Zentrales Waffenregister in Deutschland - Medien

  • Lieber Karl,

    mach Dir mal wegen meiner minimalen Grundkenntnisse keine Sorgen. Ich hatte schon vor fast 30 Jahren das Vergnügen, vor Terminals von damals noch IBM Mainframes zu sitzen und die Daten, mit denen ich es da zu tun hatte, waren fast alle als Geheim - Geheime Auswertesache - eingestuft. Ich könnte da schon ein bisschen auch über das Ausspähen und auch frühes Hacking plaudern, werde ich aber hier sicher nicht tun. Nur soviel, Social Hacking ist immer noch die trivialste Möglichkeit. Und dann gab es da auch noch die Sache mit den Schlüsseln, die jeden Tag getauscht wurden, außer an Sonn- und Feiertagen, was schon dadurch regelmäßig in die Hose ging.


    Mit nicht mehr ganz so naiven Grüßen

    Frank

  • Nur hast Du offensichtlich nicht mitbekommen was sich in 30 Jahren geändert hat.

    Karl

  • Zentralisierung von Datenbeständen bei ("Bundes")-Behörden haben doch schon Tradition in Deutschland.

    Gut gelungene Beispiele sind doch das für teuer Geld entwickelte ELENA Verfahren. Eine Art Vorratsdatenspeicherung von Lohn und Gehaltsdaten aller bundesweit Beschäftigten die nach zwei jahren für eventuelle Bescheinigungsfälle gesammelt wurden. Nach zwejähriger Testphase (Datensammelphase) wurde das System verworfen. Es verschlang Unmengen an Geld (vor allem von den Arbeitgebern die zur Meldung verpflichtet waren) und dann wurde es still und heimlich außer Kraft gesetzt.

    Ähnlich chaotisch sieht es in der Finanzverwaltung aus. Im Oktober 2009 wurden die letzten Lohnsteuerkarten durch die Gemeinden versendet. Über das sog. ElsterLohn II sollten sich die Arbeitgeber die Daten bei der Finanzverwaltung abrufen. Nach mehrmaligem Verschieben ist der aktuelle Stand: 2013 soll das System laufen. Bundesweit laufen also derzeit Lohn- und Gehaltsabrechnungen auf derBasis von Daten die 2009 erhoben wurden.

    Soviel zu den minimalen Grundkenntnissen der Behörden und dem was daraus werden kann, wenn bundesweit zentralisiert wird.

  • Soviel zu den minimalen Grundkenntnissen der Behörden und dem was daraus werden kann, wenn bundesweit zentralisiert wird.

    Die schlimmsten sind ja die vom Kraftfahrtbundesamt, seit der Laden bei denen richtig zentralisiert ist bekommst du nach einem Autokauf nicht mal mehr Werbung. Das sind dann die selben Brüder die unsere Waffendaten verwalten.

  • Sicher? Soll das nicht über das BVA laufen?

    Mag sein, ich wollte nur darlegen dass sogar größere Register als das Waffenregister, problemlos laufen und besser geschützt sind als die Heimlösungen mit Registerkästen auf den Landratsämtern. Die Leute damit arbeiten sind gleich qualifiziert wie die Mitarbeiter die in erster Linie mit dem KBA zusammenarbeiten.

  • Ich finde das zentrale waffenregister in Ordnung, in Hamburg haben die sowas ja schon ein paar Jahre. :thumbup:

    Hamburg ist Hamburg und nicht die ganze Republik oder die ganze EU....Falls Du es noch nicht gemerkt hast, es handelt sich bei dem NWR um eine EU Verordnung.

    In meinem Landkreis werden die Waffen auch im Computersystem aufgenommen und der SB sieht die Geschichte der Waffe und von wem sie kommt, etc.
    Aber auch das ist eben nur mein Landkreis und nicht ganz Deutschland oder die EU.

    Einen Hamburger SB oder einen Münchner Scheriff geht es nichts an, welche Waffen ich besitze, welche Tresore ich verwende und wo ich meine Waffen wie aufbewahre.
    Das geht nur mich und meinen SB etwas an, sonst keinen.

    Und bei jeder Personalienüberprüfung, die auch über das Ordnungsamt läuft, ist man als Waffenbesitzer gekennzeichnet, genauso wie man als Gefahrenguttransporteur gekennzeichnet ist.

