Erfahrungen zur Hämmerli AP20

  • Dass ist nicht ganz korrekt die Waffen werden weiter bei Hämmerli produziert.

    Walther (Umarex) hat die gesamte Marke geschluckt und über nimmt die Werbung und den Vertrieb sowie teilweise den Service.

    Ansonsten ist es eine "Hämmerli"

    Das ist leider ein Riesen Irrtum.

    Die waren bis 2006 in Neuhausen am Rheinfall. Ab dann ist Hämmerli eine Marke der Firma Umarex in Arnsberg geworden. Alles was jetzt noch "produziert" und Kundendienstmäßig betreut wird für Hämmerli-Waffen liegt bei Walther in Ulm.

    Das weiß ich definitiv, denn ich schieße mit der KK-Sportpistole SP20 von Hämmerli und mein letzter Dämpfer den ich brauchte kam aus Ulm ;)

    FWB P8x

    Walther GSP500

    Hämmerli SP20

    Tanfoglio Gold Match Combo .45 ACP / 9mm

  • Ok, meine Aussage zur AP 20 war wie gesagt etwas undifferenziert, vielleicht können Schützen mit mehr Fingerspitzengefühl da mehr zu sagen?

    Klar, es gibt Vorzug, einen Druckpunkt und dann löst die AP20 wiederholgenau aus, aber ich wüsste nicht, was ich einstellen muss, um ein so klares Auslösen zu fühlen wie bei meiner LP300. Ich kann es nur schwerlich beschreiben, da ist gefühlt beim Auslösen ein klitzekleines bischen gummiartiger Weg. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Abzug nach der Schussauslösung eine sehr kurze Strecke durchsackt. Das passiert auch, dort aber deutlich weniger, bei der LP300, da stört es nicht.

    Ich versuche die AP 20 nicht madig zu machen, aber der Abzug fühlt sich seltsam unklar an.

    Nun mal zu etwas sehr viel weniger subjektiven. Der Abzug bzw. die Waffe ist mit dem Original-Kunststoffgriff nicht für mittelgroße oder große Hände geeignet. Hat man dann noch dicke Finger kommt dem Zeigefinger(Abzugsfinger) der ich nenne es mal vordere Innenbereich des Abzugsbügels in die quere.

    Die Geometrie des Abzugshebels ist gewöhnungsbedüftig, da er beim Aufbau/Wegnehmen des Vorzugs langsam nach unten abkippt. Gerade nacht hinten ziehe ich den Abzug nicht sondern nach hinten-unten.

    Was keinesfalls wiederholgenau ist, ist die Trockentrainingseinrichtung. Der Spann- bzw. Ladehebel muss hochgeklappt werden, um sie zu aktivieren, aber steht der Hebel auch nur um wenige Grad anders als beim Trockenschuss davor, ist die Abzugscharakteristik eine andere.

    Die Schussauslösung ist nicht wirklich unruhig, aber das Schussverhalten - trotz Absorber bewegt sich der Lauf minimal aufwärts, daran ändert auch die Druckluftkartusche einer LP400 nichts, gleichwohl sie den Schwerpunkt der AP20 ein wenig nach vorne verschiebt.

    Die Waffe ist einfach und in der Verarbeitung anstandslos.

    Durchaus eine brauchbare Waffe, so man denn die hier bereits genannten Tips beherzigt:

    1. Holzformgriff

    2. lange (LP400) Kartusche mit einem integrierten Manometer

    3. nichts für große Hände

    Hier noch ein Foto mit LP300 und AP20 untereinander angeordnet, Bezugspunkt ist dabei der Abzug.

  • Hallo Strindberg,

    naja leider machst du die echt etwas schlecht.

    Zum ersten hat die AP20 keinen Absorber.

    Zum 2ten ist die Waffe theoretisch auch nicht mit einer LP300 zu vergleichen, denn die LP 300 war im Grundpreis schon einiges höher und hat eben einen Absorber.

    Kleine Toleranzen am Abzug oder anders gesagt beim Einstellungsbereich des Abzuges ist ja wohl bei dem Preis absolut drin.

    Meiner Meinung nach macht genau das einen großen Unterschied zu den Preislich höheren Modellen anderer Hersteller aus.

    Der Abzug ist nicht so einfach einzustellen. Aber auch dabei bekommt man echt gute Abzüge hin.

    Wenn dann gebe ich dir recht ist die Trockentrainingsfunktion nicht der Burner.

