Beiträge von Murmelchen

    Hallo Teddy.

    neben der hier schon angesprochenen ziemlich komplizierten Einstellung solltest Du berücksichtigen, dass das Teil auch eine vergrößernde Wirkung hat. Man sieht dann zwar Scheibe und Korn(tunnel) größer, nimmt aber auch die eigenen Schwankungen deutlicher war. Damit kommt nicht jeder/jede Stehendschützin klar. Bevor Du dir so ein Teil zulegst, probiere es in Ruhe aus und lass Dir auf jeden Fall ein Umtauschrecht einräumen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    es geschehen noch Zeichen und Wunder. Selbst Deutschlands größtes Organ für Meinungsmache und Volksverdummung traut sich, eine wohl durch Fokus aufgearbeitete Statistik des BKA zu veröffentlichen.

    Bild: Weniger Tötungsverbrechen mit Schusswaffen

    Wäre natürlich noch schöner, wenn man auch dabei schreiben würde, dass nur 3 - 5% dieser Schusswaffen im legalen Besitz waren, Behördenwaffen inclusive.

    Wenn man diese Zahlen berücksichtigt, dann zeigt sich doch eindeutig, dass es so gut wie keinen Missbrauch legaler Schusswaffen in Deutschland gibt und dass in diesem Zusammenhang jede Forderung nach "Verschärfungen" unsinnig und völlig unverhältnismäßig gegenüber Millionen gesetzestreuer Bürger ist. Die Zahlen beweisen auch, dass es den Verbotsforderen nicht um Fakten geht, sondern um Ideologien und oft auch nur um reinen Populismus.

    Daher darf es auch kein weiteres Einknicken mehr gegenüber diesen unhaltbaren Forderungen geben!


    Mit kämpferischem Schützengruß

    Frank

    Es ist ja nicht ganz so wichtig, ob wir, die wir ja alle den wirklichen Schießsport kennen, diesen Bericht gesehen haben. Na ja, vielleicht doch wegen der Einschaltquoten. Aber viel wichtiger sind die vielen Menschen in unserem Lande, die unseren Sport und das Schützenwesen nicht kennen, denen aber regelmäßig durch unsere sonstige Qualitätspresse ein völlig verdrehtes Bild geliefert wird.

    So schön der Beitrag auch war, ich fürchte, eine Ausstrahlung am Sonntag um 19 Uhr nur im Bayerischen Rundfunk bringt uns da nicht so viel. Anders wäre es natürlich, wenn so ein Beitrag um 20 Uhr 15 zur besten Sendezeit in der ARD gebracht würde.

    Trotzdem großes Lob an den BR für diesen gelungenen Beitag so ganz ohne Dummschwatz.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Es gibt begründete Annahmen, dass da einiges nicht mit rechten Dingen zu ging. Diese Abstimmungen sind ja streng genommen generell eher für die Tonne, da nicht repräsentativ und immer leicht manipulierbar. Das meine ich jetzt nicht nur bei für uns nicht ganz so guten Ergebnissen. Aber selbst bei sogenannten repräsentativen Umfragen kann man schon anhand der Fragestellung das Ergebnis massiv beeinflussen. Insbesondere, wenn man überwiegend Leute befragt, die überhaupt keinen blassen Dunst von der Sache haben.

    Der neuste Trick sind ja jetzt Dreifach-Antworten, bei denen dann wahrscheinlich die zwei Kontra-Antworten addiert gegen uns verwendet werden. :wacko:


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Joker,

    das nützt Dir so aber auch nicht viel. Wie schon gesagt wurde, kommt es auf die Serie bzw. das Los an. Nur die Diabolos einer Serie weisen bestimmte Eigenschaften auf, die dazu führen, das die Geschosse in deinem Lauf gut gehen oder eben nicht. Wenn Du nur die gleiche Marke bestellst, ist ja nicht gesagt, dass Du auch wieder die gleiche Serie bekommst. Ist sogar eher unwahrscheinlich, da diese bestimmte Serie ja eben irgendwann verkauft ist.

