Beiträge von Lanfear


    Hier habe ich schon einen recht guten Rahmentrainingsplan gefunden, der aber für ein 3/4 Jahr Vorbereitung gedacht ist: https://www.llzbw.de/?page_id=260
    Auch das Buch von Heinz Reinkemeier "Olymisches Pistolenschiessen" finde ich recht gut, aber eben auch eher für langfristige Planung.

    Wie würdet ihr vorgehen?
    Bin für jeden Ratschlag dankbar.

    Hast Du keinen C-Trainer Leistung Pistole auf den Du zugreifen kannst? Der Rahmentrainingsplan hilft Dir da auch nur begrenzt weiter. Zum einen, weil RTPs grds. dafür gedacht sind, einem Trainer den Rahmen zu geben, innerhalb dessen er seine Meso- und Mikrozyklen plant und zum anderen weil der genannte RTP vielleicht auch nicht erste Wahl ist.

    Das Buch von Reinkemeier ist auch nicht hilfreich. Da kann ich ja selbst als Trainer meistens nichts mit anfangen. Zusätzlich würde ich nicht alles glauben, was da drin steht.

    Und wenn Du einen Trainer findest, der für Dich eine Planung macht, vergiss bitte nicht, ihn angemessen zu bezahlen.

    Vielleicht solltest Du der Vollständigkeit halber erwähnen, dass Du im Vertrieb beim Marktbegleiter Meyton arbeitest. Dann kann man Deinen Beitrag vielleicht besser einordnen.

    Ich habe einen S & W 629, der weitestgehend dem aufgeführten 629 Matchmaster entspricht. Ich hatte seinerzeit das Underlug aufbohren und durch eine Wolframstange schwerer machen lassen. Zusätzlich habe ich noch ein 4-Positionen-Korn anbringen lassen.

    Beides würde ich heute nicht mehr machen lassen. Damit entspräche meine Revolver dann ziemlich genau dem 629 Matchmaster. Ich bin mit meinem Revolver sehr zufrieden und schieße damit 2.58 bei DSB und in der Vergangenheit auch Mehrdistanz bei BDS.

    Die hieisge Schützengilde ist ein eingetragener und gemeinnütziger Verein?

    Wenn es so ist, dann geht das so nicht.

    Vereine sind keine Wirtschaftsbetriebe, ein anerer Verein wird nicht behandelt wie unliebsame Konkurrenz.

    Ich würde ein Gespräch führen und den Kreissportleiter dazu bitten.

    Dann wird das alles ein großes Mißverständnis sein.

    Das ist lächerlich. Hier fehlt jedwede Grundlage um den Verband um ein etwaiges Eingreifen zu bitten. Der Verband macht da gar nichts. Der eingemietete Verein hat hier rechtlich nach meiner Einschätzung nichts in der Hand.

    Ich würde mal schätzen, daß er mit dieser Marktmacht die klassischen kleinen "Griff- Manufakturen" an die Wand klatschen wird.

    450 Händler sind eine Marktmacht? Klingt eher nach wenigen Händlern. Den Griff gibt es derzeit nur in Größe M. Der Griff ist über entsprechende Adapter an unterschiedliche Waffen montierbar. Diese Adapter stellen für sich schon einen Kompromiss dar. Damit kann man die Geometrie der Waffe nicht optimal ausnutzen. Ich halte das Teil angesichts des hohe Preises trotz der Anpassbarkeit eher für ein Nischenprodukt.

    Von "an die Wand klatschen" wird nach da meiner Ansicht nicht zu sehen sein.

    Am Wochenende habe ich meine Einladung zur Bayrischen Meisterschaft (2te Mal) bekommen:)
    Um gleich feststellen zu müssen, dass ich da schon auf einem Trainerlehrgang bin:sobbing:
    Werde jetzt Vorschießen auch wenn es Sinnlos ist, da ich das Limit für die Deutsche eh nicht erreiche.
    Ich hoffe wirklich, dass man in Zukunft an den Terminen der Meisterschaften keine Lehrgänge legt, weil die aktiven Mitglieder sich einfach nicht zweiteilen können und somit benachteiligt werden. Alternativ wäre es, die Lehrgangsteilnehmer an einen anderen Termin mit schießen zu lassen.
    Bin gerade ziemlich enttäuscht, aber dann muss ich halt nächstes Jahr nochmal klappen. Bis dahin hoffe ich, dass die Verantwortlichen über die beiden Vorschläge nachdenken und einen umsetzen.