    Der Ladehebel erfüllt seine Funktion was soll da denn schlecht dran sein?

    Ich kann die negative Stimmung die der Waffe gegenüber herrscht nicht verstehen.

    Für Vereine sowie Anfänger ist die AP20 perfekt.

    Ich würde allerdings immer auf die Pro gehen, da da der Formgriff dran ist.

    Oder halt für den Verein noch den Kunststoffgriff extra gönnen.

    Gruß

  • Für Vereine sowie Anfänger ist die AP20 perfekt.

    Da gebe ich dir Recht ,wenn der Abzug von einen Fachmann richtig eingestell wird ist das eine gute Einsteiger Lp für Anfänger u.Vereine

    CZ 97 Sport

    Wahlter GSP

    Hämmerli 152

    Hämmerli 150

    Feinwerkbau P8X

    Tesro RS 100

  • Hi Steffel,

    Für Vereine sowie Anfänger ist die AP20 perfekt.

    Strindberg hat schon Recht, die AP20 gehört dorthin wo sie vom Preis her steht. In das absolute Billigsegment.

    Wenn sich Vereine das antun, dann nur zu.

    Eine anständige Matchwaffe eine Generation jünger ist allemal vorzuziehen.

    Speziell Waffen die flexibel sind und viel können, ganz speziell im Bereich Griffe sollten für Vereine erste Wahl sein.

    Natürlich gehört dann ein Sortiment Griffe dazu, billig ist hier fehl am Platz.

    Was nützt ein Plastikgriff wenn einmal ein 1,90 Hüne damit schießt und kurz später die 14 jährige Schülerin.

    Billig trifft hier ziemlich zu.

    no.limits

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Hallo no.limits,

    leider hast du meinen Beitrag anscheinend nicht richtig gelesen.

    Ich würde eh nur die Pro empfehlen.

    Und dass ein 1,90 Hüne wie du ihn nennst und eine 14 Jährige danach damit schießt ist evtl bei euch so.

    Dann solltet ihr das evtl mal überdenken.

    Wir haben mehrere AP20 mit mehreren Griffen also ich weiß ja nicht wo das Problem liegt.

    Klar Gebrauch kannste immer kaufen. Geht halt auch ehr mal was defekt.

    Und eine Funktionierende Luftpistole für das Geld musst du auch erstmal finden

  • Und dass ein 1,90 Hüne wie du ihn nennst und eine 14 Jährige danach damit schießt ist evtl bei euch so.

    Du must entschuldigen, ich verstehe zu wenig von der Materie

    grüße

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Würde jetzt ich nie behaupten. Kenne dich ja nicht!

    Manchmal sollte man halt auch andere Meinungen zulassen.

    Ich habe nun auch eine andere als anscheinend du.

    Was du schlussfolgerst ist dir selbst überlassen!

    Meine Meinung ist gesagt den Rest sollen andere für sich selbst entscheiden. Ich klinke mich hier aus bevor es wieder wie üblich hier im Forum eskaliert.

    Bis nächstes mal.

  • Ich habe nun auch eine andere als anscheinend du.

    Ja die hast Du, und wenn Waffen solche Defizite haben, werden die auch nicht mit Schönreden besser......

    Der Preis spricht die deutlichste Sprache.

    no.limits

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Schlecht gemacht habe ich die AP20 diesmal eigentlich nicht, eher geschrieben was mir aufgefallen ist, und den Vergleich mit der LP300 finde ich in diesem thread durchaus hilfreich, da es ja darum geht eine eigene Waffe zu erwerben, die einer bislang geliehenen P8X Paroli bieten können sollte, und ob das nun eine gebrauchte oder neue Waffe ist war doch noch offen, oder?

    Wenn nun also z.B. die Wahl zwischen einer werksüberholten Walther LP300 mit 2 noch jahrelang gültigen Kartuschen und einer neuwertigen Hämmerli AP20 Pro stände, beide hätten jeweils einen Standard-Holzformgriff der sich für mich passend anfühlt und der Preis läge bei ich sage mal identischen 700 Euro, dann würde ich stand jetzt von den beiden die LP300 nehmen.

