Testbock für den Munitionstest von LG / KK

  • Hallo Miteinander,


    das Thema rund um den Munitionstes wurde und wird dem engagierten Sportschützen immer ein wichtiger Teil seines Sports sein. Viele Beiträge sind in diesem Forum schon abgegeben worden die sich mit dem Testen befasst, ins besonders auch mit dem Einspannen der Waffe im Testbock,
    In meinem letzten Thema „Laufklemmung eines KK-Systems im Aluschaft“ wurde von mir dieses Thema ebenfalls aufgegriffen und die Absicht zum Bau einer eigenen Testvorrichtung verkündet.
    Mein Aufruf doch bitte Vorschläge oder Erfahrungswerte zum Testbock mitzuteilen (das Rad muss ja nicht immer neu erfunden werden) war bisher doch recht sparsam.
    Ich habe jetzt hierzu dieses Thema „Testbock für den Munitionstest von LG / KK" aufgemacht und hoffe auf regen Austausch, vllt. lenkt das auch etwas vom Meisterschütze 2021ab.. X(
    VG JAG

  • Hallo

    Gute Idee

    Leider bin ich noch nicht auf den Stand gekommen um ein Bild von meinem Einschiessbock zu machen

    Gruß Jürgen

  • Hallo Mieinander,

    ich habe mal meine Überlegungen in einen 2D-Entwurf eingebracht und stelle dies zur Diskusssion.


    Der untere Aufbau ist eine <Grundplatte>, <spielfreie Bosch Rexroth Linearführung>, <Montageplatte mit einer Aufnahme in einer UIT-Riemenführung>,

    Der obere Aufbau ist eine <weitere Grundplatte>, <2 Federstahlbleche>, <Montageplatte mit einer Aufnahme in einer UIT-Riemenführung>

    Wird die kpl. Vorrichtung verwendet, soll der Schußimpuls mit den Federstahlblechen aufgefangen werden, die dann die Energie an die Linearführung abgibt, der Führungsschliiten wird dazu bis zu 40mm zurück gleiten bis die Energie verbraucht ist. Für den nächsten Schuß muss der Schlitten wieder bis zum Anschlag nach vorne geschoben werden.


    Die Testvorrichtung kann nur mit der Linearführung oder auch nur mit der gefederten Aufnahme verwendet werden also 3 Möglichkeiten, wobei ich die Komplette bevorzuge (theoretisch).


    Das Gewehr wird bei allen Möglichkeiten in der Riemenschien aufgenommen, eine Spannmöglichkeit für eine Pistole ist ebenfalls in Plannung.


    VG JAG

  • Hi JAG,


    sieht ja schon mal ganz gut aus. Ich selbst verwende den Stopper Schießbock, der ist wie Du schon einmal erwähnt hattest, nicht ganz einfach ist in der Handhabung (z.B. abziehen etc.) Was ich auch schon gesehen und kurz getestet hatte, war die Einschussbock von Thomas Briol "http://www.werkzeugbau-briol.de/einschiessbock/einschiessbock.html" hier wird auch das Blattfederprinzip genutzt und die Aufnahme erfolgt auch in der UIT-Riemenführung.

    Gruß Ramle :-)

    P800X / JSB S100 / 4,49
    P8x / JSB S100 / 4,49
    2700 Super Match / RWS Rifle Match / Rifle Match S

  • sind alle schäfte auf der unterseite parallel zur laufachse? - ich denke nicht,
    - durch die Varianten ergibt sich eine höhendifferenz von etlichen cm - Bleibst du auf dem Kugelfang?

    Die Sockelmontage fehlt mit seinen entscheidenden justiermöglichkeiten...

  • Wäre interessant zu simulieren.

    Gerade die Stellung der Federbleche wären da interessant zu verändern.


    Ob es dort mit dieser Konstruktion aber Unterschiede gibt bezüglich des Trefferkreises bzw. was richtiger oder falscher ist wird dann auch jeder für sich selbst entscheiden müssen.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Hallo Kulzer Daniel,


    Die Sockelmontage fehlt mit seinen entscheidenden justiermöglichkeiten...

    neue Schäfte sind relativ Paralell, aber ich habe daran gedacht...

    Vertikalverstellung: Der Winkelförmige Aufbau ist Höhenverstellbar.

    Dasselbe ist in der Horizontalachse vorhanden, hier nicht sichtbar.

    Es gibt natürlich Einzelteilzeichnungen die im Detail genauer sind.


    VG JAG

  • so einen Schießbock wie du ihn gezeichnet hast gibt es doch von TechHRO und so ähnlich auch schon in den 80ern ich glaube von Gehmann oder Klingner.

    Die Verbindungsplatte von unterem zu oberem Aufbau (die mit dem Langloch) würde ich auf beide Seiten machen, bzw. den unteren Teil mit der Linearführung komplett weg lassen.
    Durch die zwei Federplatten hast du schon eine simulierte Schulter, wofür soll dann noch die Linearführung sein?
    Wenn das eine Linearführung ist die so leichtgängig ist wie ich sie kenne, wirs du das Gewehr schon alleine durch das Betätigen des Abzug von dem vorderen Anschlag wegziehen.
    Es gibt Einschießböcke da wird der Schlitten von Federn gehalten, aber das ist auch nicht wirklich optimal.

    Wenn man sich mal die meisten Einschießböcke ansieht, so fällt auf das die komplett fest gelagert sind, z.B. bei RWS oder im LLZ Dortmund.
    Und wenn ich dann sehe wer dort auf diesen Anlagen testet, dann kann diese Lösung so schlecht nicht sein, wobei mir deine Lösung sehr gut gefällt und ich evtl. auch eine kaufen würde wenn der Preis stimmt. Ganz ehrlich 500,-€ bei Tec-HRO ist schon ziemlich teuer.

  • Hallo Omega24v,


    nicht Alles was es schon gibt muss neu erfunden werden, habe ich mal erwähnt.

    Aber gut betrachtet.

    Also der Gehmann und Klinger Bock spannen den Schaft mit Tellerdruckschrauben. RWS klemmt den Lauf oder das System mit mont. Adapter im Schraubstock, es gibt aber keine Linearführung.

    Von TEC-Hro habe ich den oberen Teil nachgebaut (etwas besser), ich habe mit so einem schon mal getestet und es war gar nicht schlecht.

    Der untere Teil ist eine Bosch-Rexroth Linearführung Größe 30 und ist schon für relativ schwere Lasten ausgelegt und läuft nicht so leichtgängig, beim Verharrungsmoment muss schon über 500-600 gr. überwunden werden.

    Wird die kpl. Vorrichtung verwendet, soll der Schußimpuls mit den Federstahlblechen aufgefangen werden, die dann die Energie an die Linearführung abgibt, der Führungsschliiten wird dazu bis zu 40mm zurück gleiten bis die Energie verbraucht ist.

    Es wird ein Versuch, sollte es wider erwarten scheitern, kann ich den oberen Bock od. auch den unteren Bock getrennt verwenden. Ich habe also mehrere Möglichkeiten um für mich das Beste raus zufiltern.


    VG JAG

  • das man in der Nutschiene spannt ist glaube ich für Sportwaffen mittlerweile der richtige Weg, für Händler die auch Jagdwaffen testen ist das mit den Tellerdruckschrauben OK.

    Schau dir mal den link an ist ein Teststand von Eley ,

    ja, mit Gleitschiene aber in dem nächsten Video ist es bei einer anderen Eley "Filiale" dann ein fester bock wo nur der Lauf geklemmt wird.

    Ich glaube man kann über die Art des Muni Test genauso diskutieren wie über Hifikabel oder E-Autos. Es wird nie die "Beste" Lösung geben.

  • Hallo Miteinander,

    Schau dir mal den link an ist ein Teststand von Eley ,

    So habe ich mir das vorgestellt. Ein Bild von einem ähnlichen Bock habe ich mal auf FB gesehen und aus dem Gedächtnis nach konstruiert.

