Der DSB hat Ideen zum Blasrohrschießen auf dessen HP vorgestellt.
Ideenwelt DSB - Blasrohrschießen
-
- Blasrohr
-
Wilhelm -
8. April 2022 um 11:07
-
-
Ich habe gerade am DSB-Webinar zum Blasrohrschießen mit über 300 TN teilgenommen. Moderiert von Sarah Vogel (DOSB) gab es nach einem 60minütigem Fachvortrag von Jürgen Woodfin und Georg Bergmann insgesamt 83 Fragen, die fast alle beantwortet werden konnten. Die Präsentation wird es wie üblich im Downloadbereich des DSB geben (ebenso die Aufzeichnung des Webinars).
Das Blasrohrschießen ist nach dem Lichtpunktschießen eine gute Möglichkeit der Mitgliedergewinnung. In Bayern sollen es bereits 600 Vereine mit 2 - 3 Tausend Blasrohr-Sportlern/innen geben. Diese neue Sportart hat mittlerweile auch einen festen Platz in der Sportordnung gefunden.
-
Erst wenn das letzte Luftgewehr verboten ist, werdet ihr verstehen ...
Ok, Du nicht! Aber ansonsten ...
Mit inzwischen leicht genervtem Schützengruß
Murmelchen
-
Eigentlich müsste ich dem Murmelchen jetzt zumindest ein halbes Herzchen geben.
-
Eigentlich müsste ich dem Murmelchen jetzt zumindest ein halbes Herzchen geben.
In einigen Punkten geht man doch konform.
-
Der Vortrag war ganz gut und wer selber schon mal Blasrohr "geschossen" hat weiß, dass macht echt Spaß. Mir hilft es dabei das Training mit den Kids etwas auf zu lockern und somit haben sie mehr Spaß und bleiben dabei.
Ich denke man kann es gut mit Bogen vergleichen, viele neue Mitglieder kommen so in den Verein, die dann halt auch mal in die anderen Disziplinen reinschnuppern.
-
Ich denke man kann es gut mit Bogen vergleichen, viele neue Mitglieder kommen so in den Verein, die dann halt auch mal in die anderen Disziplinen reinschnuppern.
Zum Auflockern des Trainings (Kontrasttraining) ist es ok, als "neuer Sport" - nein, danke!
Zum Bogen: Meine persönlichen Erfahrung mit Bogensportlern und -trainern: Für die meisten von denen sind wir "Knallschützen" und aus einer ganz anderen Welt.
Nein, ich verbiege mich nicht. Meine Sportgeräte sind die Pistole und das Gewehr. Fertig.
-
Zum Bogen: Meine persönlichen Erfahrung mit Bogensportlern und -trainern: Für die meisten von denen sind wir "Knallschützen" und aus einer ganz anderen Welt.
Also ich fand die gemeinsamen Lehrgänge immer sehr interesssant.

-
Also ich fand die gemeinsamen Lehrgänge immer sehr interesssant.

Ich ebenso.
-
Und wenn der DSB nächstes Jahr mit einem Origami Faltkurs und einem Regelwerk um die Ecke kommt , wie man die selbergebastelten Papierflieger in regelkonform aufgestellten Mülleimern versenkt, klatschen auch noch einige Beifall.
Kommt in die Schützenvereine! Da kann (und darf) man Blasrohrschießen. Das macht voll Spaß.
Wie verzweifelt muss man sein...Ich brech echt weg.
-
Hm, wie war das nochmal mit dem Schießsport? Da ging es doch darum, wie man sich einen reproduzierbaren Bewegungsablauf, ein Visierbild und eine Schusstechnik erarbeitet und sich in einem sportlichen Wettbewerb mit anderen messen kann. Für Erfolge muss man sich im Oberstübchen sortieren, aus schlechten Schüssen lernen und sich im 1:1-Wettbewerb nicht von den guten Schüssen der Mitbewerber und seinen eigenen schlechten Schüssen verrückt machen lassen. Wie gut die Kopfarbeit und Technik geklappt hat zeigt einem ein Spiegel auf einer Scheibe. Zumindest ist das mein Verständnis des Schießsports und diesen Sport betreibe ich mit Luftpistole, Sportpistole, freier Pistole, GK-Kurzwaffen, Ordonanzwaffen und auch dem Blasrohr. Ich bin dabei aber anscheinend unfähig, die "Gefahr" der jeweiligen Disziplin für die anderen Varianten des Schießsports zu erkennen. Aber gut, ein paar Jahre brauch ich ja auch noch bis zum richtigen Resi... Solang kann ich mich amüsieren, die wie sich in vielen anderen Sportarten die Leut aus dem gleichen Bereich sich gegenseitig das Leben schwer mache, so wie z.B. die Mountainbiker gegen die Rennradler usw.
Weiterhin viel Spaß & gönnt den auch den anderen mal.
Hobbes
-
Weiterhin viel Spaß & gönnt den auch den anderen mal.
Ich (wir?) gönnen es den Blasrohrkünstlern und auch den Bogensportlern.
Ja, ich sehe mir auch gerne Bogenwettbewerbe an und finde, das ist ein toller Sport.
Wir arbeiten auch in einigen Projekten mit dem örtlichen Bogensportverein zusammen.
Aber der Schützensport sollte sich auf seine Kernkompetenzen beschränken und diese dafür in der Breite ausbauen: Lang und kurz, statisch und dynamisch, kalte Gase, Nitro oder Schwarzpulver, unterschiedliche Visierungen und unterschiedliche Anschläge. Gern auch Softair (Arisoft-IPSC oder meinethalben auch Paintball z.B.) Meine ganz persönliche Meinung, die man nicht unbedingt teilen muss.
ZitatWie gut die Kopfarbeit und Technik geklappt hat zeigt einem ein Spiegel auf einer Scheibe.
Und selbst das halte ich für zu eng gedacht. Siehe z.B. die klassischen DSB-Disziplinen Trap, Skeet und dazu noch der Rollhase,
Zitat
Ich bin dabei aber anscheinend unfähig, die "Gefahr" der jeweiligen Disziplin für die anderen Varianten des Schießsports zu erkennen.Es geht hier um ein "weg" von den mit (moderneren) Waffen assoziierten Disziplinen (Pistole/Büchse/Flinte) "hin" zu angeblich weniger aggressiven Lochbohrern (Bogen, Blasrohr) oder ganz ungefährlichen Spielzeugen (Lasersimulatoren). Da sehe ich schon eine Gefahr, insbesondere in der heutigen politischen Situation. Zu DDR-Zeiten durften wir Kinder übrigens auch den Kinderschützenkönig mit dem Blasrohr ausschießen. Alter Wein in neuen Schläuchen! Und die Sch... DDR will ich nie wieder haben!
-
Moin, Moin,
Es geht hier um ein "weg" von den mit (moderneren) Waffen assoziierten Disziplinen (Pistole/Büchse/Flinte) "hin" zu angeblich weniger aggressiven Lochbohrern (Bogen, Blasrohr) oder ganz ungefährlichen Spielzeugen (Lasersimulatoren). Da sehe ich schon eine Gefahr, insbesondere in der heutigen politischen Situation.
Und genau hier seh ich den Ansatzpunkt für den Seelenfrieden. Anstatt die neuen Disziplinen als Möglichkeit zu sehen, jedem Tierchen sein "Schützenpläsierchen" zu bieten, werden die neuen Disziplinen im Sinn des "gefahreabwendenden Dauerpessimismus" als Anfang vom Ende gesehen. Der BDS macht es uns doch wunderbar vor: wenn sich der Spaß mit den bestehenden Disziplinen nicht umfassend umsetzen lässt, erweitert man einfach das Sporthandbuch um eine neue Art des Scheibenlochens (oder sonstigem "Spiegeläquivalents"). Auch die Stahlplatten, Kipphasen und Tonscheibenhaben die Papierspiegel nicht ersetzt.
Grüße
Hobbes
-
Es geht hier um ein "weg" von den mit (moderneren) Waffen assoziierten Disziplinen (Pistole/Büchse/Flinte) "hin" zu angeblich weniger aggressiven Lochbohrern (Bogen, Blasrohr) oder ganz ungefährlichen Spielzeugen (Lasersimulatoren).
Geht es wirklich darum?
Welche modernen Waffen gab es in der guten alten Zeit vor 72, beim DSB und ISSF damals noch UIT genannt?
Anstatt die neuen Disziplinen als Möglichkeit zu sehen, jedem Tierchen sein "Schützenpläsierchen" zu bieten,
Da liegt der Fehler statt hier in die Konkurrenz mit den gewerblichen Unterhaltern wie Jochen Schweizer oder Lassen sie es krachen zu treten, sollte man sich besser auf das Kerngeschäft Schießsport konzentrieren.
-
Da liegt der Fehler statt hier in die Konkurrenz mit den gewerblichen Unterhaltern wie Jochen Schweizer oder Lassen sie es krachen zu treten, sollte man sich besser auf das Kerngeschäft Schießsport konzentrieren.
Deshalb schrieb ich "Schützenpläsierchen" (zugegeben mit dem Hintergedanken auch einen Verein mit Engagement zu unterstützen) und nicht "Ballermannentertainment" im Stundenhotel

-
Deshalb schrieb ich "Schützenpläsierchen" (zugegeben mit dem Hintergedanken auch einen Verein mit Engagement zu unterstützen) und nicht "Ballermannentertainment" im Stundenhotel

Wie hat man sich dann das "Schützenpläsierchen" vorzustellen?
-
Wie hat man sich dann das "Schützenpläsierchen" vorzustellen?