    Am besten, Du fährst zu einem Händler, der Munitionstests anbietet und kaufst Dir dann einen gewissen Vorrat von der besten Serie. Wenn Dir das mit den Serien noch nicht so ganz klar ist, lies Dir am besten meinen weiter oben angegebenen Beitrag noch einmal in Ruhe durch.


    Mit bestem Schützenruß

    Frank

    Hallo Zebo,

    ein gewisser Ragnar Skanaker wurde 1972 in München mit fast 40 Jahren Olympiasieger mit der Freien Pistole. 20 Jahre später belegte er in Barcelona in der gleichen Disziplin den 3. Platz und vor ein paar Jahren hat er noch aktiv in unserer Bundesliga mitgeschossen. Der Mann hat sowieso eine höchst interessante Biographie. Vom Kampfpiloten über den Tankwart zum Olympiasieger könnte man sagen. Und mit 60 ist er glaube ich erst Papa geworden. Der Australier Warren Potent, mit zur Zeit einer der weltweit besten Liegendschützen, ist 47 Jahre alt. Der Norweger Harald Stenvaag nimmt auch im zarten Alter von mittlerweile 57 Jahren als Gewehrschütze immer noch recht erfolgreich an Weltcups teil.

    Vorbilder gibt es also genug. :D

    Aber Schießsport muss ja nicht immer gleich international betrieben werden. Dafür reicht auch alleine kein noch so hoher Trainingsfleiß, dafür muss man schon ein Ausnahmetalent sein. Aber auch die für einen selbst erfolgreiche Teilnahme an einer Kreis- oder Bezirksmeisterschaft kann sehr befriedigend und auch eine echte Herausforderung sein. Auch die Teilnahme in einer Rundenwettkampfmanschaft kann viel Spaß machen, auch auf Kreisebene. Mann kann natürlich sogar auch ganz ohne Wettkampfteilnahme glücklich werden, aber doch sportlich schießen. Aber meistens ist es ja doch so, dass man sich ab einem bestimmten Leistungsstand mit anderen messen möchte. Das alles geht gerade im Schießsport bis in das hohe Alter.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Zebo,

    die von Dir angesprochene Vereinssuche ist nicht einfach. Die Vereinsstrukturen sind doch extrem unterschiedlich. Da könnte man ganze Bücher drüber schreiben. Zudem sind die Besonderheiten noch regional stark unterschiedlich ausgeprägt. Auch wenn Dir die Leute in einem Schützenverein oder Sportschützenclub ganz sympathisch vorkommen, heißt das noch lange nicht, dass die Schützen dort auch wirklich Ahnung haben. Eine gewisse Orientierung können da die Ranglisten der Verbände sein. Wenn Du das ganze zukünftig etwas mehr in Richtung wettkampforientiertes Sportschießen siehst, dann lohnt es sich möglicherweise für Dich auch, etwas größere Anfahrten in Kauf zu nehmen. Ein traditioneller Schützenverein, der auch den Sportschützen eine Uniform vorschreibt, dürfte da nur bedingt eine gute Wahl sein, da der Schwerpunkt dann ganz klar Richtung Tradition geht. Damit ich hier nicht falsch verstanden werde, schreibe ich dazu, dass ein traditioneller Schützenverein oft eine ganz tolle Sache ist. Auch ich bekenne mich dazu. Nur sollte so ein Schützenverein schon aus mehren durchlässigen Abteilungen bestehen. Nicht jeder sportlich orientierte Schütze möchte auch gleich im traditionellen Bereich einsteigen und das ist auch so zu akzeptieren.

