ja der Hub kann nochmal individuell angepasst werden.
Pardini SP 22 HI-TECH
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- Pistole
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dds -
5. März 2024 um 21:45
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Die Verstellbarkeit ist ja gerade das, was es schwierig macht, eine Referenz zu finden. Bei der Walther LP500 z.B. kannst Du den Griff seitlich neigen und zusätzlich das Kimmenblatt. Steyr und FWB bieten zumindest die seitliche Neigung der Pistole im Griff. Die Zeichnung im Regelwerk zeigt den Griff explizit ohne Pistole. Es ist also fast mit jedem Griff möglich, ihn so einzustellen, dass er nicht im rechten Winkel zur Visierung steht. Wenn es so gewollt wäre, wäre es im Regelwerk festgehalten und die Hersteller hätten sich den Aufwand der Verstellbarkeit sparen können. So ist im Prinzip auch die Geschichte ins Rollen gekommen. Der damals beanstandete Griff ist aus einem Standardgriff entstanden. Ich habe die Pistole verkantet eingesetzt um das Kimmenblatt gerade zu bekommen. War bis zu diesem Tag auch kein Problem. Weder bei DM, noch 2. Buli. Der Herr an der Kontrolle konnte mir auch nicht genau erklären, auf was er sich bezieht. "Der kommt hier nicht durch". Fertig. Letztlich habe ich an der Neigung nichts geändert. Eine Ecke abgerundet fertig. Nach einigen Diskussionen, in die auch Herr Otmar Martin verwickelt war, habe ich den Griff ja auch geschossen ohne die Auflage runterzuschleifen.
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Der Herr an der Kontrolle konnte mir auch nicht genau erklären, auf was er sich bezieht. "Der kommt hier nicht durch". Fertig.
Also eine Willkürentscheidung und das ohne Begründung. Wie sportlich...
Und wie motivierend...
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Allerdings hat die ganze Betrachtung ein grundsätzliches Problem. Die Griffachse ist nicht definiert.
Jetzt habt Ihr Euch mit dem Ganzen sehr intensiv beschäftigt.
Daher kann ich jetzt auch völlig falsch liegen oder das Problem nicht zur Gänze erfasst haben.
Aus meiner Sicht ist klar, was die Regeln bewirken sollen.
Der Griff darf die Hand nicht umschließen.
Also müssen sich alle Flächen, die das bewirken könnten, öffnen (Winkel >90°) oder dürfen maximal so gestaltet sein, dass sie die Hand quetschen (Winkel = 90°).
Wenn ich jetzt das Extrem betrachte, alle Winkel auf genau 90°, dann ist klar, dass es genau nur eine Grifflinienrichtung gibt, bei der alle Winkel konform sind.
Diese werden ja nach rechts und nach links von der Linie angeschlagen.
Würde ich also die Grifflinie kippen, wären die Winkel auf einer Seite sofort <90°.Im Umkehrschluss muss das aus meiner Sicht bedeuten: ein Griff ist dann reglementskonform, wenn sich eine Linie findet, bei der die Bedingung für alle Winkel gegeben ist.
Wie die Waffe zum Griff steht ist dabei völlig unerheblich.
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So sehe ich das auch. Es müßte eine "virtuelle Hilfslinie" sein, um die anderen Winkel in Bezug zu bringen. Aber das ist auch nur eine Interpretation, der viele nicht folgen.
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Zwangsläufig sind wir bei etwas, was nicht genau festgelegt ist, im Bereich Interpretation unterwegs.
Früher gab es dafür den schönen Spruch: Im Zweifel für den Schützen.
Es kann ja auch nicht sein, dass ein Griff, der alle genau spezifizierten Vorgaben erfüllt, nicht konform sein soll.
Je nach Tagesform desjenigen bei der Waffenkontrolle.
Sonst wären wir, wie CoolMint geschrieben hat, bei der reinen Willkür.So mein rudimentäres Rechtsempfinden ...
Wenn man sich die Zeichnung aus der Sportordnung genau anschaut, könnte man folgendes rauslesen.
Die Linie verläuft oben mittig durch die Spange Daumen - Zeigefinger. Das wäre ja auch sinnig.
Die Linie hat unten einen Abstand von 25mm zur Außenkante der Handballenauflage.
Das ist zwar nicht bemaßt, aber klar ersichtlich.Oder ein anderer, pragmatischer Argumentationsansatz:
Die Handballenauflage weist einen Winkel von genau 90° auf.
Zusammen mit dem mittigen Verlauf durch die Spange oben wäre die Linie auch eindeutig festgelegt.Ein Griffebauer könnte jetzt oben und unten eine Mini-Kerbe einbauen, die die Linie am Griff festlegt ....
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Wenn man sich die Zeichnung aus der Sportordnung genau anschaut, könnte man folgendes rauslesen.
Die Linie verläuft oben mittig durch die Spange Daumen - Zeigefinger. Das wäre ja auch sinnig.
Die Linie hat unten einen Abstand von 25mm zur Außenkante der Handballenauflage.
Das ist zwar nicht bemaßt, aber klar ersichtlich.Das funktioniert aus meiner Sicht leider nicht. Die 25mm von der Außenseite der Handballenauflage (HBA) wären zwar halbwegs messbar, führen aber zu keinen befriedigenden Lösungen. Bei einem Rechtsgriff sieht man auf dem 1. Screenshot, dass die Griffachse unten nach rechts verlagert werden kann, je breiter die HBA wird. Auf dem Foto ist eine Pardini SP-Griff von hinten zu sehen. Die rote senkrechte Linie geht von der Mitte des Handgabelüberstands (Griffhorn) senkrecht von der Kimmenoberkante nach unten (Ist nicht die Lösung, dient aber dem Vergleich). Die waagerechten roten Linien stehen 90° dazu.
