Olympia, wer darf warum nicht mitmachen.

  • Jedes souveräne Land hat das Recht innerhalb seines Territoriums zu machen, was es will.

    Nicht so ganz, nach dem 2. Weltkrieg hat man mit den Nürnberger Prozessen juristisches Neuland betreten und die Hauptkriegsverbrecher vor Gericht gestellt. Das internationale Recht wurde weiterentwickelt. Heute haben wir den Internationalen Gerichtshof in Den Haag.

    Es gibt damit einen rechtlichen Rahmen. Allerdings erkennen nicht alle Staaten den IGH an.

    Beim Rest ist der Nagel auf den Kopf getroffen.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, entweder du versuchst bei völliger Ahnungslosigeit deine Meinung durchzudrücken. Oder du erlagst irgendwann einer totalen Realitätsverweigerung.

    Außer Beleidigung kannste nicht, wenn man dich nach Quellen fragt. Auf welchen Verschwörungsseiten treibst du rum?

  • Nicht so ganz, nach dem 2. Weltkrieg hat man mit den Nürnberger Prozessen juristisches Neuland betreten und die Hauptkriegsverbrecher vor Gericht gestellt. Das internationale Recht wurde weiterentwickelt.

    ...damit die Amerikaner es lediglich 20 Jahre später wieder brechen. Ach ne, Schweinebucht war sogar noch eher. Und paar Jahre später kam raus, dass ein souveränes Land keine nukleare Waffen in der Nähe von den USA haben darf. Komisch...

  • https://www.n-tv.de/sport/Mit-Waff…le26044153.html

    Ist da jetzt auch der DSB schuld?

    Ich möchte gerne zum ursprünglichen Thema Hansaxels zurückkehren. So interessant auch historische und politische Zwischendiskussionen um den Selbstherrscher aller Reußen, das Dritte Rom, oder die Geschichte des Fürstentums Taurien bis heute sein mögen (das ethnisch und historisch bis zum 8. April 1783 alles Mögliche war, auch krimgotisch, aber ganz bestimmt nicht russisch).

    Und zu diesem Thema der Olympischen Winterspiele und der Teilnahme oder Nichtteilnahme daran gehört im Rahmen unseres Forums eben die dort verlinkte Aussage:
    "Dagegen untersagten die Weltverbände (...). Im Biathlon ist eine Teilnahme neutraler Athleten nach Angaben des Weltverbands ausgeschlossen. Hier wäre eine Startfreigabe für russische Sportlerinnen und Sportler wegen des Mitführens einer Waffe in der Außenwirkung besonders heikel."

    D. h., die Teilnahme oder Nichtteilnahme von russischen und belarussischen Sportler(innen) am Biathlon wäre aus Sicht des IOC grundsätzlich unter der Bezeichnung "neutrale Athleten" (ohne Fahne, ohne Hymne) möglich, und es schiene mir auch für die Sportler durchaus fair.

    Ein weiteres dahinterstehendes Problem ist allerdings in der obigen Zitat, das der IBU als Weltverband zugeschrieben wird, nicht angesprochen. Die Position der IBU ist seit 2022, also seit über drei Jahren, unverändert:
    "Following the new IOC recommendations, the IBU EB has decided now not to allow the participation of any Russian or Belarusian athletes or officials at its international events until further notice including non-sports events organised by the IBU for its members."
    https://www.biathlonworld.com/de/news/russia…61gYi3hJpeXsiAw

    Man kann davon ausgehen, dass die Athlet(inn)en durchweg auch in Weißrussland und in Russland Staatssportler sind, und sie dürften das als formale Angehörige der bewaffneten Streitkräfte sein. Das spricht natürlich noch einmal zusätzlich gegen die Teilnahme, warum, ist hier in casu offensichtlich.

    Die spezielle "Signalwirkung" von Sportwaffen im Biathlon kommt mir dagegen komisch vor, das ist fast so dumm wie aktuell das Benehmen Ägyptens im Hinblick auf die kommenden Schießsport-Weltmeisterschaften, die man aus meiner Sicht einfach absagen oder in anderes Land verlegen müsste.

    Carcano

    Einmal editiert, zuletzt von Carcano (24. September 2025 um 10:31)

  • Man kann davon ausgehen, dass die Athlet(inn)en durchweg auch in Weißrussland und in Russland Staatssportler sind, und sie dürften das als formale Angehörige der bewaffneten Streitkräfte sein.

    Was genau bringt dich auf diese Idee? Es eine ernstgemeinte Frage, ich kenne mich mit Biathlon kaum aus. Wenn man sich die offizielle Seite vom russischen Kader (mit aktuellen Tools übersetzbar), findet man auf die schnelle keinen Bezug zu russischen Streitkräften. Der erste ist gar ein Afghane.

  • Formal besteht seitens des IOC eine Empfehlung an die Internationalen Verbände - hier die IBU oder betreffend im Schießsport die ISSF bzw. die WA.

    Die Verbände können bei eigenen Meisterschaften (WM´s ´, EM´s etc) diese Empfehlung 1:1 umsetzen oder in Absprache mit dem IOC auch strenger fassen oder bei manchen Verbänden wurde es auch laxer gehandhabt.

    Für Olympia gilt die die Empfehlung da das IOC als Ausrichter die Regeln bestimmt: Weißrussische und Russische Sportler können unter neutraler Flagge antreten, wenn sie nicht den Krieg befürworten und nicht im Militärdienst sind.

    Dies sind auch durchaus ein paar... im Moment kämpfen auch einige Russische Athleten noch um Quotenplätze für die kommenden Winterspiele.

