Duell-Cracks vor: Frage zur Muskelspannung

  • Sowas gab es auch als Mini-Ampel, aber ich fand die Bedienung zu kompliziert und man musste die "Ampel" direkt vor dem Schützen platzieren.

    Im normalen Leben verwende ich einen handelsüblichen IPSC-Timer, der kann auch 3-7, 10 und 20 Sekunden - aber eben noch viel mehr.
    Insbesondere die Dokumentation jedes einzelnen Schusses (wann gefallen). Das ist für Trainer hochinteressant.

    Ich habe mir mit Excel eine Ampel gebaut.
    Noch variabler geht's nicht und kostet nichts.

  • Im normalen Leben verwende ich einen handelsüblichen IPSC-Timer,

    Hi Califax das ist ein sehr guter Ansatz, auch für den Trainer. Bin ich noch nicht drauf gekommen. Für die Analyse hinterher sicher gut erfasst und eine hervorragende Grundlange.
    Aber im Trockentraining nicht zu verwenden weil es keinen Knall gibt.
    Meinen Wunsch nach dem Mehrfach Pieper ersetzt es nicht.
    Dieser würde nur beim Trockentraining zum Einsatz kommen und auch nur bei dem kleinen herausgelösten Segment um die 7 sec mit der Atmung zu kombinieren und ein Zeitgefühl im Zentels Bereich zu schaffenden. Dieses im oberen und unteren (Tot) Punkt als Reverenz und Kontrollpunkt zu integrieren.
    Die 7 sec sind sehr lang und mit 2 entscheidenden Markern an diesen Punkten besser zu registrieren!? (so meine Gedanken)
    Also zwei weitere Piep bei etwa 2 und 5 sec. Diese sollten verschiebbar sein um sie in den Bewegungsablauf des einzelnen zu positionieren das der Bewegungsablauf rund und flüssig wird.
    Der ganze Duell Bewegungsablauf solle in kleine Puzzelteile zerlegt werden um eben diese intensiv zu üben, jeder Teil mit der Aufmerksamkeit die er verlangt. Das sind teilweise Elemente die nur trocken (zu Hause) gehen, das sind Elemente für stehende Scheibe, das sind Elemente die trainiert werden mit drehender Scheibe aber ohne scharfen Schuss usw.
    Niemand sollte erwarten das man Duell schießen erlernt mit Serien schießen. Man kann bei ewigem Serien schiessen nicht die Konzentration aufbringen um wesentliche Vorgänge Gedanklich zu begleiten um einen verbesserungs Effekt zu erzielen. Das geht nur bis zu einem bestimmten Punkt. Man kann sich den einzelnen Phasen nicht widmen, man kann die 10 sec Katastrophe nur verfestigt weil diese nur geprägt ist von Hektik und Erwartung.
    Die Schlüsselübung ist der Ablauf ab dem Moment wo man die Scheibe von unten erreicht. Dieser losgelöste Teil ist auf der stehenden Scheibe zu trainieren bis zum erbrechen. Zuerst sehr langsam und trocken, später scharf, und noch später mit Drehung, man sollte nicht schnell sein am Beginn des Tuns um zu registrieren was passiert. Es muss aufgebaut werden.
    Wann immer ich den Part erweitere und erschwere zeigt sich am Schussbild wenn es sich erweitert das was was faul wird und entgleitet, Analyse ist angesagt.
    Zurück zum Ausgangspunkt und analysiert wo und warum es mir entgleitet?
    Wer hier hier unter langsamen Bedingungen den Schuss nicht platzieren kann, kann es schnell und im vorgegebenen Ablauf erst recht nicht, das sollte zu denken geben.
    Endphasentraining ist das Stichwort!
    Warum langsam? Weil keiner sprinten kann bevor er laufen kann. Man muss es langsam können um etwas schnell zu machen.
    Wie muss die Bewegung verlaufen, wie muss die Beobachtung mit der Blickkontrolle gestalten werden, wie muss die Geschwindigkeit eingeteilt werden, wie und das ist die Hauptsache muss der Druckverlauf mit dem Abzugsfinger gestaltet werden.
    Ich hab den Druckverlauf nach 40 Jahren nicht so beherrscht wie er hätte sein können oder sollen!
    Es muss alles Automatisiert werden und das geht nur mit Wiederholung, das Ergebnis zeigt wie fleißig und diszipliniert man ist.
    Diese ganzen anderen vorhergehenden Phasen dienen nur dazu die Zeit zu optimieren und eine Struktur zu kreieren die diese alles entscheidende Endphase unterstützt.
    Wenn einer diese Endphase perfekt beherrscht, könnte er sich vorher auch den Finger in die Nase stecken, oder Lapaloma pfeifen, wäre unwichtig.
    Nein es ist wichtig den ganzen vorherigen Bewegungsablauf zu beherrschen zu strukturieren um die Zeit zu kontrolliert zu beherrschen und zu gewinnen für den souveränen letzten finalen Ablauf der in Form von einem Treffer markiert was ich tue. Und das souverän wiederholbar!
    so und jetzt gutes Gelingen………

