Orientierungswerte (Ringe) 10m LP freistehend

  • Kleiner Tip, ... wenn auf Elektronik eine Serie geschossen werden sollte, dann den Monitor ausschalten/abdecken.

    Wenn kein Ergebnis zu sehen ist wird automatisch der Focus auf die saubere Ausführung der Technik gelegt.

    Das mache ich heute schon in Kombination mit der Einschätzung wo genau ich getroffen habe. Als ich zeiche den Bereich in dem ich den Treffer vermute ein und gleiche das später mit den Treffern ab. In der Zeit steht der Monitor unter dem Tisch oder ist abgedeckt. Das ist wirklich sehr hilfreich und zwingt zum lernen, reflektieren und auch fokussieren.

  • Als ich zeiche den Bereich in dem ich den Treffer vermute ein

    Das ist sehr zielführend. Diese Vorgehensweise zeichnet Dich aus. Das Rechnen und das verzweifelte 10er schießen im Training ist Nonsens. Abgerechnet wird in den folgenden Wettkämpfen.
    Ich wiederhole mich wer Serien schießt um zu zählen ist Ergebis geil und wenig zielgerichtet.
    Wer technisches Training betreibt sucht Verbesserungen Steigerungen, Lösungen. Dieses fokussierte Vorgehen erzeugt mit der Zeit auch andere Wahrnehmungen.
    Bleib dran Du bist auf dem richtigen Weg.

    No.limits

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Hi zusammen,

    ich habe eine Frage zum „äußeren Anschlag“ die mich zur Zeit im Training beschäftigt. Und zwar dreht es sich um die „Position meiner Schulter“. Ich bin mir nicht sicher ob ich es schaffe das verständlich zu beschrieben, versuche es aber mal:

    Wenn ich im Training regulär schieße, befindet sie sich in einer „entspannteren“ unteren Position. Damit schaffe ich ein recht ruhiges und spannungsfreies Schießen mit guten Trefferbildern.

    Wenn ich jedoch Haltekrafttraining zu je 30 Sekunden betreibe, dann merke ich wie ich meine Schulter nach einiger Zeit etwas nach oben links ziehe, da ich so das Gewicht besser und länger halten kann. Liegt vermutlich an der horizontal besseren Ausrichtung zur Muskulatur. Aber: diese Position ist „anstrengender“ und steifer, da ich mich gegen die natürliche Haltung ausrichte. Bei der Nullstellung versuche ich ja durch die richtige Ausrichtung die Spannungen aus den Muskeln und Sehnen zu nehmen und mich nicht gegen diese zu stellen. Ich habe das Gefühl mehr horizontal und Vertikalschwankungen aus dem Oberkörper an den Arm weiterzugeben.

    Das gleiche Phänomen habe ich beim Compound-Bogenschießen. Ist die Schulter starr in einer exakt geraden Linie mit Arm und Rücken erhöht das stark die Schwankungen. Setze ich die Schulter etwas „Offset“ nach unten, wird das Ziel und Trefferbild deutlich ruhiger und Präziser.

    Nur was ist nun richtiger oder besser:

    1. in der natürlichen unteren Schulterstellung zu bleiben und darauf achten keine Ausweichposition in der Schulter zu machen und sonst das HK-Training beenden und langsamer steigern.
    2. Die „kraftvollere Position“ zu trainieren und zu versuchen diese als Standardposition zu „erarbeiten“, damit die Ansannung nicht gegen den Schuss wirkt?

    Ich würde auf Lösung 1 tippen, aber vielleicht ist das ja falsch? Und bevor ich mir nun das weiter antrainiere… weiß jemand fundierten Rat?

    LG & Danke

  • Es gibt Top-Schützen, die mit hochgezogener Schulter erfolgreich sind.

    Trotzdem praktiziere ich deinen Vorschlag 1. Da ist der innere Anschlag deutlich entspannter. Die Stellung ist immer gleich.