Die grüne Linie startet am Griff oben an der gleichen Stelle und führt dann an der Unterseite an die vorgeschlagenen 25mm von rechts. Die Achse verändert sich um 2,5°.Auf dem 2. Screenshot ist derselbe Griff zu sehen. Oben ist der Griff rechts um 4mm gekürzt und links um 1mm verlängert. Das Oberteil also um 5mm nach links angepasst. Folglich wandert die vorgeschlagene Mitte um 2,5mm nach links. Die Winkelveränderung der neuen "Griffachse liegt jetzt bei 3,75°. Auch hier zum Vergleich die gleichen roten Linien wie bei Screenshot 1.


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Auf dem 2. Screenshot ist derselbe Griff zu sehen. Oben ist der Griff rechts um 4mm gekürzt und links um 1mm verlängert. Das Oberteil also um 5mm nach links angepasst. Folglich wandert die vorgeschlagene Mitte um 2,5mm nach links. Die Winkelveränderung der neuen "Griffachse liegt jetzt bei 3,75°. Auch hier zum Vergleich die gleichen roten Linien wie bei Screenshot 1.
Das ist nicht ganz das, was ich gemeint habe.
Deine Linie verläuft mittig durch das Griffhorn.
Dieses ist aber seitlich versetzt zur Spange.Die Spange hat aus meiner Sicht eine andere Bedeutung, als das Griffhorn, da sie den Griff eindeutig in der Hand positioniert.
Aber in jedem Fall ist es schwierig bis unmöglich, innerhalb eines unscharf formulierten Regelwerks eine Auslegung zu finden, die nicht anfechtbar ist.
Worum geht es Dir eigentlich jetzt genau?
Möchtest Du für das Griffdesign eine Definition der Achse finden, die ein Problem bei der Waffenkontrolle ausschließt? -
Worum geht es Dir eigentlich jetzt genau?
Seine Problematik kann man ganz gut in einem älteren Faden nachlesen. Da gabs doch mal in Schwanheim Probleme mit einem SpoPi Griff, oder?

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Worum geht es Dir eigentlich jetzt genau?
Zuerst ging es darum, dem Threadersteller einen Hinweis zu geben, dass sein Griff evtl. nicht regelkonform ist.
Darüber hinaus geht es darum aufzuzeigen, dass das Regelwerk eine Achse postuliert, die für die Griffgestaltung wichtig ist, ohne diese hinreichend genau zu definieren.
Vielen Dank für die gemachten Vorschläge zur Auslegung zu Griffachse. Wir können es dabei bewenden lassen. -
Darüber hinaus geht es darum aufzuzeigen, dass das Regelwerk eine Achse postuliert, die für die Griffgestaltung wichtig ist, ohne diese hinreichend genau zu definieren.
Richtig erkannt und schön gehoben formuliert. Diese schwächelnden Regeln sind von der ISSF her festgelegt und dabei erkennbar mangelhaft. Das zu erkennen ist selbst für das hier schreibende Fußvolk nicht schwierig. Wie versucht man das zu lösen? Durch kleinliche Herumdeuterei, wie man sich möglichst geschmeidig um eine fehlerhafte Regelung herumwinden könnte. Immerhin wird erkannt, daß es keine tragfähige Lösung gibt und man der Willkür bzw Tageslaune eines Kampfrichters ausgeliefert wird.
Vielen Dank für die gemachten Vorschläge zur Auslegung zu Griffachse. Wir können es dabei bewenden lassen.
Warum bewenden lassen? Stilles Unterordnen als Lösung? "Der Klügere gibt nach" als bestimmendes Lebensmotto?
Das sind keine Naturgesetze, sondern von Menschen gemachte in der Sache untaugliche Regelungen. Das gehört klar ausgesprochen und über den eigenen Verband bis zur Spitze kommuniziert, der das dann dem ISSF unter die Nase reibt und sie dazu auffordert, brauchbare Arbeit abzuliefern. Und zwar raschest.
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Wir können es dabei bewenden lassen.
Naja sie wollen halt auch einen Benefit generieren.
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Das gehört klar ausgesprochen und über den eigenen Verband bis zur Spitze kommuniziert, der das dann dem ISSF unter die Nase reibt und sie dazu auffordert, brauchbare Arbeit abzuliefern.
Hierzulande schwierig, besagter "eigener Verband" müßte erstmal vor der eigenen Haustüre kehren... Von diesem einen Vortrag über ordentliche Definitionen von Regeln in einer Sportordnung zu hören würde für Amusement sorgen.
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Hierzulande schwierig, besagter "eigener Verband" müßte erstmal vor der eigenen Haustüre kehren... Von diesem einen Vortrag über ordentliche Definitionen von Regeln in einer Sportordnung zu hören würde für Amusement sorgen.
Dann wendet man sich eben direkt an die Zuständigen beim ISSF. Was sollte einen daran hindern? Die Anschrift der Zentrale ist wunderbarerweise in Deutschland:
Widenmayerstrasse 16
80538 MÜNCHEN - GERMANY - GER
Phone: +49-89-5443550 (office)
Fax: +49-89-54435544 (office)
E-Mail: munich@issf-sports.orgWas kann schlimmstenfalls passieren? Daß sich nichts bessert. Das passiert bei Untätigkeit ohnehin.
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