    Aber nochmal, das ist mein Landkreis, nicht die Bundesrepublik und nicht die EU.

  • Ich finde das zentrale waffenregister in Ordnung, in Hamburg haben die sowas ja schon ein paar Jahre. :thumbup:


    Hallo Spike,

    könntest Du deine Sympathiekundgebung auch etwas begründen, auch unabhängig von Dans Anmerkungen?

    Auch von Karl und weiteren Befürwortern würde ich gerne hören, welchen Sinn dieses nationale Waffenregister in der Form, wie es jetzt durchgezogen werden soll, haben soll. Da wir hier ja Schützen sind, wäre es dabei schon schön, auf die üblichen Politikerfloskeln ala Sicherheit usw. zu verzichten.

    Habt ihr auch schon mal an den ganzen Datenmüll gedacht, der sich dann in einer großen Datenbank vereinigen wird. Datenmüll, der im Zweifel auch immer Konsequenzen für die Betroffenen haben kann und wird. Ich denke dabei noch nicht einmal an so (auf den ersten Blick) lustige Sachen wie Schießgewehr, Machtbüchse oder Gartenflinte, nein, ich denke auch an massenhafte Dubletten und Zahlendreher usw. Was meint ihr wird passieren, wenn ein bestimmter K98 zur Fahndung ausgeschrieben wird und sich dann ein gutes Dutzend (oder sogar noch deutlich mehr) mit der gleichen Nummer in der Datenbank befinden? Was passiert bei Kontrollen, wenn die Daten dann nicht mit den Waffen und Papieren übereinstimmen?

    Vor Ort in einem überschaubaren Rahmen kann man viele Sachen (oft) vernünftig klären, aber auch Bundesweit?

    Beachtet bitte, es handelt sich bei Schusswaffen nicht um allgemein anerkannte Gebrauchsgegenstände wie Autos, welche auch ganz selbstverständlich Lieschen Müller besitzen und nutzen darf.


    Dieses Register wird nur eins leisten, einen weiteren Beitrag zur Diskreditierung, Stigmatisierung und Kriminalisierung von uns Schützen, Jägern und Sammlern. Der Grundsatz der Unschuldsvermutung wird damit weiter pervertiert werden und einem Generalverdacht weichen. Einen wie auch immer gearteten Beitrag zur ominösen Sicherheit kann dieses Datenmonster hingegen gar nicht erbringen. Erstens, weil es immer nur ein minimales Restrisiko gab und gibt, und zweitens, weil es gegen dieses Restrisiko völlig ungeeignet ist.


    Jeder Streifenwagen in ganz Deutschland, möglicherweise sogar in der gesamten EU, wird in absehbarer Zeit die Möglichkeit haben, neben den üblichen Halterabfragen auch den Waffenbesitz abfragen zu können. Meint ihr wirklich, das wird bei dem jetzigen Klima keine Auswirkungen haben?


    Apropos, den EU-Vorgaben wäre auch mit einem dezentralen Register Genüge getan, so wie wir es jetzt schon haben. Und ja, diese Projekt wird auch wieder Milliarden verschlingen. Aber egal, wir haben es ja.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Meines Wissens nach, hat Canada auch ein Waffenregister einführen wollen und hat es wegen zu hoher Kosten wieder verworfen.

    Es spricht theoretisch nichts dagegen, wenn bei einem Umzug eines LWB, der SB die erforderlichen Informationen per gesicherter Datenübertragung an den SB des neuen Wohnortes überträgt, dafür benötigt man aber kein Bundesweites, zentrales Register, schon gar kein EU weites Register.

    Und wenn eine Waffe für eine Straftat bereits verwendet wurde, dann sind die erforderlichen Daten eh schon beim LKA und BKA bekannt. Zur Verbrechensaufklärung wird das NWR kaum beitragen, da keinerlei ballistischen Angaben der Waffe dort gespeichert sind, noch nicht. Einzig der Waffentyp und die Gefahr, die mit dieser Information besteht ist, bei einer Fahndung, wird das NWR abgefragt und es spuckt alle Besitezr eines speziellen Waffentyps aus, die dann am Ende Besuch von der Polizei bekommen und somit unter einen Generalverdacht gestellt werden.

