelle der DSB Sportordnung, dann stellt man ganz eindeutig fest, dass es dort deutlich mehr GK-Disziplinen als KK- und Druckluft-Disziplinen gibt. Ja, man lese und staune.

    Ja, genau das meinte ich mit Extreme, einmal eine Möglichkeit unsere Sportart ohne Altersgrenzen und ohne große Bürokratie vorzustellen und auf der anderen Seite eine facettenreicher Bereich von Traditionspflege bis Bewegungsschießen. Sie beiden werden mitunter von Schießsportgegnern adressiert, einmal als mögliche Alternative und einmal als schlimmste Variante, auch deshalb sind das wohl Extreme, wobei Schießsportgegner oftmals gerade das Lichtpunktschießen besonders vehement ablehnen.

    Klar ist das LG bei uns im Lande das Sportgerät Nr. 1 und viele Schützen kennen auch nichts anderes, aber wie kann man bei der großen Vielfalt von Disziplinen, welche alleine im DSB mit großkalibrigen Waffen geschossen werden, überhaupt von einem Extrem reden? Als Schütze solltest Du es eigentlich besser wissen und auch, dass die Mär vom ach so gefährlichen GK von unseren Gegnern einmal aus purer Ahnungslosigkeit, aber anderseits auch ganz bewusst eingesetzt wird, um weitere Schneisen auf dem Weg zur 'waffenlosen' Zukunft zu schlagen. Und natürlich, um die Schützen zu spalten, was ja auch, wie man sieht, ganz offensichtlich und immer wieder ganz prima funktioniert. Also ganz konkret gefragt, was verstehst Du unter GK und wieso ist das für Dich ein Extrem?

    Ja, als Sportschütze, nein, als Forennutzer kenne ich viele der Facetten, aber ist das wirklich hier relevant, es zählt die Wirkung auf Schützen, Politiker, Öffentlichkeit und wenn du von deinen Sportkameraden noch verlangen kannst, dass sie gewissermaßen jede Meinungsäußerung mit einem „Disclaimer“ versehen, nur damit keiner meint man hätte den einen oder anderen Aspekt verdrängt, so kannst du's allerdings hier vergessen, es zählt der erste Eindruck und da ist es fatal wenn jemand meint mal etwas lauter werden zu müssen, ja, du musst ggf. etwas wieder und wieder erklären und ggf. auch akzeptieren, dass jemand zu anderen Schlüssen kommt, und wenn du das nicht kannst, dann bleibt dir immer die Möglichkeit zu einem Thema nichts zu sagen, aber um sich zu schlagen wie ein beleidigtes Kind ist sicher eher kontraproduktiv und bestätigt ggf. sämtliche Vorurteile.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“


  • Ja, genau das meinte ich mit Extreme, einmal eine Möglichkeit unsere Sportart ohne Altersgrenzen und ohne große Bürokratie vorzustellen und auf der anderen Seite eine facettenreicher Bereich von Traditionspflege bis Bewegungsschießen. Sie beiden werden mitunter von Schießsportgegnern adressiert, einmal als mögliche Alternative und einmal als schlimmste Variante, auch deshalb sind das wohl Extreme, wobei Schießsportgegner oftmals gerade das Lichtpunktschießen besonders vehement ablehnen.

    Und genau hier zeigt sich wieder, wie die Vorurteile in den Köpfen drin sind.

    In Deutschland gibt es kein Bewegungsschießen. Das ist per Waffengesetz verboten.
    Es gibt dynamische Diszipline, aber bei der Schussabgabe muss der Schütze stehen bleiben. Was ist schlimm daran?

    Biathleten machen das genauso. Sommerbiathleten ebenfalls.
    Sie bewegen sich mit der Büchse auf dem Buckel, wenn sie aber auf der Schießbahn sind, stehen, knien oder liegen sie still.
    Genauso ist es bei IPSC! Ich kann da keine Extreme erkennen.

    Wie ich geschrieben habe, Leben und Leben lassen, auf allen Ebenen. Das fängt bei den Jugendleitern an, geht über die Schützen aller Altersklassen und geht bis zu den Vereins- und Verbandsfürsten.
    Erst wenn das endlich mal akzeptiert wird, kann sich etwas ändern und die Sportschützen sind in der Lage an einem Strang zu ziehen.

    Vorurteile können nur dann leben, wenn man ihnen den Nährboden dafür gibt. Der Nährboden sind hier die falschen Interpretationen schießsportlicher Diszipline.
    IPSC = Bewegnungsschießen = falsch = Vorurteil
    IPSC = Combatschiepen = falsch = Vorurteil

    Warum nennt man denn das Duellschießen im DSB nicht mehr Duellschießen, sondern Zeitserie? Eigentlich ein Begriff der nicht zur Disziplin passt, da alle Diszipline im Schießsport auf Zeit sind.
    Die Zeitsereie basiert eigentlich auf dem Duellschießen, wo sich zwei Schützen aufeinander zudrehen.
    Somit ist das die Zeitserie eine Simulation des Duellschießens. Eine art zu schießen, bei der man das Schießen auf einen anderen Menschen simuliert.