    Zum LG- und KK-Schießen: Im DSB werden ja die Druckluftdisziplinen im Erwachsenenbereich nur Stehend geschossen. Daher mein Hinweis auf KK. Aber es ist schon erstaunlich für mich, dass es auch DSB-Vereine gibt, in denen nur KK und GK geschossen wird, aber nicht Druckluft. Das Sportgerät Nr. 1 in Deutschland ist ja das LG und speziell im Gewehrbereich bildet das LG auch die Basis, insbesondere für den Anschlag Stehend. Als reiner Liegend-Schütze kann man auch mit Trockentraining und scharfem Schuss gut klarkommen, aber ich kenne eigentlich keinen Dreistellungskämpfer, der nicht auch LG schießt. Hier in meiner Gegend gibt es nahezu in jeden Dorf einen Druckluftstand. KK ist schon deutlich dünner gesät, aber wenn, dann auch immer in Kombination mit Druckluft. GK ist selten und wenn, dann noch eher Kurzwaffe. Allerdings kann man hier bei uns auch sehr oft den traditionellen Schützenverein im eigenen Heimatdorf, in dem man ja meist eh Mitglied ist, abschreiben, wenn man auch etwas sportlicher schießen möchte. Die Tendenz geht hier ganz klar zur Bildung regionaler Schwerpunkte.


    Na ja, ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg bei der Vereinssuche. Nur versteife Dich nicht allzu sehr nur auf die nahe gelegenen Vereine. Weitere Fragen sind hier natürlich immer willkommen und meistens gibt es auch ganz brauchbare Antworten. ;)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Zebo,

    wie Erzwo schon geschrieben hat, werden heute meist Schießriemen aus synthetischem Gewebe empfohlen, da diese im Gegensatz zu den klassischen Lederriemen nicht im Anschlag nachgeben. Da dieses Nachgeben (Längen) nur sehr unmerklich geschieht, besteht immer die Gefahr, dass der Schütze (oft unbewusst) Muskelkraft einsetzt, um die Höhe zu halten. Bei Schützen, die beim Ladevorgang im Anschlag bleiben, ist die Gefahr der Längung des Riemen über die Zeit noch größer. Wenn das Gewehr hingegen für jeden Ladevorgang aus der Schulter genommen wird, wird das Material immer wieder entlastet und die Verhältnisse bleiben so länger stabil. Setzt aber voraus, dass die Wiederholgenauigkeit stimmt. Bei deiner Anschütz bleibt Dir eh keine andere Wahl. Generell ist ein Seitenspanner problematisch, da der Schütze beim Spannen so große Kräfte aufbringen muss, dass die Gefahr besteht, dass sich die Position des Anschlags von Spannvorgang zu Spannvorgang ändert. Die Kunst des Schießens liegt aber in der Wiederholgenauigkeit.

    Zurück zum Schießriemen. So ein moderner Schießriemen nützt Dir nur wenig, wie Erzwo schon schrieb, wenn Du keine Möglichkeit hast, den Riemen so am Oberarm zu befestigen, dass er seine Position dort auch hält und Dir auch nicht die Jacke über die Schulter und um den Arm zieht. Wenn diese Voraussetzung nicht gegeben ist, nützt Dir der beste Riemen nichts. Dann kannst Du auch ohne Bedenken einen alten Lederschießriemen nehmen. Auch damit wurden schon 600 Ringe geschossen. Aber eine im Arm- und Schulterbereich gut sitzende Schießjacke macht schon Sinn.

    Zum Handstop: Der von Dir zuerst angegebene Handstop ist normalerweise zu flach. Da drückt Dir vermutlich der Riemen zu sehr auf die Hand. Der zweite ist schon brauchbarer. Eine Alternative wäre der alte Handstop von Anschütz mit der großen Rändelschraube, aber mit der Schiene und dem separaten Befestigungspunkt für den Bügel vor der Schraube. Diese Handstops werden immer wieder günstig bei egun angeboten. Achte aber darauf, dass der Bügel dabei ist. Es gibt da zwei Versionen, einmal mit Kugel und einmal mit Rädchen zum Einhängen. Da die Schnittstelle Hand, Handstop und Schaft ein neuralgischer Punkt (auch für Druckschmerzen) ist, gibt es so eine Vielfalt bei den Handstops. Hier gilt es immer, einen guten Kompromiss zu finden zwischen der geforderten Festigkeit im Anschlag und einem gewissen Komfort. Zwei (grobe) Regeln sein noch angemerkt: Nicht zu flacher und am besten vor dem eigentlichen Handstop liegender Befestigungspunkt des Riemens und im Durchmesser angepasster Kontaktbereich für die Hand. Hier gilt: Besser etwas zu klein als zu groß.

