Beiträge von Lanfear

    Für die gerade laufende PotAs-Fortschreibung sind die WM-Ergebnisse für den DSB sicherlich sehr gute Rahmenbedingungen.

    Hier geht es am Ende wirklich um richtig viel Geld.

    Ich freue mich natürlich außerordentlich über das gute Abschneiden der Pistolenschützen. Der Quotenplatz Luftpistole von Robin Walter, der WM-Titel Sportpistole von Doreen Vennekamp und natürlich die Bronzemedaille von Florian Peter bei Schnellfeuerpistole sind einfach klasse.

    Auch wenn ich ja eher Pistole zugeneigt bin, habe ich mich dennoch sehr für Lisa Müller und ihren Quotenplatz 3x20 und Kathrin Murches Bronzemedaille und Quotenplatz bei Trap gefreut.

    Die ganzen Team-Medaillen und auch die Einzelmedaillen in den nichtolympischen Disziplinen sind aller Ehren wert. Leider interessieren die aber niemanden, wenn es finanzielle Förderung geht.

    Die Anpassung der Vorbereitungszeiten auf einheitlich 3 Minuten bei den Pistolendisziplinen wurde von der ISSF übernommen. Das gilt aber nur für die 25m-Wettbewerbe. Dort wurde auch ins Regelwerk aufgenommen, dass die Waffe bereits nach Standbelegung und vor Beginn der Vorbereitungszeit in die Hand genommen werden darf. Aber ohne Trockenklicks und nur mit eingeführter Sicherheitsschnur. Das solche Änderungen übernommen werden ist durchaus sinnvoll, da sie letztlich zur Vereinfachung beiträgt und/oder die gelebte Realität abbildet.

    Ich würde aber keinesfalls empfehlen, alles ISSF-Regeln einfach so zu übernehmen. Ich glaube nicht, dass es im Breitensport vermittelbar wäre, dass die Sportler selbst und auch ihre Betreuer keine Jeans mehr tragen dürften.

    Nein - natürlich nicht, und Christian ist einer der schwört auf Pardini.

    Es war halt wieder der Fall das bei den letzten Ranglisten Wettkämpfen die Pardini häufig geschwächelt hat.

    Bei welchen Ranglisten-Wettkämpfen war das? Ich bin in den letzten Jahren be fast allen nationalen Ranglisten Pistole dabei gewesen. Ich habe keine übermäßigen Probleme mitbekommen. Wenn es zu Störungen kommt, dann betrifft das in der Regel eine Pardini. Das liegt aber daran, dass nahezu ausschließlich Pardini in den 25m-Wettbewerben geschossen wird.

    laut info von reitz bleiben die bei pardini...da umstellung eine andere ist ..welche haben die nicht verraten..ich bin der annahme die schiessen pardini nicht von der stange ...

    Ich würde Deiner Annahme entgegen treten. Nach meinem Kenntnisstand sind die Waffen im SFP-Kader alle von der Stange. Bis auf die Griffe. Hier und da gibt es sicherlich kleine individuelle Anpassungen.

    beim Kader werden protokoll geführt und Intervallaustausch eingeführt...wo man genau weiss training gebrauchte schlagbolzen und im wettkampf neue

    ab bestimmte schusszahlen auch schlagbolzen aus getausch wird

    Darf ich fragen in welchem Kader Protokoll über die Schusszahlen pro Schlagbolzen geführt werden? Ich kenne solche Überlegungen auch. Allerdings habe ich bisher noch nicht mitbekommen, dass sie zumindest in Deutschland in die Realität umgesetzt wurden.

    Alle einschließlich Trainer verwenden Scatt trocken.

    Hier mal 2 Schüsse hintereinander bei einem vorher kalibrierten Scatt MX-02 mit der Luftpistole Freihand:

    Bei Schuss 1 zeigt Scatt eine schöne 10, die aber real in der 9 rechts oben war. Das ist etwas mehr 1 Ring Abweichung. Schuss 2, der ohne weitere Scattkorrektur direkt danach aufgezeichnet wurde, zeigt Scatt in der 8 rechts an. Tatsächlich ist der Schuss aber in der 9 rechts. Wieder ist der Abweichung etwa 1 Ring.

    Abweichungen von einem Ring sind bei den von mir verwendeten Scatt-Systemen normal. Angepasste F-Koeffizienten können so grobe Abweichungen nicht ausgleichen.

    Die Software ShotAnalyzer löst das Problem, in dem die Scattdaten mit dem realen Treffer abgeglichen werden und die Scattmesspunkte um den Differenzvektor verschoben werden. Zur Bestimmung des realen Trefferpunkts ist der Zugriff auf die Daten des elektronischen Messrahmens erforderlich. Leider konnte ich das bisher nicht testen.

