Ich hätt jetz gesagt Anschlag passt ned. Versuch mal Trockenanschläge zu üben, ohne dass ein Schuss fällt. Am Anfang erst mal Stand einrichten, so dass du möglichst gerade stehst, Beine hüftbreit in etwa und parallel. Ob dir ein steiler Stand oder ein offener Stand besser taugt, musst du rausfinden. Mit dem Schiessarm auf die Scheibe gehn, ohne Waffe und zugleich auch die Atmung dazu verinnerlichen. Mach das ein paar mal und nach drei vier Versuchen, mach das ganze blind, also mit geschlossenen Augen, halte inne, wenn du "so weit" bist, öffne die Augen und schau über deine Hand (die die Waffe in Gedanken hält), in welche Richtung sie "zielt". Danach mit der Pistole das gleiche Spiel. Schultern locker lassen und entspannt. Den Stand dann so drehen, wobei der vordere Fuss nur der "Drehpunkt" sein sollte , der hintere "wandert" quasi mit und immer parallel bleiben. Und vergiss es nur auf Ergebnis zu schießen und das möglichst viel. Auf eine weisse Scheibe schießen um den Ablauf sauber zu lernen, ist eine gute Übung. Auf die Scheibe kommen, noch mal eine Bauchatmung, am Druckpunkt sein und den Druck erhöhen bis der Schuss von selber bricht, scheißegal wo er hingeht, aber man bekommt mit der Zeit ein gutes Gefühl für den Ablauf. Und was auch wichtig ist, NACHZIELEN!!! Auch beim Trockentraining 😉. Und schnell schnell mal 100 Schuss, weil man meint, dass "muss doch" besser gehn, kannst knicken. Viel Spaß und machs in Ruhe 😀
Trainingstagebuch eines Anfängers (und viele Fragen)
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- Pistole
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Proton -
26. August 2025 um 19:40
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Hast du mal geprüft ob da ein katastrophaler Zielfehler die Ursache sein könnte? „Höhe unterer Ampel“ verstehe ich jetzt nicht.
Ich werde nicht im letzten Training vor DM-Teilnahme da JETZT was ändern. Ist leider eben auch erst da mir aufgefallen, weil das Kind (13 Jahre alt) auch recht vernünftig trifft und ich bislang eher an der mentalen Stärke als an der Schießtechnik was zu optimieren fand.
Grüner Pfeil "so in etwa" hält der Pistolenschütze richtig an (Höhe Korn)
Roter Pfeil: Da mussten wir anhalten, um den Spiegel zu treffen. Das ist die untere Ampel-LED bei Meyton-Anlagen.
Ich werde das Kind nach der DM mal "Dreieckszielen" lassen:
Dabei wird eine Waffe / Simulator mittels eines Stativs fest aufgestellt. Der Schütze darf die Apparatur nicht berühren - muss eben möglichst gut auf die Größe des Schützen eingestellt sein.
In etwas Abstand steht ein Whiteboard o.ä. , vor das ein Helfer eine Scheibe hält, die in der 10 ein Loch hat. Der Schütze muss dem Helfer Kommando geben "höher", "weiter rechts" "SCHUSS!" - und dann wird mit einem Stift die 10 auf dem Whiteboard markiert. Das macht man i.d.R. 3x und kann so aus der Größe des dabei entstandenen Dreiecks die Fähigkeit des Schützen zum sauberen Zielen ohne Umwelteinflüsse wie Wackeln oder so leicht ermitteln und ggf. über die Zeit auch die Veränderungen feststellen.
Alte Technik aus GST-Zeiten, die vom westdeutschen Ferngesehen als "Der Goldene Schuss" medial umgesetzt worden ist.
Der Vorteil ist, der Trainer kann die Abweichung seines eigenen Treffers zum Dreieck des Probanden ermitteln.
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Zeichnet euch einfach einen Balken auf die Scheibe und da ist dann der Haltepunkt. Darauf wird dann auch die Pistole eingestellt und der Schütze lernt dann genau diese Höhe anzuhalten. Macht das lange genug und man verinnertlicht das.
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Ein gutes Beispiel für „nicht rumdrehen sondern warten“:
das war die abendliche Serie (bin heute sicher wchon übertrainiert und das Licht war schlecht):
Ich habe an der Waffe nichts verändert, habe jetzt aber fast ideale Höhe (wenn ich da aufgrund der vorherigen Serie gedreht hätte…), dafür nun deutlich links.
Gut, ich lasse es für heute wirklich

Ich wette das du zu 80 Prozent zu direkt abziehst und dein Griff nicht wirklich passt. Wir trainieren mit Balken und Dreiecksscheiben. Da kommt es nämlich nicht auf ein Ergebnis an, sondern nur auf das vernünftige Anhalten.