    Noch eine Anmerkung: Gerade in den technischen Anschlägen Liegend und Kniend mit den vielen Parametern, die zu beachten sind, ist jemand, der ein bisschen was davon versteht und der Dir bei deinen ersten Schritten zur Seite steht, ganz hilfreich. Es geht zwar auch autodidaktisch nur anhand von Büchern, ist aber doch ungleich schwerer. Gerade für den Anfänger sind die vielen feinen Unterschiede, die er selbst (noch) gar nicht wahrnimmt, die aber jemand mit Erfahrung sofort sieht, sehr wichtig.

    Wie ich schon angedeutet habe, ist der Einstieg mit einem Seitenspanner problematisch. Durch den Spannvorgang besteht immer die Gefahr, sich Techniken anzugewöhnen, die gerade im Hinblick auf späteres KK-Schießen negativ sind und die sich der Schütze dann wieder mühsam abgewöhnen muss. Wenn Du langfristig planst, auch in den KK-Breich einzusteigen, stellt sich für mich die Frage, ob Du nicht besser gleich damit anfängst. In einem (guten) Verein erhältst Du auch am Anfang die so wichtige Hilfestellung und Du kannst Dich dann zu Hause auf das Trokentraining beschränken. Im Gegensatz zum LG siehst Du beim Schießen mit dem KK-Gewehr sofort gnadenlos auf der Scheibe deine Fehler und kommst damit nicht so schnell in Gefahr, Dir unsaubere Techniken an zueignen. Das passiert aber mit großer Wahrscheinlichkeit, wenn Du nur allein zu Hause mit dem (alten) LG schießt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    PS: Es gibt beim DSB ja im Schüler- und Jugendbereich die Disziplin LG-Dreistellung. Dort werden aber aus gutem Grund fast nur noch Pressluftgewehre eingesetzt. Trotzdem sieht man hier auch bei schon sehr guten Schützinnen und Schützen oft einen starken Einbruch beim Umstieg auf KK. Das liegt immer daran, dass das (moderne) LG viel gutmütiger auf Veränderungen im Anschlag und bei den Druckverhältnissen reagiert. Wenn man im Ziel steht, dann trifft normalerweise auch dort hin. Das ist beim KK definitiv nicht so. Bei immer wieder unterschiedlichen Druckverhältnissen kann man zielen, wie man will, die Schüsse sitzen immer auseinander.

    Hallo Morpheus,

    mit einem Erfahrungsbericht kann ich zwar nicht dienen, aber die 9003 ist ja das Spitzenmodell von Anschütz, also sicher nicht die schlechteste Wahl.

    Generell tun sich die modernen Match-LGs aber nicht viel. Ein Unterschied ist sicher die Art der Schussabgabe. Hier gibt es Modelle, die sehr weich und kaum noch oder gar nicht mehr wahrnehmbar den Schuss auslösen und Modelle, bei denen der Auslösevorgang für den Schützen etwas definierter rüberkommt. Das 9003 gehört wegen Soft Link eher zur ersten Kategorie, das ist aber, glaube ich, auch einstellbar. Welche Version man bevorzugt, ist weitgehend Gefühls- und Geschmackssache.

    Wichtiger sind aber die Schäfte und da gibt es schon Unterschiede. Ein besser oder schlechter gibt es allerdings nicht, es hängt nur vom Gefühl (und auch Geschmack) des jeweiligen Schützen ab. Daher mein Tipp: Versteife Dich nicht auf ein bestimmtes Modell, sondern probiere alle Modelle mal in Ruhe aus.Vielleicht findest Du ja sogar einen Händler, der Dir ein oder zwei Modelle für einen bestimmten Zeitraum leihweise zur Verfügung stellt. So kannst Du in aller Ruhe testen, welches Modell Dir am besten liegt. Da wir Sportschützen ja (trotz böser Presse) gemeinhin zur seriösen Gattung Mensch gehören, gibt es durchaus noch Händler, die sich auf so etwas einlassen.