    Man kann mit Scatt die Bewegungsabläufe grds. auch trocken trainieren. Wer aber eine Zielfehlereinschätzung aufgrund der Scatt-Messung vornehmen will, ist gut beraten, die Abweichungen seines Scatt-Systems genau zu kennen und anhand der realen Trefferlage abzugleichen. Wer das ignoriert, hat insbesondere als Trainer keine Ahnung was er da macht. Warum das so ist, sieht man an dem von mir gezeigten Schuss 1. Nur mit den Scattdaten ergibt sich nur ein kleiner Zielfehler. Der Mittelpunkt des Zielens (MdZ), der durch das Kreuz gekennzeichnet ist, liegt knapp an der 10 oben links. Ohne den Absacker nach rechts tief und der anschließenden Korrektur wäre der MdZ wohl noch etwas höher, aber gerade noch akzeptabel.

    Unter Berücksichtigung des realen Treffers in der 9 rechts oben, ergibt sich ein anderes Bild. Dazu muss der MdZ um den Differenzvektor zwischen den beiden Punkten verschoben werden. Damit liegt der reale MdZ dann im Übergang 8/9 oben rechts. Das Zielen auf die Rand-9 ist klarer Zielfehler.

    Die Interpretation von Scatt-Messungen ohne Abgleich mit der realen Trefferlage lässt keine seriöse Aussage zum Zielverhalten zu.

    Schauen wie sie sich gegen den Klassenprimus (Pardini) macht und inwieweit Walther die Elite zum Wechsel begeistern/ anregen kann.

    Ohne Uwe Knapp zu nahe treten zu wollen, weiß ich nicht ob er der Richtige ist, um im Spitzenbereich Schnellfeuerpistole mitreden zu können. Jedenfalls nicht in Deutschland oder Frankreich. Die von Uwe in der Vergangenheit betreuten Norweger hatten mit Ole Harald Aas mit dem 8. Platz beim Weltcup Rio 2022 sicherlich einen Achtungserfolg. Ob ihn das zu dem von Walther gewünschten Experten macht? Ich hätte eher mal die Einschätzung von Detlef Glenz oder Hervé Carratu hören wollen.

    Nach Möglichkeit immer scharf. Mit den System ohne zusätzlichen Infrarotsenderahmen ist das einfach umsetzbar.

    Nach Möglichkeit auch immer die originale Trefferlage beachten. Die Scattsysteme liegen doch gerne mal einen ganzen Ringen daneben. Zielfehler ohne die originale Trefferlage einzuschätzen ist dann sehr schwierig.

    Wer sinnfreie Fragen stellt, läuft nicht unerheblich Gefahr auch sinnfreie Antworten zu erhalten.

    Es ist in diesem Forum ja nicht verboten solche Fragen zu stellen. Ebenso wenig ist es untersagt, entsprechende Antworten zu geben.

    Das schöne dabei ist, dass man dazu nicht mal die Frage verstanden haben muss. Im Gegenteil man darf hier sogar Antworten auf Fragen geben, die noch gar nicht gestellt worden sind. Ein Riesenspaß!

    Wer das Internet nach "Dehnen vor oder nach dem Sport" durchsucht, findet da reichlich Informationen. In aller Regel wird von Dehnübungen vor dem Sport abgeraten. Nur in wenigen Sportarten wie Turnen, Ballett, Tanz soll vor der Sportausübung gedehnt werden.

    Es anscheinend wenig bis keine Studien, die den Vorteil von Dehnübungen vor dem Sport belegen. Dafür aber wohl einige, die Nachteile und erhöhtes Verletzungsrisiko aufzeigen. Eine der Ursache hierfür soll der durch Dehnung herabgesetzte Muskeltonus sein.

    Schon aber bei der Frage, was denn genau nun Dehnen ist, scheiden sich die Geister. Aktiv oder Passiv? Statisch oder Dynamisch?. Statisch 30s oder 90s?

    Die meisten Empfehlungen gehen eher in Richtung statisches Dehnen und das ganze nach dem Sport oder besser noch als eigenständige Trainingseinheit. Falls doch vor dem Sport, dann bitte so weit vor den Sport, dass die potentiell negativen Beeinträchtigen wieder weg sind? Da finden sich dann unterschiedliche Zeitangaben. Ich habe Bandbreiten von 30-60 Minuten gefunden. Ist das dann nicht vielleicht schon eine eigene Trainingseinheit?

    Ich würde Dehnen noch von Mobilisation unterscheiden wollen. Mobilisation ist für mich der umfassendere Begriff, der die Gelenke und deren Bewegungsradius in den Vordergrund stellt. Ich denke da an kreisende Bewegungen wie z. B. Fuß-, Hüft-, oder Armkreisen. Ich würde auch aktive Bewegungen ohne großen Schwung von Grenze zu Grenze des Bewegungsbereichs dazuzählen. Das ist in meinen Augen kein Dehnen.

