Bedürfnisnachweis durch Eintragungen im persönlichen Schiessbuch

  • Das gilt für die offenen oder halboffenen Anlagen, aber nicht für die meisten (scil. geschlossene) Raumschießanlagen. Es stimmt, dass es aich entsprechende Kleinschießanlagen nur mit Zugseilen gibt, meist von Händlern oder Büchsenmachern, aber die sind für einen echten Vereinsbetrieb ohnehin kaum geeignet.

    Mag sein. Alle geschlossenen Stände die ich kenne und auf denen ich bisher im RWK geschossen habe sind rein auf 25m zugelassen. Kann aber auch am jeweiligen Geschossfang liegen der für Mehrdistanz mE andere Voraussetzungen haben dürfte. Ist aber nur eine Vermutung, da ich bisher keinen Mehrdistanzstand und deren Geschossfänge kenne.

    PS: alles geschlossene Stände.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Das gilt für die offenen oder halboffenen Anlagen, aber nicht für die meisten (scil. geschlossenen) Raumschießanlagen, die nicht uralt wären. Es stimmt, dass es auch in DE ein paar entsprechende Kleinschießanlagen nur mit Zugseilen gibt, meist von Händlern oder Büchsenmachern, aber die sind für einen echten Vereinsbetrieb ohnehin kaum geeignet.

    Fast alle geschlossenen Stände bei uns haben die übliche Brüstung zum Schutz der Klappanlage. Gehe ich richtig in der Annahme, dass hier definitiv keine Nahdistanz (wie zB die in der SRL angegebenen 7m) möglich ist, da eine sichere Aufnahme des Geschosses im Geschossfang nicht uneingeschränkt möglich ist?

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Bei uns ist der Kugelfang auf 25,5m vom Schützen und die Entfernung zwischen Schütze und Scheibe ist zwische 2 und 25m frei einstellbar. Fallscheiben auf 25m.

    Bei 50m ähnlich.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Bei uns ist der Kugelfang auf 25,5m vom Schützen und die Entfernung zwischen Schütze und Scheibe ist zwische 2 und 25m frei einstellbar. Fallscheiben auf 25m.

    Bei 50m ähnlich.

    Tja, da sieht unsere Welt hier anders aus. Von über 30 25m-Ständen hier in meiner Gegend ist genau 1(!) für Mehrdistanzschießen zugelassen und das ist auch noch eine geschlossene und kommerziell genutzte Anlage. Der Rest, egal ob offen oder geschlossen, hat ebenfalls nur stur 25m. Und selbiges gilt für die 50m-Anlagen, egal ob offen oder geschlossen. Und die kommerzielle Anlage ist da raus, da nur 35m Hallenlänge. Und die Anzahl ist sogar noch größer als 30, da wir mehr 50m-Stände als 25m-Stände haben.

  • Aber, um dieser unsäglichen Anschuldigung von @kibo entgegenzugehen, es würde leichtfertig mit dem Stempel umgegangen, mal ein Einblick in unser Training.

    Ich bin mir nicht sicher, ob @kibo tatsächlich diese Anschuldigung getätigt hat. ICH habe aber die MÖGLICHKEIT solcher Fälschungen als Argument gebracht, warum bei uns solche persönlichen Schießbücher ALLEINE nicht als Nachweis für eine Bestätigung des Bedürfnisses durch den Verein taugen.

    Als Ergänzung aber noch zu deiner Aussage, dass nur ausgewählte Leute einen individuellen Stempel (durch wen auch immer) erhalten und das Ganze somit nachvollziehbar wäre. Ich kann dir für ALLE Vereine in meinem Bezirk sagen, dass dort NIEMAND einen individuellen Stempel hat. Da darf überall tatsächlich jede Aufsicht individuell seinen Kaiser-Wilhelm drauf kritzeln und meist liegt irgendwo noch ein Vereinsstempel rum, den man dann da drauf setzt. Aber das noch nicht mal immer! Insofern vertrauen wir da in der Form erst gar nicht drauf.

    Ich habe übrigens alleine in meinem Verein für 4 Schießtage 10 (!) verantwortliche Aufsichten und wir sind hier bei weitem nicht der größte Verein. Da also raus zu bekommen, wer da seinen Kringel hinter gemacht hat, ist schon sehr aufwendig.

    Und als letztes noch abschließend von meiner Seite zu der Ausgangsfragestellung: Das mit dem 1-Schuss-Programm ist halt eine sehr konstruierte Geschichte und, wie schon von anderen gesagt, bei uns noch nie vorgekommen. Wer was bestätigt, muss am Ende eh jeder mit sich selbst, seinem Vorstand und möglicherweise bei einem "Schadensfall" mit irgendeiner Verwaltungsinstanz ausmachen. Wir für unseren Teil haben mit unserer Verfahrensweise auf jeden Fall bisher nur wenige Probleme gehabt und die 3-4 Fälle (im Neulingsbereich), die schon nach der Erläuterung unserer Rahmenbedingungen, auch für die Waffenbefürwortung, wieder abgedreht sind nehmen wir gerne hin, denn die hätten letztlich das Vereinsleben kaum weitergebracht, wenn man sie überhaupt gesehen hätte.

  • Als Ergänzung aber noch zu deiner Aussage, dass nur ausgewählte Leute einen individuellen Stempel (durch wen auch immer) erhalten und das Ganze somit nachvollziehbar wäre. Ich kann dir für ALLE Vereine in meinem Bezirk sagen, dass dort NIEMAND einen individuellen Stempel hat

    Das mit dem Stempel liegt hier am BDMP, jeder der dort seinen Schießleiter macht, bekommt einen Stempel mit einer personalisierten Nummer.
    Es ist also anhand der Nummer, immer nachvollziebar, wer gestempelt hat. Wenn man nicht mehr als Schießleiter tätig ist erlischt zum Beispiel die Gültigkeit der Nummer.

    Es muss mehr geschossen werden!
    Schießsport ist Vielfalt: Mitglied im DSB, BDS, BDMP

  • Ich bin mir nicht sicher, ob @kibo tatsächlich diese Anschuldigung getätigt hat. ICH habe aber die MÖGLICHKEIT solcher Fälschungen als Argument gebracht, warum bei uns solche persönlichen Schießbücher ALLEINE nicht als Nachweis für eine Bestätigung des Bedürfnisses durch den Verein taugen.

    Es war ein Kommentar von kibo

    kibo
    15. August 2025 um 17:24


    Ansonsten siehe den Kommentar von MiGoe bezüglich dem Schießleiter-Stempel.

  • Und als letztes noch abschließend von meiner Seite zu der Ausgangsfragestellung: Das mit dem 1-Schuss-Programm ist halt eine sehr konstruierte Geschichte und, wie schon von anderen gesagt, bei uns noch nie vorgekommen. Wer was bestätigt, muss am Ende eh jeder mit sich selbst, seinem Vorstand und möglicherweise bei einem "Schadensfall" mit irgendeiner Verwaltungsinstanz ausmachen. Wir für unseren Teil haben mit unserer Verfahrensweise auf jeden Fall bisher nur wenige Probleme gehabt und die 3-4 Fälle (im Neulingsbereich), die schon nach der Erläuterung unserer Rahmenbedingungen, auch für die Waffenbefürwortung, wieder abgedreht sind nehmen wir gerne hin, denn die hätten letztlich das Vereinsleben kaum weitergebracht, wenn man sie überhaupt gesehen hätte.

    Auch von mir nochmal, ich glaube zum dritten Mal, der Hinweis, der Kommentar, dass es faktisch ausreicht, die Waffe auszupacken, einen Schuss abzugeben und wieder einzupacken, war ein Beispiel.

    Nur anstelle die Botschaft dahinter zu erkennen, hängt man sich viel zu sehr daran auf.

    Tatsache ist, so lange sich das Schießen im gesetzlichen Rahmen bewegt, das beinhaltet selbstverständlich auch das Schießen nach "einer" gültigen SpoO, gibt es keinen Grund einem Schützen den Stempel oder die Unterschrift zu verwehren.

    Leider verwechseln viele Aufsichten, wie auch schon mehrfach erwähnt, ihre primäre Aufgabe als Aufsicht:

    "Sicherstellen des sicheren Schießbetriebes."

    Natürlich gehört bei einem Training auch dazu, dafür ist es ein Training, Dinge wie Kommandos und Abläufe zu trainieren und zu verinnerlichen. Etwas anderes wurde nicht behauptet.

    Muss die Aufsicht diese Kommandos geben? Meiner Meinung nach nicht, dass kann jeder andere Schütze am Stand machen, der gerade nicht selber schießt, damit die Aufsicht ihrer Aufgabe korrekt nachkommen kann.

    Das ist ein durchaus kontroverses Thema, dass je nach Verband und auch Verein unterschiedlich gehandhabt wird.

    An einem weiteren Beispiel möchte ich es verdeutlichen, was bei mir durchaus selber vorkommen kann, daher in der "ich" Form:

    Ich war mit meiner Repetierbüchse auf einem Wettkampf im Ausland im Longrange. Aufgrund der dortigen Wetterverhältnisse ist das ZF ziemlich verstellt.

    Also Kontrolleinschießen, vor einem Wettkampf auf die 100m Bahn.

    Dort 10 Schuss gemacht und dabei das ZF wieder sauber eingestellt, damit es für das bevorstehende 300m Training und den kommenden weiteren Longrange-Wettkampf wieder passt.

    Nein, ich habe dabei keine volle Disziplin durchgeschossen, da es nur um das einstellen des ZF ging, dennoch habe ich mich innerhalb der SpoO bewegt, nur eben auf kürzerer Entfernung. Will man mir in so einem Fall den Stempel/die Unterschrift verweigern?

    Gleiches kann man wunderbar auf Kurzwaffen runterbrechen.

  • Das mit einem Schuss halte ich doch für mehr theoretisch. Nicht auszuschließen aber doch eher selten. Die Kunst ist ja immer, dass man die Spreu vom Weizen trennt.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^