Beiträge von Murmelchen

    Hallo Andy1969,

    Daniel hat es ja schon angedeutet, um es ganz unmissverständlich auszudrücken, wenn das Korn verlängert wird, sprich höher kommt, dann wird die Trefferlage dadurch nach unten verschoben, es ergeben sich also Tiefschüsse. Um das dann wieder auszugleichen, muss die Visierung hinten höher gestellt werden, und zwar um den gleichen Betrag wie das Korn und minimal noch etwas höher. Der Lauf wird so also nur etwas tiefer gelegt und das ist nicht das, was Du erreichen möchtest.

    Da aber auch die extreme Winkelstellung des Griffes, wenn auch vom Prinzip her richtig, nur bedingt die Lösung sein kann, denn so wird in der Regel auch das Abziehen erschwert, würde ich Dir raten, Dir mal jemand zu suchen, der einen Blick auf deine Anatomie und deinen Anschlag wirft und der sich damit auskennt, um so vielleicht eine bessere Lösung für dein Problem zu finden. Matze1965 hat hier im Forum diesbezüglich einen guten Ruf. Denn wenn Du so alleine weiter werkelst, besteht doch leicht die Gefahr, in einer Sackgasse zu landen.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo Freunde,

    die folgenden Schützen und Schützinnen wurden mindestens einmal in zwei unterschiedlichen Pistolendisziplinen Weltmeister:

    Torsten ULLMAN (SWE)

    Huelet Leo BENNER (USA)

    Ragnar SKANAKER (SWE)

    Jongoh JIN (KOR)

    Sergei PYZHIANOV (RUS)

    Vladas TURLA (URS)

    Yifu WANG (CHN)

    Franck DUMOULIN (FRA)

    Tomoyuki MATSUDA (JPN)


    Marina LOGVINENKO (RUS)

    Olena KOSTEVYCH (UKR)

    Munkhbayar DORJSUREN (GER)


    Jongoh Jin und Marina Logvinenko wurden sogar mindestens einmal Olympiasieger in zwei unterschiedlichen Pistolendisziplinen.


    Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, hier sämtliche Daten und Ergebnisse aufzuführen. Wer sich diesbezüglich weiter informieren möchte, gebe einfach die Namen in die Athletendatenbank der ISSF ein.


    https://www.issf-sports.org/athletes.ashx


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo @frajola,

    In der Ausschreibung steht, es wären die 1. World Masters für Senioren, wo waren die anderen denn?

    z. Bsp. 2017 in Auckland, New Zealand, 2013 in Turin, Italien.

    Die ersten World Masters Games fanden wohl schon 1985 in Toronto, Kanada, statt.

    Bisher liefen diese Veranstaltungen allerdings in Anlehnung an die Olympischen Spiele unter dem Name "World Masters Games". Die Ausschreibung der Veranstaltung in Suhl als erste dieser Art dürfte wohl daher rühren, dass es jetzt als WM deklariert wurde.

    Mit weiteren Feinheiten kann ich allerdings nicht dienen, da müsstest Du dich schon direkt an die jeweiligen Veranstalter wenden.


    https://de.wikipedia.org/wiki/World_Masters_Games

    https://www.imga.ch


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Da sind schon ein paar bekannte Namen am Start und zumindest zwei Schützen, die auch hier in Forum aktiv sind oder waren, habe ich auch schon entdeckt.

    Das ist somit auch schon mal ein Fortschritt gegenüber den vorherigen World Masters, in denen zwar in einzelnen Disziplinen recht gute Schützen am Start waren, man in anderen wiederum auch schon als fortgeschrittener Hobbyschütze auf dem Treppchen landen konnte.

    starterliste__wmscl_04.09.2019.pdf

    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Die Aussage von Gerhard Petritsch, daß man ausgehend von OSP alle anderen Disziplinen mit Luft und KK mit erlernt und trainiert, ist so ungefähr auch im Buch des mehrfach- Olympioniken Ragnar Skanaker enthalten. Das kann ich sehr empfehlen.