    No.limits

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Aber im Wettkampf immer für eine Störung gut.

    Ist richtig, ich habe meine 102 noch, und vereinzelt wird die auch noch geschossen. Vor fast 20 Jahren habe ich eine gerichtet für einen Junior von mir der schießt die heute noch, problemlos.

    No.limits

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    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • no.limits Danke für die Strafarbeit, aber ich bezog mich nicht auf Vergangenheitsbewältigung, sondern habe nur die von Dir in Sachen Griffflexibilität so hochgelobte SSP mit der 280 bzw allen Systemgleichen Pistolen mit vor dem Abzug liegenden Magazin verglichen. Und ich habe ein Video zu diesem Thema als Beispiel genannt?

    Dass ein 10 Schuss-Magazin länger ist als eine 5-schüssiges, diese Erkenntnis darfst Du mir auch ohne Erläuterung zutrauen. Ich kenne durchaus das, was die letzten 30 Jahre an SpoPi gebaut wurde, wenngleich ich auch nicht alle davon geschossen habe. Es ging darum dass bei der SSP das Magazin (nur von oben eingeschoben) auch wieder nur im Griff landet und das mitnichten größere Möglichkeiten der Griffgestaltung erlaubt, als bei Pistolen mit vorne liegenden Magazin.

    Wenn denn die Lauflänge das Maß der Dinge ist - wie man sich hier einig zu sein scheint - müsste sich jeder Schütze dem Präzission wichtig ist von einer Pardini SP (Lauflänge 120mm) fernhalten und auf die AW93 (Lauflänge 152mm) umschwenken. Aber die Spitzenklasse schießt wohl gerne mit unpräzisen Waffen.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Aber die Spitzenklasse schießt wohl gerne mit unpräzisen Waffen.

    Das habe ich so nicht behauptet!
    Jeder Waffen Hersteller sondiert besonders gute Läufe aus, eben für Spitzenschützen.
    Die bekommst Du nur mit einem guten Namen.
    Das ist aber der Unterschied zur bockigen SSP mit dem schlechten Sprungverhalten musste man leben da war nichts zum austauschen.
    Läufe im 120mm Bereich gibt es auch gute sogar sehr gute, (habe ich oben unterstrichen) aber in der Fertigung wäre der Ausschuss größer. Hier ist die Frage was geht noch in den Verkauf……..

    bei der GSP haben wir es erlebt was ein bis zwei cm ausmachen.

    no.limits

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    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Meinen Wunsch nach dem Mehrfach Pieper ersetzt es nicht.

    OK, eine "Schleife" kann meiner nicht, aber er piepst normalerweise sehr laut - oder schaltet - tonlos gestellt - meine selbstgebaute Ampelanlage über seinen 5-Volt-Ausgang.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Ich habe mir mit Excel eine Ampel gebaut.
    Noch variabler geht's nicht und kostet nichts.

    Argh, das war wohl der Schlafmangel.
    Ich habe das mit Powerpoint gemacht, nicht mit Excel.
    Rote und grüne Folie im Wechsel und einen Ton beim Folienwechsel.
    Da könnte man sicher auch zwischendrin noch Töne auslösen

  • Meinen Wunsch nach dem Mehrfach Pieper ersetzt es nicht.
    Dieser würde nur beim Trockentraining zum Einsatz kommen und auch nur bei dem kleinen herausgelösten Segment um die 7 sec mit der Atmung zu kombinieren und ein Zeitgefühl im Zentels Bereich zu schaffenden. Dieses im oberen und unteren (Tot) Punkt als Reverenz und Kontrollpunkt zu integrieren.
    Die 7 sec sind sehr lang und mit 2 entscheidenden Markern an diesen Punkten besser zu registrieren!? (so meine Gedanken)
    Also zwei weitere Piep bei etwa 2 und 5 sec. Diese sollten verschiebbar sein um sie in den Bewegungsablauf des einzelnen zu positionieren das der Bewegungsablauf rund und flüssig wird.

