Evaluierung Waffenrecht

  • Nur damit es nicht heißt, ist poste nichts vom VDB

    https://www.vdb-waffen.de/de/service/nac…zur_verfue.html


    Und hier das Dossier

    https://www.vdb-waffen.de/d/38k83783.pdf


    Die Verteilung an die Verbände ist auch ein neuer Weg, der Sinn macht. Ob dies auch genutzt, da sich z.B. BZL und damit die Mitgliedsverbände des BZL und der VDB sich nicht sonderlich grün sind, ist fraglich, wie auch ob der DSB sich dazu durchringen kann, das Dossier zu lesen und zu verwenden.

  • Würde es das Bedürfnisprinzip in der aktuellen Form nicht geben, würde es keine Erforderlichkeit für die schießsportlichen Verbände geben.

    Unser waffenrechtliches Bedürfnis ist der Schießsport, ohne den wir keine Waffen erwerben dürfen, legal. Ich spreche auch nicht über andere Bedürfnisgründe, wie die Jagd, wo es keinen Verbandszwang gibt, oder dem Sammeln historischer Waffen.

    Die Verbände würden ihre Daseinsberechtigung ein Stückweit aufgeben, da viele Mitglieder sich ggf. vom Schießsport als solchen abwenden würden.

    Die Frage ob das ein Verlust für den Sport ist sollte man hat mal stellen dürfen.

    In einem Video von Tactical Dad, nein ich mag ihn nicht und seine Videos auch nicht, wurden sogar Belege vorgezeigt, dass das Bedürfnisprinzip erst durch die Verbände eingeführt wurde. Ob da wirklich etwas dran ist, kann ich nicht sagen.

    Der DSB war tatsächlich eingebunden. Was wäre das Ergebnis wenn er sich verweigert hätte? Für den Leistungssport eine GST West und die anderen ein Luftgewehr? Wenn die zwei Waffen und eine dritte Waffe über den Verband nach dem WaffG 1972 wirklich ein Erfolg war, wurden sie richtig mächtig. Auch wenn es Jäger und Waffenbesitzer mit Jagdschein heute abstreiten wollten auch sie den Waffenbesitz wegen der Wilderei, eingeschränkt hat das WaffG damals den aktiven Jäger kaum.

    Die Mitgliederzahlen des DSB zeigen meiner Ansicht nach keinen Einfluss des WaffG 1972.

    Zielgruppe Selbstschutz als Bedürfnisgrund:

    ich glaube diese Gruppe wird größentechnisch stark unterschätzt, wie auch überschätzt. Ich denke aber auch, dass viele, gerade in der aktuellen Zeit, gerne ein probates Mittel zum Selbstschutz haben wollen, die sonst keine Interesse am Schießsport haben.

    Die brauchen die Verbände als nützliche Deppen die ihnen die Bedürfnisse und ggf die Stände stellen.

    Brauchen die Verbände sie auch?

    Ab und an einmal auf den Schießstand gehen, etwas üben und wieder nach Hause gehen, fertig.

    Gewerbliche Schießstände gibt es ja mittlerweile in steigender Anzahl und das würde in vielen Teilen die Schützenvereine obsolet machen. Nicht komplett, aber der Mitgliederstamm würde sinken und das liegt wiederum nicht im Interesse der Verbände.

    Ob es tatsächlich so sein würde, wissen nur die Sterne. Aber in anderen Ländern, auch in der EU, ist das genauso. Da ist der Schießsport zwar vorhanden, aber nicht die treibende Kraft hinter dem Waffenbesitz, sondern das eher liberal ausgerichtete Waffengesetz, bei dem Selbstschutz als Besitzgrund anerkannt ist.

    Ein Arbeitskollege aus unserem Büro in Warschau hat zufällig mitbekommen, dass ich Schieße und auch Waffen besitze und so sind wir ins Gespräch gekommen. Zuerst davon ausgehend, dass er schießsportlich unterwegs ist, wurde ich eines besseren belehrt. Schießen an sich interessiert ihn nicht sonderlich. er hat die Waffe zum Selbstschutz und zum Schutz seiner Familie und geht hin und wieder zum Üben auf einen Stand.

    Und genau diese Klientel sollte man nicht unterschätzen, sind aber beim aktuellen WaffG nicht vorgesehen, weshalb auch z.B. beim kleinen Waffenschein und den SRS Waffen immer mehr Kritik aus den Reihen der Politik und der Polizei kommt. Und jetzt bitte nicht das Thema Sylvesternacht und so anführen. Die wenigsten Täter werden einen KWS in Besitz gehabt haben.

    Warum organisieren die sich dann nicht selbst?

  • Nicht mit dem Nachdruck den man sich wünscht.

    Es ist keine Reaktion, sondern eine Frage auf deine Aussage.

    Nach „Hier irrst du“ wiederholst du, sinngemäß, meine Aussage. Zum Glauben gehe ich in die Kirche. Nur wie soll ich deine weitere Ausführung verstehen, nichts tun und hoffen es wird schon, oder doch Flagge zeigen?

    „Das WaffG soll entschlackt werden, auf den Prüfstand gestellt werden, ggf. Ballast, unsinniges und ggf. überflüssiges gestrichen werden, um das WaffG einfacher und verständlicher zu gestalten. Das bisherige Flickwerk soll gerade gezogen werden.

    Darum geht es aber nicht. Es geht darum, die Behörden zu entlasten, Kosten zu reduzieren, das WaffG besser durchsetzen zu können.“

    Das sind doch Verbesserungen, oder nicht? Und was spricht dagegen mehr zu fordern? Zusammengestrichen wird der Wunschzettel sowieso.

    Um Verschärfungen brauchen wir nicht betteln.

    Hier der Link https://youtu.be/fh0d4AQaUc8?si=dRnypv0zG7xwWKyP

    Nur im Grundsatz geht es darum, kriegen unsere Verbände was auf die Reihe, warum wurde vom DSB nichts auf der Homepage veröffentlicht?

    Auf Nachfrage hab ich vom DSB die Information bekommen, dass man vor allem mit dem DJV und anderen Verbänden gesprochen hat.

    Mir erscheint das so als würde alles beim alten bleiben, so wie seit Anfang der 70er Jahre. Lieber Hinterzimmerpolitik als öffentlich wahrnehmbare Stellungnahmen. Weil beim DSB hält man nichts davon. Nur wie will man seine Interessen durchsetzen, wenn man seine Mitglieder nicht einbindet und im Ernstfall mobilisiert.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^


  • Mir erscheint das so als würde alles beim alten bleiben, so wie seit Anfang der 70er Jahre.

    Das hat immerhin die ersten 30 Jahre für den Sportschützen überwiegend Verbesserungen gebracht und in den folgenden Jahren vielleicht doch einige Verschärfungen verhindert oder abgemildert. Möge man mir nachsehen daß ich mich auf den Schießsport beschränke.

  • Das hat immerhin die ersten 30 Jahre für den Sportschützen überwiegend Verbesserungen gebracht und in den folgenden Jahren vielleicht doch einige Verschärfungen verhindert oder abgemildert. Möge man mir nachsehen daß ich mich auf den Schießsport beschränke.

    Einige der Verschärfungen sind damals von den Jägerschaften (DJV und LJVs) selbst gewollt gewesen, im schlechtesten Sankt-Florians-Prinzip, wo man lieber gleich selbst das Haus der anderen anzündet.

  • Einige der Verschärfungen sind damals von den Jägerschaften (DJV und LJVs) selbst gewollt gewesen, im schlechtesten Sankt-Florians-Prinzip, wo man lieber gleich selbst das Haus der anderen anzündet.

    Wenn ich mich noch an Beiträge in Jagd Zeitschriften und offizielle Versammlungen der Jägerschaft erinnere haben wir einen recht großen Teil der Jägerschaft zu verdanken. Wilderei war damals ein Problem. Für sie selbst waren die Einschränkungen erträglich. Die auf dem Land gebräuchlichen KK waren als abgesägte HA gerne genutzte Deliktswaffen. Was musste es damals auch in jedem Kaff eine Poststelle oder Bankfiliale geben. Die Schützen waren zu der Zeit was die Anzahl der Waffen betraf vielleicht zu bescheiden.

    Mit der Fassung 1976 wurden dann noch einige Unklarheiten, wie Vorderladerrevolver und führen von 4mm Waffen geklärt.

  • Das hat immerhin die ersten 30 Jahre für den Sportschützen überwiegend Verbesserungen gebracht und in den folgenden Jahren vielleicht doch einige Verschärfungen verhindert oder abgemildert. Möge man mir nachsehen daß ich mich auf den Schießsport beschränke.

    Meine Aussage bezog sich auf das Handeln der Verbände. Verbesserungen? Welche sollen das gewesen sein?

    Aber aktuell muss man die Verbände in die Pflicht nehmen. So eine Chance kommt nicht so schnell wieder.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Meine Aussage bezog sich auf das Handeln der Verbände. Verbesserungen? Welche sollen das gewesen sein?

    Statt zwei Waffen über Verein und eine über Verband, kam die gelbe WBK, halbautomatische LW mit mehr als zwei Patronen wurden wieder erlaubt, später sogar wieder in militärischen Outfi , das Bedürfnisprinzip erlaubte insgesamt mehr Waffen als sich die Schützen vor 1972 leisteten.


    Aber aktuell muss man die Verbände in die Pflicht nehmen. So eine Chance kommt nicht so schnell wieder.

    Was wäre die wichtigen Forderungen an die Sportverbände?

  • Was wäre die wichtigen Forderungen an die Sportverbände?

    - Bundesweite Vereinheitlichung der Bedürfnisprüfung

    - Beseitigung redaktioneller Fehler in §14 und weiteren §§

    - Streichung der Begrenzung auf der gelben WBK

    - Streichung der Magazinbeschränkungen für Lang- und Kurzwaffen sowie bedingungslose Zulassung der Dual Use Magazine

    - Streichung der Kontingentregelung

    - Abschaffung der Besserstellung von Jägern gegenüber Sportschützen beim Waffenerwerb

    -etc., etc., pp


    Das wären sechs Punkte und es gibt auch weitere, die eben nicht der Erhöhung der Inneren Sicherheit dienen, sondern lediglich die Bürokratie und damit den Workload auf den Behörden erhöhen.

  • Statt zwei Waffen über Verein und eine über Verband, kam die gelbe WBK, halbautomatische LW mit mehr als zwei Patronen wurden wieder erlaubt, später sogar wieder in militärischen Outfi , das Bedürfnisprinzip erlaubte insgesamt mehr Waffen als sich die Schützen vor 1972 leisteten.

    Was wäre die wichtigen Forderungen an die Sportverbände?

    Oh weh, du schmeißt hier wieder alles Mögliche bunt durcheinander. Es geht nach wie vor um das aktuelle Waffenrecht.

    Die Gelbe WBK wurde bereits 1973 eingeführt, ohne Mengenbegrenzung, die Begrenzung auf 10 wurde 2017 eingeführt.
    Halbautomaten mit Begrenzung der Magazinkapazität auf 2 Patronen, dass gilt nur für die Jagd und steht so im Jagdrecht. Aktuell ist die erlaubte Magazinkapazität 10 Schuss bei Lang- und 20 Schuss bei Kurzwaffen. Früher war die frei. Angemeldete Magazine aus Altbestand dürfen nach wie vor besessen werden.

    Militärisches Outfit ist von der ISSF verboten. Falls du den Anscheinswaffenparagraphen meinst, der Unsinn wurde von der Regierung Schröder gestrichen, wegen erwiesener Unsinnigkeit.

    Da hab ich viel geschrieben und andere haben sicher auch Punkte, da drückt der Schuh auch, nur woanders.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Die Gelbe WBK wurde bereits 1973 eingeführt, ohne Mengenbegrenzung,

    Nein


    Halbautomaten mit Begrenzung der Magazinkapazität auf 2 Patronen, dass gilt nur für die Jagd und steht so im Jagdreccht.

    Aber nicht nach dem alten WaffG.

    Die Einschränkung auf 2 Patronen wurden in den 80er Jahren aufgehoben.

    Aktuell ist die erlaubte Magazinkapazität 10 Schuss bei Lang- und 20 Schuss bei Kurzwaffen. Früher war die frei. Angemeldete Magazine aus Altbestand dürfen nach wie vor besessen werden.

    Das betrifft aber nur eine überschaubare Zahl von Schützen.

    Militärisches Outfit ist von der ISSF verboten.

    Sorry, meine schlampige Formulierung.

    Falls du den Anscheinswaffenparagraphen meinst, der Unsinn wurde von der Regierung Schröder gestrichen, wegen erwiesener Unsinnigkeit.

    Ja.

    Was ist daran so verwerflich?

    Wenn ich mich da an die Diskussion in anderen Foren um die Umrüstung der Waffen erinnere war das für den Waffenbesitzer schon wichtig.

    Da hab ich viel geschrieben und andere haben sicher auch Punkte, da drückt der Schuh auch, nur woanders.

    Wenn es den Sport betrifft sollte man es auch sagen.

  • .....Wenn ich mich da an die Diskussion in anderen Foren um die Umrüstung der Waffen erinnere war das für den Waffenbesitzer schon wichtig....."

    Ja aber natürlich ist das wichtig. Ich kenne keinen Schützen der nicht - und da ist LG, LuPi in normal, oder Auflage nicht ausgenommen - der nicht über das eine oder andere Modell sagt: "Hatte ich auch in der Auswahl, gefiel mir aber nicht". Ist zB beim Motorradkauf noch viel extremer. Da kaufst ein fertiges Moped und keine zwei Wochen später wird der Zubehör- und Umrüstungsmarkt leergekauft :D. Also keine Ausnahmeerscheinung bei Waffen.

    Und Waffen mit klobig hässlichen und unsinnigen Schäften zu versehen nur damit sie nicht mehr "böse" aussehen ist unsinnig. An der Gefährlichkeit der Waffe und der Gefahr für die öffentliche Sicherheit ändert das ja nix und das hat der Gesetzgeber verstanden und umgesetzt.

    Und mal ehrlich; wenn jemand mit einem grauen SL 8 durch die Gassen läuft, das aussieht wie ein übergwichtiges Luftgewehr, ruft niemand den Notruf. Bei einem AR15 ganz sicher.

    Das nur ergänzend, da wir uns in der Sache wohl ausnahmsweise mal einig sind ;)

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Zum Thema Magazinkapazitäten…ich finde es eine Frechheit zu sagen, dass diese Regelung nur eine überschaubare Zahl Schützen betrifft.

    Es ist 100% egal wie viele es betrifft, diese Regelung erhöht null komma null die Innere Sicherheit, erhöht dabei nur die Bürokratie und beschäftigt die Waffenbehördennund das BKA unnötig.

    Hinzu kommen internationale Schützen, die hier an Wettkämpfen teilnehmen, wie die gerade erfolgte WM im PPC1500 in Alsfeld, die ggf. Rechtliche Probleme bekommen können.

    Diese Regelung ist vollkommener Bullsh.t und gehört wieder zurückgedreht.

    Es gibt eine Welt abseits der fünf Schuss im DSB und das sind genauso Sportschützen in einer nicht gerade kleinen Zahl.

  • Zum Thema Magazinkapazitäten…ich finde es eine Frechheit zu sagen, dass diese Regelung nur eine überschaubare Zahl Schützen betrifft.....

    Und die Sache mit dem Dual Use toppt das ganze noch.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Ich habe das Positionspapier des VDB gelesen - falls es das richtige war. Da passiert ja lange nix als statistische Daten mit ihrer Erhebung, Relevanz, furchtbarem Formelwerk und was ich sonst noch alles nicht verstehe. Da muss der zur Stellungnahme aufrufende erst mal wieder drei Professoren hinsetzen die das auseinandersortieren.

    Natürlich sind dann die wesentlichen Punkte irgendwo zusammengefasst, aber wer liest denn so weit nachdem er schon nach den ersten Seiten so schwindlig ist, dass er vergessen hat wie er heißt und wo er wohnt? Für mich als interessierte sehr schwere Kost und alles andere als leicht verständlich geschrieben ;(. Auch wenn mir klar ist, dass ich nicht die Zielgruppe bin, aber vielleicht sehen will wie sehr meine Meinungen vertreten sind, oder nicht.

  • An der Gefährlichkeit der Waffe und der Gefahr für die öffentliche Sicherheit ändert das ja nix und das hat der Gesetzgeber verstanden und umgesetzt.

    Falsch; natürlich falsch, ist bei zwei Teilnehmern hier ja eigentlich regelmäßig erwartbar.

    Tatsächlich wurde der Anscheinsparagraph umgehend durch die Hintertür wieder eingeführt, und zwar wegen massiver Beitlerei (selber schuld, sagten wir damals und schimpften zu Recht auf "Caliber"). Nur führte er halt jetzt nicht mehr zu einem strafbewehrten Totalverbot, sondern zum Ausschluss vom Schießsport und mithin zur Nicht-Erwerbbarkeit mangels Bedürfnisses.

    Jäger können sie erwerben, tun das auch mal ganz gerne, und stellen sie dann in den Waffenscharnk, um sie zu streicheln. Jagen tun sie damit nicht. Eine Ausnahme mit gewisser zahlenmäßiger Bedeutung wäre die auch jagdlich - zu Recht - sehr beliebte MR-Reihe von HK.
    Um deren Verfügbarkeit ich mich verdient gemacht habe.

    Carcano

  • Richtig und für die hat sich der DSB und seine Mitglieder mit Vorrang einzusetzen?

    In der Ära Ambacher gab es eine erheblicher Solidarität des großen DSB ggü. den kleineren GK-Verbänden. Eine wichtigen Anteil daran hatte der seit 2001 amtierende Vizepräsident Jürgen Kohlheim (Vors. Richter am VG Köln). Mit ihm ließ sich stets fachlich und menschlich ausgezeichnet zusamenarbeiten, man zog immer am gleichen Seil.

    v. Schönfels ist nun kein Ambacher.

    Carcano