    Dehnen im Schießsport im Hinblick auf Pistole und vermutlich auch Gewehr im Halswirbelsäulenbereich ist sicherlich sinnvoll. Eine "normale" Rotation von 80° erreicht nicht jeder ohne entsprechende Übungen. Selbst mit Dehnübungen wird man am Ende akzeptieren müssen, dass auch 60° Rotation anatomisch noch im Normbereich liegen. Alles was in dem Bereich "dynamisch" ist, wäre mir eher suspekt. Aktiv und statisch wäre hier meine Devise.

    Nach meinem Dafürhalten sollte jedes Aufwärmen vor dem Sport mindestens Kreislaufaktivierung und Mobilisation enthalten. Gerne auch noch einige kleine koordinative Übungen zum Abschluss. Dehnen wäre bei mir eine eigenständige Trainingseinheit.

    150=Voranschlag, 20 und 10=Fertighaltung Schnellfeuerteil ist der neue verunglückte Ausdruck für Duell/Intervall.

    Das ist richtig. Ob das nun verunglückt ist? International heißt der Duellteil "Rapid Fire Stage". Da ist dann Schnellfeuerteil gar nicht mal so schlecht übersetzt. Aber auch international sorgt Rapid Fire Stage und Rapid Fire Pistol gerne mal für Verwirrung.

    Ich gehe dabei davon aus, dass der DSB und andere nationalen Spitzenverbände an den Regeländerungen mitwirken, Abstimmungen erfolgen. Im Detail kenne ich jedoch nicht die Entstehung/Veränderung von ISSF-Regeln.

    In den drei Organisationsebenen des ISSF (A: Präsidenten (12), B ISSF-Mitglieder/Rat (28) und C Ausschussmitglieder (92)) sind in der aktuellen Auflistung 8 Vertreter/innen des DSB. Von denen ist doch zu erwarten, dass Transparenz und Informationen für den DSB geschaffen werden.

    Wieder meine bescheidene Wahrnehmung: Der DSB hat da leider gar nichts zu melden. Das Reglement machen die Russen rund um Herrn Lissin. Die ganzen Ausschüsse und Komitees haben da nicht zu melden. Bei Flinte habe ich mir sagen lassen, grätscht Herr Lissin auch gerne live und in Echtzeit rein, wenn ihm was nicht passt. Der DSB hat sich aus Protest wegen des Verhaltens des Generalsekretärs der ISSF Herrn Ratner u.a. beim Junioren-Weltcup in Suhl aus allen Ämtern bei der ISSF zurückgezogen. Faktisch hat auf die Einflussnahme ohnehin keine Wirkung, weil der DSB dort ja wie erläutert nicht zu sagen hat. Ich habe dieses Jahr zig Varianten der Finals international erlebt. Die Abkehr von dem 4-3-2-1 Punktesystem, dass noch bei der Luftdruck-EM geschossen wurde, ist wohl nur dem massiven Druck des Athletenkomitees zu verdanken. Das in der Tat merkwürdige Race216 (Race to 16 Points) ist allerdings trotz anderslautender Wünsche der Athleten geblieben.

    Besserung sehe ich nur, wenn Herr Lissin abgewählt wird. Mal schauen, ob sich Herr Rossi im November durchsetzen kann.

    Ist ja auch kein Wunder.

    Wie hoch ist der aktuelle Jahresbeitrag, ich wiederhole, Jahresbeitrag, für den DSB, immerhin der viertgrößte Sportverband in diesem Land, nochmal, 3,80 EUR?

    Meine Wahrnehmung dazu: Mittel aus dem ordentlichen Haushalt werden für den olympischen Leistungssport so wenig wie irgend möglich verwendet. Gefühlt ist die Refinanzierungsquote über die BMI-Fördermittel bei 98%. Wenn was zusätzlich aus ordentlichen Haushaltsmittel finanziert werden soll, ist das Führungspersonal im Regelfall nicht begeistert und sucht das zu vermeiden. Wenn die Beiträge für diesen Zweck erhöht würde, wäre das wohl einiges machbar. Aber da mache ich mir keine Hoffnungen, dass das mal mehrheitsfähig wird.

    Aber leider ticken die Verantortlichen (wahrscheinlich nicht die Trainer!) so, es geht nur ums Geld sparen. Aber mal einen Offiziellen daheim lassen und dafür dann zwei Junioren mitnehmen das geht nicht.

    Das kann ich so nicht bestätigen. Ohne Delegationsleiter auf eine WM zu fahren, ist eine Katastrophe. Da kannst du mal in einer ruhigen Minute die Bundestrainer Gewehr Nachwuchs zur Junioren-WM in Lima befragen. Da ist die Delegationsleitung kurzfristig ausgefallen und sie hat das dann noch mitgemacht. Den Job kannst Du echt geschenkt haben. Ansonsten fahren da nach meinem Verständnis eher zu wenige Offizielle als zu viele mit. Und wegen der Mitreise eines Offiziellen ist bisher nach meiner Erfahrung noch kein Sportler daheim geblieben.