Beiträge von Lanfear

    Lapua/Schönebeck Standard Plus wäre hier auch meine Empfehlung. Die liegen meines Wissens bei bei der V0 bei ca. 380 m/s und müssten damit schnell genug sein. Nach meiner Erfahrung gleichbleibend sehr gute Qualität in Sachen Funktion und Präzision. Setzen wir im Nachwuchsbereich auch als Wettkampfmunition ein. Mit etwas Suche liegen die auch noch im festgelegten Preisrahmen.
    CCI Standard wäre mir selbst als Trainingspatrone qualitativ zu schlecht. Bei Geco schwanken mir die Lose zu stark. Hier habe ich den Eindruck, dass jeweils gerade irgendwelche Produktionsüberschüsse oder -reste als Geco gelabelt werden. Die RWS Club sind qualitativ auch ok, aber nach meinem Gefühl nicht stark genug. Zum Rest kann ich nichts sagen

    Ist bei uns genauso. Gliederung in Hessen ist Kreis, Gau und dann Land. Limit Gau bei Freie Pistole in 2013 waren 244 Ringe. Limit für Land aber nur 233 Ringe. Problem sind die lediglich 16 Startplätze bei der Gaumeisterschaft. Das gepaart mit teilweise sehr starken Schützen bei uns im Gau, sorgt für diese seltsame Situation.

    Jetzt verreißt doch den Beitrag von Thomas66 nicht so. Ihr reduziert ihn auf einen Satz, komplett aus dem Zusammenhang gerissen, so wie es jeder schlechte Journalist macht.


    Ich reduziere Thomas66 genau auf die Kernaussage, die er gemacht hat: Eine Medaille auf der DM in München ist nicht viel wert. Nach dem zu spekulieren, was er vielleicht unter Außerachtlassen dieser Aussage gemeint haben könnte, ist nicht mein Ding.


    Er will meines Erachtens ganz etwas anderes sagen: nicht eine Goldmedaille ist das Maß ob ein Verein und ein System gut funktionieren.
    also Thomas ich verstehe dich und du freust dich bestimmt riesig für deinen Sohnemann. Auch als Trainer wärest du bestimmt richtig, denn du hast denke ich begriffen, dass es nicht nur allein auf stupiden Erfolgsdruck ankommt, sondern auf zig andere Faktoren.


    Hat er aber eben nicht gesagt


    also Thomas ich verstehe dich und du freust dich bestimmt riesig für deinen Sohnemann. Auch als Trainer wärest du bestimmt richtig, denn du hast denke ich begriffen, dass es nicht nur allein auf stupiden Erfolgsdruck ankommt, sondern auf zig andere Faktoren.


    Hat er auch nicht gesagt

    Auf Fotos der Waffe kann man m.E.n. nicht wirklich erkennen, ob es neue oder alter Verschluss ist. Keine Ahnung ab welcher Nummer der Wechsel vollzogen wurde. Wenn Du sicher sein willst, lass Dir ein Foto von der Vorderseite des Verschlusses schicken.

    Ich würde für eine neuwertige SP20 (keine RRS) mit neuem Verschlussmodell und passendem Griff nicht mehr als 700 EUR ausgeben. Keine Ahnung, ob das dem EK entpricht.

    Was ist eine Medaille in München wert. Ganz ehrlich. Nicht viel.

    Dein Sohn ist ja nicht zu beneiden, wenn Du seine Goldmedaille von der DM so gering schätzt. Die gemachte Aussage halte ich für völlig falsch.
    Sportlich gesehen ist eine Medaille bei der DM sehr viel wert. Neben den Ranglistenturnieren ist die DM ein wichtiger Bestandteil bei der Auswahl der DC, C und B-Kader.
    Eine solche Geringschätzung kenne ich bisher nur von Schützen, die nie auch nur ansatzweise in die Nähe einer damit verbundenen Leistung gekommen sind. Ich habe noch nie einen unserer TOP-Schützen gehört, der sich in vergleichbarer Weise negativ über eine Medaille bei der DM geäußert hat. Im Gegenteil behaupte ich: Auch erfolgsgewohnte Sportler wie Christian Reitz oder Sonja Pfeilschifter freuen sich über jeden nationalen Titel, den sie gewinnen.

    Viele unserer Jugendlichen im Verein würden sich schon freuen, wenn sie sich überhaupt für die DM qualifizieren würden. Eine Medaille mit nach Hause nehmen zu dürfen, würde sie überglücklich machen. Wir sind kein erfolgsverwöhnter Verein. Wir freuen uns wohl deshalb so riesig über jede Medaille, die unsere Sportler gewinnen. Wenn unsere Schützen dann noch auf der höchsten Ebene, die man ohne Nationalmannschaftszugehörigkeit erreichen kann, Edelmetall mit nach Hause bringen, werden sie von uns gefeiert.

    Geringschätzung haben nur die zu befürchten, die eine überragende Leistung unter schwierigsten Bedingungen nicht anerkennen.

    Bleibt mir nur zu hoffen, dass Du nicht als Trainer arbeitest. Das wäre wirklich sehr traurig für Deine Schützlinge.

    frank17 hat hier völlig Recht. Wenn Du den Lehrgang beim WSB machen willst, helfen alle Nachfragen im Forum nicht. Nur der WSB wird Dir hier eine sinnvolle Auskunft erteilen. Je eher Du die Antwort kennst, desto eher kannst Du entscheiden, ob und wo Du ggf. fehlende Vorqualifikationen erwirbst.

    RRS=Rückstoßreduziersystem. Das RRS ist im Laufmantel untergebraucht. Die SP20RRS hat daneben auch eine etwas komfortabler einstellbare Visierung und einen etwas anderen Griff als die SP20. Wir haben beide Waffen bei uns im Verein im Einsatz. Das Rückstoßreduziersystem funktioniert, sollte man aber nicht überbewerten.

    Bei dem Kauf der SP20 bitte darauf achten, dass sie aus einer neueren Modellreihe stammt, bei der der Verschluss vorne geschlossen ist. Die offene Variante der alten Modelle neigte in Kombination mit dem alten Verschlusspuffer mit Federsystem gelegentlich zu Bruch. Also geschlossener Verschluss und neuer Puffer aus Kunststoff wäre bei einer gebrauchten SP20 zu empfehlen.

    Darf ich fragen zu welchem Preis Dir die "ungeschossene" SP20 angeboten wird?

    P.S. Eine neue SP20RRS würde ich auf keinen Fall empfehlen.

    Jetzt mal ehrlich? Wo schießt Du denn, dass niemand in Deinem Umfeld eine Pardini SP oder eine Feinwerkbau AW93 hat? Das gibt's doch fast nicht?
    Das wäre nämlich das einzige was hilft. Du musst die beiden Pistolen Probeschießen. Wenn möglich mehr als nur 10 Schuss und am besten mehr als 1x. Sonst ist das Kristallkugelleserei.
    Beide Pistolen sind klasse Teile und schon lange am Markt. Beide werden international von Spitzenschützen geschossen. Pardini ist die Topmarke für Schnellfeuer. Schwer zu schießen sind sie beide, wenn man es nicht kann :D Die Pardini ist serienmäßig ohne Auffeilen des Magazinschachts nix für dicke Finger, hat aber ein super Rückstoßverhalten. Bei der AW93 liegt die Visierlinie deutlich höher. Die Handgröße ist hier aber nicht so limitierend. Das sind allerdings keine entscheidenden Faktoren. Alles nur auf dem Papier. Ich sag's nochmal: Du musst die Waffen Probeschießen. Wenn das nicht in Deinem unmittelbaren Umfeld geht, musst Du halt mal etwas weiter fahren. 1.600 - 2.000 Euro nach der Papierlage ausgzugeben, wäre mir zu riskant. Stell Dir mal vor, dass Du mit keiner zurecht kommst und am Ende die Matchgun MG2 oder die Walther SSP das richtige für die gewesen wäre.