    Und schon hat man ein Vorurteil geschaffen!

    Du sagst, Du bist Jugendleiter und Jugendtrainer.
    Was machst Du, wenn die Kids ab 14 Jahren fragen, ob sie KK schießen können?
    Habt Ihr einen eigenen KK Stand oder einen Partnerverein, wo die Jugend auch mal KK schießen kann um es selber zu probieren, oder lehnt Ihr das bei Euch einfach ab?
    Was erzählst Du den Kids, wenn die Fragen zum GK kommen oder zum Waffenrecht, wenn die Jugendlichen 18 geworden sind und GK schießen dürfen?
    Habt Ihr einen eigenen GK Stand oder einen Partnerverein, wo die Jugend auch mal KK schießen kann um es selber zu probieren, oder lehnt Ihr das bei Euch einfach ab?
    Wie geht Ihr im Verein damit um, wenn sich Interessenten bei Euch melden und KK oder GK schießen wollen, aber einfach kein Interesse an LP/LG oder Licht haben?

    Das interessiert mich einfach mal und ist kein Vorwurf an Dich.

    Auch hier kann im Vorfeld viel Aufklärung betrieben werden und so im Vorfeld gegen Vorurteile bei Kindern/Jugendlichen und deren Eltern vorgegangen werden.

    Einmal editiert, zuletzt von resi (9. Februar 2013 um 11:48)

  • Wir wollen unseren Schießsport erhalten! Das ist doch Fakt oder, also gehen wir es doch an. Da sind wir uns doch wohl einig, wenn ich Wilhelm zitiere, Geschlossenheit und kämpfen für unseren Sport. Denn die Grabenkämpfe Lichtpunkt, GK sollten wir lassen, die schwächen uns um unser Ziel zu erreichen, ich glaube da ist auch genug gesagt und geschrieben worden. Auch wenn es nur wie eine Floskel klingt, nur gemeinsam sind wir stark und können was erreichen.

    Kogge

  • ja ich stimme Dir zu, aber um es gemeinsam angehen zu können, sind meine o.g. Fragen schon wichtig, da die Gemeinsamkeit und Einigkeit im Umgang mit diesen Themen schon beginnt.

  • Und genau hier zeigt sich wieder, wie die Vorurteile in den Köpfen drin sind. In Deutschland gibt es kein Bewegungsschießen. Das ist per Waffengesetz verboten. Es gibt dynamische Diszipline, aber bei der Schussabgabe muss der Schütze stehen bleiben. Was ist schlimm daran? Biathleten machen das genauso. Sommerbiathleten ebenfalls. Sie bewegen sich mit der Büchse auf dem Buckel, wenn sie aber auf der Schießbahn sind, stehen, knien oder liegen sie still. Genauso ist es bei IPSC! Ich kann da keine Extreme erkennen.

    Wie soll man auf sowas denn reagieren? Ich werde das Gefühl nicht los, der eine oder andere möchte, aus welchen Gründen auch immer, in allem und jedem ein Vorurteil sehen. Ja, ich verstehe gut, dass einige bei solchen Diskussionen nicht mitmischen bzw. sich schleunigst wieder zurückziehen. Ok, du unterstellst mir irgendwelche Vorurteile, klar, dann kommt wie immer eine Pfennigfuchserei, Bewegungsschießen gibt's überhaupt keins, naja, zumindest in Deutschland, und außerdem muss man ja stehenbleiben... Meinst du wirklich das interessiert Presse, Politiker und Öffentlichkeit?

    Du sagst, Du bist Jugendleiter und Jugendtrainer. Was machst Du, wenn die Kids ab 14 Jahren fragen, ob sie KK schießen können? Habt Ihr einen eigenen KK Stand oder einen Partnerverein, wo die Jugend auch mal KK schießen kann um es selber zu probieren, oder lehnt Ihr das bei Euch einfach ab? Was erzählst Du den Kids, wenn die Fragen zum GK kommen oder zum Waffenrecht, wenn die Jugendlichen 18 geworden sind und GK schießen dürfen? Habt Ihr einen eigenen GK Stand oder einen Partnerverein, wo die Jugend auch mal KK schießen kann um es selber zu probieren, oder lehnt Ihr das bei Euch einfach ab?

    Wir trainieren mit Luftgewehr und Luftpistole. Für andere Disziplinen gibt's entsprechende Nachbarvereine.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“