    Die Suchfunktion sollte auch einige Anmerkungen und Erfahrungen zu Tage fördern.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    PS: Ich könnte jetzt noch sagen, dass die Firma Anschütz zur Zeit etwas in Ungnade bei einigen Sportschützen gefallen ist, aber das verkneife ich mir hier mal.

    Hallo Morpheus,

    einen kleinen Tipp hätte ich noch für Dich. Wenn es bei Dir in der Umgebung auch eher traditionell ausgerichtete Schützenvereine gibt, würde ich dort mal anfragen. Erfahrungsgemäß werden in diesen Vereinen die unkomplizierten und robusten Seitenspanner noch eher geschätzt und für mache stellt der Schritt vom betagten FWB 300S oder teilweise sogar noch FWB 150 zu einer Anschütz 2001 mit vorkomprimierter Luft einen echten Fortschritt dar. Die Inzahlungnahme durch den Händler ist zwar bequem, aber vom Erlös her nicht immer unbedingt die beste Möglichkeit.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Morpheus,

    es ist nicht so ganz einfach, hier einen Preis oder eine Preisspanne anzugeben. Tatsache ist aber, dass Gewehre mit vorkomprimierter Luft nicht mehr so sehr gefragt sind. Die Tendenz geht hier doch ganz klar in Richtung Pressluft. Bei den älteren 2001 kommt ja noch die Problematik mit der zwangsgesteuerten Ladeklappe hinzu, bei der es ja nicht möglich ist, das heute geforderte Signalfähnchen einzuführen, ohne das Gewehr vorher zu spannen. Das Gewehr ist aber sonst ganz prima. Insbesondere für Schützen, denen das FWB 60X insbesondere von der Schäftung her zu zierlich ist.

    Eine Möglichkeit, sich hier eine halbwegs realistische Vorstellung von den zu erzielenden Verkaufspreisen zu machen, bietet die Internetplattform http://www.egun.de Halbwegs realistisch deshalb, weil man manchmal schon den Eindruck haben kann, dass dort auch das eine oder andere Angebot "gepusht" sein könnte.

    Ich besitze übrings auch noch ein Anschütz LG 2001 Super Air. Hat jemand Bedarf? ;)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Geronimo,

    ich hoffe, ich habe mich in den vorherigen Beiträgen nicht zu unverständlich ausgedrückt. Die Scheiben kommen auf dem von mir verwendeten Drucker (Laser Lexmark C522n) sehr sauber und detailliert. Nur nützt das nichts, wenn ich die Scheiben dann auf 3 oder 4m betrachte. Das Schwarze ist dann durch die Linien und Zahlen zu stark aufgehellt, was so gerade noch geht, und um das Schwarze erscheint dann, auch bedingt durch die Linien, eine Art Grauschleier, was gar nicht geht. Der Schütze, der auf diese Scheiben trocken trainieren möchte, will aber ein realistisches Abbild der Scheibe, so wie er sie auch auf die normale Entfernung wahrnimmt. Das ist mit den Ringen und Zahlen nicht mehr gegeben, wenn man die Scheiben mit Ringzahlen und Ringlinien zu klein (groß) skaliert. Ich sagte ja schon, der Schütze sieht insbesondere auf 50m auch nur eine mehr oder weniger schwarze Kreisfläche ohne Ringlinien und Zahlen. Auf 10m ist das noch ein bisschen anders, aber auch dort erreicht man durch einfaches Skalieren auf 3m nicht den gleichen optischen Eindruck.

    Ich hoffe, so ist jetzt verständlich geworden, was ich meine. Ich habe mir solche Trainingsscheiben für KK schon vor Ewigkeiten selbst gemacht. Einfach eine schwarze kleine Kreisfläche mit entsprechendem Durchmesser auf die Rückseite einer auf die Größe zugeschnittene LG-Scheibe gemalt, und gut ist.

