Verstehe mich nicht falsch, aber wenn der 80jährige mit seinen ganzen körperlichen Gebrechen und Verschleisserscheinungen besser ist als 30 Jahre jüngere Konkurrenten, dann sind diese schlicht und ergreifend sportlich betrachtet schlechter als der alte Opa.
Das mag im Grundsatz stimmen. Im Einzelfall ganz bestimmt nicht. Ich kenne genügend 80jährige (und älter), die manchen 50jährigen gesundheitlich "in die Tasche stecken"
. Aber darum geht es auch gar nicht.
Dennoch finde ich es , sagen wir mal zumindest etwas seltsam, dass es grundsätzlich möglich ist, dass z.B. ein Federbockschütze (SH2/AB2) die ihm entsprechende "Freihand-Klasse" (z.B. H/D III oder IV) regelkonform "aufmischen" kann. Und dass in dem Fall der Federbockschütze im Vorteil ist, wirst du wohl nicht bestreiten. Er ist nicht einfach nur "besser", sportlich betrachtet. In diesen Freihand-Klassen geht der DM-Titel bei maximal 410 Ringen weg. Das schießen die "Federböckler" mal eben so ab Platz 20. Dabei habe ich größten Respekt vor allen Leistungen. Nur die "Mischerei" finde ich nicht gut (wird bei der DM ja nicht gemacht, da dort die Para-Klassen separat ausgeschrieben sind).
In der Richtung wurde auch dieses Jahr bei der DM genauer hingeschaut. Da wurden beispielsweise Sportler disqualifiziert, weil sie die im HM-Ausweis angegeben Dinge nicht genutzt haben (Hocker, Rollstuhl). Da stellt sich für mich auch zwangsläufig die Frage: wie kann es sein, dass jemand klassifiziert ist, einen HM-Ausweis hat und dann trotzdem stehend frei schießt (z.B. bei Sportpistole).