    Im Verwirren bin ich gut. Meine Vorredner haben aber gut verstanden, was ich gemeint habe. Einstellbar am Abzug sind nur Vz = Vorzugsgewicht und Dp = Druckpunktgewicht. Das von mir zusätzlich postulierte Ag = Auslösegewicht werdet ihr so nirgendwo finden. Habe ich mir ausgedacht. Das ist kein einstellbarer Wert, sondern den muss der Schütze selbst herbeiführen.
    Am Beispiel meiner Profiempfehlung: An der Waffe sind 370 Vz und 130 Dp eingestellt. Dp wird über den Gesamtabzugsgewichtswert (Gg) eingestellt. Den kann man gut messen. Dp ergibt sich dann als Differenz zwischen Gg und Vz. Der Schütze Soll zum Ende der Auftaktphase Dp erreicht haben. In der Arbeitsphase wird der Druck am Züngel weiter erhöht bis Ag erreicht ist. Im Profibeispiel also den Druck von 370 auf 450 erhöhen. dann bleibt ein Rest von 50 (=Ag) übrig. Mit diesen noch zu überwindenden 50 beginnt die Auslösephase im Halteraum.

    Das aktuelle Technikleitbild zum Druckverlauf sieht man auf der Seite vom LLZ BW:
    http://www.llzbw.de/wp-content/upl…PAbzug-V1.1.pdf


    Einzig die Grafik und der Text passen nicht so recht. Oben steht, dass in der Arbeitsphase 80-90% der Gg erreicht werden sollen. Der Verlauf der Druckkurve zeigt aber, dass dieser Wert schon fast zu Beginn der Arbeitsphase erreicht wird und nur unwesentlich steigt. Im Fließtext dazu steht dann auch, dass das Druckniveau in der Arbeitsphase gehalten wird. Das passt nicht so ganz zu meinen Kenntnissen. Zum Vergleich dazu die Ausführungen unseres neuen Bundestrainer Aeply aus dem Jahre 2006: http://www.schussbild.de/wp-content/upl…Leitbild-LP.pdf


    die Abbildung auf Seite 13 passt zu meinen Version. Die Details auf Seite 18 eher nicht. Ich würde den Druck kontinuierlich in der Arbeitsphase erhöhen.

    Also nicht dogmatisch verstehen. es gibt da mehrere Lösungsansätze

    Zitat von Gunslinger

    Abzug und Druckpunkt aufnehmen Aufteilung Vorzug 300g und am Druckpunkt nochmal 215 bei langem Vorzug ist eine Anfängerkonfiguration. Es erstaunt mich ehrlich gesagt, dass Du damit das beschriebene Problem hast.....

    ...und wie sieht die Aufteilung der Fortgeschrittenen/Profis aus ?(

    Ausgehend von 500g Gesamtabzugsgewicht bei der Luftpistole empfehle ich als Orientierungswerte:
    Anfänger Vz 300g Dp 200g Ag 150g
    Fortgeschrittene Vz 340g Dp 160g Ag 80g
    Profis Vz 370g Dp 130g Ag 50g
    Vz=Vorzugsgewicht, Dp=Druckpunktgewicht, Ag=Auslösegewicht.

    Die maßgebende Größe ist der Dp-Wert. Der kann mittels Messung gut eingestellt werden. Je niedriger, desto höher die Anforderungen an die Feinmotorik am Abzugsfinger. Mit Ag ist der verbleibende im Halteraum während der Auslösephase noch zu überwindende Restwiderstand am Abzug gemeint. Während der Arbeitsphase soll ein aktive Reduzierung des Abzugsgewichts von Dp auf Ag stattfinden. Je niedriger Ag ist, desto unwahrscheinlicher sind Fehler durch zu starke plötzliche Kräfte beim Abziehen (Verreissen).

    Nach dem aktuellen Technikleitbild des DSB für die Präzisionsdisziplinen LP, FP und SP Präz. soll der Druckpunkt am Ende der Auftaktphase genommen werden. Vor Beginn der Arbeitsphase (Absenken von oberer Scheibenhälfte in den Halteraum) muss die Druckpunktnahme stattgefunden haben.
    Deine erste Absinkphase der Doppelatmung ist der 2. Teil der Auftaktphase und wäre damit zumindest leitbildkompatibel. Ob der Druckpunkt linear mit dem Absenken auf die Scheibe genommen wird oder erst wenn das Korn die Ruheposition auf der oberen Scheibenhälfte erreicht hat, spielt dabei technisch keine Rolle. Ich kenne und vermittle die Druckpunktnahme so, dass der Vorzug in einem Stück langsam und vorsichtig bis zur ersten Widerstandgrenze (Druckpunkt) überwunden wird. In mehrmaligem Herantasten sehe ich keinen Vorteil.
    Deine Aufteilung Vorzug 300g und am Druckpunkt nochmal 215 bei langem Vorzug ist eine Anfängerkonfiguration. Es erstaunt mich ehrlich gesagt, dass Du damit das beschriebene Problem hast.
    Bei dem beschriebenen Problem überwindest Du trotz vorsichtigem Herangehen an den Druckpunkt ungewollt weitere 200g Abszugsgewicht.
    Solche Probleme kenne ich aus dem Training nur, wenn am Druckpunkt weniger als 100g eingestellt sind oder der Abzug defekt ist und gelegentlich das Gewicht nicht hält. Das Technikleitbild sieht eigentlich vor, dass im Rahmen der Arbeitsphase der Druck am Druckpunkt weiter erhöht wird und so ein Auslösegewicht von nur noch 30-80g erreicht wird. Im Rahmen des Trainings für diese Technik für Fortgeschrittene kommt es ebenfalls am Anfang zu vorzeitigen Schussauslösungen.

    Wenn Du tatsächlich bei über 200g am Druckpunkt vorzeitig ungewollt auslöst, musst du erheblich an der Feinmotorik Deines Abzugsfingers arbeiten.
    Wie fest hälst Du die Waffe? Je fester, desto eingeschränkter die Feinmotorik. Wie lange trainierst Du schon Luftpistole?

    Hier mal ein paar Ansätze zum Techniktraining Abziehen:
    Grundsätzlich immer in den Varianten Mental/Trocken/Scharf trainieren. Techniktraining grds. nicht auf 10er Ringscheiben machen.

    • Druckpunkt nehmen und wieder lösen in verschiedenen Varianten. Von 1x Lösen bis 5x Lösen. Von Komplettlösen bis zu nur ein Drittel Lösen.
    • Mehrstufiger Druckpunkt. Nehme vorsichtig den Druckpunkt. Versuche dann in kleinen Stufen den Druck zu erhöhen, ohne das ausgelöst wird. Am Anfang das Druckpunktgewicht halbieren und dann später dritteln/vierteln. Wie zuvor auch mit Entspannungsphasen kombinieren.
    • Beide Punkte kombinieren. Z.B. Druckpunkt nehmen. Halber Vorzug wieder zurück. Wieder an den Druckpunkt. Halbes Druckpunktgewicht ziehen. Wieder zurück auf Druckpunkt. Dann wieder die Hälfte am Druckpunkt nehmen und dann in Zeitlupe auslösen.

    Trockenabzugstraining an einem Abzug, der deutlich unter 500g eingestellt ist, wäre auch eine Alternative, um ein besseres Gefühl für die 500g bei der LP zu erhalten. Hier bietet sich die Freie Pistole mit 10-50g an. Oder auch eine heruntergedrehte Leihpistole.

    Den Tipp von Gunsliger den Druckpunkt erst in der zweiten Phase der Doppelatmung zu nehmen, empfehle ich nicht. Die zweite Atmung ist für die Arbeitsphase gedacht. Selbst wenn Du in der Arbeitsphase den Druck am Druckpunkt nicht verstärkst, hast Du hier mit dem sehr langsamen Absenken der Waffe in den Halteraum und dem Übergang vom Grob- zum Feinzielen genug zu tun. Hier erst den Druckpunkt zu nehmen, birgt für mich eine zu große Gefahr ohne klare Vorbereitung den Halteraum zu erreichen und dann entweder einen schlechten Schuss zu lösen oder absetzen zu müssen.