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Wenn ich mir die Schussbilder betrachte und die Passung vom Griff sehe ich da eine ganze Menge Baustellen, wobei die ein oder andere Baustelle wahrscheinlich mit ein paar Fragen und Korrekturen abgearbeitet werden kann. Und das mit recht kleinem Aufwand und etwas Spachtelmasse.
Wie ich aber sehe bist Du hier in den besten Händen mit Trainingsvorschlägen und Techniken. Da bin ich natürlich raus..... ich kann nur Spachteln.
Viel Spass
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Ich werde nicht im letzten Training vor DM-Teilnahme da JETZT was ändern. Ist leider eben auch erst da mir aufgefallen, weil das Kind (13 Jahre alt) auch recht vernünftig trifft und ich bislang eher an der mentalen Stärke als an der Schießtechnik was zu optimieren fand.
Grüner Pfeil "so in etwa" hält der Pistolenschütze richtig an (Höhe Korn)
Roter Pfeil: Da mussten wir anhalten, um den Spiegel zu treffen. Das ist die untere Ampel-LED bei Meyton-Anlagen.
Ich werde das Kind nach der DM mal "Dreieckszielen" lassen:
Dabei wird eine Waffe / Simulator mittels eines Stativs fest aufgestellt. Der Schütze darf die Apparatur nicht berühren - muss eben möglichst gut auf die Größe des Schützen eingestellt sein.
In etwas Abstand steht ein Whiteboard o.ä. , vor das ein Helfer eine Scheibe hält, die in der 10 ein Loch hat. Der Schütze muss dem Helfer Kommando geben "höher", "weiter rechts" "SCHUSS!" - und dann wird mit einem Stift die 10 auf dem Whiteboard markiert. Das macht man i.d.R. 3x und kann so aus der Größe des dabei entstandenen Dreiecks die Fähigkeit des Schützen zum sauberen Zielen ohne Umwelteinflüsse wie Wackeln oder so leicht ermitteln und ggf. über die Zeit auch die Veränderungen feststellen.
Alte Technik aus GST-Zeiten, die vom westdeutschen Ferngesehen als "Der Goldene Schuss" medial umgesetzt worden ist.
Der Vorteil ist, der Trainer kann die Abweichung seines eigenen Treffers zum Dreieck des Probanden ermitteln.
Ja, direkt vor einem wichtigen Wettkampf ändert man nichts mehr.
Danke für die Aufklärung, so hab ich Gewehrschütze wieder was über Pistolenschießen gelernt. -
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Wenn ich mir die Schussbilder betrachte und die Passung vom Griff sehe ich da eine ganze Menge Baustellen, wobei die ein oder andere Baustelle wahrscheinlich mit ein paar Fragen und Korrekturen abgearbeitet werden kann. Und das mit recht kleinem Aufwand und etwas Spachtelmasse.
Wie ich aber sehe bist Du hier in den besten Händen mit Trainingsvorschlägen und Techniken. Da bin ich natürlich raus..... ich kann nur Spachteln.
Viel Spass
„nur“
fragt sich, ob jetzt schon spachteln Sinn macht? Der Holzkitt war kedenfalls schon mal in der Post.
Darf ich dich fragen, was dir bereits aufgefallen ist?
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Ich bin zwar lediglich ebenfalls ein blutiger Anfänger, aber ich denke gelesen zu haben, dass die Notwendigkeit einer Griff-Bearbeitung am Anfang gegen Null tendiert.
Ich merke es ja selbst......es gibt viel zu tun. Und wie Kollege uodalrich bereits in meinem Thread schrieb, ist es am Anfang nicht zielführend, wenn man zu viele Baustellen auf einmal eröffnet und zu viel auf einmal ändern will.
Das wird nix, da unser Wissen und vor allem unsere Schieß-Erfahrung eigentlich noch gar nicht ausgeprägt ist, wenn überhaupt.
Just my 2 cents....
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Es hat hier im Forum schon mal jemand ein "Trainingsprogramm für Anfänger und Fortgeschrittene" als PDF reingestellt. Ich weiß es leider grad nicht, wer und wo es "versteckt" ist.
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Wäre bestimmt höchst interessant.....

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Das müsste es gewesen sein
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Wie stehts mit der Visierung, sprich Lichthöfe zwischen Kimmenspalt und Korn? Zu enge Lichthöfe sind für uns Anfänger "einfach nicht gut". Es fehlt an Haltekraft, ruhiger Hand und strengt das Zielauge enorm an. Etwas breitere Lichthöfe sind, für mich, schöner zu schaun/zielen.
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Sehr schön, vielen Dank!
Ich würde meine Lichtspalte als relativ eng bezeichnen - bin da noch bei der Werkseinstellung, gefällt mir aber eigentlich sehr gut.
Miene Vorderlader schieße ich bauartbedingt meist mit einer V Kimme, an das bin ich dann eher gewöhnt, während ich mit bei der Kimme meines Glock eher "verloren" fühle, da doch vom optischen Eindruck recht weit.
lg Florian
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Das müsste es gewesen sein
Frage/Vermutung, das sollte doch auch für Auflage so einigermaßen passen? Bin mit dem Gewehr unterwegs, daher recht Ahnungslos.
Wir haben einige Pistolenschützen, Pistole ist relativ neu. Gibt es hier vielleicht auch eine Anleitung wie der Anschlag bei Auflage aufgebaut wird?
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Ich finde es interessant wie viele "Nicht-Pistolenschützen" oder erklärtermaßen Anfänger im Pistolenschießen hier Ratschläge erteilen.
Wäre da denn das Motto "Wenn ich keine Ahnung habe, dann bin ich lieber mal still" der bessere Ansatz?Auch die Datei "Training LP 2020" ist sicherlich keine Hilfe für Anfänger, wenn schon in Trainingseinheit 3 mit Leistungstraining begonnen wird. Ansonsten steht beim ersten Querlesen jedenfalls kein hanebüchener Unsinn drin. Wenn man weiß was man tut, kann man sich sicherlich daraus etwas entnehmen. Das ist eher eine Kurzanleitung für Trainer, die schon wissen, was sie machen.
Ein gutes zeitgemäßes Buch zum Thema "Wie lerne ich olympischen LP-Schießen" gibt es nach meiner Wahrnehmung nicht. Am ehesten dran, kommt nach meiner Meinung das Buch "Sportliches Pistolenschießen Luft- und Sportpistole" von Elfe Stauch von 1997.
Auch wenn man eher Autodidakt ist, sollte Proton ernsthaft in Erwägung ziehen, sich Trainerstunden zu nehmen.
Ich hatte an andere Stelle mal was zur grundsätzlichen Saisongestaltung geschrieben:
BeitragRE: Der P8X Klub bei den Meisterschützen
[…]
Vielleicht darf ich hier etwas Orientierung geben:
Das Schießtraining richtet sich in einer Saison grob nach folgendem Schema:- Materialcheck - Prüfen/Anpassen von Griff, Munition, Schießbrille und sonstiger Ausrüstung
- Anschlag
- Technikelementetraining
- Atmung und Bewegung
- Abziehen
- Zielen
- Teilkoordinatives Training (Kombination von einzelnen Technikelementen)
- Atmung und Bewegung kombiniert mit Abziehen
- Atmung und Bewegung kombiniert mit Zielen
- Erste Leistungskontrollen und ggf. Kontrollwettkämpfe
Lanfear3. Januar 2025 um 22:42 Das gilt aber Fortgeschrittene. Im Anfängerbereich gilt es erstmal Grundfertigkeiten wie Zielen und Abziehen zu erwerben. Weil das schon anspruchsvoll ist, fängt man im Anfängerbereich nicht stehend freihändig an, sondern mindestens aufgelegt, wenn nicht sogar sitzend. Unter Auflegen ist hier nicht das sportliche Auflageschießen gemeint, sondern das methodisch stark vereinfachende Auflegen im Anfängerbereich.
Dabei achtet man darauf, dass schon in diesen Trainingseinheiten der Anschlag (hier gerne auch mal als Stand bezeichnet) weitestgehend so eingenommen wird, wie er auch freihändig geschossen werden soll.Erst wenn der Sportler sitzend aufgelegt/stehend aufgelegt im Spiegel bleibt fängt man mit freihändigem Schießen an. Es sei am Rande gesagt, dass der Griff am Anfang nur halbwegs passen muss. Da gibt es zuerst andere Baustellen als den Griff. Anschlagsfindung/Nullstellung sollte man gerade am Anfang nicht überbewerten. Details sind hier nicht angezeigt.
Die Hauptaufgabe im Anfängerbereich beim freihändigen Schießen ist die Bewegungsführung. Da hält man sich am besten an das 5-Phasen Technikleitbild des DSB. Und auch hier müssen Schwerpunkte gebildet werden: Die Hauptfunktionsphase ist die Auslösephase und die maßgebliche Hilfsfunktionsphase ist die Arbeitsphase. Alles andere ist halb so wild. Also entscheidend sind die Annäherung an den Halteraum, der Übergang von Ankommen im Halteraum zu stabilen möglichst kleinen Bewegungsamplituden bis hin zum Lösen des Schusses. Maßgeblich wird der Bewegungsablauf durch die Atmung gesteuert. Also konsequent Doppelatmung von Trainingseinheit 1 des freistehenden Schießen anwenden. Wer glaubt, dass Einfachatmung im Anfängerbereich die bessere Option sei, sollte darüber nochmal intensiv nachdenken.
