Beiträge von Zebo

    Hallo,

    derzeit bin ich beim Einüben der neuen Atemtechnik. Ich mache es ebenso wie von Karlchen beschrieben:

    Es gibt allerdings noch eine zweite Variante, die sich u.a. im MEC-Lehrbuch findet. Sonach wird mit angehaltener Luft abgezogen und erst nach der Schußabgabe ausgeatmet. Praktiziert jemand von Euch diese Technik? ?(

    Mich interessiert hier brennend die Deffinition des Begriffs: Spitzensport

    Ich persönlich würde ihn sehr einfach definieren: Regelmäßige Teilnahme an internationalen Wettkämpfen in der jeweiligen Disziplin. Oder, salopper formuliert: Sportschießen auf Weltniveau.


    Vergleichbar wäre die Spitzensportförderung der Verbände im Bereich der nichtolympischen Disziplinen. Wie unterstützt der DSB zum Beispiel seine 300m-Gewehrschützen/Zentralfeuerpistolenschützen. Was erhalten Spitzensportler des BDMP im Bereich Bianchi-Cup oder den Top-Schützen des BDS im Bereich IPSC als Unterstützung? Fällt beim DSB vergleichsweise mehr ab?

    Danke, das wäre ein konstruktiver Ansatz. :thumbup:

    Während der DSB wirklich eine große Palette an Aufgaben und Interessen zu vertreten hat, haben es sich die kleinen, abgespaltenen Verbände doch in der Vergangenheit ehe gemütlich gemacht und den Fokus auf das individuelle Wohl der einzelnen Mitglieder mit Spaßanspruch gelegt - oder?

    Na ja Wilhelm, obwohl auch mir das wuchtige Getöse von BBF gewaltig auf die Nerven geht, darf man es sich nicht so einfach machen. Zumindest vom BDS und BDMP weiß ich, daß auch dort viel Wert auf internationale Aktivitäten gelegt wird. Drei Beispiele:
    Im Field Target wird, obwohl es nur etwa 200 aktive Schützen gibt, auf internationalem Niveau geschossen. Der BDS hat nicht nur eine FT-WM in Deutschland ausgerichtet, sondern konnte bei Weltmeisterschaften und ähnlichen Wettkämpfen auch schon mehrfach Medaillen erringen.
    Auch die deutschen IPSC-Schützen (ebenfalls im BDS organisiert) müssen sich im weltweiten Vergleich nicht verstecken.
    Der BDMP ist ebenfalls international anerkannt, was nicht zuletzt dadurch dokumentiert wird, daß er im kommenden Jahr die Weltmeisterschaft des Bianchi Cups in Philippsburg ausrichten darf.

    Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Mithin wird auch in den anderen, kleineren Verbänden durchaus Spitzensport auf Weltniveau betrieben, aber eben nicht in den olympischen Disziplinen und außerhalb des DOSB. Es wäre falsch, sie auf "Spaßschießen" zu reduzieren. Auch dort wird von den Spitzenschützen mit viel Engagement gearbeitet und trainiert.

    Es sollte auch nur eine Antwort auf die Fragen von Lanfear und Wilhelm sein. Zumindest hier im Land fährt man mit dieser Lösung wohl recht gut, auch wenn sie dazu führt, daß es oft keinerlei Kontakt zwischen den Schützen- und Bogenvereinen am selben Ort gibt.

    Das Beispiel der ERA ist natürlich bekannt und es könnte vielleicht wegweisend für kleinere Vereine/Verbände sein, wenn denn die Vorbehalte und Eigenheiten nicht wären ... :S (BTW: Was waren damals die Konfliktpunkte zwischen ERA und BDMP?)

    In Hessen versucht der Bogensport-Verband Hessen seit Jahren Mitglied im Landessportbund Hessen zu werden und ist bisher gescheitert. Bogenschießen wird im Landessportbund bereits vom Hessischen Schützenverband (HSV) vertreten. Bogenvereinen, die Mitglied im Hessischen Schützenverband (HSV) und auch Mitglied im Bogensport-Verband Hessen sind, werden vom HSV ausgeschlossen. Trotzdem hat der Landessportbund den HSV angemahnt, mit den Bogensport-Verband Hessen zu verhandeln.

    Dieses Problem gab es in den 90er Jahren auch in Sachsen-Anhalt. Man hat es einfach dadurch gelöst, daß der Bogensportverband als korporatives Mitglied in den Landesschützenverband aufgenommen wurde. Seither gilt er innerhalb des LSV als Kreisverband mit landesweiter Zuständigkeit für den Bogensport.

    Woher kommt diese panische Ablehnung der olympischen Schießdisziplinen und der Sportler, die sie betreiben? ?(

    Falls der Grund nur darin besteht, daß man befürchtet, die anderen Disziplinen und Verbände würden von den "Olympioniken" finanziell an den Rand gedrängt, gäbe es dafür eine Lösung. Der BDS betreibt in Deutschland - in Abstimmung mit den jeweiligen internationalen Verbänden - einige Disziplinen exklusiv. Das sind z.B. Field Target, Silhouettenschießen, IPSC u.a. Warum beantragt der BDS dann nicht die Aufnahme in den Deutschen Olympischen Sportbund? Hinfort kämen auch die Nationalmannschaften des BDS in den Genuß von Fördermitteln.

    Ein Beispiel dafür hat es in der Geschichte des DOSB schon gegeben. Neben dem Bund deutscher Radfahrer gehört ihm seit 1977 (nach einem langen Rechtsstreit) ein zweiter Radsportverband an: der Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität.

    Überraschend gut. :thumbup: Schon nach den ersten 40 Wertungsschüssen hatte ich das zweitbeste Ergebnis meines Lebens geschossen (nur einmal im Training waren es zwei Ringe mehr). Als dann die 60 Schüsse abgegeben waren, konnte ich auf mein bisher bestes Resultat blicken: neun Ringe über dem bisherigen Trainingshöchstwert. M.a.W.: Ich habe heute außerordentlich gut geschossen. :) Wie nicht anders zu erwarten, konnte ich mich nicht in den Besitz eines Pokals bringen - dafür waren die Teilnehmer zu hochkarätig -, aber dennoch bin ich sehr zufrieden und lasse gerade den Tag bei einem guten Wein Revue passieren. ;)

    Ach ja, in der Disziplin Standardpistole hat sich dann doch ein zweiter Starter gefunden; beide waren aus Dresden.

    Die Adlershofer Füchse waren hervorragende Gastgeber. Es herrschte eine schöne Atmosphäre und es waren erfreulich viele junge Starter zugegen (meist aus Berlin und Frankfurt/Oder), was ich aus meiner Heimatregion leider überhaupt nicht kenne.

    Ich denke, Carcano stört sich an dem Begriff des Amtes. Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert, wo es für Schneidermeister Schulze eine Ehre war, wenn sein Männergesangsverein ihn zum Kassierer bestellte und er sich auf dieses Amt (ähnlich einem Beamten) etwas einbilden konnte. Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich gewandelt, wir sind mobiler, leben schneller und haben weniger Freizeit als früher. (Zumindest empfinden das die meisten von uns so.) Daraus müßte sich für den Sport eine Veränderung ergeben. Weg von starren Ämtern mit Wahl und langjähriger Verpflichtung, hin zu - auch kurzfristig zu übernehmenden - Funktionen und der Arbeit im Projektformat. Die Fitneßstudios, die ja i.d.R. keine Vereine sondern kommerzielle Unternehmen sind, boomen, während das klassische Vereinswesen (nicht nur im Schießsport) leidet.

    Manchmal habe ich ohnehin den Eindruck, die Geschlechtertrennung im Schießsport gibt es nur, damit sich einige Herren der Schöpfung nicht blamieren und Schaden an ihrem zarten Ego nehmen. ;)


    (@ happyshooter: Sorry, daß wir Deinen Thread mit OT-Beiträgen stören.)

    Man darf sich - für die Zugänglichmachung, sonst hätte es wohl noch länger gedauert - bei mir bedanken. ;)

    Das sei hiermit getan, allerdings sollte man sich vor allem beim Bundesverwaltungsamt bedanken. ;) Daß der DSB auf seiner Webseite den Download der Sportordnung an eine vorherige Registrierung bindet, ist ein (weiteres) Armutszeugnis für die Öffentlichkeitsarbeit unseres Verbandes. :(