    Ich glaube man kann über die Art des Muni Test genauso diskutieren wie über Hifikabel oder E-Autos. Es wird nie die "Beste" Lösung geben.

    da gebe ich dir Recht.

    Aber macht es Sinn ohne Schaft zu testen bzw. den Lauf vor dem System mit Bleibacken in einen Hydraulikspannstock zu quetschen oder einen Adapter an das System zu schrauben unm diesen dann einzuspannen? Das ist bestenfalls eine Vorselektion.


    Mir wurde auch schon ein Aluschaft mit den Tellerschrauben bleibend verdruckt :cursing:


    Ich jedenfalls werde mit Schaft testen, die Aufnahme muss über die UIT-Schiene erfolgen.


    VG JAG

  • Hallo Jag,

    schön wenns es Dir was bringt,


    Kannst Du mir mal erklären warum Du in der Zeichnung auch noch Federbleche machst.

    Hab noch nicht viel Erfahrung mit KK Test.




    Gruß

    Rudolf

    Edited once, last by grisu ().

  • mit Schaft testen sehe ich auch als die beste Variante.

    Bei RWS haben Sie an den Maschinenschraubstock Bleibacken mit dem entsprechenden Laufdurchmesser gemacht, das denke ich geht auch noch.
    Teilweise gibt es ja auch Bilder von Eley wo das ebenso gemacht wurde.


    Einen Adpater zu verwenden denke ich ist nicht gut bzw. gibt andere Schußbilder als im Schaft, was theoretisch ja auch so sein sollte wenn man nur den Lauf spannt. Meist kommt dann immer noch so ein Argument hinten drauf wie "aus der Schulter ist die Munition dann nochmal besser!"

    Vor Allem ist das Spannen an der Nutschiene die schnellste Variante und die mit dem wenigsten Aufwand!

  • Hallo Rudolf,


    danke, das ist der Testbock von Thune, ebenfalls mit Linearführung, ich habe zwar noch nie einen gesehen aber diesen habe ich in Planung.


    VG Günter

  • Hallo,


    ich habe heute Mittag das erwartete Paket mit der bestellten Linearführung bekommen.

    Die erste Arbeitsstufe wird sein, dass ich den Bock mit eben dieser Linearführung baue, siehe bei #13.


    Mit diesem Bock und zwei meiner KK-Gewehre gehe ich zu Eley nach Fellbach. Die können meinen Bock an der Grundplatte in Ihren Hydraulikspannstock einspannen und los geht's.....

    Ich muss das natürlich voher mit Dennis klären. Bei RWS und Lapua könnte ich genauso verfahren.


    Die zweite Arbeitsstufe ist dann der Bau des Schießbockes mit den Federblechen.

    Auf dem Vereinsstand kann ich dann die verschiedenen Kombinationen in Angriff nehmen.


    VG JAG

  • Mit diesem Bock und zwei meiner KK-Gewehre gehe ich zu Eley nach Fellbach. Die können meinen Bock an der Grundplatte in Ihren Hydraulikspannstock einspannen und los geht's.....

    Habe eben noch mit Dennis von Elay geschrieben. Er hat immer noch keine Munition zum testen. Er hofft auf nächste Woche.


    LG Mike

    ohne Training kein Vorankommen ;)

    KK 500 E Auflage, LG 400 monotec E Auflage

  • Hallo Mike,


    Olympia läßt grüßen, manche Teilnehmer schießen bis zu 10 -15 000 Schuß/Monat in den letzten Monate der Olympiavorbereitung!!!

    Da kann es schon für uns knapp werden.


    VG Günter

  • Hallo Günter,


    das vermute ich auch :disappointed: :sobbing:


    VG Mike

    ohne Training kein Vorankommen ;)

    KK 500 E Auflage, LG 400 monotec E Auflage

  • Hallo zusammen.

    Hallo JAG, deine Aufspannvorrichtung gut gemeint aber in meinen Augen doppelt gemoppelt. Ich sehe im Federbocklinearsystem nicht wirklich einen Vorteil.

    Die Ulrich Lind und Techro Federbocksysteme find ich eigentlich sehr gut und in sich sehr präziese Systeme, mag aber das Klacken, also den harten Rückwegaufprall nicht (warum auch immer). Die Ulrich Lind spannt am Schaft. Eigentlich überholt, bietet aber bei vielen Holzschäftungen eher einen Vorteil. Wer garantiert dass die UIT-Schine mit ihren Kreuzschlitzschrauben richtig gut und spielfrei mit dem Holzschaft verbunden ist. Bei Carbonschäftungen ist die Tellerklemmung nicht zu gebrauchen. Bei Aluschäften ganz klar Vorteile für die UIT-Schine.

    Ein gutes Federbock oder Linearsystem bezüglich Rückstoß- (Schulter-) simulation ist völlig ausreichend.


    Völlig ausreichend... für was?

    Zum Munitionstest? Was leistet die Munition?

    Zum Testen des Gesamtsystems? Was leisten die Komponenten im Verbund?


    Was den Munitionstest betrifft bin ich eher bei der Methode von RWS. Also Spannung mit Bleibacken an der Laufwurzel. So bekommst man gut gefertigte Munition die mit der Art und Verarbeitung des Laufes (Laufinneren) zusammen passt. Keine oder wenig Einflüsse zB. Schwingungen die den Abgangswinkel bzw.Streukreis beeinflussen. Also das eingeschränkte Zusammenspiel von Lauf und Munition.


    In meinen Tests bin ich sogar noch einen Schritt weiter gegangen um negative Faktoren der Munition zu ergründen. Hierzu wurden verschiedene Systeme / Läufe vorne an der Mündung gespannt um jeglichen Abgangsfehler seitens des Laufes zu vermeiden um so das eigentliche Vermögen der Munition zu ermitteln.


    Zurück zu Aufspannvorrichtung, also zum Test des Gesamtsystems.

    Bedenke jede Verbindung innerhalb dieses Aufspannsystems und innerhalb der Waffe können Schwachstellen bezüglich Wiederholgenauigkeit darstellen und Auswirkungen auf den Streukreis haben. Alles schon erlebt. Angefangen von der Befestigung des Anschießtisches auf einen schwimmend verlegten Estrichboden. (Da bewegt sich der Tester, oder Zuschauer tummeln sich im Umfeld und sorgen für eine minimale Schussbildverlagerung). Oben schon angesprochen, dünne und schlecht befestigte UIT-Schinen in Holzschäften. Mangelnde Systemverschraubung oder eine schlechte Bettung kann bei jedem Ladevorgang Auswirkungen haben. Das Kammerstängel hat gerade bei eingespannten Waffen eine enorme Krafteinwirkung bzw. Hebelwirkung auf sämtliche Verbindungsstellen und somit auf die Ausrichtung des Systems/Lauf.

    Ein Schlupf von 0,02mm bei einer Systemlänge von 150mm bedeutet an der Scheibe eine Verschiebung von 6,66mm. Wohlgemerkt bei einer Eingespannten Waffe. Frei aus der Schulter kommt dieser Fehler normalerweise nicht zum Tragen, da die Visierung bzw. Ausrichtung des Laufes gleich bleiben. Daher bei RWS Auswahl der besten Lose mit Systemklemmung, anschließend aus der Schulter. Die beim RWS-Test eliminierte Laufschwingung kommt noch hinzu. Und hier liegt der eigentliche (zeitliche) Vorteil beim Test des Gesamtsystems. Man testet und nimmt mit der Summe aller möglichen Schwachstellen hieraus die beste Munition. Ob die Munition nicht noch besser kann, wie aus einem fixierten Lauf, bleibt im aber erst mal im ungewissen.


    Zum Testen der Munition mach ich fest (Munitionstest).

    Zum Testen des Gesamtsystems mach ich locker.



    Gruß HdR