Von Verbandseite aus würde ich auch (wenn es keine Limits gibt) versuchen in jeder Disziplin und Altersklasse die max. mögliche Anzahl an Startern zu melden. Denn nur dann bekommen die auch die nötige Wettkampfhärte.
Wir hatten ja vom DSB auch nicht alle Disziplinen besetzt. Gerade bei den Junioren und deren Teams hätte ich das zumindest erwartet, da waren leider keine Gewehr Junioren bei der WM.
Das ist nicht so einfach. Die Teilnahme an diesen Meisterschaften mit Fluganreise ist vergleichsweise teuer. Die Bundestrainer müssen sich vorab für einen Jahreshöhepunkt entscheiden. Die Teilnahme an allen Meisterschaften EM, WM und Weltcup ist nicht finanzierbar. Daher gibt es im Regelfall nur 3 Starter pro Disziplin. Der Schwerpunkt liegt klar in den olympischen Disziplinen. Starts in nichtolympischen Disziplinen werden immer kritisch geprüft. Für die Gewehr-Nachwuchsschützen war meines Wissens der Jahrehöhepunkt die KK-EM in Breslau. Die WM in Kairo war nicht geplant. Die Juniorinnen durften auf Sonderantrag nur fahren, weil sie bei der EM recht erfolgreich waren. Das gleiche galt wohl nicht für die Jungs. Die Bundestrainer müssen da ganz schön mit den verfügbaren Budgets jonglieren und sich gut überlegen mit welcher Stärke sie welche Wettkämpfe bestücken. Der Schwerpunkt liegt im Moment nachvollziehbarerweise auf dem Gewinnen von Quotenplätzen für 2024.
Ich habe in Kairo Sportler aus Nationen wie den Malediven, Sudan, Kenya oder Nigeria gesehen, die ich vorher noch bei einem Turnier wahrgenommen hatte.