Genau genommen könnte man das Training der Bewegungsführung schon als das erste teilkoordinative Training ansehen. Macht aber niemand wirklich.
Bewegung ohne Atmung geht nicht wirklich gut. Von daher ist Bewegungstraining eigentlich immer Training von Atmung und Bewegung.Kann der Sportler die Bewegungsführung grob umsetzen, dann kommen die anderen Technikelemente ernsthaft ins Spiel. Aus dem Aufgelegtschießen kennt der Sportler ja schon das Thema Druckverlauf und Blickführung. Das muss jetzt an den Bewegungsablauf adaptiert werden. Es ist nicht falsch bei dem anfänglichen freihndigen Training im Bereich Atmung und Bewegung auch schon die Druckpunktnahme zu integrieren. Sie passt einfach gut an das Ende der Auftaktphase im Doppelatmungsbereich. Aktive Druckerhöhung hat genauso wenig im Anfängerbereich zu suchen wie eine 450/50-Gramm Abzugskonfiguration. Auch sollte man bei unzureichender Annäherungsgeschwindigkeit darüber nachdenken den Doppelatmungsbereich auf die Scheibenoberkante zu legen.
Sorry, wieder viel zu viel geworden. Wollte mich eigentlich auf die ersten beiden Sätze beschränken.
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Mega interessant für mich. Jetzt weiß ich wieder warum ich nur Breitensportler bin und wohl eher zufällig auf LM gelandet bin. Von all dem habe ich nie was gehört und "Training" bedeutet bei uns im Verein: Man schießt halt öfter 😬. Insofern fühle ich mich jetzt nach über 30 Jahren SpoPi wie ein Anfänger. Ist halt aber auch ein 99,9% LG Verein.
Lanfear Aber, man wird nie zu alt zum lernen und daher hab ich jetzt schon mal nen Auftrag für mich aus Deinen Ausführungen herausgezogen. Bin mir jetzt nicht sicher ob ich dafür dankbar sein soll 😉.
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Danke!
Grundsätzlich wäre ein echter Trainer bei uns im Verein ja ein Hit, aber es scheint mir, also ob dieser Sport in Österreich wesentlich weniger professionell aufgestellt ist - es mangelt also schlichtweg an einem verfügbaren Trainer.
Autodidaktisch: das Buch von Reinkemeier habe ich, dieses ist aber für einen Anfänger finde ich eher schwer umzusetzen und richtet sich wohl eher an fortgeschritten und Trainer.
Und nun zu einem heutigen Experiment:
Ich habe heute früh versucht, meinen Anschlag zu finden. Aufgefallen ist mir hier beim Blindanschlag, dass ich die Waffe Blind immer auf mein Dominantes (nun ja abgedecktes) Auge ausrichten würde.
Also habe ich heute eine Serie mit dem dominanten Auge geschossen und das rechte Zugeklebt, quasi also "über Kreuz" geschossen.
Ergebnis: kann ich ehrlich nicht sagen, die Gruppe ist gleich schlecht wie mit dem anderen Auge. Ermüdung der Augen auch etwa gleich. Es braucht wohl noch ein paar Vergleichsserien.Werde mein Frau dann bitten ein paar Fotos meines Anschlages zu machen - mit beiden Augen, damit ich einen Vergleich habe was besser "lehrbuchmässiger" wirkt.
Generell zum äußeren Anschlag:
Ziel wäre es, wie Reikemeier auch schreibt, ein recht steiler Stand, 90 Grad zur Scheibe. Ich bekomme das unverkrampft und mittels Blindanschlag aber einfach nicht gebacken. Auch 45 Grad zur Scheibe nicht. Ich stehe tatsächlich sehr offen zur Scheibe, wenn der Blindanschlag auch passen soll. Nun schreibt ja auch Reikemeier, dass das ein Thema des Trainings der Muskulatur ist, aber so extrem - tatsächlich stehe ich nur leicht schräg zur Scheibe, wenn es sich "gut" anfühlt.
Vielleicht auch erwähnenswert: die Doppelatmung wende ich auch nicht an, ich werde dabei zu unruhig. Ich schieße mit "Einfachatmung" - fühle ich dabei aber sehr wohl - empfinde es als technisch deutlich weniger komplex.
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jomei, fürs Gewehr und Auflage passt das eher nicht. Ganz andere Bedingungen und Anforderungen. Es gibt ein Video auf Youtube, ich meine vom DSB, mit einer Frau Iris Zimmer. Das ist schon mal eine gute Basis.
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Ziel wäre es, wie Reikemeier auch schreibt, ein recht steiler Stand, 90 Grad zur Scheibe.
Wer in dieser Stellung das Auge vernünftig hinter die Visierung bringt, der soll so schiessen. Ich bin bei etwa 60°. So ist das Auge entspannt geradlinig hinter der Visierung.
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