Man muß gewisse Funktionäre aber auch mal in Schutz nehmen:
Ein nicht unerheblicher Teil von ihnen hatte sein ganzes Leben noch keine Waffe in der Hand! Wirklich viele sind niemals Sportschützen gewesen oder sind es seit Jahrzehnten nicht mehr. Sie kennen nur Ihre Funktionärsarbeit. Da kann man sich nicht auch noch um's Waffenrecht und um die Waffen kümmern, das muß man verstehen.
Was sie könnten, wäre aber, die angebotene Hilfe der Waffenrechtsorganisationenen, z.B. Pro-Legal, anzunehmen. Würde ihnen Arbeit und Ärger ersparen. Aber jeder wie er will.
Zur Erklärung, weil es hier bei den Meisterschützen kaum einem bekannt ist:
Der DSB läßt sich (wie viele andere Verbände auch) in den meisten Fragen der Politik vom FWR (Forum Waffenrecht) vertreten, eine dementsprechende Erklärung wurde abgegeben. Das bedeutet, Erklärungen der Politik gegenüber werden vom FWR im Namen des DSB abgegeben. Ob etwas, und wenn was?, da im Hintergrund läuft ist schwer zu erkennen. Man hat mir aber glaubhaft versichert, man würde sich bemühen. So wie immer.
Naja, daß dabei ("so wie immer") nicht jedesmal alles im Sinne der Sportschützen ablief konnte man in der Vergangenheit deutlich sehen. Jüngstes Beispiel: Die WaffVWv wird abgenickt, obwohl dabei die eine oder andere Kröte noch drinsteckt. Die Biometrie haben wir evtl. sogar den FWR-Oberen zu verdanken. Grundrechtsverletzungen werden hingenommen, 2/6 geschluckt usw. usw. Aber alles im Namen der Sportschützen. Nicht in meinem....
Ob das in Zukunft besser wird? Kaum zu vermuten.
Für uns "Meisterschützen" bedeutet das wie für jeden anderen Sportschützen auch, wir werden schlecht vertreten. Daß die Funktionäre abwiegeln werden und sagen "alles in bester Ordnung", "wir haben das immer gut gemacht", "wir bleiben bei unserem Stiefel", ist wohl klar, oder? So haben sie es immer gemacht. Jedesmal. Und trotzdem wurde uns so nachundnach immer wieder, jedesmal nur ein kleines, aber jetzt schon merkbares Stück, unserer Salami abgeschnitten. Und das wird so weitergehen, ist ja klar ersichtlich, BaWü und Bremen, die Grünen und die SPD, lassen grüßen.
Und jetzt kommt eine Organisation wie Pro-Legal, welche ja nur gegründet wurde, um solche Zustände abzuschaffen, und "pisst" den Großen ans Bein. Zeigt auf, wo deren Schwächen sind, übernimmt ungefragt und kostenlos deren Arbeit, nämlich den Part der Öffentlichkeitsarbeit. Dieser wird seit Jahren von DSB und FWR brach liegen gelassen. Aber jetzt fühlt man sich angegriffen. "Wir machen das doch gut!" "Das ist unser Job, da lassen wir uns nicht reinreden." Usw., Ihr kennt die Sprüche alle. Man will noch nicht mal, obwohl mehrfach angeboten, Gespräche über eine Zusammenarbeit mit Pro-Legal führen.
Klar, die Reaktion ist logisch. Man hat Angst um seine Pfründe, Macht und Ansehen könnten ja eingeschränkt werden. Und so ein kleines bischen geht es auch noch um Geld, im Hintergrund....
Pro-Legal versteht sich ein bischen wie die NRA in den USA. Die NRA hat mehrere Arme, die Arbeit wird auf verschiedene Gruppierungen verteilt. Genauso wie es jede politische Partei in der Welt auch tut.
Das behauptet das FWR auch von sich. Nur leider - nichts zu sehen und zu hören. Nada, niente, nothing, nitschiwo. Nirgendwo. Alle paar Monate eine weeeeeiiiiit zeitversetzte Mitteilung, da ist alles längst gegessen, von anderen. Man nimmt die Sache und die Befürchtungen der Mitglieder einfach nicht ernst.
Und wenn die Politik wieder mal Fakten geschaffen hat, heißt es lapidar: "Wir haben unser bestes getan", "Es war nicht mehr zu erreichen", usw. und so fort. Wie immer. Ihr kennt es.
Deshalb sollte jeder Waffenbesitzer Pro-Legal eine Chance geben, die negativen Aussagen der Funktionäre zu Pro-Legal einfach ignorieren und sich selbst seine eigenen Gedanken machen. Eigene Gedanken, das ist wichtig. Nicht fremddenken lassen!
Die Informationen, die Ihr dazu braucht, findet Ihr bei Pro-Legal, in meinem Blog und bei Legalwaffenbesitzer.de. Und ganz wichtig: Immer auch die Kommentare lesen und den Links folgen. Auch der jeweiligen Blogroll. Da sind immer noch mehr nützliche Informationen versteckt.
Das schöne daran: Man arbeitet dort rein faktenbasiert. Alles was behauptet wird ist schön ersichtlich und nachvollziehbar, die Nachweise und Belege sind verlinkt. Also, lest euch mal ein!
Dann könne wir gerne weiterdiskutieren, ob Pro-Legal wirklich eine so aggressive und radikale Gruppierung ist, als die sie von manchen Funktionären und sogar Sportschützen dargestellt wird. Nur zur Information: Ich und alle pro-Mitschreiber hier haben dort keine Position inne.
Mit Schützengruß
Michael