    Kanntest Du die Termine der Landesmeisterschaft bei der Anmeldung zu dem Lehrgang nicht oder hattest Du nicht damit gerechnet, dass Du Dich für die Landesmeisterschaft qualifizierst? War das also absehbar?

    Davon losgelöst: Ich plane bei uns im Landesverband die Aus- und Fortbildungen für die Trainer. Auf die Wochenenden der Landesmeisterschaften lege ich keine Termine. Auch ansonsten schaue ich, dass ich die Veranstaltungen so lege, dass da keine anderen Veranstaltungen sind. Völlig verhindern lässt sich das nicht. Für die Landesmeisterschaften und die DM in München bekomme ich das eigentlich immer hin. Bei den DM Auflage in Dortmund und Hannover wird es schon schwieriger.

    Das schnelle "Vollstrecken" am Abzug bei Erreichen des Halteraums kenne ich auch bei anderen Schnellfeuerschützen. Entscheidend für die Zeit, die zwischen Erreichen Halteraum und Auslösen des Schusses liegt, ist nach meiner Erfahrung die Fähigkeit, die Visierung zuverlässig abschätzen zu können. Wenn es passt, darf der Restdruck erhöht werden, bis der Schuss fällt. Wie lange das dauert, hängt auch von den individuellen Fähigkeiten des Schützen ab. Wer gut antiziperen kann, dass er im Halteraum passend ankommt, kann sicherlich noch etwas schneller die Restdruckverstärkung einleiten. Bei Nichtschnellfeuerschützen sollte die Zeit im Halteraum nicht unter 1s liegen. Je besser die Annäherungsqualität, desto weniger Zeit brauche ich für die Visierkontrolle und Restdruckverstärkung.


    Trainingsmethodisch geht es nach meinem Dafürhalten eher unspektakulär zu. Die Schützen mit denen ich arbeite und die zu schnell auslösen, haben oft keine Vorstellung wie schnell sie in Wirklichkeit sind. Da fühlt sich selbst eine Zehntelsekunde mehr Stehzeit im Halteraum nach einer Ewigkeit an. Als Trainer kann ich meist ganz gut sehen, wie lange jemand im Halteraum steht, bevor der Schuss fällt. Ist aber anstrengend und mit wird mit zunehmend langsamerer Annäherung schwieriger.

    Ich würde das Thema daher mit Scattunterstützung erarbeiten. Da kann man anhand der Zielwegs die Stehzeit im Halteraum und die Annäherungsgeschwindigkeit gut erkennen. Die Rückmeldung über Scatt erfolgt visuell und kann auch zeitlich gut bestimmt werden.
    So kann man sich eine zeitlich Anpassung des Schussrhythmus gut erarbeiten.

    In einem zweiten Schritt gilt es dann den individuell optimalen Schussrhythmus zu erschließen. Wie oben ausgeführt, glaube ich dass das bei den Sportler unterschiedlich ausgeprägt ist. Langsamkeit um der Langsamkeit willen, bringt nichts. Ich brauche das Timing bei dem ich meine Fähigkeiten optimal ausspielen kann.

    Ich würde bei Doppelatmung bleiben. Erste Automatisierungseffekte würde ich nach ca. 1.000 Schuss Training erwarten.

    Daumen ist frei, sofern der Griff in den Messkasten passt.

    Gegen 3D-Druck spricht gar nichts. Gibt es auch komerziell.

    Das mit dem Daumen stimmt meines Erachtens nach nicht. Sowohl der Daumen als auch die Handkante dürfen vom tiefsten Punkt nicht wieder nach oben gehen. 90° von unten an der Griffsenkrechten sind die Grenze an den Außenseiten. Vorne und hinten gilt das nicht.
    Wie genau die Griffsenkrechte bestimmt wird ist meines Wissens nach unklar. Die Waffensenkrechte wäre eine Option, ist aber nach meiner Meinung falsch.
    Siehe auch hier: https://www.formgriffe.de/Infos/zur-Rege…istolentabelle/


    3D-Druck ist für Griffe eine coole Sache. Aber ohne 3D-Scanner und passendes Know-How in 3D-Software/Slicer ein mühsames Geschäft.

    Wir haben seinerzeit mit einer Steyr LP5 angefangen. Mittlerweile haben wir 12 Steyr LP. Die meisten davon sind LP2.

    Califax hat völlig Recht, wenn er kein Freund des Waffenteilens ist. Das ist sportlich nicht zielführend. Jeder Schütze braucht seine eigene Waffe. Wir haben das mit der Waffenmiete bei uns realisiert. Jede Pressluft-LP kostet 10 EUR im Monatfür Jugendschützen. (Sollten wir ggf. mal anpassen, die Preise stammen aus 2011). Damit refinanzieren wir Ersatzbeschaffung, Service und Ersatzteile. Wir haben dafür Fördermittel von Stadt, Kreis, Sportbund und Land in Anspruch genommen. Auch über Sondermittel aus dem Programm "Sport für alle Kinder" haben wir das ein oder andere finanziert. Hier und da gab es auch Eltern, die ihren Kinden eine LP gekauft haben. Das war und ist die Ausnahme.


    Von der Hämmerli AP20 würde ich abraten. Das ist Technik aus der Walther LP400, die nicht gerade als technisch ausgereift bekannt ist.

    Ich habe gerade gesehen, dass das alte Modell der Pardini KID nicht mehr auf Seite von pardini.de gelistet ist. Das alte Modell basierte auf der K10, das neue Modell auf der K12.

    Ich habe keine Erfahrung mit der Pardini KID. Das Modell wiegt mit dem Universalgriff 800. Eine Steyr LP2 mit normalem Griff wiegt 900g und hat eine normale Lauflänge.

    Ich würde keine Waffe mit einem gekürzten Lauf für den Schülerbereich kaufen. Viel entscheidender sind halbwegs passende Griffe. Wir haben nur einmal bisher empfohlen. Da war der Schüler allerdings auch erst kurz vor 10 Jahre. Normalentwickelte Schüler kommen auch mit Waffen bis 1000g zurecht.

    Wenn Ihr sonst auch Pardini LP als Vereinswaffen habt, dann ergibt eine K12 KID oder die alte KID vielleicht Sinn, weil die Griffe dann tauschbar sind. Wir setzen im Nachwuchsbereich auf die Steyr LP2, weil wir nur Steyr als Vereins-LPs haben. Da passen dann alle Griffe untereinander.

    Ich halte von Auflagedisziplinen für Jugend und junge Erwachsene gar nichts. Dadurch wird nichts gewonnen. Deswegen kommt und bleibt nach meinem Verständnis in dieser Altersgruppe nicht einer mehr oder weniger in den Verein. Wir bieten aktuell 1x pro Woche Jugendtraining an. Die 4-5 Kinder im Alter von 12-17 sind nicht übermäßig leistungsstark. Dennoch käme dort niemand auf die Idee Auflage schießen zu wollen. Die fangen erstmal alle so an mit der LP, dann kommt aber zeitnah der Wechsel zum freistehend schießen. Da geht niemand weg, weil er stehend freihändig schießen muss.

    Sport zu treiben, ohne sich mit anderen messen zu wollen, ist ok. Mache ich beim Laufen auch so. Das mache ich nur für mich. Beim Schießen mag das auch gehen, da fällt es mir aber schwerer.

    Auch von mir Glückwünsche zum Jubiläum. Bin jetzt auch schon seit 13,5 Jahren dabei. Hätte ich nicht erwartet. Wie schnell die Zeit vergeht. Als ich mich angemeldet habe, hatte ich gerade meine Lizenz als C-Trainer Basis gemacht und eine Möglichkeit zum Informationsaustausch zu den olympischen Pistolendisziplinen auf deutsch gesucht. Den Bedarf habe ich heute immer noch und bin dem Forum daher bisher treu geblieben.

    Wir sind keine Amis, die 500 Jahre alte erfundene Richtersprüche zur Rechtsfindung verwenden, wir sind Deutsche, bei denen Regeln zu gelten haben, die eindeutig und für den Adressaten auch verständlich formuliert sind.