    Soll heißen, man fängt mit der OSP an?

    Das ist dann aber ganz sicher keine allgemeingültige These, oder?

    Skanakers Buch habe ich zwar in grauer Vorzeit auch mal gelesen, kann mich daran aber so nicht erinnern und kann es auch auf die Schnelle nicht nachprüfen, da sich ein lieber Freund das Buch mal eingesackt hat. :cursing:


    Ich bin der Meinung, will man ernsthaft und mit der bestmöglichen Lernkurve einsteigen, sollte man mit einer modernen Lupi statisch anfangen, da man so einfach die beste Rückmeldung bezüglich eigener Fehler erhält. Die meiner Meinung nach beste Lernkurve ergibt sich sogar, wenn man sich erst mal ein paar Wochen auf reine Halteübungen beschränkt und erst danach langsam auf den Abzug übergeht. Macht aber so keiner, da es ja öde ist und man gerade am Anfang ja auch noch besonders heiß auf das Schießen ist. Die Enttäuschung folgt dann aber in der Regel auf den Fuß. Aber gut, irgendwann reift dann doch die Erkenntnis, dass eine systematische Vorgehensweise doch wohl besser wäre, oder auch nicht.

    Die logische Fortsetzung wäre dann die Freie. Will man aber eher in Richtung SpoPi oder StaPi, sollte man damit auch erst mal wieder statisch beginnen und erst wenn man dann auch damit eine gewisse Fertigkeit erworben hat, zum dynamischen Teil übergehen. Und auch da wieder, erst langsam, dann langsam steigern.

    Der beidhändige GK-Anschlag ist wieder etwas anders. Das Halten wird so doch deutlich erleichtert und man kann sich viel eher auf den Abzugsvorgang konzentrieren. Von daher halte ich den direkten Einstieg bei GK auch für möglich, auch wenn ich trotzdem die Auffassung vertrete, das auch dabei die mit der Lupi gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse den Einstieg erleichtern.


    Abgesehen davon gilt, es gibt Schützen, die sind nur wirklich gut, wenn sie sich auf eine Disziplin konzentrieren. Für die ist oft schon der Umstieg auf ein anderes Waffenmodell und manchmal sogar schon kleinste Veränderungen an der gewohnten Waffe ein erheblicher Umstieg mit oft größeren Leistungseinbussen. Und es gibt wieder andere Schützen, die treffen gleich mit fast allem, was man ihnen in die Hand drückt, überdurchschnittlich. Patentrezepte sind daher auch gerade bei den Schützen nur selten wirklich hilfreich.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo,

    Fakt ist, wenn ich Präzision schieße passt die Trefferlage, stelle ich das Visier um 10 Klicks horizontal um, dann ist die Trefferlage bei Duell zu weit links, ich muss dann 5 Klicks links korrigieren....Stelle ich wieder auf Präzision die 10 Klicks horizontal zurück, bin ich bei Präzision zu weit rechts....

    bist Du Dir auch ganz sicher, dass das so, wie Du es hier formuliert hast, auch so gemeint ist?

    Weil zumindest für mich

    Horizontal <-> Rechts/Links

    Vertikal <-> Hoch/Tief


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Nein ich bin kein Pedant, auch kein Denunziant.

    Manchmal ist es gar nicht so schlecht, auch mal etwas pedantisch zu sein und man muss es ja auch nicht übertreiben.


    Hingegen gilt nach wie vor:

    Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.

    Aber auch da sind wir inzwischen ja schon wieder recht weit gekommen.


    In diesem Sinne und mit bestem Schützengruß

    Murmelchen - mit Felsquellwasser gebraut - ähm - getauft :saint:

    Hallo Freunde,

    es gibt inzwischen zumindest einen kleinen Lichtblick in dieser mehr als leidigen Angelegenheit.


    Urteil vom 16.11.2018 des VG Arnsberg zur Bestandsprüfung des Bedürfnisses

    Endlich berücksichtigt hier einmal ein Gericht die Verwaltungsvorschrift und den darin ja auch zum Ausdruck kommenden Willen des Gesetzgebers. Damit dürften es sich zumindest fürs Erste die Behörden in NRW nicht mehr ganz so leicht machen können, nur aufgrund von $ 4 (4) WaffG eine weitere regelmäßige Überprüfung durchzuführen. Es sollte eben nach dem Willen des Gesetzgebers mit § 4 (4) keine weitere Regelüberprüfung eingeführt werden, sondern den Behörden sollte damit eine Möglichkeit gegeben werden, in den Fällen, wo konkrete Anhaltspunkte für Missbrauch vorliegen, den Fortbestand des Bedürfnisses auch nach den ersten drei Jahren nach Erteilung der ersten waffenrechtlichen Erlaubnis zu prüfen. Für die erneute Überprüfung sollte also immer ein konkreter und im Zweifel auch benennbarer Grund vorliegen und nicht so ein obskurer Unsinn wie "wir haben schon länger nichts mehr von Ihnen gehört".

    Damit dürfte dann auch das folgende Schreiben des Innenministeriums NRW obsolet sein, welches ja fast 2 Jahre vor Inkrafttreten der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz ( WaffVwV) erstellt wurde und wohl die augenscheinliche Quelle und Ursache der Aktivitäten in NRW war und ist. Ein Nachfolgeschreiben ist mir jedenfalls nicht bekannt, was in diesen Fall aber nichts heißt.


    Interessant ist bei dem Schreiben allerdings noch der Hinweis auf den $ 58 WaffG, der in diesem Zusammenhang ja bisher noch überhaupt nicht berücksichtigt wurde und damit zumindest nach meiner Rechtsauffassung auch sträflich vernachlässigt wurde. Schließlich konnte ich damals, als mir meine Erlaubnis erteilt wurde, davon ausgehen, dass diese, sofern ich mir nichts zuschulden kommen lassen würde, unbegrenzt Bestand haben würde und damit auch der Besitz der aufgrund der Erlaubnis erworbenen Waffe(n) und zwar völlig unabhängig von irgendwelchen Aktivitätsnachweisen oder der Mitgliedschaft in einen anerkannten Schießsportverband, den es damals so ja noch gar nicht gab. Eine solche Annahme entspricht aber genau dem Prinzip des Bestandsschutzes.


    Egal, wir sollten auf jeden Fall die Gunst der Stunde nutzen und dieses Urteil den Behörden und insbesondere denjenigen, welche sich da in letzter Zeit besonders weit aus dem Fenster gelehnt haben, zukommen lassen. Ein entsprechendes Schreiben können wir ja hier gemeinsam erstellen.

    Langfristig müssen wir erreichen, dass der formale Nachweis der Mitgliedschaft in einem (anerkannten) Schießsportverein, als Bedürfnisbestand ausreicht. Alles darüber hinausgehende ist unverhältnismäßig, entspricht nicht der Lebens- und Sportwirklichkeit, bringt nur unnötig weitere Unruhe in die Vereine, stellt die Autonomie des Sports in Frage und zu guter Letzt, leistet keinen weiteren signifikanten Beitrag zur Sicherheit.

    03_waffg_novelle2009.pdf


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Da hat man mir doch neulich das Bild "Zielwasser..." aus der Galerie gelöscht. (Mimimi, beleidigte Leberwurst).

    Biedermännchen verwechselt bekanntlich ja schon mal gern den Unterschied zwischen Brandstiftung und Brandlöschung!

    Da kannst nix machen, außer vielleicht an Biergit Kraft denken. 8)


    Ernsthaft, der Schießsport ist auch nur ein Abbild unserer Gesellschaft und da läuft inzwischen so einiges aus der Spur.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo Stefan,

    die von Daniel verwendete Schaltung enthält einen Boost Converter, Stichwort Schaltnetzteil, der die Spannung je nach Einstellung auf ca. 125 - 170 Volt DC transformiert. Mit dieser Spannung wird der Kondensator, um den es hier geht, geladen. Die im Kondensator gespeicherte Energie wird dann bei Auslösung in die Spule gegeben, welche als Aktor direkt den Schlagbolzen bewegt. Somit hat das mit der Spannungsfestigkeit des Kondensators hier schon seine Richtigkeit. Im Grunde müsste die Spannungsfestigkeit des Kondensators wegen der beim Ausschalten der Spule entstehenden Transiente noch deutlich höher gewählt werden. Da die Spannung aber nicht permanent anliegt und der Kondensator während der Einschaltphase ja entladen wird, bleibt die Spannungsspitze beim Ausschalten noch im erträglichen Rahmen und somit dürften auch 200 VDC ausreichen.

    Hier die Schaltungsbeschreibung nebst Schaltplan:

    Walther_FP-New_Elec.pdf


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Es lebt!

    Sehr schön, aber bedenke, setze es nicht dem Sonnenlicht aus, mach es nicht nass und füttere es niemals nach Mitternacht.


    Zum Thema Kondensator:

    Bei Mouser Electronics und auch bei nahezu allen weiteren großen Distributoren für elektronische Bauteile gibt es eine schöne Suchfunktion, bei der man nach bestimmen sehr weit gehenden Parametern so auch Länge und Durchmesser der Kondensatoren filtern kann.

    Filtert man dort nach 100 uF, 200 VDC und radial und sortiert dann nach Länge und Durchmesser, so findet man z. Bsp. den folgenden Kondensator des Herstellers Nichicon:

    Nichicon 100 uF, 200 VDC, Länge 25 mm und Durchmesser 12,5 mm

    allerdings im Raster 5 mm.


    Sollte das noch nicht reichen, wäre SMD, eventuell sogar für die ganze Platine, eine Überlegung wert. Das ist auch kein Hexenwerk, zumal Du ja eh nicht völlig ungeschickt bist, damit würde aber die ganze Platine nochmals deutlich kleiner bei in der Regel besseren elektrischen Werten und auch größerer mechanischer Robustheit. Du müsstest Dir halt nur ein neues Layout routen und die entsprechenden Bauteile neu ordern. Generell scheint da ja für die Walther FP echter Bedarf zu bestehen.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    ... weil einige die hier posten nur zum Teil informiert sind, andere nur ihren eigenen Vorteil im Auge haben und andere einfach der Meinung sind, sie müssten auch mal was sagen.

    Aber das sind ja immer nur die Anderen, die ganz Bösen, versteht sich.

    Wie in einigen anderen Landesverbänden wäre auch in Rheinland-Pfalz eine Neuordnung des Schießsport längst überfällig

    Wo hat es denn in letzter Zeit oder auch überhaupt nennenswerte Neuordnungen des Schießsports seit Neugründung des DSB gegeben, lassen wir jetzt mal die inzwischen auch schon wieder etwas länger zurückliegenden Wiederauferstehungen in Mitteldeutschland außen vor?

    Nur sollten sie ehrlich und wahrheitsgetreu sein.

    Siehe oben.


    Mit westfälischem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo Freunde,

    auch wenn für viele von euch sicher zurzeit die in München stattfindende DM im Fokus des Interesses steht, so finden in der großen weiten Welt des Schießsports doch auch noch andere interessante Ereignisse statt.

    So findest zurzeit in Rio de Janeiro, Brasilien, der letzte ISSF Weltcup Pistole und Gewehr des Jahres statt.

    Hier findet sich die Terminübersicht

    ISSF Weltcup Pistole / Gewehr Rio 2019

    und die Finale werden auch wieder per Livestream übertragen.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen