Hallo Leute,
ich verfolge seit einigen Tage diese Diskussion und habe mich bisher nicht getraut, mich einzumischen.
Ich bin keinem der hier Beteiligten rhetorisch gewachsen und haben weder die notwendigen Einblicke noch den daraus resultierenden Sachverstand.
Was mir an dieser ganzen Debatte auffällt und weshalb ich jetzt auch nicht mehr meine Finger still halten kann ist, dass wir uns alle Folgendes noch mal ins Gedächtnis rufen sollten: Wir sind alles Sportschützen!!!!
Egal welcher Verband, welche Disziplin und welches Kaliber.
Wenn es Leuten von Außen gelingt, dass wir uns uneinig werden - und sei es nur durch eine TV-Sendung, mit der diese Diskusion begann -, dann haben sie mit den übergebliebenen Grüppchen leichtes Spiel.
Dass langfristig nicht nur GK und Co auf der "Abschussliste" stehen, zeigt wunderbar die Debatte um die Lichtpunktgewehre.
Ich höre mich jetzt vielleicht sehr naiv und typisch weiblich harmoniesüchtig an.
Aber wie bitte wollen wir dem entgegentreten, wenn wir uns und unsere jeweiligen Kaliber und Disziplinen nicht gegenseitig akzeptieren, sondern mit dem Finger auf die vermeintlich "schädlichen" Anderen sind. Irgendwann sind wir alle dran. Und davon bin ich traurigerweise fest überzeugt.
Es sei denn, wir machen es besser als der DSB-Präsi und sehen nicht nur die "noch salonfähigen" Disziplinen wie LG/LP, sondern auch die anderen, die ja auch zu uns Sportschützen gehören.
Wir haben alle dasselbe Anliegen - wir wollen unseren Sport ausüben dürfen.
Und wir alle brauchen dafür nun mal unsere "Sportgeräte".
Solange wir darauf bedacht sind, genau DAS so rüberzubringen (und zwar in der Masse, die wir bilden, wenn wir uns einig sind), können wir gut dagegenhalten.
Wenn wir jetzt anfangen, einzelnen Gruppen den "schwarzen Peter" zuzuschieben, schaden wir uns nur selber.
Denn wenn die weg sind, ist der "Peter" noch da und wird weiter gereicht - auch (wenn auch vielleicht zuletzt) an die Luftdruckschützen.
Ich selber bin eher mit LG und KK unterwegs. Kann aber auch die Faszination, den Spaß und die Herausforderung aller anderen Kaliber, Disziplinen und Waffenarten verstehen, aktzeptieren und die sportlichen Aktivitäten damit natürlich und selbstverständlich auch gutheißen.
So, das wars für mich in dieser Männerrunde.
Ich hoffe, dass sich die im Ansatz entstandenen Fronten etwas auflösen und wünsche mir von Herzen ein gemeinsames Miteinander gegen Leute, die alles, was mit Schießsport zu tun hat, per se verteufeln wollen und leider auch durch unwissende Ignoranten oder populistische Meinungsmacher unterstützt werden.
Mit besänftigenden Schützengruß aus dem schönen Südharz,
Sylvia