Danke für diesen Hinweis, lieber Leachimsachet. Ich sage es einmal bewusst zynisch, aber in der Sache überaus zutreffend-präzise, und zwar aus der Sicht des Anwalts und aufgrund meiner Erfahrung mit bürokratischen Prozessen.
Das was in Gefängnissen und im Krankenhaus der "Sozialdienst" macht (und insbesondere in den Justizvollzugsanstalten hat der Sozialdienst ziemlich viel Arbeit, ziemlich undankbare Arbeit, und macht trotzdem, sehr resilient, eine ganze Menge), macht also im Leistungssport der jeweilige Olympiastützpunkt, dem man zugewiesen ist. Okay.
Ich kann als Außenstehender nicht beurteilen, wie gut und wie eingehend diese Betreuung ist und wie praktisch und wie hilfreich die entsprechenden Ratschläge und Begleitungen sind, was der Olympiastützpunkt da arrangieren kann, und was nicht.
Ich würde ja die Hoffnung äußern, dass sich in den letzten 20 Jahren oder jedenfalls in den letzten 10 Jahren da doch einiges verbessert haben würde und die Athleten inzwischen besser betreut würden. Aber da bist du ja der Fachmann, und könntest uns etwas erzählen. Soweit es die Versorgung durch Bundeswehr, Bundespolizei oder Landespolizeien betrifft, und das ist ja nicht nur in Deutschland so, sondern ebenfalls In Italien, hat Mandant auch danach zumindest "einen" Beruf (in Uniform). Ob es jeweils der private Idealberuf ist, weiß ich nicht.
Dem Vernehmen nach sollen auch nicht alle damit ganz glücklich gewesen sein, beispielsweise nicht Munki, soweit ich weiß, die für ihr neues Vaterland ja sportlich ziemlich viel gegeben hat. Sie wirkte auf mich eher etwas bitter-distanziert im Rückblick, aber das kannst du sicherlich auch besser einschätzen als ich.
Carcano