    Das mit der Normenklarheit hört spätestens beim Steuerrecht auf. Auch in Deutschland gibt es in Gesetzen unbestimmte Rechtsbegriffe, die dann im Laufe der Zeit durch die Rechtsprechung mit Leben gefüllt werden. So z.B. die verdeckte Gewinnausschüttung im Körperschaftssteuerrecht.

    Und wer glaubt "normales" Steuerrecht sei schon knifflig, darf sich gerne mal mit Investmentsteuerrecht beschäftigen. Da fangen selbst Steuerprofis wieder Null an.

    Dass viele der Regelungen aus den Kampfrichterblättchen nicht den Weg in die Sportordnung finden, kann ich nicht verstehen. So kompliziert ist es doch am Ende nicht, das dort mit aufzunehmen.

    Wenn Du die Punkte von Matze abgearbeitet hast und der Griffwinkel grds. stimmig ist, dann verhindert nur ein stabiles, fixiertes Handgelenk das Absinken des Korn im Kimmenausschnitt. Feinkorn im Halteraum kommt als Zielfehler nach meiner Erfahrung häufig vor. Kompensieren durch höheres Anhalten ist wie den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Keine gute Idee also.

    Also heißt es das Handgelenk vor Beginn der Arbeitsphase zu stabilisieren. Zu diesem Zeitpunkt hast Du ein leichtes Vollkorn, dass mit Absenken in den Halteraum genau zu bündigem passenden Korn verändern. Beim Absenken im Bereich des Spiegels ist es nicht selten, dass Du aufgrund des Kontrastverlust nicht mitbekommst, dass sich das Korn im Kimmenausschnitt zu weit absenkt. Daher insbesondere ab Spiegelmitte darauf achten, dass das Korn nicht absinkt. Auch wenn die Bedingungen vom Kontrast hier nicht ideal sind, sollte das machbar sein.

    Bei Verlassen des Spiegels, also wenn das Kontrollweiß zu entstehen beginnt, sollte das Korn schon passend im Kimmenausschnitt stehen. Nur im Notfall wäre hier die allerletzte Gelegenheit zu minimalen Korrekturen. Das sollte aber vermieden werden, weil hierzu zwangsläufig das Handgelenk für diese Korrekturen bewegt werden muss. Steht das Korn deutlich tief im Kimmenausschnitt hilft leider nur Absetzen und neu beginnen.

    Der Aufmerksamkeitsfokus liegt ab Spiegelmitte sehr stark auf dem Zielen. Das endet nicht mit Ankommen im Halteraum, sondern bleibt bis zur Schussauslösung erhalten. Zielen lässt sich nach meiner Erfahrung nicht besonders gut automatisieren. Also wenn ich das Przent festmachen sollte: 95% Zielbild optimal halten und 5% gefühlvolles Auslösen.

    Was ist mit Sportordnung Teil 0 Seite 4:

    "Außer ärztlich verordneten Hörhilfen dürfen von den Schützen keine elektrischen oder elektronischen Geräte im Schützenstand verwendet werden"?

    Ich verwende gerne ein elektronisches Spektiv, geht aber m.E. nicht im Wettkampf.

    Wenn Spektive mit Bildgeräten als Aufsatz zugelassen sind, dann müssten konsequenterweise auch vollelektronische Spektive erlaubt sein.
    Siehe https://www.dsb.de/fileadmin/DSB.…n_10-2020-1.pdf

    Ich habe schon gesehen das Senkschrauben mit Muttern hinten befestigt sind in den Platten

    Die Scheiben werden dann mit kleinen Magneten gehalten

    Gruß Jürgen

    Genauso machen wir das. Die Schrauben sind Hammerkopfschrauben/Hammerkopfbefestiger, die eigentlich für Montageschienen gedacht sind. Die haben aber am Kopfende eine rechts große flache Seite. Es hat sich aber gezeigt, dass die Schrauben und entsprechenden Magnete nur oben sinnvoll zu verwenden sind. Unten wird die Scheibe bei uns mit einem Spanngummi gehalten. Der eigentliche Träger ist aus 4cm Styrodur oder ähnliches Material.