    Weil:

    - insgesamt wirkt die LP300 höherwertiger und kommt mit weniger Kompromissen daher (Ladehebel, Trockentrainingsfunktion)

    - der Abzug der LP300 gefällt mir insgesamt besser (Fingerlage, Auslösung)

    - in der Ruhe liegt die Kraft - oder anders, warum soll ich für denselben Preis nicht gleich die Waffe nehmen, die vor und im Schuss viel ruhiger liegt

    Wenn es denn unbedingt eine Neuwaffe sein soll dann wäre auch meine Empfehlung noch etwas weiter zu sparen, da es besseres gibt.

    Es ist aber andersherum auch nicht falsch, die AP20 zu kaufen, die als Neuwaffe wirklich preisgünstig ist, aber es fehlt ihr zumindest bei mir etwas, was mich begeistert, was aber auch daran liegen mag, dass sie z.B. bei mir nicht ihren klaren Gewichtsvorteil zu ihren Gunsten ausspielen kann.

    Kurz und gut, zu einer neuen AP20 kann ich niemandem raten, wenn nun aber der Gebrauchtmarkt auch entsprechend dem ich nenne es mal Preisverfall anderer Waffen die AP20 Pro sehr günstig angeboten wird, z.B. einwandfrei für 450 Euro, dann darf man über den Kauf gerne nachdenken.

    Wäre da aber wieder eine einwandfreie LP300 zu demselben Preis, dann wäre es wieder die Walther.

    Am besten man nimmt die AP20 mal in die Hand und schaut und testet ob sie für einen passt. Ist auch der Preis gut, warum nicht. Zweifelsohne, sie trifft wiederholgenau die Zehn.

    Der Vorteil den Druckluftwaffen in den meisten Ländern gegenüber Feuerwaffen haben, dass der Erwerb und Verkauf ohne viele teure Formalitäten möglich ist. Da zahlt man maximal Lehrgeld, aber die Erfahrung nimmt einem dann auch keiner mehr.

  • Genau und für den Preis bekommst genau das passende Produkt für Einsteiger und Anfänger.

    Also Preis Leistung stimmt wie du ja quasi gesagt hast gerade

  • Durchaus, Preis- Leistung stimmen bei der AP20 im Neuwaffensegment.

    Im Vergleich mit vielen quasi neuwertigen Gebrauchtwaffen kommt die Waffe preislich aber nicht mehr mit.

    Und ich glaube man darf Anfängern doch auch eine Waffe an die Hand geben, die ebenfalls erfahrenere Schützen zufriedenstellt, sonst ist das ja wie „ich nehme die Billigmunition weil ich eh nicht so gut bin“ - gerade dann wäre es doch besser mit besserem Material noch näher an die 10 zu kommen, aber um beim Beispiel Munition zu bleiben, da erhofft nannsich wohl positive Effekte von noch mehr Streuung ;-P

    Was bei uns im Verein z.B. manchmal passiert, ist, wenn Mitglieder Waffen ablegen, die sehr gepflegt und zuverlässig sind, diese vom Verein zu einem günstigen Tageskurs gekauft werden.

    Die Waffen sind erheblich günstiger als die neuste, billigste Matchwaffe (das ist nunmal die AP20 und das ist nicht abwertend gemeint) aber sind insgesamt besser ausgestattet und schießen sich besser (das ist wiederrum ganz klar wertend gemeint und dabei objektiv).

    P.S. unser Verein hat sich auch eine AP20 gekauft, die auch gerne genutzt wird und seit bald 5 Jahren zuverlässig ihren Dienst verrichtet, aber eine weitere davon wird es als Neuwaffe sicherlich nicht mehr werden, da wie gesagt der Gebrauchtwaffenmarkt da besseres günstiger bietet.

    P.P.S da kommt dem Verein natürlich auch sehr zugute, dass Waffen die wir von Mitgliedern erwerben nicht mit dem Gedanken der Gewinnmaximierung angebote werden, was auf egun zweifelsohne der Fall ist. Aber auch auf egun gibt es bei Preis-Leistung Gebrauchtwaffen die besser sind als eine neue AP20 Pro.

    2 Mal editiert, zuletzt von Strindberg (26. Oktober 2021 um 14:56)

  • Die Suche nach solchen Gebrauchtwaffen kostet aber zweifelsohne Zeit und braucht Erfahrung - da kann dann eine neue AP20 Pro für einen unerfahrenen Käufer die bessere Wahl sein.

  • Den Abzug der AP20 nach Anleitung zu verstellen ist übrigens kein Hexenwerk, für Druckpunktgewicht, Klinkenüberschneidung und Triggerstop muss aber der Griff runter.