    Auch, kommt es zu Fällen der häuslichen Gewalt, zu der die Polizei gerufen wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Polizei mit übertriebenen Mitteln vorgeht einfach zu groß (Beispiel mit Kanonen auf Spatzen schießen). Die Verfhältnismäßigkeit der Mittel wird kaum gewahrt werden, wenn auf einmal ein SEK Komando die Tür eintritt, wo es gar nicht erforderlich ist.
    Das sind Dinge, die bereits heute passieren, sobald jemand der Meinugn ist, seinen Nachbarn ans Bein pinkeln zu wollen und wegen Bullshit die Polizei ruft und dabei erwähnt, dass er Waffenbesitzer ist.

  • Zitat

    Meines Wissens nach, hat Canada auch ein Waffenregister einführen wollen und hat es wegen zu hoher Kosten wieder verworfen.

    Kanada hat das nicht nur gewollt, die haben das Ende der 90er für LW so durchgezogen. KW waren immer schon registrierungspflichtig, bzw. da gibt es auch einige Typen, die "prohibited" sind. Wie beispielsweise alle 6,35 und 7,65 Kurzwaffen oder auch die ganzen Kurzläufigen, unter einer gewissen Lauflänge, ich glaube 3". Hat Unsummen in einstelliger Mrd.-Höhe verschlungen. Letztes Jahr ist man aber zur Erkenntnis gekommen, dass in den Kriminalstatiken die legalen LW von Jägern, Sportschützen und Sammlern nicht im geringsten auftauchen. Auftauchen tun eher nur die Schußwaffen, die eh verboten sind, wie Kriegswaffen oder die oben genanten Kurzwaffen. So ist man zum Schluss gekommen, seit 01.01.2012 die Registrierungspflicht für LW wieder auszusetzen. Sprich, ab 18 Jahren sind die erlaubten Langwaffen frei verkäuflich, wie vorher auch, aber brauchen nicht gemeldet werden.
    Australien, die ja auch nach einem Massenmord das Waffengesetz verschärft hatte, vor ein paar Jahren, überlegt auch, wie sinnvoll eine Registierung von LW überhaupt ist.
    Alleine am Beispiel von Norwegen, dem eines der schlimmsten Attentate ihrer Geschichte wiederfahren ist, geht man an das Ganze mit Logik und Sachverstand heran. Man möchte sich nicht von einzelnen die demokratischen Freiheiten nehmen lassen müssen.
    In DE ist das anders, wo nur Bild, Spiegel und Co. die bundesweite "Meinung" wiederspiegeln (wollen) und die Politik beeinflussen. Das Parteien, wie die Grünen, hier nicht objektiv aggieren können, ist klar. Wer so ideologisch verblendet ist, kann keinen vorurteilsfreien Gesichtspunkt haben. Trifft auch auf andere Themen zu (DE rettet die Erde!).

    Auch hier haben wir wieder das Problem der politischen und medialen Falschinformation. Nach W. wurde getönt, es gäbe gar keine Waffenregister. Nur wenn das "national" eingeführt ist, wird man sicher wissen, wer was für Waffen und wieviele hat. In Wirklichkeit fordert die EU ja ein dezentrales oder zentrales Waffenregister. Ersteres hätten wir ja schon mal. So bestünde eigentlich gar kein Handlungsbedarf. Aber eben nicht in DE.
    Und das bei Straftaten mit einem bestimmten Waffentyp früher schon legale Waffenbesitzer überprüft wurden ist ja auch kein Geheimniss und somit auch durchführbar gewesen. Ich erinnere mich noch gut, als man vor etwa 20 Jahren im Raum M. div. Schützen anschrieb, den genannten Waffentyp zur ballistischen Untersuchung vorzulegen. Und wie gesagt, wenn in M. eine Straftat begangen wird, warum müssen dann die Schußwaffen im Berlin oder Bremen miterfasst werden.
    Und das mit den SEK-Einsätzen bei legalen Waffenbesitzern ist wirklich eine Gefahr. Schon zu oft wurde hier übers Ziel hinausgeschossen. Und als mündiger Bundesbürger hat man ja sehr schlechte Karten, hier Entschädigungen geltend machen zu können. Auch weiß ich, wenn was bei jemanden Beschlagnahmt wird, dass die alles mitnehmen. Selbst die Gegenstände, die erwerbsscheinfrei bzw. gar nicht waffenrechtlich relevant sind. Da sieht man dann in den Aservatenkammern div. Wiedeladeausrüstungen, Futterale, Koffer, Taschenmesser, Putzzeug usw. Abzuwarten ist, wann auch noch Bücher, die sich mit der Materie beschäftigen, eingezogen und öffentlich verbrannt werden........


    Martin

    Einmal editiert, zuletzt von P.O.Ackley (6. Mai 2012 um 10:32)

  • In der gleichen Sendung (zwei Berichte weiter) wurde dann berichtet, dass der Ego-Shooter Crysis 2 mit dem Computerspielepreis für das Jahr 2012 prämiert wurde.

    Da fällt einem nichts mehr zu ein. X(

    Crysis ist echt ein top Spiel, was soll man dazu viel sagen?

    Ich werde mich hüten mit dem Finger auf Zocker zu zeigen. Die sind ebenso keine Amokläufer wie Sportschützen keine Amokläufer sind. Wir Sportschützen haben mit den Zockern sogar etwas gemeinsam: die gleichen Kritiker mit den gleichen schwachen Argumenten.

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)

  • Zitat

    Ich werde mich hüten mit dem Finger auf Zocker zu zeigen. Die sind
    ebenso keine Amokläufer wie Sportschützen keine Amokläufer sind. Wir
    Sportschützen haben mit den Zockern sogar etwas gemeinsam: die gleichen
    Kritiker mit den gleichen schwachen Argumenten.

    :thumbup:

  • Ihr habt schon recht. Wer zocken will soll das tuen. Es ging mir eigentlich mehr darum, wie verblendet einige Bundestagsmitglieder sind, die Sportschützen für tragische Einzelfälle die Generalhaftung zuscheben und gleichzeitig einen EGO Shoter prämieren.

    Ich lasse jedem seinen Spass.

    Wenn man parallel dazu betrachtet das (wie ich denke als Makulatur) aus der Disziplin "Laufender Keiler" --> "Laufende Scheibe" wird, aus "Tontauben" werden "Wurfscheiben", wir haben keine "Waffen" sondern "Sportgeräte"

    und der Bundestag beklatscht das virtuelle Schießen auf Menschen.

    Manchmal habe ich das Gefühl an einer Wahrnehmungsstörung zu leiden. Vielleicht guibt es hierzu ähnlich Betroffene ?(


  • In Wirklichkeit fordert die EU ja ein dezentrales oder zentrales Waffenregister. Ersteres hätten wir ja schon mal. So bestünde eigentlich gar kein Handlungsbedarf. Aber eben nicht in DE.

    ...Und das mit den SEK-Einsätzen bei legalen Waffenbesitzern ist wirklich eine Gefahr. Schon zu oft wurde hier übers Ziel hinausgeschossen.
    Martin

    M.E. spricht wenig dagegen, wenn die Daten von kleineren Behörden je Bundesland gespiegelt werden. Das Argument Hamburg gilt auch für Berlin. Wir haben auch nur eine, einzige Behörde für 3 Mio. Einwohner.

    Aber alles spricht gegen die Details in der zentralen Datei.

    ALLE Verkehrspolizisten, Zöllner etc. haben Zugriff darauf. Warum?

    Wenn es nur darum ginge, nachzuprüfen, ob eine Waffe legal, vermisst, gestohlen oder mal beschlagnahmt wurde, dann würde Typ, Kaliber, Seriennummer und WBK-Nr. mit zuständiger Waffenbehörde bzw. Dienststelle völlig reichen. Hat der Autofahrer einen Personalausweis, der zur Waffenbehörde passt und seine WBK ist auch gelistet, kann er weiterfahren. Wenn nicht, wird die Waffe einbehalten.

    Aber so wird es andersherum gehen. Nicht die kontrollierte Waffe wird abgefragt, sondern der Autobesitzer, ob er in der Datei auftaucht. Und in dieser Datei tauchen nicht nur Waffenbesitzer auf, sondern jeder Rechtsbürger, der die Befugnis (abgelegte Sachkunde, bestandene Prüfung) hat, sich eine Waffe oder Pulver zu kaufen. Und dann sind dort noch die übelsten Subjekte erfasst, die vom Gericht wegen hoher Gewalttätigkeit ein Waffenverbot bekommen haben.

    Ich möchte nicht, dass mein Name da drin steht.

    Denn ich trau der Exekutive nicht, dass sich mich nach Kenntnis, dass ich in der Datei bin, noch als Rechtsbürger behandelt.

    Ein guter Freund meines Sohnes macht gerade die Ausbildung zum Polizisten. Es ist schockierend, wie gegen LWBs während der Ausbildung gedisst wird. Wer keine andere Kenntnisse hat, muss während der Ausbildung zu dem Schluss kommen, dass LWBs super gefährlich sind.

  • Wenn überhaupt, dann hat die Leitstelle Zugriff und dann auch nur die Info, dass es sich um einen Waffenbesitzer handelt. So ohne weiteres erhält auch der Streifenpolizist keine Detailangaben, sofern es nichts mit dem aktuellen Fall zu tun hat.
    Und bei einer Verkehrskontrolle, einer Personenkontrolle, etc. ist die Information, ob jemand ein LWB ist und welche Waffen er hat nicht von Belng.


  • Wenn überhaupt, dann hat die Leitstelle Zugriff und dann auch nur die Info,

    Wenn Dir der Ablauf in allen Bundesländern und bei den Bundesbehörden bekannt ist, dann ist das so. :D


    Zitat

    So ohne weiteres erhält auch der Streifenpolizist keine Detailangaben, sofern es nichts mit dem aktuellen Fall zu tun hat.
    Und bei einer Verkehrskontrolle, einer Personenkontrolle, etc. ist die Information, ob jemand ein LWB ist und welche Waffen er hat nicht von Belng.


    Wenn man den bisherigen Umgang mit Dateien betrachtet, besteht kein Anlass für das künftige Waffenregister anderes zu vermuten.

    Für Ballermänner zum Verständnis: Bisher durfte jeder Berechtigte die Daten abfragen und künftig darf er das auch, nur dass es künftig eine zentrale Stelle ist.

  • Karl,

    ich weis nicht, wie oft man es noch erklären soll:

    Stand jetzt ist es so, dass bei einer Personalienabfrage lediglich eine Kennzeichnung in den Daten vorhanden ist, die ihn als Waffenbesitzer kennzeichnet, sonst nichts.
    Diese Kennzeichnungen gibt es in dieser Form auch für andere Personengruppen, wie Transporteure von Gefahrgut. Aber auch da steht nicht drin, welche Gefahrengüter transportiert werden.
    Benötigt eine Behörde tiefergehende Daten über den Waffenbesitz, dann müssen diese gesondert abgefragt werden, sie werden nicht automatisch präsentiert.

    Mit dem NWR sind alle Daten sofort ersichtlich:
    Name, Anschrift, etc. Anzahl Waffen, Waffentypen mit Modell, Seriennummer etc, wie die Waffen aufbewahrt werden sollen, etc.
    Und das Bundesweit und irgendwann wohl auch EU Weit.
    Also frage ich Dich, was geht es eine Behörde aus Hamburg an, was ich in Hessen für Waffen besitze? Nichts, null komma null, niet, nada, gar nichts. Und noch weniger geht es die anderen EU Staaten etwas an!

    Ich selber kenne auch keine Polizeistreife, die mit einem Laptop und funktionierender Datenanbindung Streife fährt. Die Halter- und Personenabfragen erfolgen immer über die Leitzentrale und genau da ist dann zuviel Raum für Fehlinterpretationen der Situation, da diese Personen nicht vor Ort sind und eine Überreaktion möglich ist.

  • Ein Krimineller benötigt nicht mal irgendeine Datenbank. Er kann ja einfach nur während eines Wettkampf auf den Schießstand gehen und dort was abgreifen.

    Das denke ich auch. Er braucht doch bloß den Schützen im Auge behalten und ihm nach Hause folgen. Dann hat er auch sofort den Wohnsitz raus.

    Was die Streife angeht, habe ich auch noch keine gesehen, die mit einem Laptop herumläuft. Und ich halte es auch nicht für verwerflich, wenn der Beamte weiß, was ich zu Hause in meinem Tresor
    http://www.tresor-discount.de/waffenschrank habe.
    Ich denke, wenn ich in eine Verkehrskontrolle gerate, spielt das auch keine Rolle, wenn alles nach Vorschrift registriert ist.

    Aus politischer Sicht ist es schon nachvollziehbar, das die gesamte EU bescheid weiß. Die Grenzen sind ja schließlich offen.