    Die Scheiben ohne die Ringe und Zahlen zu drucken, ist der richtige Weg. Bei Dir stört jetzt allerdings noch der äußere Ring. ;)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Geronimo,

    ich habe mir einige Scheiben in der Zwischenzeit auch mal ausgedruckt. Dabei hat sich dann bei mir auch das bestätigt, was ich schon bei meiner Anmerkung vermutet hatte. Mein Drucker ist durchaus in der Lage, auch bei KK 3m die feinen Ringlinien, diese meinte ich mit Ringe, auszudrucken. Das ergibt dann den von mir schon beschriebenen Grau in Grau "Matsch". Damit kann man höchstens trainieren, wie man ein Zielbild unter extrem widrigen Bedingungen auf den Kontrast hin optimiert, aber mehr nicht. Beim Trockentraining will man aber normalerweise nur ein realistisches Zielbild haben, nur eben für die kurze Distanz. Dafür ist die einfache schwarze oder gering aufgehellte dunkelgraue Kreisfläche ideal. Für KK 5m und LG 3m gilt das gleiche. LP 3m ist so gerade noch brauchbar, aber auch dort sind die Ringe (Ringlinien) unnötig.

    Ich stell bei Gelegenheit mal ein paar Scheiben nach meinen Vorstellungen hier ein, da ja dafür ein Bedarf bestehen zu scheint.

    Ach ja, eine 100m Scheibe, skaliert auf 50m, dürfte vielleicht auch noch für manche Schützen, die nur auf 50m trainieren können, zum Einschätzen ihrer Leistung auf 100m interessant sein. Dabei würden dann sogar die Ringe nötig und hilfreich sein.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Geronimo,

    auch von meiner Seite vielen Dank für die Fleißarbeit. Ich befürchte allerdings, dass die Scheiben so bedingt durch die sichtbaren Ringe zumindest bei kleinen (richtigerweise großen) Skalierungen nur bedingt brauchbar sind. Ohne dass ich das jetzt ausprobiert habe, dürften die Ringe wohl zu einem Grau in Grau Matsch führen, zumindest bei einer KK-Scheibe auf 3m. Auf 50m sieht man ja auch keine Ringe mehr, sondern nur die mehr oder weniger schwarze Fläche vor (gelb)weißem Grund. Auf 10m sieht man zwar (normalerweise) noch die Ringe, aber bei Skalierung auf 3m dürfte das auch schon zu heftig werden. Ich würde daher zusätzlich zu den skalierten richtigen Scheiben auch eine Variante hinzufügen, wo nur die schwarze Kreisfläche gegeben ist. Wer es ganz genau machen will, kann auch die Kreisfläche durch die Verwendung von Grautönen minimal aufhellen, denn auch das entspricht ja der Realität. Jeder, der mal auf eine Meyton-Anlage geschossen hat, kennt den Unterschied zur Papierscheibe.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo phillipster,

    auch auf die Möglichkeit hin, dass Dir der Sachverhalt schon bekannt ist, biete ich hier eine Hilfe zur Selbsthilfe an. So kannst Du dir zukünftig Scheiben für alle möglichen Entfernungen selbst basteln oder mit Hilfe eines einfachen Zeichenprogramms am Computer erstellen.Vielleicht sind die Hinweise ja auch für andere Schützen ganz hilfreich.

    Die mathematische Grundlage für die Verhältnisse der Scheiben und Scheibenspiegel (das Schwarze) zu den jeweiligen Entfernungen bildet der Strahlensatz. Sicherlich schon mal in der Schule gehört. Dieser Strahlensatz besagt für den hier vorliegenden Fall, dass das Verhältnis der jeweiligen Scheiben und Spiegel dem Verhältnis der jeweiligen Entfernungen zu den Scheiben entspricht. Daraus ergibt sich dann ein einfacher Dreisatz, den, so hoffe ich doch, ab einer bestimmten Schulklasse eigentlich jeder lösen können sollte.