    In Paris waren am Ende bei den Sommerspielen 15 Sportler aus Russland am Start - hier war es sogar so, dass sich mehr qualifiziert hatten, aber einige russische Spitzenverbände am Ende für Ihre Athleten einen kollektiven Boykott - bzw. ein Nichtantreten bereits zugelassener SportlerInnen beschlossen haben.

    Im hier dargestellten Fall ist es sogar so dass (ich meine) bereits 2017 die IBU Russland aufgrund des Dopingskandals sanktioniert hatte und auch die Mitgliedschaft des Russischen Verbandes auf "vorläufig" zurückgestuft hat um hier einen Sanktionsdruck zu ermöglichen.


    Es ist also davon auszugehen, dass sich einige Russen / Weißrussen für die Spiele qualifizieren, ob Sie am Ende fahren hängt dann nicht mehr von Ihrer Zulassung seintens des IOC ab (das wird geprüft bevor sie in die Qualiwettkämpfe gehen) sondern eher dann von Russland bzw. den Spitzenverbänden in Russland, ob die die Sportler auch entsenden.


    Wir werden dann in LA sehen wie es sich entwickelt werden wir sehen. In Paris war zum Beispiel die Weißrussische Schützin Piatrova Aliaksandra am Start (SpoPi).

  • Ich würde es begrüßen, wenn die Sportschützen aus Rußland und Weißrußland an internationalen Wettbewerben des Schießsports teinehmen würden. In diesen Ländern (wie auch in der Ukraine) wird der Schießsport im Rahmen der olympischen Disziplinen besonders intensiv gepflegt. Der Sport sowie die Kultur sollten von der politisch verordneten Sanktionitis so weit wie möglich frei gehalten werden. Es geht letztlich um Menschen, die als solche Respekt verdienen.

    Übrigens ist die Homepage des ukrainischen Schießsportverbandes sehr umfangreich und informativ. Es sind viele Beiträge russischer Autoren darauf zu finden. Die meisten Beiträge sind in russischer Sprache verfaßt. Alle Achtung!

  • Außer Beleidigung kannste nicht, wenn man dich nach Quellen fragt. Auf welchen Verschwörungsseiten treibst du rum?

    Ganz langsam, einfach mal tief Luft holen.

    Ich hab geschrieben wie es ist, wenn du nur akzeptierst was deine Überzeugungen stützt, dann ist das dein und nicht mein Problem.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Pistoletti

    Die war nicht nur am Start 😉

    Ähm - in der Welt in der ich lebe - bedeutet so eine Aussage: Die war nicht nur dabei, die hat das Ding gewonnen. Oder zumindest extrem gut abgeschnitten.

    Also entweder willst du mir etwas sagen, was ich nicht verstehe oder? Den sie hat nicht gewonnen, noch war sie extrem gut. Sie hat den vorletzten Platz belegt (39 von 40).

  • Pistoletti

    Ähm - in der Welt in der ich lebe - bedeutet so eine Aussage: Die war nicht nur dabei, die hat das Ding gewonnen. Oder zumindest extrem gut abgeschnitten.

    Also entweder willst du mir etwas sagen, was ich nicht verstehe oder? Den sie hat nicht gewonnen, noch war sie extrem gut. Sie hat den vorletzten Platz belegt (39 von 40).

    Geht es um einen anderen Wettbewerb?

  • Pistoletti äh jaaaaaaa

    In dem Thread geht es um Olympia - und auch in meinem Post bezog ich mich auf die Olympischen Spiele.

    Die Goldmedaille die du erwähnst ist von der Junioren EM - zwar gleiche Wettkampfstätte und gleiches Jahr aber eben nicht die Olympischen Spiele.

  • "Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat auf seiner Generalversammlung in Seoul beschlossen, die seit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine geltende Teilsuspendierung Russlands und des Verbündeten Belarus aufzuheben und die beiden Nationalkomitees wieder als Vollmitglieder in die Organisation aufzunehmen.

    "Das IPC wird mit den beiden betroffenen Mitgliedern zusammenarbeiten, um so schnell wie möglich praktische Maßnahmen zu ergreifen", heißt es in der Stellungnahme des Internationalen Paralympischen Komitees. Diese Entscheidung ebnet den Weg für die Teilnahme russischer und belarussischer Para-Athleten unter ihrer jeweiligen Flagge an den Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 15. März 2026).

    Die sechs Sportarten im Programm unterliegen jedoch internationalen Verbänden, die die Suspendierung russischer und belarussischer Sportler bisher aufrechterhalten haben."

  • So mal ins Unreine gedacht, warum verzichtet man nicht auf das ganze Nationalgedöns?

    Wie soll man das verstehen, Abschaffung der staatlichen Förderung und der sich nicht selbst tragenden Veranstaltungen?

    Nur noch kommerziellen Sport?

    Reinen Amateursport?

  • So mal ins Unreine gedacht, warum verzichtet man nicht auf das ganze Nationalgedöns?

    Nette Idee, die, wie immer, an der Umsetzung scheitern würde. Wer organisiert das ganze? Wer bezahlt das (im Voraus)? Wer überprüft die Qualifikation vor Ort? Wer zahlt für den Ausfall, wenn eine bestimmte Anzahl der Sportler nicht startet? Und-und-und...

  • Bezahlen tun es die, die es heute schon bezahlen. Auch an den Qualifikationen der Sportler müsste man nichts ändern, die Organisation IOC usw bleibt ja gleich.

    Also fehlt es nur am Willen und scheitert an kleinlichem Nationalgedöns.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^