    ChatGPT ist schon eine tolle Sache.
    Ich hab mir jetzt ein Python-Programm schreiben lassen, das eine Ampel anzeigt und Töne ausgibt.
    Hoher Ton zum Anheben beim Wechsel von rot auf grün, tiefer zum Absenken von grün auf rot und einen Ton mittlerer Frequenz zwei Sekunden vor dem Wechsel von rot auf grün als Signal, an den Druckpunkt zu gehen.
    Weitere Zwischentöne könnten einfach eingebaut werden.
    Jetzt werde ich also beim Trockentraining mein Laptop unter die Scheibe stellen und damit trainieren.
    Ich werde berichten ...

  • ch hab mir jetzt ein Python-Programm schreiben lassen, das eine Ampel anzeigt und Töne ausgibt.

    Grandios, gib mal laut wenn erste Erfahrungen hast.

    No.Limits

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  • Grandios, gib mal laut wenn erste Erfahrungen hast.

    No.Limits

    Zählen zwei Einheiten Trockentraining schon als Erfahrung?
    Ich hab die Ampel jetzt mehrfach verändert und angepasst.
    Aktuell sieht sie so aus.

    Start mit tiefem Ton, rote Ampel.
    Nach fünf Sekunden: mittlerer Ton.
    Nach weiteren zwei Sekunden: Farbwechsel auf gelb (seh ich besser als grün, hab ne rot-grün-Schwäche), kein Ton.
    Danach im Sekundenrhythmus zwei helle Töne als Orientierung für den Bewegungsablauf beim Hochfahren.
    Nach drei Sekunden gelb: Farbwechsel auf rot, tiefer Ton.
    Start der Sequenz von vorne

    Am Anfang hatte ich auch einen Ton beim Farbwechsel rot-gelb.
    Aber dann dachte ich mir, dass ich mir keinen Trigger antrainieren sollte, der dann am Stand fehlt.
    Dort muss ich ja auch auf ein visuelles Signal reagieren.

    Der mittlere Ton bei 5 Sekunden rot passt gut zu meinem schon bisher antrainierten Rhythmus.
    Nach dem Schuss richte ich die Visierung an der Scheibenkante wieder aus, senke den Arm und atme aus.
    Dann erfolgt eine Zwischenatmung.
    Dann gehe ich an den Druckpunkt. Dafür brauche ich ca. 5 Sekunden.

    Beim Trockentraining mit Abziehen habe ich natürlich mit dem mechanischen Abzug ein Problem.
    Muss ja nach dem Abziehen repetieren, das bringt den Rhythmus etwas durcheinander.
    Da ist der Piepser bei Sekunde fünf eine gute Orientierung.

    Ansonsten kann man noch Tonhöhe, -dauer und -lautstärke getrennt einstellen.

    Für den Bewegungsablauf wollte ich mir jetzt zwei Markierungen unter die Scheibe machen.
    Nach dem Motto: nach Sekunde eins möchte ich da sein, nach Sekunde zwei dort.
    Ist das clever?


  • Ja danke für einen ersten Überblick reicht es wohl, bin gespannt ob es meine Erwartungen erfüllt.

    Aber dann dachte ich mir, dass ich mir keinen Trigger antrainieren sollte, der dann am Stand fehlt.

    das darf nicht sein, es soll maximal unterstützen das der Bewegungsablauf leichter zu strukturieren ist. Ich denke durch die zwischen Kontrollen wird es einfacher sich die Zeit für den Start der Hebebewegung zu verinnerlichen.
    Um das geht es in erster Linie das ist das erklärte Ziel. Wenn anderes wie Atmung präzisere Führung der Waffe dadurch gewinnt kann es nur gut sein.

    Beim Trockentraining mit Abziehen habe ich natürlich mit dem mechanischen Abzug ein Problem.

    Ja das ist ein großes Problem, ich denke ich kann Dir dabei ein Stück weit helfen.

    Der elektronische Abzug an der MG2 ist dafür wie gemacht. Das ist eines der wesentlichsten mechanischen Bauteile die helfen Duell zu trainieren zu schiessen und letztlich sich zu treff3n.
    Ich melde mich über PN.
    Wo kommst Du her ?

    No.limits

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