  • So wie Du es beschreibst fährst Du mit der normalen Schulterhaltung beim Schießen besser.
    Wenn es Dir die Schulter beim Haltetraining hochzieht, könnte das für eine Überlastung sprechen?
    Hast Du mal versucht, die Schulter in den Haltepausen aktiv zu entspannen?

  • "Es" zieht die Schulter nicht hoch. Du ziehst sie hoch. Kontrolle ist wichtig.Übung nur solange durchführen wie die Schulter in der "richtigen" Position gehalten werden kann. Sorgfältig steigern.

  • Das Schulter hochziehen wird auch "russischer" Anschlag genannt. Auch viele Osteuropäische Schützen sind so Unterwegs. Großer Nachteil: Es geht unheimlich auf die Muskulatur. Viele dieser Schützen arbeiten mit Physio im Hintergrund, da wird man halt einfach wieder gerade geknetet nach dem Training/ Wettkampf. Ich vermute diesen Service hast du nicht :)

    Versuche also die Schulter in einer natürlichen Position zu lassen. Auf Dauer wird dir das dein Körper danken und du umgehst Verspannungen während oder vor allem nach dem Schießbetrieb. Alles weitere hat Hugo165 bereits gesagt.

    DOSB Trainer C Leistung Pistole

    LP500e MM

    GSP500 MM

    Pardini SP22 RF

  • Hi zusammen,

    so langsam kommt alles zusammen. Wenn ich es schaffe mich so zu konzentrieren, dass ich ganz bewusst meinen Anschlag aufbaue und fokussiert in den Halteraum komme, dann greift nun das ganze Training langsam in einander. Da ihr ja alle schreibt, dass ich keine Ergebnisse mehr im Training schießen soll, versuche ich einfach ein möglichst kleine Punktewolke mit roten Punkten in der Mitte zu erzielen. Immer 10 Schuss. Und dann wieder von vorne. Und. Es wird immer besser.

    Hilft alles nix, wenn dann im Wettkampf wieder die Gedanken rasen, aber ich denke dass Fundament und Selbstvertrauen wird beim nächsten Wettkampf stabiler sein.

    Hier mal die Punktewolke von heute. Mein 2. bestes Ergebnis bisher mit 10 Schuss.

    Letztes Schlüssel-Aha-Erlebnis war mein Griff an meiner LP500. Ich hatte vor einiger Zeit mal geschrieben dass ich dachte eher leicht greifen und eher zu balancieren zu wollen. Ich bin jetzt überzeugt das war Murks und kam einfach daher das mein Standard 5D Griff nicht passte und mein Korn dadurch wackelte und nach links unten zog. Daher dachte ich die Lösung sei: nicht fest zugreifen.

    Ich habe mir diesen Griff nun auf meine Hand angepasst und die Handballenauflage schön eng gestellt. Wenn ich nun zugreife verzieht sich das Korn nicht mehr. Hierdurch kann ich fester zugreifen, was das Wackeln im Handgelenk stark reduziert was man oben gut sehen kann. Bringt mich neben der Haltekraft nun zum nächsten Trainingsfeld Griffkraft. :)

    Aber ich merke dass ich nun langsam an den Punkt komme das ich mehr mehr Gedanken über das Abziehen machen kann. Ich schätze dass ich ca. 50% der Schüsse recht ruhig abgebe und auch ruhig nachhalte und 50% noch „in Bewegung“ passieren. Das Treffen klappt dann zwar noch, wird aber ungenauer. Wenn dann noch die Aufregung im Wettkampf kommt, gibt das keinen roten Punkt sondern eine 8 oder schlimmer… Aber ich merke das das deutlich besser wird.

    Daher eine Frage zur Griffkraft und Versteifung des Handgelenkes. Gibt es neben Griffkraft-Trainiern noch spezifischere Übungen zum stabilisieren des Handgelenkes? Kennt sich jemand damit aus?

    LG & Danke

  • Hi zusammen,

    leider hat es mich Gesundheitlich im November und Dezember 2x recht ordentlich erwischt, so dass ich weniger zu berichten hatte. Daher hab ich mich auch länger nicht bei Euch, den Interessenten an Trainingsduellen, gemeldet. Tut mir sehr leid aber ich hoffe dass wir einen Termin im Januar finden. Ich schreibe Euch aber auch einzeln.

    Nachdem sich meine Technik so weit verbessert hat, dass ich zu Hause im stillen Kämmerlein konstant zwischen 370-380 Ringe schaffen kann. Kommt nun das Haltekraft- & Fokustraining dran.

    Da ich mich selbst genug kenne, dass ich nicht regelmäßig reines Haltekraft-Training vor einer weißen Wand durchziehen werden, hab ich mir das für mich etwas umgewandelt. Da ich ja glaube einer der 100.000.000 Schützen zu sein, dem das Trainieren nach Ergebnissen eher hilft, statt verunsichert und unter Druck setzt. Hab ich mir nun folgendes überlegt:

    Ich schieße ein Set von 40 Schuss mit je 30 Sekunden Haltedauer. Die ersten 15 Sekunden ist eher ruhiges Halten im Halteraum und in den letzten 15 Sekunden kommt das Feinzielen mit Finger am Abzug. Nach den 30 Sekunden dann der Schuss. Das ganze messe ich parallel mit dem Mantis-X (habe leider kein Scatt) aus und zeichne die Bewegungskurven auf. Neben den Verlaufskurven gibt das Mantis ja einen Punktscore aus für die Qualität des Schussmomentes.

    Trainingstag 1: 326 Ringe
    Trainingstag 2: 351 Ringe
    Trainingstag 3: 356 Ringe (jetzt mit Mantis-Punkte Schnitt: 94,9 / von 100)

    Mein Plan: Wenn sich die Ergebnisse verbessern und der Mantis-Schnitt steigt müsste das ja für einen steigenden Trainingserfolg sprechen. Das Display ist in der Zeit abgedeckt und ich achte verstärkt auf das Nachhalten. Versuche mir damit auch den schnellen Blick auf die Ergebnisse abzutrainieren. Das klappt schon ganz gut.

    Allerdings bin ich mir heute doch unsicher geworden, den Schuss nach 30 Sekunden am Ende zu machen. Ich trainiere mir hierdurch mit Sicherheit an den Schuss noch „retten“ zu wollen. Klappt das dann zu gut, könnte ich Gefahrlaufen das auch im Wettkampf machen zu wollen, was dann in die Hose gehen wird. Also werde ich versuchen den Schuss nach den ersten 10-15 Sekunden sauber zu setzen und dann nachzuhalten. Vielleicht kann ich ja das dann noch weiter steigern.
    Das änder ich dann ab dem nächsten Training.

    Mit dem mentalen Training bin ich auch schon am Werk und habe in der Krankenzeit im Bett auch ganz gut die Theorie lesen können. Nun versuche mich mir mal ein entsprechendes Mindset für den nächsten Wettkampf zu bauen. Ich habe mir mal eine Liste an allen Dingen gemacht, die mich davon abhalten könnten in Bestform zu schießen (externe, körperliche und mentale Faktoren). Daneben schreibe ich mir wie stark der Effekt auf mich ist. Und was ich dagegen tun kann. Das ist schon ganz interessant was da zusammen kommt und man kann doch gegen eine ganze Menge Faktoren etwas tun. Bin mal gespannt ob und wie mir das in nächsten Wettkampf helfen wird.

    Um das ganze in 2025 noch auf ein höheres Level zu bringen, habe ich mir einen Trainer ergattert, der mich zum Jahresstart im Januar mal begleiten wird. Freue mich da schon sehr drauf. Und ich habe mich für den „Jedermann-Luftpistole Workshop des DSB“ auf die Warteliste setzen lassen. Falls jemand der das hier liest schon auf der Liste ist: Nehmt Euch doch im April was anderes schönes vor :) Hoffe sehr dass das klappt.

    So, nun allen die das hier mehr oder weniger mit verfolgen: Vielen Dank für alle Eure Tipps und Ratschläge in 2024! Auch wenn ich bei einzelnen Punkten, glaube es anders machen zu wollen, so nehme ich mir doch jeden Tipp von Euch zu Herzen und schaue wie ich mir das in mein Training einbauen kann. Bisher geht es glaube ich in eine ganz gute Richtung.

    Habt alle einen guten Start ins neue Jahr und ich berichte im Januar wie es dann bei LOL-Duellen und Meisterschaften so lief :)

    VG & einen guten Wechsel in 2025 Euch allen.

    Einmal editiert, zuletzt von Hawkeyes.177 (30. Dezember 2024 um 18:39)

  • Und ich habe mich für den „Jedermann-Luftpistole Workshop des DSB“ auf die Warteliste setzen lassen. Falls jemand der das hier liest schon auf der Liste ist: Nehmt Euch doch im April was anderes schönes vor :) Hoffe sehr dass das klappt.

    Nö, ich hab den erneuten Apriltermin in Wiesbaden bei M.H. fest eingeplant - 😜 - aber der 2. Lupi-Lehrgang ist doch noch offen für Dich. Oder Du machst den im Juli mit Lupi-Mental, der ist auch super und Du wirst auf starke Schützen treffen. Bei Fragen fragen (gern auch PN)

  • Uiii, LP Mental… das ist ja mein Thema! Ich kann nur leider nicht verbindlich in den Sommer planen… wißt ihr zufällig wie es mit Absagemöglichkeit beim DSB Seminar steht? Also macht es Sinn jetzt zu buchen, weil man x Wochen vorher noch abspringen kann?

  • Lupi normaler Lehrgang hab ich 700-800 genutzt innerhalb von den 48h. Beim Mental waren’s 400-500.

    wow, und ich hatte mich schon für fleißig gehalten, als ich jetzt im Dezember (dank Urlaub) auf 2000 Schuss LP-Auflage gekommen bin, sonst sind es als nur um 1200-1300 Schuss/Monat. Aber 700-800 Schuss in 48h ist heftig!

  • Ich habe hier etwas gefunden, was dein Delta zwischen Heim-Training und Wettkampf verkleinern wird. Die schlechte Nachricht dabei ist, dass das Delta sich nicht von der Seite der schlechten Ergebnisse verkleinert, sondern von der Seite der Heim-Trainings-Ergebnisse...

    Zu meinen besten Zeiten war ich auch in solchen Ergebnis-Bereichen unterwegs, daher sind mir deine Schussbilder in Verbindung mit den genannten/gezeigten Ergebnissen immer etwas komisch vorgekommen, bis ich sie mir mal genauer angesehen habe. Blindes Vertrauen in die Technik ist nie optimal:

    Dieses Bild stammt aus deinem Beitrag #75 vom 01.10.2024. Wir betrachten den letzten Schuss (gelb, links aussen, genau das ist eine glasklare 8!), dann schauen wir auf die Wertung rechts unten und sehen, dass das Programm diesen Schuss mit 9,0 gewertet hat. Klarer Fehler! Da du freistehend auf ganze Ringe schießt, hast du hier schon mal einen Ring "gewonnen". Wenn ich nun alle Schüsse auf dem Bild nachwerte, die eindeutig zu erkennen sind, dann komme ich auf 2x 8 und 18x 9 und somit auf 22 Miese, sprich 378 Ringe statt der angezeigten 382.

    Schau mal nach ob sich das System neu justieren, kalibrieren oder sonst was machen lässt, aber so ist das nicht der Hit.