    Hier erkennst Du dann auch, wie die Zahlenwerte, die der Joker genannt hat, zustande kommen.

    Die Kantenlänge der LP-Scheibe beträgt 170mm und der Spiegel ist exakt 59,5mm groß. Die Scheibenentfernung beträgt bekanntlich 10m. Die Frage lautet, wie groß sind Scheibe und der Spiegel bei 5m.

    Der Dreisatz für die Scheibe:

    170mm <> 10m und ? <> 5m -> 170mm * 5m / 10m = 85mm


    Der Dreisatz für den Spiegel:

    59,5mm <> 10m und ? <> 5m -> 59,5mm * 5m / 10m = 29,75mm ~ 30mm


    Mit diesem Rechenweg kannst Du dir jetzt Scheiben für alle Größen und beliebige Entfernungen ausrechnen.

    Nimm für die Herstellung am besten die Rückseite einer LG-Scheibe. Wenn Du es ganz exakt machen willst, dann kürzt Du die Kanten auf 85mm. In der Mitte bringst Du eine schwarze Fläche mit Durchmesser 30mm auf. Du kannst auch die LG-Scheibe für deine Entfernung direkt nehmen, da der Spiegel 30.5mm im Durchmesser beträgt, wenn Dich die deutlicher erscheinenden Ringe auf 5m nicht stören.

    Noch ein Tipp: Die Höhe der Trainingsscheibe ermittelst Du am besten, in dem Du auf einem richtigen Schießstand in den Anschlag gehst und dir dann von einem Helfer die Mündungshöhe deiner Pistole messen lässt. Zu Hause richtest Du deine Pistole dann auf diese Höhe aus und hängst die Trainingsscheibe danach ausgerichtet an die Wand.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo stolze_schützin,

    ich hätte da ja einen genialen Vorschlag. Wir Schützen, Jäger und Sammler "verlegen" komplett in die Schweiz. Im Gegenzug dürfen die ganzen Hoplophoben, die es ja mittlerweile auch in der Schweiz gibt und die den braven Schweizern das Leben ja auch schwer machen, in die BRD auswandern. Dann können die hier das waffenlose Paradies auf Erden errichten und wir leben glücklich bis an das Ende unserer Tage zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern in der Schweiz und schauen zu, wie sich Deutschland endgültig abschafft.

    Die Schweizer dürften damit auch keine Probleme haben, entsprechen wir Schützen doch nicht dem Klischee des "normalen" Deutschen. Nur dieser Typ ist ja bei den Schweizern zu recht nicht so beliebt. Außerdem würde die Schweiz dann schlagartig die stärkste Schießsportnation der Welt. Ach ja, ein deutscher Finanzminister könnte dann auch nicht mehr mit der Kavallerie drohen, da der größte Teil der "Kavallerie" dann wohl auch weg wäre.

    Mein ja nur. :thumbup:


    Mit bestem Schützengruß und Aufgeben ist nicht!

    Frank

    Hallo Ludwig,

    ich vermute, dieses Gerücht bezieht sich auf den neuen "Dress Code" der ISSF. Die ISSF möchte, dass die Teilnehmer bei ihren Wettkämpfen auch wie "Sportler" aussehen und nicht wie "Schlumpf-Schützen". Deshalb gibt es im Regelwerk der ISSF mittlerweile den sogenannten Dress Code. Dieser schreibt "sportliche" Kleidung wie Trainingsanzüge vor. Jeans zählen nach Ansicht der ISSF nicht zur sportlichen Bekleidung.

    Die vermeintliche Stützfunktion mancher Jeans dürfte bei diesen Überlegungen keine Rolle gespielt haben und für nationale Bewerbe in Deutschland gibt es eine solche Reglung auch (noch) nicht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Jocker,

    im Grunde gelten in Bezug auf die Auswahl von Diabolos die gleichen Grundsätze wie für KK.