    Mit nun einer Umdrehung (360 Grad) im Uhrzeigersinn die Schraube für den Triggerstop hineingedreht gefällt mir der Abzug schon bedeutend besser, noch weiter rein geht nicht, denn dann löst der Abzug von selbst aus.

    Also wieder ca. 30 Grad rausgedreht damit der Abzug zweifelsfrei hält.

  • Strindberg,

    hat das sehr gut und ausführlich ausgeführt, natürlich kann man so denken und handeln wie Steffel es vorträgt, weitsichtig ist es nicht.

    Und hier nachfolgend hat Strindberg das auf den Punkt gebracht.

    Und ich glaube man darf Anfängern doch auch eine Waffe an die Hand geben, die ebenfalls erfahrenere Schützen zufriedenstellt, sonst ist das ja wie „ich nehme die Billigmunition weil ich eh nicht so gut bin“

    das geht ja noch viel weiter, man macht hier einen Kompromiss und da und dort auch noch und irgendwann sind es nur noch Kompromisse einhergehend mit massig Baustellen.

    Man kann Neulinge natürlich mit so einer Neuwaffe erstmal zufrieden stellen, denn sie wissen ja nicht was Sie tun. Das ist auch ok wenn der weitere Aufbau im Verein dem entspricht und keiner da ist der hier von Grund auf anleitet.

    Dann passt sich die Hand halt dem Griff an.

    Würde jetzt ich nie behaupten. Kenne dich ja nicht!

    Steffel dazu gibt es Profile.......

    no.limits

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • 925 Euro ist für diese ca. 2005 gefertigte Waffe im wahrscheinlich ungeprüften Zustand zu teuer und geht (mit einiger Recherche - Achtung: Zeit ist Geld) erheblich günstiger.

    Werkseitig geprüft und Verschleißteile getauscht würde diese Steyr gegenüber der Hämmerli das Rennen machen, aber so keine von beiden, da ich weiss dass es Preis-Leistung mäßig besseres als die Hämmerli zum Neupreis und diese im Erhaltungszustand unbekannte Steyr für diesen zu hohen Gebrauchtpreis gibt.

    Der Mindestpreis von 700 Euro den sich der Verkäufer gedacht hatte, der war top und da wäre meine Wahl klar auf die Steyr gefallen.

    Einmal editiert, zuletzt von Strindberg (26. Oktober 2021 um 16:57)

  • Hallo Strindberg,

    vor Kuzem habe ich eine Steyr LP 1 von 1997 umgebaut auf Pressluft bei eGun für 750 Euro versteigert. Und dann nach Portugal verschickt. Aber das wirst Du mir sicher jetzt nicht glauben.

    Gruß, Peter

  • Onkel Peter

    Warum denn nicht?

    War das jetzt als Beispiel für einen Schnapp des Käufers oder als Beispiel für einen super Verkaufserlös gedacht?

    Ich finde der Verkaufspreis liegt für eine gepflegte, einwandfreie Waffe in der Mitte und dürfte beide Partner freuen. Eine gültige Kartusche gehörte sicherlich dazu. Wenn nicht war es für den Käufer keinesfalls ein Schnäppchen sondern in meinen Augen normales Geschäft.

    Wichtig beim Gebrauchtwaffenkauf ist, dass auch das beiliegende oder noch zu erwerbende, notwendige Zubehör in die Bewertung einfließt.

  • Gut, was den Waffenkauf angeht, ist es auch ratsam, gegen Ende der jeweiligen Saison zu schauen - Wenn jemand aufhört, dann am ehesten Ende Saison (sprich jetzt wäre die richtige Zeit für Feuerwaffen, im Frühling dann eher wieder für Lupis).

    Allerdings muss ich schon sagen, dass gewisse Vereine einfach keinen Verstand haben, wenn es darum geht, was anzuschaffen - sei es jetzt Lupi oder sonst irgendwelche Waffen. Über 1-2 Jahre immer mal wieder eine LP10 oder so für 600-800 ersteigern und Anfang Saison hast du deine 4-5 Jugendwaffen zusammen, die Griffe wären komplett austauschbar (= wieder Geld gespart) und alle wären zufrieden.

    Nö. "Hier hast du 2000.-, bring bis in 2 Wochen was zusammen für 5 Leute". Klar kauft man dann mehrere AP20, viel mehr bleibt einem ja nicht übrig. :stunned: