Veränderung Kundensupport bei Walther

  • So mal nebenbei, für Gewährleistung ist dein Vertragspartner, also der Verkäufer zuständig

    Nur, das Walther nicht auf Gewährleistungsansprüche abhebt, sondern nun sämtlichen Direktservice (d.h. auch nach Gewährleistung und ggfs. Garantie) ablehnt. Der Verkäufer ist spätestens nach zwei Jahren raus.

  • Nur, das Walther nicht auf Gewährleistungsansprüche abhebt, sondern nun sämtlichen Direktservice (d.h. auch nach Gewährleistung und ggfs. Garantie) ablehnt. Der Verkäufer ist spätestens nach zwei Jahren raus.

    Und wo genau ist da jetzt das Problem? Schon mal mit dem drei Jahren alten Smartphone direkt zum Hersteller gefahren und irgendwelchen Direktservice in Anspruch genommen? Das ist doch auch nur wieder so ein Schützending. Da wäre es am liebsten, wenn Anschütz beim 50 Jahre alten Zimmerstutzen kostenlos den originalen Abzug wechselt, weil der ab und zu klemmt.

    Man stelle sich eine solche Situation mal mit einem Auto vor.

  • wie hier jedes Thema immer wieder von den gleichen „Zeitgenossen“ zerredet wird, ist ja kaum noch zu ertragen…. Schade

    ich will auch gar nichts rechtfertigen, schon gar nicht mein handeln, weil es gibt im Grunde niemanden, vor dem ich das tun müsste, nichtmal dem lieben Gott ;)

    aber aus meinen Gewehrkauf-Erfahrungen kann ich nur sagen, dass sie in erster Linie nicht aufgrund des Preises „online“ erfolgten, sondern aufgrund der Verfügbarkeit, dass aber nur voweg

    interessanterweise habe ich beide Gewehre aber beim gleichen Händler gekauft, auch weil die Beratung am Telefon und per E-Mail einfach erstklassig war; das zweite Gewehr hatte ich zuvor bei „Mit-Schützen“ in der Hand

    mein erstes Gewehr war nicht nur verfügbar, sondern auch günstig und ich bekam auch gleich die Info, dass bei Problemen das Gewehr erstmal zurück zum Händler muss; mein aktuelles Gewehr war preislich bei nahezu allen Händlern auf gleichem Preisniveau, nur bei zweien ab Lager verfügbar, aber hier mit dem Hinweis, das preislich nichts geht, bei Problemen aber der Hersteller direkt angesprochen werden kann…. na, macht es „klick“ ?!


    und weil hier einige ja gerade so niedlich Richtung Auto und WOB abschweifen; wenn die Agenturmodelle der Hersteller mal richtig ins rollen kommen, ist genau das der Ansatz, weil vor Ort wird nur der Kauf bzw die Serviceleistung „vermittelt“, dahinter steckt dann aber das Werk, alle Agenturen arbeiten mit den gleichen Margen; ein Hersteller hat gerade sein nächstes Roll-Out gestoppt, genau weil Service und Garantie dann nämlich auch „werkseitig“ erfolgen müsste

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • wie poolbaucenter sagte jomei

    bei Feinwerkbau ist es "anders", weil man sich in jedem Fall direkt an den Hersteller wenden kann

    selbst "Ersatzteile" kann man problemlos direkt per E-Mail bestellen

    Ich hab das Feinwerkbau auch schon anders erlebt, da mussten die fast zum Jagen getragen werden.

    Aber wenn das geht, dann ist es doch in Ordnung.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Nur, das Walther nicht auf Gewährleistungsansprüche abhebt, sondern nun sämtlichen Direktservice (d.h. auch nach Gewährleistung und ggfs. Garantie) ablehnt. Der Verkäufer ist spätestens nach zwei Jahren raus.

    Mit deinem Auto fährst du ja auch nicht zum Hersteller, oder schickst es dahin. Wo ist da schon wieder das Problem?

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Es gibt aber Händler, da kannst du preiswerter neue Gewehre einkaufen, aber den würde ich mein Gewehr niemals zur Begutachtung in die Hand geben.

    Dafür habe ich schon genug Inkompetenz erlebt X/

    Aha, ein vernünftiger Händler mit Servicequalität ist mal wieder zu teuer. Aubacke!

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Aha, ein vernünftiger Händler mit Servicequalität ist mal wieder zu teuer. Aubacke!

    Es geht da nicht um den Preis.

    Wenn man im Service und im Umgang mit der Technik der neun LG keine Ahnung hat, kann man richtig Schaden anrichten.

    Bestes Beispiel war bei mir RS Shooting.