    Ich habe hier mal ein paar Anmerkungen dazu geschrieben.

    Jeder Lauf ist trotz Massenfertigung immer ein Einzelstück. Diabolos werden in Serien gefertigt. Bestimmte Serien werden in deinem Lauf gut gehen, andere wieder nicht. Die Kopfmaße und die Marke spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Aussagen wie "Meine Pistole schießt am bestem mit Marke AB Typ XY Kopfmaß 4,49 sind so nicht haltbar, sie gelten immer nur für die vorliegende Serie.

    Welche Serie in deiner Pistole gut geht, kannst Du nur durch Tests herausfinden. Mit dieser Serie bzw. mit diesem Los solltest Du dich dann eindecken.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Schtarschütz,

    zumindest der WSB veröffentlicht auf seiner Internetseite und auch in der Verbandszeitschrift "Schützenwarte" regelmäßig Ausschreibungen und Einladungen zu Pokalwettkämpfen und Schießsportwochen, welche von den Vereinen hier in der Region meist nach festem Turnus durchgeführt werden.

    WSB - Startgelegenheiten

    Dieser Hinweis wird Dir jetzt zwar als in Bayern ansässiger Schütze nicht allzu viel nützen, aber ich gehe jetzt doch mal stark davon aus, dass auch die Landesverbände im Süden solche Dienste bieten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Lieber Asterix,

    versuche doch bitte auch nur ansatzweise zu verstehen, dass das Risiko durch Sportwaffen auch heute schon so gering ist, das weitere Maßnahmen hier völlig unverhältnismäßig sind. Zumal der Erfolg solcher Maßnahmen ja überhaupt nicht absehbar ist, dafür aber einen weiteren Sargnagel für unseren Schießsport bedeutet. Du sprichst immer von England. Tatsache ist aber, dass es in England nach dem Totalverbot der Kurzwaffen einen signifikanten Anstieg der Gewalttaten gegeben hat. Flapsig könne man hier wohl anmerken, war wohl ein Schuss in den Ofen.

    Man kann solche Taten, wenn überhaupt, nur dadurch verhindern, indem man die Ursachen dafür analysiert und versucht, diese dann zu beseitigen. Ist es denn wirklich so schwer zu begreifen, dass die Tatmittel nie die Ursache, aber immer nahezu beliebig austauschbar sind. Warum werden denn die meisten Menschen in Deutschland mit Messern und andern Haushaltsgegenständen verletzt oder getötet, wo doch Schusswaffen vermeintlich in so großer Zahl vorhanden sind? Nach Logik der Waffenhasser müssten doch immer Schusswaffen zum Einsatz kommen, da diese doch nach ihrer Auffassung ungleich geeigneter sind. Die Frau in Lörrach hat aber doch selbst selbst den Beweis erbracht, dass diese These so nicht haltbar ist. Sie hat neben ihren bloßen Händen gleich drei weitere Tatmittel, darunter eben auch eine Schusswaffe, eingesetzt.


    Liebe Schützen, bitte seht der Realität ins Auge. Es gibt in unserem Land mittlerweile eine Gruppe von Menschen, die aufgrund ihrer Weltanschauung den privaten Waffenbesitz und den Schießsport verboten sehen möchte. Diese Gruppe wird auch nicht eher Ruhe geben, bis das Ziel erreicht worden ist. Daher ist ein weiteres Entgegenkommen, das ja niemals die Ursachen für diese Taten beseitigt, auch keine Option mehr.

    Auch wenn es der eine oder andere Schütze immer noch nicht einsehen will, wir haben hier nur noch eine kleine Chance. Wir müssen uns wehren und diesem Spuk geschlossen entgegentreten. Wir betreiben mit eine der friedfertigsten Sportarten, die es überhaupt gibt. Von unseren Sportwaffen geht keine signifikante Gefahr aus, aber eine hundertprozentige Missbrauchssicherheit können wir nicht geben und wir sind auch nicht für die sehr seltenen Missbrauchsfälle verantwortlich.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank