Erfolgreiche Vereine haben aber auch keine Probleme zahlungswillige Mitglieder zu finden. https://fcbayern.com/de/club/mitglied-werden/preise
oder um bei den Schützen zu bleiben:
Bei der ganzen Diskussion sollten wir aber auch nicht vergessen dass die Mehrzahl der Vereinsmitglieder eben, auch wenn es einige nicht verstehen können, selbst bei dem drögen DSB aus Spaß ohne Ambitionen auf Spitzenleistung mitmacht und da wird dann auch auf den Beitrag geschaut.
- Pflichtschießkurs 250 EUR für Anfänger
- 150 EUR Aufnahmegebühr. 50 EUR werden bei Kursabsolvierung angerechnet.
Ohne Ambitionen auf Spitzenleistungen heißt ja nicht, dass man sich als Verein keine sportliche Ausrichtung geben darf. Wir sind ein kleiner Verein mit nur 2 regulären und 1 weiteren Zusatzschießtag auf einer Anlage, die wie uns mit drei Vereinen teilen. Nur für die 10m-Anlage sind wir Exklusivnutzer.
Damit können und wollen wir uns die von Karl angesprochene Zielgruppe der "Spaßschützen" nicht leisten. Wir verstehen uns so wie es bei uns in der Satzung steht in erster Linie als Sportverein. Zum Sportbetrieb gehört nach unserem Verständnis die Teilnahme an Meisterschaften und Runden- und Ligawettkämpfen. Die skizzierten "Spaßschützen" verweigern sich diesen sportlichen Wettkämpfen. Sie wollen ja nur zum "Spaß" schießen. Ist ja kein Problem, kann ich auch mit leben. Nur eben nicht in unserem Verein. Dazu gibt es andernorts genügend Gelegenheit. Ich sage das auch deutlich jedem vorher, damit es da zu keinem Missverständnis kommt. Wer daran nicht teilnehmen will, ist bei uns verkehrt. Da wir diese Zielrichtung haben, muss ich das auch konsequent in der Mitgliederneubetreuung umsetzen. Wer nicht schießen lernt, hat keine Freude am Sport. Das Absolvieren des Schießkurses ist für die neuen Schützen eine gute Orientierung was sie erwartet und wo die Reise mit uns hingeht. Für die 250 EUR bekommen sie mit 22 Trainingseinheiten einen angemessenen Gegenwert und erreichen im Regelfall gut die für das normale Training erforderliche "Platzreife". Wenn sich am Ende des Kurses jemand entscheidet, dass das nicht das richtige Hobby für ihn ist, muss sich niemand grämen. Der Kursteilnehmer hat eine angemessene Gegenleistung und eine klare Option erhalten. Wir als Verein ersparen uns ein Mitglied, das nicht unseren sportlichen Vorstellunen entspricht. Der Trainer muss sich nicht über fehlinvestierte Zeit ärgern, da er dafür Geld bekommen hat. Diejenigen, die dabei bleiben, buchen häufig immer wieder mal Trainereinzelstunden und bedanken sich in aller Regel für die gute Heranführung an den Sport. Ginge es um Golf oder Tennis würde niemand diese Herangehenweise seltsam oder teuer finden.
Bisher hat noch keiner der bisherigen Teilnehmer bei der Höhe der Kursgebühr ein Problem gehabt. Wäre dem so, müsste ich mir Sorgen machen, denn die Kosten im Schießsport sind nun sicherlich nicht gering. Schützen, die sich keine eigenen Sportwaffen kaufen wollen oder können und auf immer und ewig unsere Vereinswaffen nutzen wollen, sind nicht die allerbeste Option. Das mag elitär, arrogant und snobistisch wirken. Ist es vermutlich auch. Wir fahren damit aber bisher sehr gut. Immer wieder wechseln Schützen aus anderen Vereinen zu uns, weil sie sich in ihrem Verein genauso ein Umfeld wünschen, wie wir es haben. Die nehmen dann auch in Kauf, dass sie 20-30km zum Training fahren müssen.
Warum die Schützen trotz der klaren sportlichen Ausrichtung zu uns kommen? Die Schützen haben gerade an dieser klaren Ausrichtung Spaß und Freude. Von anderen Vereinen (auch in Rundenwettkampfbesprechungen und Sportsitzungen) höre ich häufig das sei uns bei uns alles so leistungssportlich und wir müssten doch auch Rücksicht nehmen und Verständnis haben für die Schützen, die das nur zum Spaß machen. Was soll ich da sagen? Dass ich die Schützen aus meinem Verein zu den Wettkämpfen zwingen muss, weil die ja keinen Spaß haben? Was für ein Unsinn. Das Leistungsniveau spielt dabei keine Rolle. Wir finden für jeden eine passende Mannschaft. Niemand äußert sich despektierlich über die Leistung eines anderen. Das ist bei uns verpönt. Wir fordern das sportliche Engagement ein und erkennen das egal auf welchem Niveau an. Niemand soll und darf Angst haben sich in einem Wettkampf blamieren. Jeder muss neugierig und leistungsbereit an das Thema herangeführt werden.
Die Vereine, die ihre Neumitglieder nicht gescheit betreuen, brauchen sich nicht zu wundern, dass bei ihnen immer weniger Schützen an Rundenwettkämpfen o.ä. teilnehmen wollen. Das wird soviel gejammert, das man ja keine Schützen mehr hat und früher war alles soviel besser.
So, das musste raus.