Eine sportliche und gesellschaftliche Gelegenheit seine Freizeit so zu verbringen, wie man sie verbringen möchte und das sehe ich mit einem bunten Strauß an Disziplinen einfacher, als mit einigen wenigen Disziplinen, in die einpassen muss. Vermutlich also schon genau das, was Du oben als Kerngeschäft des Schießsports genannt hast, aber noch um ein bisschen Vereinsmeierei erweitert, sprich den Verein neben dem Sport auch als gesellschaftlichen Baustein zu sehen.
Grüße
Hobbes
-
Hallo Hobbes und Co,
ich kritisiere dieses wiederholte Anpreisen bestimmter mehr oder weniger artfremder Aktivitäten in Sachen Schießsport nicht, weil ich intolerant bin. Würde es nur nach mir gehen, könnte jeder solange blasen oder leuchten, wie er möchte. Nur würde mir in dieser Welt auch keiner vorschreiben, wie ich meinen Sport auszuüben habe bzw. noch schärfer, würde mir in dieser Welt auch niemand den Besitz der dafür notwendigen 'Sportgeräte' ständig erschweren und mit letzter Konsequenz sogar verbieten wollen.
Ich weiß ja nicht, ob auch Du schon mitgekriegt hast, dass wir inzwischen in einer Welt leben, in der es durchaus einflussreiche Kräfte gibt, die den Privatbesitz aller Schusswaffen, zumindest aber den Privatbesitz jeglicher Feuerwaffen verbieten möchten. manche sogar den Schießsport am liebsten gleich mit.
Da kommt es doch einem Geschenk gleich, wenn die 'doofen' Schützen dann auch noch Möglichkeiten wie Blasrohr oder Leuchte anpreisen, die zwar in der Realität nicht wirklich als Ersatz für Feuerwaffen taugen, mit denen man aber als Anti wunderbar gegenüber der in der Regel eh weitgehend ahnungslosen Öffentlichkeit argumentieren kann und so wurde das ja auch schon sogar von höheren Politikern der CDU gemacht. Frei nach dem Motto, seht her, die guten und verantwortungsvollen Schützen die benutzen das ja schon lange, die brauchen für ihren Sport diese gefährlichen Schusswaffen gar nicht mehr. Warum können die anderen Schützen nicht auch so verantwortungsvoll sein und zugunsten einer 'besseren' Welt auf ihre Sportmordwaffen verzichten. Die besseren Schützen zeigen doch, das es möglich ist. Die sind sogar regelrecht begeistert von den tollen Möglichkeiten.
Es gibt übrigens auch Funktionäre in unseren Reihen, die träumen zumindest heimlich genau von diesem Ersatz. Die wollen schlicht weg vom 'Schmuddelimage' hin zu einer wieder 'heilen' Welt ohne diese 'bösen Waffen', ohne dass man in die rechte Ecke gestellt wird oder gar als Reichsbürger oder dergleichen eingeordnet wird.
Merke, es geht hier nicht um eine Ergänzung oder Erweiterung.
Es geht um Ersatz und um die 'besseren' Argumente!
In diesem Sinne und mit bestem Schützengruß
Murmelchen
-
Eine sportliche und gesellschaftliche Gelegenheit seine Freizeit so zu verbringen, wie man sie verbringen möchte und das sehe ich mit einem bunten Strauß an Disziplinen einfacher, als mit einigen wenigen Disziplinen, in die einpassen muss. Vermutlich also schon genau das, was Du oben als Kerngeschäft des Schießsports genannt hast, aber noch um ein bisschen Vereinsmeierei erweitert, sprich den Verein neben dem Sport auch als gesellschaftlichen Baustein zu sehen.
Grüße
Hobbes
Im Webinar wurde mitgeteilt, dass im BSSV das Blasrohrschießen bereits in 600 Vereinen mit 2 bis 3 Tausend aktiven Sportlern/innen praktiziert wird. Von der ursprünglich vorherrschenden Darstellung des Blasrohrschießens als Mittel der Öffentlichkeitsarbeit zur Nachwuchsgewinnung hat sich die Pro-Blasrohrschießen-Diskussion erweitert: Gesundheitssport, Generationen übergreifend, preisgünstiger Einstieg in Freizeit und Wettkampfsport, Ähnlich wie mit dem Einsatz des Lichtgewehres/der Lichtpistole gelingt es den Vereinen im Nachwuchsbereich das Satzungsziel "Förderung des Schießsports" erfolgreich im Zeitenwandel umzusetzen.
Woodfin und Bergmann befragt nach der Kritik am Blasrohrschießen: "Die kommt aus den eigenen Reihen. GK-Schützen halten wenig vom Blasrohrschießen.
Der DSB hat den Trend richtig erkannt und nutzt die exzellente Vorarbeit zum Blasrohrschießen in Bayern mit einer bundesweiten Initiative.
-
Im Webinar wurde mitgeteilt, dass im BSSV das Blasrohrschießen bereits in 600 Vereinen mit 2 bis 3 Tausend aktiven Sportlern/innen praktiziert wird.
Zum Vergleich: 4500 Vereine mit 455 Tausend Mitgliedern im Gesamtverband.
-