    Da habe ich ein FWB 800 für meine Tochter gekauft.

    Nach kurzer Zeit stieg der Druckminderer aus. Eine riesen Streuung.

    Und da habe ich es so gemacht und bei RS angerufen.

    Der Mann am Telefon hat mir erklärt, er kennt das Problem und er müsste den Lauf austauschen, weil sich da mal ein Diablo verklemmt hatte.

    Und bei so einen Händler soll ich mein Gewehr hinschicken. 🤔

    Das bekomme ich doch in einer Aldi Tüte zurück 😂

    Das Gewehr ging direkt zu FWB 👍👍👍

    Grüße vom "Otmar Martin Fan-Club" ;)

  • Alle deutschen (und österreichischen) Hersteller von Druckluft-Sportwaffen haben aktuell mit Personalmangel und damit verbundenen Lieferzeiten zu kämpfen. Die Mitarbeiter, die die Waffen zusammenbauen, sind in der Regel die gleichen, die den Service machen können.

    (Ich hatte mich erst dieses WE mit einer leitenden Mitarbeiterin von Feinwerkbau genau über dieses Thema unterhalten).

    Ich kann mir nur vorstellen, dass Walther auf diese Weise versucht, wenigstens ein klein wenig des Services auf die Händler abzuwälzen, wie es ja z.B. im Automobilhandel üblich ist. Oder bringt irgendwer seinen VW nach Wolfsburg oder seinen Opel nach Rüsselsheim zur Durchsicht oder Reparatur?

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Welche Gründe könnten aus der Sicht des Herstellers für die Einstellung der Onlineservicegeschäfts mit dem Kunden und dem Verweis auf den Händler sprechen?

    Ich kann mir vorstellen, daß es negative Erfahrungen mit Kunden gegeben hat, die der Hersteller zukünftig vermeiden möchte. Möglicherweise wurden Rechnungen nicht bezahlt. Möglicherweise wurden gesetzliche Bestimmungen für den Versand von Waffen nicht beachtet. Der Händler hat im Zusammenhang mit dem Verkauf der Waffe bereits Informationen über die Identität des Kunden und seine Bonität vorliegen.

    Ein weiterer Grund könnte in dem Ziel liegen, bestimmte Händler an sich zubinden und sie stärker in den Vertrieb der Produkte einzubeziehen.

    Leider hat es die Carl Walther GmbH versäumt ihre Gründe für die neue Regelung des Service darzulegen. Dieses Versäumnis schadet dem Vertrauen des Kunden zum Hersteller, insbesondere des Stammkunden.

    Im Übrigen steht letztendlich der Hersteller zumindest für die Gewährleistung ein. Dieses Risiko würde kein Händler übernehmen wollen. Durch die neue Regelung wird die Stellung des Händlers im Verhältnis zum Kunden gestärkt. Im besonderen Fällen kann damit gerechnet werden, daß der Händler sich beim Hersteller für die Rechte seines Kunden bei Mängeln einsetzt. Der Kunde steht damit nicht alleine da. Daß Hersteller nach Ablauf der gesetzlichen Gewährleistung den Kunden bei offensichtlichen Produktmängeln (z.B. schadhafte Kartuschengewinde, Risse im Rahmen, fehlende Ersatzteilversorgung nach Produktionsende usw.) im Regen stehen lassen, könnte eventuell seltener werden.

  • Möglicherweise liegt der Gedanke aber auch in Richtung - wir produzieren Waffen und wollen diese verkaufen und nicht bereits verkaufte reparieren denn Verkauf bringt mehr Gewinn als Service.
    Läuft bei Daimler auch so - deshalb der Verkauf der eigenen Niederlassungen und die Möglichkeit des Online-Kaufs. Aber Autohersteller mit Waffenhersteller zu vergleichen (beim Verlauf & Service) ist eigentlich Müll.
    Ich denke es geht hier um Gewinnmaximierung und daher kommt mir keine Walther mehr ins Haus!

  • Möglicherweise liegt der Gedanke aber auch in Richtung - wir produzieren Waffen und wollen diese verkaufen und nicht bereits verkaufte reparieren denn Verkauf bringt mehr Gewinn als Service.
    Läuft bei Daimler auch so - deshalb der Verkauf der eigenen Niederlassungen und die Möglichkeit des Online-Kaufs. Aber Autohersteller mit Waffenhersteller zu vergleichen (beim Verlauf & Service) ist eigentlich Müll.
    Ich denke es geht hier um Gewinnmaximierung und daher kommt mir keine Walther mehr ins Haus!

    Aber es geht doch bestimmt nur darum, dass Walther keinen Endkunden Kontakt mehr möchte und nur noch über die Händler kommunizieren möchte.

    Bei Reparaturen oder Garantieleistungen bleibt bestimmt alles gleich.

    Nur dieser unnütze lange Versandweg ist ärgerlich.

    Ich glaube nicht, dass ein Händler mein 900er zerlegt um den Pfusch wegezumachen, den der Hersteller verursacht hat.

    Grüße vom "Otmar Martin Fan-Club" ;)

  • Vielleicht hat der Service bei Walther ja auch festgestellt, dass von Kundenseite zuviele Lapalienmängel (mir fällt gerade kein anderer Begriff dazu ein) eingesendet werden, welche den Support zu sehr belasten und die ein versierter (Fach)Händler mit wenigen Handgriffen selbst beheben kann.

    Eine entsprechende Entlastung des Herstellersupports könnte somit auch zu Gunsten der Kunden mit schwerwiegenderen Problemen und eine schnelleren Bearbeitung führen. So könnte man es doch auch sehen?

  • Möglicherweise liegt der Gedanke aber auch in Richtung - wir produzieren Waffen und wollen diese verkaufen und nicht bereits verkaufte reparieren denn Verkauf bringt mehr Gewinn als Service.
    Läuft bei Daimler auch so - deshalb der Verkauf der eigenen Niederlassungen und die Möglichkeit des Online-Kaufs. Aber Autohersteller mit Waffenhersteller zu vergleichen (beim Verlauf & Service) ist eigentlich Müll.
    Ich denke es geht hier um Gewinnmaximierung und daher kommt mir keine Walther mehr ins Haus!

    Warum ist der Vergleich Müll? Weil Sportschützen soooo besonders und sooooo anders sind als alle anderen Menschen auf der Welt?

    Natürlich hat eine Firma eine Gewinnerzielungsabsicht. Wie sollte sie sonst auf Dauer überleben? Geld bringt vor allem das standardisierte Massengeschäft und nicht die Individualbetreuung von Herbert aus Kleinkleckersdorf, der das Gefühl hat, dass sein Abzug ein klein schleift und der Absorber einen Tick besser eingestellt werden könnte. All das erklärt er dem Service-Techniker natürlich am liebsten direkt vor Ort in epischer Breite eine Stunde lang. Kosten darf dieser Service natürlich nichts, es geht ja um Kundenbindung. Dafür wirft er ja schließlich gönnerhaft 5 Euro in die Kaffeekasse, nachdem er sich noch mit kostenlosem Merchandising die Taschen vollgestopft hat.

    Ganz ehrlich: so überlebt auf Dauer keine Firma.

    Ich erinnere mich an folgende Situation vor 20 Jahren an Deutschen Meisterschaft. Wir haben gerade mit Gottfried Kustermann Termine für Abmessen und Anprobiere meiner neuen Maßjacke vereinbart, als ein junger Schütze ins Zelt kam,der an dem Tag Deutscher Meister in einer Disziplin wurde. Er sagte zu Kustermann:

    "Ich wurde heute Deutscher Meister und bin auf der Suche nach einer günstigen Schießjacke. Wo finde ich die?"

    Kustermann: "Da gehst rüber zum Holme. Bei mir gibt's für dich nichts."

    Er wußte, dass man mit solchen Kunden auf Dauer keinen Gewinn erzielen kann und hat ihn weggeschickt. Fand ich sehr sympathisch.

  • Warum ist der Vergleich Müll? Weil Sportschützen soooo besonders und sooooo anders sind als alle anderen Menschen auf der Welt?

    Ich kannte den Gottfried von der HSG im übrigen sehr gut, nett das Du mich wieder mal an ihn erinnerst 😉 Aber mein Vergleich ging hier nicht um die Menschen sondern um die Produkte. Wie Du schon selbst festgestellt hast - ne Maßanfertigung ist ein ne Individualbetreuung und nicht das standardisierte Massengeschäft mit dem man Geld verdient. Gut das es diese Individualbetreuung bei vielen Herstellern gibt - ein Pistolenschütze bei dem der Abzug kriecht und ein Gewehrschütze bei dem die Jacke bissle spannt - eigentlich ähnlich. Man stelle sich vor man könnte bei Sauer nicht mehr hinfahren und sich ne Jacke vermessen lassen sondern muss beim Händler alles vermessen lassen und dann vertrauen das es passt 😝 - für mich undenkbar.

  • Ich kannte den Gottfried von der HSG im übrigen sehr gut, nett das Du mich wieder mal an ihn erinnerst 😉 Aber mein Vergleich ging hier nicht um die Menschen sondern um die Produkte. Wie Du schon selbst festgestellt hast - ne Maßanfertigung ist ein ne Individualbetreuung und nicht das standardisierte Massengeschäft mit dem man Geld verdient. Gut das es diese Individualbetreuung bei vielen Herstellern gibt - ein Pistolenschütze bei dem der Abzug kriecht und ein Gewehrschütze bei dem die Jacke bissle spannt - eigentlich ähnlich. Man stelle sich vor man könnte bei Sauer nicht mehr hinfahren und sich ne Jacke vermessen lassen sondern muss beim Händler alles vermessen lassen und dann vertrauen das es passt 😝 - für mich undenkbar.

    Bei dem Beispiel ging es mir darum zu zeigen, mit welchem Selbstbild manche Schützen auftreten. Und der Gottfried konnte da eben gut kontern 😉

    Zurück zu Walther: habe gerade die veröffentlichten Geschäftsberichte quergelesen. Die setzen in einem normalen Jahr ca 30 Millionen um. In 2023 hatten sie plötzlich 50 Millionen Umsatz, ich tippe hier auf einen großen Auftrag von staatlicher Seite. Und damit verdienen die Geld und dort würde ich als Firma meinen Fokus hinlegen und alles für Support und Kundendienst:

    Die Großkunden, die richtig Kohle da lassen. Da ist mir der Herbert aus Kleinkleckersdorf,der zwei Gewehre gekauft hat in fünf Jahren egal.

  • Ganz ehrlich: so überlebt auf Dauer keine Firma.

    Ich erinnere mich an folgende Situation vor 20 Jahren an Deutschen Meisterschaft. Wir haben gerade mit Gottfried Kustermann Termine für Abmessen und Anprobiere meiner neuen Maßjacke vereinbart, als ein junger Schütze ins Zelt kam,der an dem Tag Deutscher Meister in einer Disziplin wurde. Er sagte zu Kustermann:

    "Ich wurde heute Deutscher Meister und bin auf der Suche nach einer günstigen Schießjacke. Wo finde ich die?"

    Kustermann: "Da gehst rüber zum Holme. Bei mir gibt's für dich nichts."

    Er wußte, dass man mit solchen Kunden auf Dauer keinen Gewinn erzielen kann und hat ihn weggeschickt. Fand ich sehr sympathisch.

    Es gibt schon Unikate.


    Wo steht Holme heute?

  • Es gibt schon Unikate.


    Wo steht Holme heute?

    Holme ist nach wie vor ein Vollsortimenter, der möglichst viele verschiedene Produkte zu günstigen Preisen anbietet, die in aller Regel nur zugekauft werden. Eine fundierte Beratung zu allen Produkten ist genauso wenig möglich wie zB eigene Schießbekleidung im Hochpreissegment.

  • Seit 01.09.2025 läuft der Kundensupport bei Walther nur noch über Händler - also nix mehr mit Lupi mal direkt zu Walther schicken und checken lassen (wie z.b. bei Steyr möglich). Auch sonstige Sachen nur noch über Händler (sicher mit Händlerzuschlag €).

    Ich wage gar nicht zu einem Händler zu gehen und um Inspektion meiner LP400 zu Bitten. Vermutlich wird der Händler mir dann sehr hohe Versandkosten (zwecks Versicherung); Verpackungsauslagen sowie €€€ Arbeitszeiten (Anfrage, Verpacken, Verschicken, Eingang Rücksendung, Auspacken, Rechnung stellen usw.) in Rechnung stellen.

    Schade Walther, Kundenservice geht anders.

    Die Versand-und Verpackungskosten hat man auch bei Walther gehabt. Allerdings gibt Walther im Händlernetz Händler an, die fachlich wenig Vertrauenswürdig erscheinen.

  • Naja, aber selbst für so einen Händler sollte es doch Möglich sein, die Pistole oder das Gewehr in eine Katronage zu stecken, ne Fehlerbeschreibung dazu und an eine Firma zu senden! Da muss ich als Kunde eben drauf bestehen und dem Händler sagen, er soll es an Walther senden.

    Wenn man als Händler da nicht Mitdenken kann, muss dieser sein Handeln eh hinterfragen.

  • Naja, aber selbst für so einen Händler sollte es doch Möglich sein, die Pistole oder das Gewehr in eine Katronage zu stecken, ne Fehlerbeschreibung dazu und an eine Firma zu senden! Da muss ich als Kunde eben drauf bestehen und dem Händler sagen, er soll es an Walther senden.

    Dürfte ich anregen, das Posting von Blaettle noch einmal lesen zu wollen? Das war eine sehr vernünftige und realistische Erklärung.