Beiträge von Murmelchen

    Hallo elly72,

    vielleicht siehst Du da auch ein Haar, weil da wirklich eins vorhanden ist. Aber nicht im oder am Diopter, sondern an Dir. Beachte mal im Spiegel deine Wimpern oder Augenbrauen. Gerade im Anschlag Liegend kann so etwas gut sein. Aufgrund der optischen Gesetzmäßigkeiten müsste dieses Haar dann vorzugsweise unten im Diopter sichtbar sein.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Wilhelm,

    so eine Analyse der bestehenden Verhältnisse ist ja immer deutlich einfacher als solche Strukturen dann zu verändern.

    Auch wenn Einzelkämpfer oft recht effektiv sein können, so meine ich, geht das nur, wenn sich entsprechende Teams bilden.

    Es gibt in diesen speziellen Vereinen ja auch oft so viele Baustellen, dass das eine Person normalerweise nicht alleine schaffen kann. Es braucht Betreuer und Trainer, Leute die im traditionellen Vorstand Überzeugungsarbeit leisten können und sogar welche, die sich mit der Lufthoheit über den Stammtischen beschäftigen und auch hier einwirken können.


    Veränderungen sind immer ein sehr schwieriges und mühsames Unterfangen. Schützen, welche hier wirklich bereit sind, längerfristig mitzuarbeiten, findet man auch immer seltener. Ist ja auch eine Frage der Abwägung. Sich in einem Verein, wo die Strukturen noch wenigstens halbwegs intakt sind und wo Perspektiven bestehen, einzubringen, ist möglicherweise viel produktiver und auch persönlich befriedigender, als sich in einem schon völlig maroden Verein einzubringen, wo der mögliche Erfolg nur sehr fraglich ist.

    Aber letztendlich sind wir alle hier gefordert.


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    Frank

    Auch wen der Josef immer noch auf Rang 6 liegt, so sind die Prozentzahlen doch gar nicht so schlecht. Leider werden ja wohl nur die Prozente angegeben und nicht die absoluten Stimmen. Aber bis Platz 3 sind die Kandidaten doch recht eng beieinander und die Platzierung von dem Josef hat sich nach meinem Gefühl schon deutlich verbessert. Andererseits sind ja auch die anderen Sportler ganz respektable Kandidaten, die sicher auch ihre Fans haben.

    Aber Freunde, da geht sicher noch was. Von irgendwelchen Tricksereien sollte man dabei aber absehen. So etwas kann schnell nach hinten losgehen und wirft kein gutes Licht auf den Sport.

    Also, auf gehts!


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    ich weiß hier jetzt nicht genau, was mit Gewehrlaufstabilisator gemeint ist. Auch der Begriff Kompensator ist in diesem Zusammenhang nicht ganz eindeutig.

    Es gibt einmal neben den klassischen Laufwichten, welche die Mündung träger und das Gewehr kopflastiger machen, die Verlängerungsrohre, auf Neudeutsch oft Tube genannt. Diese Teile verlängern erstmal die Visierlänge bzw. damit lässt sich diese individuell einstellen. Eine längere Visierlinie verbessert die Zielgenauigkeit, aber man sieht seine Wackler auch deutlicher. Nebeneffekt dieser Röhren ist, dass der Sound sich verändert und es sieht natürlich auch (je nach Geschmackslage) scharf aus.

    Dann gibt es die sogenannten Barreltuner, manchmal auch in Kombination mit der Tube. Mit diesen Barreltunern soll durch Gewichtsverschiebung an der Mündung das Schwingungsverhalten und damit das Schussverhalten (Steukreis) verbessert werden. Ist im Benchrest-Bereich weiter verbreitet. Meine Meinung: Bevor man damit zu experimentieren anfängt, sollte man besser erstmal mit unterschiedlichen Anzugsdrehmomenten der Schaftschrauben arbeiten und eventuell bei Holzschäften über eine Schaftbettung nachdenken.

    Generell gilt aber: Jede Gewichtsveränderung an der Mündung kann das Schussverhalten verändern, sowohl positiv wie negativ. Munitionsserien, welche vorher gut gingen, können danach schlechtere Ergebnisse bringen und umgekehrt.


    Wenn mit Kompensatoren Gasentlastungsbohren an/auf der Mündung gemeint sind, so sind diese im sportlichen Bereich normalerweise nicht gestattet.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Der Direkte Kundenservice von Steyr mußte sich auch verbessern, sonst währen Sie wie DIANA sehr schnell vom Sportmarkt verschwunden.


    Hallo Zehnkommaneun,

    bist Du dir ganz sicher, dass der mangelnde Service im Fall der Firma Diana wirklich der Grund für die Aufgabe des Sportmarkts war?

    Nach meinen sicher nicht repräsentativen Erfahrungen und den vor mir bisher gehörten Aussagen anderer Schützen war gerade der Service von Diana zumindest aus Endkundensicht immer vorbildlich.

    Ob die Firma Diana dagegen immer ein optimales Händchen für Marketing hatte, kann ich schlecht beurteilen. Aber könnte der Ausstieg aus dem Sportbereich nicht auch etwas mit den Turbulenzen der Firma Kriegeskorte bzw. KRICO zu tun gehabt haben? Wie schon gesagt, nur eine Vermutung ohne Insider-Kenntnisse, aber doch irgendwie nahe liegend.

    Ich glaube jedenfalls nicht, dass es gerade bei Diana am mangelnden Service gelegen haben könnte.


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    Frank

    Hallo pati,

    du sprichst hier einen sehr interessanten Bereich an, aber eben auch einen Bereich, bei dem man sehr schnell den Bereich der gesicherten Erkenntnisse verlässt. 50m Indoor ist sicher Standard. Aber auch dort gibt es schon Unterschiede. Starke Lüftungen, aber auch fahrende Scheiben auf der Nachbarbahn können möglicherweise das Ergebnis schon beeinflussen.

    Das richtige Einspannen der Gewehre ist eine weitere Baustelle. Ziel ist ja, jetzt mal abgesehen von Benchrest, das Verhalten des Gewehrs bei der Schussabgabe aus der Schulter zu simulieren. Ob daher fest eingespannte Läufe oder Systeme ohne Schaft sinnvoll sind, ist fraglich. Federgelagerte Einspannvorrichtungen für das ganze Gewehr kommen vermutlich der Realität etwas näher. Aber bei der Umsetzung gibt es auch wieder unterschiedliche Konzepte. Es gibt aber wohl bisher noch kein Konzept, welches wirklich über jeden Zweifel erhaben ist.

    Es gibt daher auch einige Spitzenschützen, die nach so einem Test die beste Serie noch einmal selbst aus der Schulter schießen, manchmal auch mit einem montieren starken Glas.

    Fazit: Patentrezepte gibt es hier wohl leider nicht. Es bleibt also auch weiterhin spannend.


    dingo
    Das kann ich dann aber noch locker toppen. Bei mir kommen dann immer unter 6mm raus, und zwar jedes Mal reproduzierbar. :D


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    Frank

    Zur Einordnung und Positionierung des amerikanischen Gewehrs ist es vielleicht ganz hilfreich, wenn man die Programme zur Nachwuchsförderung in den Staaten etwas näher kennt. In den USA läuft die Förderung eher etwas zweigleisig ab und man verfolgt damit auch unterschiedliche Ziele. Programme wie das JROTC (Junior Reserve Officers Training Corps) dienen schon der Förderung und Sichtung neuer Talente im Schießsport, aber eben auch der militärischen Nachwuchsgewinnung. Daher gibt es auch zwei unterschiedliche Klassen. Die Sporter Class für Einsteiger und die Precision Class für talentierte und schon fortgeschrittene Sportschützen. In der Sporter Class sind nur standardisierte Gewehre und so gut wie keine weitere Ausrüstung, insbesondere keine Schießbekleidung, zugelassen. Aber im Gegensatz zu uns werden eben auch in dieser Sporter Class ernsthafte und große Wettkämpfe angeboten und genau für diese Klasse stellt dieses Gewehr auch ein neues Angebot dar. Da diese Sporter Class viel stärker verbreitet ist, als die schon von den Materialkosten her viel teure Precision Class, sind solche vereinfachten Gewehre in den USA im Gegensatz zu hier ein durchaus erfolgversprechendes Geschäftsmodell.

    In der Precision Class wird dagegen auch die heutzutage international übliche Ausrüstung nebst den Spitzenmodellen aus fast ausschließlich deutscher oder alpenländischer Produktion verwendet. Richtig ernsthafte Matchgewehre, welche mit unseren Modellen mithalten können, gibt es aus amerikanischer Produktion nicht.


    Das von mir oben angeführte zweigleisige Konzept der Nachwuchsgewinnung in den USA ist vermutlich gar nicht so schlecht, aber bei den bei uns herrschenden politischen Verhältnissen natürlich völlig undenkbar. Von da her sehe ich für solche Gewehre hier auch nur sehr bedingt einen Markt.

    Aber vielleicht sollten auch wir mal wirklich darüber nachdenken, ob wir hier nicht auch ohne Militär eine richtige Einsteigerklasse schaffen sollten, mit überschaubaren Kosten, aber der Möglichkeit, einen anerkannten Meistertitel zu erringen. Nur mal so eine Anregung.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Selbst bei guten Streukreisen so um 12mm (umschlossen!) sollte man immer bedenken, dass hier nur 10 Schüsse vorliegen. Schon beim nächsten Test mit der gleichen Serie sind durchaus auch wieder größere, manchmal sogar deutlich größere, Streukreise möglich. Das Streuen der Munition ist ein statistischer Prozess. Für eine gesicherte Aussage sind da nur 10 Schüsse arg wenig und 5 Schüsse völliger Mumpitz. Man kann ja auch durch fünfmal würfeln keine gesicherte Aussage über die Qualität des Würfels treffen.

    Es macht also schon Sinn, wenn die Firma Eley die guten Serien noch einmal mit 40 Schüssen überprüft. Wenn also eine Firma, die ja immerhin mit der Tenex in den letzten Jahrzehnten die erfolgreichste KK-Patrone der Welt gefertigt hat, sagt, dass der absolute Rekord bei 13.9mm mit 40 Schuß liegt, dann ist das handfeste Aussage, der man ruhig etwas Beachtung schenken sollte. Wenn mehr drin wäre, würden die das mit Sicherheit auch angeben. Die leben schließlich vom Verkauf der Munition. Andere Firmen wie RWS (RUAG) trauen sich erst gar nicht, solche Zahlen überhaupt zu veröffentlichen.

    Wer jetzt aber anonyme Aussagen wie die von einem waltherlg400 für glaubwürdiger hält, als Aussagen einer Weltfirma wie Eley oder eines Trainers von Weltniveau wie Heinz Reinkemeier, der darf das natürlich gerne tun. Bei manchen Schützenstammtischen geht man damit sogar als echter Experte durch.


    Ich jedenfalls habe schon so einigen Munitionstests beigewohnt, aber noch nie ein Schussbild mit 10 Schüssen gesehen, welches vollständig in der Zehn der KK-Scheibe blieb. So etwas mag es ab und zu mal geben, aber es ist dann mit Sicherheit nicht reproduzierbar.


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    Frank (nur Schlumpfschütze)

    Hallo Patrick,

    man darf sich das sicher nicht so vorstellen, wie einen Computermonitor. So eine elektronische Scheibe ist aus Sicht des Schützen einfach ein schwarzes Loch mit einer weißen Blende davor. Das ergibt normalerweise den besten Kontrast. Durch ungünstig gewählte Lichtquellen kann es aber auch eher zu Reflexen und zu einer zu starken Ausleuchtung kommen.

    Die meisten elektronischen Stände sind mir zu hell. Ich stelle ja sogar bei Pappscheiben das Licht möglichst dunkel ein.


    Die Wahrnehmung ist ja bei uns Menschen bekanntlich ziemlich unterschiedlich. Bei zu viel Licht hat man aber immer Möglichkeiten, sich zu helfen, bei zu wenig Licht kaum. Bei mir ist eher eine leichte Tendenz zur Nachtblindheit vorhanden. Ich merke das immer, wenn ich abends auf schlecht ausgeleuchteten Ständen schieße. Also nur Licht im Bereich des Schützenstandes und dann möglicherweise auch noch von hinten, keine Vorfeldbeleuchtung, dafür aber nur durch Strahler (schräg) ausgeleuchtete Pappscheiben. Da geht mein Schussbild immer auf.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Asterix,

    ich denke, Du hast mit der Steyr LG110 eine gute Wahl getroffen. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Spaß und auch Erfolg damit und kann deine Vorfreude darauf gut nachvollziehen. Wenn das Teil da ist, wäre es natürlich schön, wenn Du deine Eindrücke und Erfahrungen hier schildern würdest. Ich habe auch schon mal mit der Steyr geliebäugelt, hab aber so ein Teil bisher noch nicht in meinen Händen gehabt. Der Beitrag mit der bescheidenen Verarbeitung hat mich allerdings etwas irritiert. Aber es gibt dazu ja auch andere Aussagen im Netz und ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass die Österreicher hier wirklich schlampen.

    Ich sollte vielleicht doch mal wieder meinen Händler aufsuchen. Es weihnachtet ja schon so langsam. :thumbup:


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Elektronische Scheiben bieten durch den weißen Rahmen und das wirklich schwarze Loch den besten Kontrast und daher auch normalerweise das bessere Zielbild, es sei denn, es wird durch zu viel Licht übersteuert. Bei Pistolenschützen kann möglicherweise, wie hier auch schon gesagt wurde, dieses klare und saubere Ziel dazu führen, dass die Aufmerksamkeit sich eben auch mehr auf das Ziel richtet und die viel wichtigere Konzentration auf die Visierung etwas vernachlässigt wird.

    Als Gewehrschütze und hier speziell KK-Liegend schieße ich sehr gerne auf diese elektronischen Scheiben und meine Ergebnisse fallen hier in der Regel auch besser aus, als bei herkömmlichen Scheiben. Insbesondere dann, wenn diese Scheiben noch mit dunklen eher schlecht ausgeleuchteten Ständen einhergehen. Ich kenne aber auch gerade im LG-Bereich Schützen, die eher ungern auf die elektronischen Scheiben schießen. Durch den optimalen Kontrast sehen sie möglicherweise viel klarer. Selbst der weiße Rand im Ringkorn erscheint breiter und auch die eignen Schwankungen werden bewusster wahrgenommen. Möglicherweise rupft der eine oder andere Schütze dann auch eher mal den Abzug.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Zehnkommaneun,

    ich war oder bin nicht angepi...t. Sollte mein Schreiben an einigen Stellen etwas zu scharf rübergekommen sein, so bitte ich um Nachsicht. War gestern ja auch schon spät geworden. :sleeping:

    Wir engagieren uns alle für unsern Sport. Auf der Suche nach dem richtigen Weg, also dem Weg, der den Schießsport weiterbringt, können dabei auch durchaus mal unterschiedliche Auffassungen entstehen und auch vertreten werden.

    Ich bin auch nicht so vermessen, das nur meine Sicht der Dinge hier die einzig wahre Sichtweise ist.


    Wir sind hier ja auch schon ganz schön weit vom Ursprungsthema entfernt. Anlass unseres Disputs war ja der haltlose Hinweis auf die SpO DSB im Zusammenhang mit den Signalfähnchen. Daraus ist jetzt ein recht umfassender Meinungsaustausch entstanden. Sicher auch nicht wirklich schlimm und für manchen Leser hier möglicherweise mit ganz neuen Erkenntnissen behaftet.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Zehnkommaneun,

    Hallo Frank,
    Ich wollte mal mit den SpO auszügen den Diskusionen " das steht aber in der SpO oder steht nicht in der SpO ein ende setzten"


    Die Sportordnung ist das maßgebliche Regelwerk.

    Die von dir angeführte Regel 0.2.5 der SpO DSB verlangt bei Druckluft noch nicht einmal generell einen geöffneten Verschluss.

    Regel 0.29.2 ist sicher eher für Fälle gedacht, wo erweiterte gesetzliche Auflagen für bestimmte Stände und Schießanlagen bestehen. Aber bestimmt nicht dafür, dass jeder Verband, oder noch schlimmer, jeder Kreis und Bezirk, seine eigenen Interpretationen und Vorstellungen von Sicherheitsregeln aufstellt.

    mal zu deiner Anschütz 2001. Ich habe Sie selber jahre lang geschossen und es gibt eine Möglichkeit den verschluß zu öffnen ohne das die Waffe Druckaufbaut. Mache ich mir immer einen Spaß draus wenn die neun mal Klugen kommen und sagen mit der geht das aber nicht.
    Den Hebel entriegeln und langam nach obendrücken bis der Verschluß anfängt auf zu gehen dann den Spannhebel wieder zurück nehmen und schon kann man den Verschluß von Hand betätigen. Der Spannhebel darf nur nicht bis zum Anschlag auf gedrückt werden.


    Ob es besonders klug ist, Schützen, die ihr Gewehr ausschließlich strikt nach Anleitung des Herstellers spannen und laden, als Neunmalkluge zu bezeichnen, musst Du selbst wissen. Ich habe mir ebenfalls mal den "Spaß" gegönnt und deine Vorgehensweise ausprobiert. Der Spannhebel besitzt bei mir keine Verriegelung. Aber das nur so nebenbei. Von den drei Versuchen, die ich unternommen habe, ist es mir einmal gelungen, so genau den Punkt zu treffen, wo der Schieber schon öffnet, aber beim Rücknehmen des Spannhebels noch keine Kompression aufbaut wird. Das nützt aber nur wenig, da der Schieber dann nicht hinten arretiert. Ich muss also mit einer Hand den Spannhebel punktgenau betätigen, dann mit der anderen Hand den Schieber nach hinten schieben und dort festhalten und schließlich mit der dritten Hand das Fähnchen einführen. Weiha!

    Wenn Du so einem gestandenen Schützen kommst, dann solltest Du in Betracht ziehen, dass dieser sich, mit Verlaub, ziemlich verarscht vorkommt und möglicherweise auch verärgert von dannen zieht.

    Auf die Möglichkeit, dass man mit deiner Methode auch sein Gewehr beschädigen kann, möchte ich jetzt nicht auch noch eingehen.

    So nun mal wieder zum Thema,
    Ich mache auch viel Standaufsicht oder Waffenkontrolle und war auch 15 Jahre Bezirksschießmeister (BDHS) Ich gehe auch nicht immer nach der SpO sondern entscheide im Sinne des Sport und des Schützen.


    Solange Du nicht gegen die SpO entscheidest, bleibt Dir das auch unbenommen.

    Bei uns im BDHS ist das Fähnchen pflicht! Bei uns im RSB heißt es Fähnchen keine Pflicht aber erwünscht.


    Die SpO DSB gilt sicher nicht für Bewerbe im BHDS, für nicht Eingeweihte, dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Ihr könnt dort selbstverständlich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und nach eurer SpO und euren Ausschreibungen gerne machen, was ihr für richtig erachtet. Wenn ihr es irgendwo in der Ausschreibung schriftlich fixiert habt, müssen eure Teilnehmer es auch einhalten. Ob aber der Hinweis auf eigene Meriten immer nötig ist, um damit im Zweifel die Aussagekraft der eigenen Argumente zu unterstützen, muss auch jeder für sich entscheiden.

    Ich habe bei meinen Waffen auch immer ein Fähnchen mit. Wo bei ich jetzt am letzten WE bei der Waffenkontrolle schon immer weniger gesehen habe.


    Ich sagte ja schon, es dauert immer seine Zeit, bis solches Sachen auch überall angekommen sind, manchmal sogar Jahrzehnte.


    Die Sache mit den Fähnchen hat ähnlich wie die unrühmliche Sache mit den Kartuschen für viel Unfrieden unter den Schützen gesorgt. Sie mag gut gemeint gewesen sein, war aber eindeutig zu kurz gedacht. Es ist gut, dass solche Irrwege dann auch wieder revidiert werden.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Zehnkommaneun,

    vorweg, ich bin kein Händler und habe daher von den ganzen Vertriebsstrukturen keinen Plan. Daher zwei Fragen:

    1. Warum jetzt in die Schweiz? Ist Steyr ausgewandert oder wird der Service und möglicherweise sogar die Fertigung der LGs separat in der Scheiz durchgeführt?

    2. Deine Anmerkungen bezüglich Service müssten doch auch für die LPs gelten. Diese sind aber in Deutschland doch einigermaßen verbreitet. Oder gelten dafür wieder andere Strukturen?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    weiß jetzt nicht, ob euch der Beitrag schon bekannt ist, aber hier hat jemand schon mal etwas ausführlicher seine Eindrücke vom LG110 geschildert. Das mit der Verarbeitungsqualität stimmt mich jetzt allerdings etwas nachdenklich. Womöglich ein Ausrutscher? Die LPs von Steyr sind in dieser Hinsicht ja normalerweise über jeden Zweifel erhaben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michael,

    nö, Motorrad fahre ich schon seit vielen Jahren nicht mehr, leider. Kann auch sein, dass ich deinen Namen nur mal irgendwo in einer Rangliste gelesen habe, oder auch in einem anderen Zusammenhang. Wahrscheinlich geistert mir aber auch nur ein ähnlicher Name im Hinterkopf herum. Mit dem Raum Siegen habe ich jetzt direkt nichts zu tun, da ja auch anderer Bezirk. Aus deiner Ecke nehmen aber ein paar Vereine regelmäßig an den Wettkämpfen der Kyffhäuser teil, obwohl das ja bis oben nach Oppenwehe schon eine ganz schöne Stecke ist.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo patrickGER,

    deine Meinung sei Dir unbenommen. Möglicherweise ist Dir aber auch die Problematik aufgrund der von Dir eingesetzten Gewehre gar nicht richtig bewusst. Gilt hier möglicherweise auch für andere Mitleser.

    Ein Anschütz Super Air 2001 in der ersten Ausführung ist zwar mittlerweile etwas in die Jahre gekommen, aber doch auch immer noch ein LG, mit dem man ganz ordentliche Ergebnisse produzieren kann, auch wenn man damit gegenüber den modernen LGs schon etwas benachteiligt ist. Aber warum sollte man damit zumindest im eher breitensportlichen Bereich nicht mehr starten wollen oder sollen? Bei diesem LG wird der Verschluss (hier eine Art Schieber) nur dann zwangsgesteuert geöffnet, wenn dieses vollständig gespannt wird. Macht da so ein Fähnchen wirklich Sinn? Ist es nicht so, dass ein gespanntes LG auch mit Fähnchen deutlich unsicherer ist, als ein nicht gespanntes LG ohne Fähnchen? Auch für die durchaus noch verbreiteten Lupis FWB LP 65 gilt die gleiche Problematik. Auch bei diesen Modellen lässt sich ein Fähnchen nur einführen, wenn man die Waffe vorher spannt, zumindest halb spannt. Aber auch bei den modernen Walther Waffen kann man durchaus ein Geschoss soweit im Lauf versenken, dass dahinter noch locker ein Fähnchen passt. Da hat man dann also eine geladene Waffe, aber das Fähnchen signalisiert, ungeladen. Hier möge sich jeder jetzt mal selbst nach dem Sinn befragen. Zum Thema Risikokompensation durch diese Fähnchen habe ich schon an anderer Stelle hier im Forum etwas geschrieben. Da möchte ich mich jetzt nicht wiederholen.

    Damit ich hier nicht falsch verstanden werde, ich habe kein Problem mit den Fähnchen im Feuerwaffenbereich. Hier macht die Sache ja durchaus einen gewissen Sinn. Aber auch nur dann, wenn dadurch nicht die altbewährten elementaren Sicherheitsregeln vernachlässigt werden. Ich habe nur ein Problem (und nicht nur ich) damit, wenn Schützen auch in den Fällen rigoros mit Disqualifikation im Druckluftbereich gedroht wird, wenn es aufgrund der verwendeten regelkonformen Waffen unsinnig ist, oder dadurch sogar das Risiko vergrößert wird, zumal es für diese Forderungen gar keine rechtlichen Grundlagen gibt.

    Ich finde auch, das in diesem Fall keine Schmollreaktionen vorliegen. Nicht jeder ist bereit, immer wieder die gleichen unsinnigen Diskussionen führen zu müssen. Manche stimmen dann auch irgendwann mit ihren Füßen ab.

    Nochmal, es gibt keine gesetzliche Notwendigkeit für diese Fähnchen und der damit erreichbare Sicherheitsgewinn ist mehr als fraglich. Zumindest die Verantwortlichen des DSB scheinen dieses aus so erkannt zu haben. Erfahrungsgemäß dauert es aber, bis sich solche Erkenntnisse auch bei allen Landesverbänden herumsprechen und bis dann der letzte Mitarbeiter auf Kreisebene auch Bescheid weiß, können noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vergehen.


    Ach ja, ich erwarte eigentlich von jedem Schützen, dass er eben nicht einfach nur stur und gedankenlos irgendwelche Regeln befolgt, sondern sich selbst fragt, wie er zuverlässig die Gefährdung anderer durch seine Handlungen vermeiden kann.


    Zehnkommaneun

    Stehen die von Dir angegebenen Regeln der SpO irgendwie im Gegensatz oder Widerspruch zu meinen Ausführungen und Anmerkungen?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michael,

    auch von mir als einem weiteren Westfalen ein herzliches Willkommen.

    Irgendwie meine ich, ich hätte deinen Namen auch schon mal gehört. Ich komme aus der Gegend etwas weiter nördlich von Dir gelegen. Stichwort "Tor zum Sauerland".


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Benmaster,

    Wenn ich die letzten Aussagen lese und es richtig verstehe, steht nicht in der Sportordnung, dass ich eine Pufferpatrone (rotes Fähnchen brauche)


    Das ist so richtig. In der SpO des DSB findet sich der Begriff "Signalfähnchen" oder "Pufferpatrone" nicht (mehr).

    Habe ich das richtig verstanden?
    Ich brauche also keine Pufferpatrone, egal welches Kaliber???


    Das ist so nicht immer richtig, da die Veranstalter diese Fähnchen oft in der Ausschreibung fordern. Sie können sich dabei aber nicht (mehr) auf die Sportordnung berufen, sondern nur auf ihre Ausschreibung und ihr Hausrecht.

    Nur mal grundsätzlich: Jeder Schütze der in den letzten Jahren auf der deutschen Meisterschaft war, hat ein solches Fähnchen. Um unnötigen Diskussionen aus dem Weg zu gehen: Macht es doch einfach rein. Das ist doch kein großer Aufwand und ihr entgeht sinnlosen und nicht Zielführenden Diskussionen.


    Sicher richtig. Die Diskussion über diesen Punkt ist aber trotzdem nicht ganz unberechtigt, da gerade im Druckluftbereich auch noch Schützen mit älteren LPs oder sogar LGs antreten, bei denen ein Signalfähnchen oft nur dann überhaupt eingeführt werden kann, wenn die Waffe vorher gespannt wird. Solche Regeln sind daher zumindest in ihrer ausnahmslosen Absolutheit unsinnig und sollten durchaus auch diskutiert werden dürfen. Ich selbst halte den vermeintlichen Sicherheitsgewinn durch diese Fähnchen speziell bei Druckluft teilweise für trügerisch und und noch schlimmer, oft sogar für kontraproduktiv, wenn Schützen dadurch wieder leichtsinniger mit den Waffen umgehen und die elementaren Sicherheitsregeln nicht mehr konsequent beachten.

    Ich kenne jedenfalls gestandene Schützen, die mir klar gesagt haben, dass sie wegen der Gängelei mit den teilweise unsinnigen Fähnchen nicht mehr an den Meisterschaften teilnehmen. Das kann es doch eigentlich auch nicht sein, oder?

    Mit bestem Schützengruß

    Frank