Beiträge von Murmelchen

    Nur an der Backe und im Prinzip auch an der Kappe. Hier mal ein Auszug aus der Sportordnung:

    1.0.3.6.3.3 Veränderung des Vorderschaftes

    Der Vorderschaft darf innerhalb der Maximalmaße verändert werden. Der Pistolengriff und der Schaft dürfen keine orthopädischen Formen aufweisen. Material, das die Griffigkeit verbessert, darf an Vorderschaft, Pistolengriff oder am unteren Teil des Schaftes nicht angebracht werden.

    Was Du aber machen kannst, ist die entsprechenden Stellen aufzurauhen oder zu punzieren. Wenn deine FWB noch unten am Pistolengriff das Käppchen oder die Kante hat, dann muss die streng genommen auch weg.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Unser Forumsmitglied frank17 hat hier die unterschiedlichen Schussbilder eines Munitionstests veröffentlicht, geschossen aus einer hochwertigen Matchbüchse. Diese Schussbilder sind absolut realistisch und decken sich auch mit meinen Erfahrungen. Wer da immer noch Zweifel am Sinn solcher Tests hegt, dem kann ich auch nicht helfen. Jedenfalls würde selbst ein 400er Schütze mit der zweitletzten Munition nur sehr schwerlich über 370 Ringe kommen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ich zitiere mal:

    Zweck des Deutschen Schützenbundes ist die Förderung und Überwachung des Sportschießens nach einheitlichen Regeln, ...

    Der Deutsche Schützenbund ist zuständig für
    den Erlass einheitlicher Regeln für das Sportschießen sowie die Kontrolle ihrer Einhaltung, ...


    Über die Zuständigkeit kann es also keinen Zweifel geben. Was soll daher die Antwort mit dem Verweis auf den Landesverband? Der Landesverband kann diese Frage nicht endgültig beantworten. Mir scheint, hier soll wohl auf die formale Einhaltung eines bestimmten "Dienstweges" gepocht werden. Aber mit der gleichen Logik könnte dann der Landesverband antworten, wenden Sie sich bitte an ihren Vereinsvorsitzenden oder an ihren Kreissportleiter. Mit normal sterblichen Schützen sprechen wir nicht.

    Es ist doch ganz offensichtlich, dass solche Fragen nur der DSB verbindlich beantworten kann. Da kann es doch nicht sein, dass man versucht, sich mit Hinweis auf Formalien oder Dienstwege aus der Verantwortung zu stehlen.


    Wenn ich jetzt die Beiträge richtig gelesen habe, dann hat auch Maik Eckhardt eine ähnliche Antwort auf seine Anfrage erhalten. Das finde ich noch bezeichnender, denn Maik ist ja nicht nur immer noch unser bester KK-Schütze, sondern als Unternehmer und Schießsportausrüster ja geradezu darauf angewiesen, dass die von ihm angebotenen Produkte auch regelkonform sind. Da wirft so eine Abfertigung kein gutes Licht auf den DSB.


    @ Königstiger

    Wenn Du an der Sache dran bleiben willst, dann schreibe am besten einen richtigen Brief an das Präsidium oder den Bundessportleiter persönlich. Wenn es dir möglich ist, dann schreibe am bestem im Namen deines Vereins. Die Vereine sind mittelbare Mitglieder des DSB. Daher darf man dann wohl auch erwarten, dass ihnen eine angemessene Auskunft auf berechtigte Anfragen zusteht. Ein Hinweis auf dieses Forum kann sicher auch nicht schaden.


    Irgendwie fasse ich es nicht. Da werden große Studien über Wege der Mitgliedergewinnung im Schießsport in Auftrag gegeben, da werden dicke Wälzer gefertigt, wie man die Situation verbessern kann, aber scheinbar kapiert dort niemand, das es gerade solche Attitüden im Umgang mit den Mitgliedern sind, die auf Dauer die Schützen verärgern und vergraulen. Mit Verlaub, musste jetzt mal so deutlich gesagt werden. Hoffentlich liest das auch mal jemand an der richtigen Stelle.


    Mit leicht angesäuertem Schützengruß

    Frank

    Streuende Munition verschlechtert immer das Ergebnis. Die Annahme, dass das bei eher durchschnittlichen Ergebnissen keine Rolle spielt, da das der Schütze ja durch seine eigene Streuung ausgleicht, ist schlicht falsch. Wieviel Ringe da so im Schnitt drin sind, läßt sich nicht so ganz einfach sagen, da das von vielen Faktoren abhängt und das Streuen ja immer ein statistischer Prozess ist. Da sind dann selbst "Proben" von 40 Schuss eher wenig für eine gesicherte Aussage. Aber 5 Ringe Unterschied sind sicher gut möglich und ob ein Schütze jetzt statt 355 Ringen 360 Ringe erzielt, kann auch schon z. Bsp. bei einem RWK über Sieg oder Niederlage entscheiden. 390 Ringe statt 385 bedeuten im Zweifel den Unterschied der sicheren DM-Teilnahme oder eben nicht.

    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz, warum das Thema Munitionstest immer wieder so kontovers diskutiert wird, wo es doch im Gegensatz zu all den teueren und teilweise fragwürdigen Zusatzteilen, welche sich Schützen so an ihre Waffen schrauben, eine sichere Methode bietet, die eigene Leistung zu verbessern. Sollte sich bei so einem Test herausstellen, dass man einen Lauf besitzt, der jede Munition frisst, so kann man froh sein. Das ist aber in der Regel nicht so und die Unterschiede sind nicht nur nach meinen Erfahrungen teilweise recht krass. Über KK brauchen wir hier erst gar nicht zu reden.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die Jugendbasislizenz ist das Resultat der waffenrechtlichen Forderung nach zur Kinder- und Jugendarbeit für das Schießen geeigneter Aufsichtspersonen. Somit stellt die JuBaLi schon einen Sonderfall in der deutschen Sportlandschaft dar. In keiner anderen Sportart ist so eine Lizenz gesetzlich vorgeschrieben.

    Wenn ich ehrlich bin, ist mir auch bis heute noch nicht so richtig klar, worin nun diese besondere Qualifikation liegen soll. Die doch sehr unterschiedlichen Ausbildungen der einzelnen Landesverbände bis hin zu den Persilscheinen der ersten Jahre und die bisher immer noch fehlenden Hinweise oder Verordnungen des Gesetzgebers, diese gesetzliche Forderung mit Inhalt zu füllen, bestärken mich in meiner Auffassung. Auch der Richtlinienplan des DSB bietet in seiner Allgemeinheit und im Umfang eher den Rahmen für ein theoretisches Semester an einer PH als für einen zeitlich stark begrenzten praxisbezogenen Lehrgang.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Gut das du es noch mal schreibst, ich vergesse die Ohrstöpsel immer in meiner Schießtasche.


    Pack deine Sachen blos sorgfälltig ein. Gegen die HSG wird es eh schwer genug. Nicht das es Dir so ergeht wie dem Kameraden, der im Liga-Wettkampf mal neben mir seine Super Match auspackte und dann ein ziemlich dummes Gesicht machte. :D

    Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen.


    Wie sieht es denn mit unserer Tippreihe aus, die wir hier begonnen hatten. Vielleicht möchte sich ja noch jemand beteiligen. Ich hatte mich ja schon früh auf Elsen festgelegt, auch wenn es gegen den Bund auch sehr schwer werden wird. Aber mit ein bisschen Glück kommt es im Endkampf dann zum Duell HSG oder Coburg gegen St. Hubertus Elsen. Sorry Hotwheel.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Joachim,

    der Erbfall ist in § 20 WaffG geregelt und der Waffenfund wird in § 37 behandelt. Der Erbe oder der Finder hat sich immer mit seiner Behörde in Verbindung zu setzen. Speziell bei einem Waffenfund muss die Behörde immer erst grünes Licht geben, dann kann der Finder die Waffe einem Berechtigten überlassen. Einen Waffenfund kannst Du also nicht so einfach "einpacken", weil Du dann ja deiner Behörde nicht die Herkunft nachweisen kannst. Hinzu kommt oft noch die ungklärte Eigentumsfrage.

    Von einem Berechtigten kannst Du auf Gelb die dieser Erlaubnis ensprechenden Waffen direkt erwerben und dann innerhalb der Frist (2 Wochen) deiner Behörde melden und eintragen lassen. Berücksichtigen musst Du dabei die 2/6 Regel, also maximal 2 Waffen pro Halbjahr, wobei diese Regel bei Gelb Alt zwar umstritten ist, aber von den meisten Behörden so erwartet und angewandt wird. Auf Grün brauchst Du zum Erwerb immer einen Voreintrag, es sei denn, Du besitzt auch einen Jagdschein.

    Desweiteren gilt auch noch die Ausleihe nach § 12 (1) 1. Das setzt aber als Überlasser zwingend einen Berechtigten voraus. Allerdings musst Du nicht unbedingt eine Erlaubnis für die spezielle Waffe haben. Du kannst Dir also auch eine Kurzwaffe ausleihen, auch wenn nur eine WBK Gelb hast.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Patrick,

    vielen Dank für deinen Bericht.

    Eine kleine Anmerkung bliebe aber noch. Wenn man einen weißen Hintergrund für die Scheibe nimmt, kann man die Schußlöcher viel besser erkennen. Normalerweise ist das auf einem Stand aber nicht der Fall, denn dort ist der Hintergrund ja fast immer dunkel und die dann auch dunklen Löcher im Schwarzen sind nicht ganz so leicht zu erkennen.

    Manche 300m Schützen verwenden daher als Trick eine weiße Gummimatte oder teilweise sogar ein weißes Bettlaken als Unterlage für die Scheibe, um die Schüsse so besser erkennen zu können.

    Ich hoffe, Du verstehst jetzt auch meine vorherigen Anmerkungen, denn Du schreibst ja selbst, auf 100m geht es gut, aber schon auf 150m wird es deutlich schlechter. Bei anderen Billig-Gläsern trifft das oft schon beim Übergang von 50m auf 100m zu.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Morpheus,

    Ich bekomme einfach nicht genügend Druck in die Schulter, so dass das KK-Gewehr immer wieder aus der Schulter raus rutscht und ich es mit "Gewalt" mit dem rechten Arm nach hinten drücken muss.


    so ganz verstehe ich deine Beschreibung nicht, inbesondere die Sache mit dem aus der Schulter rutschen und dem Gegensteuern mit dem rechten Arm. Was für eine Ausrüstung benutzt Du? Wo genau setzt Du in der Schulter an?

    Da Du den Schaft ja schon verlängert hast (möglicherweise nicht lang genug) bleibt noch die Möglichkeit, den Handstopp weiter nach vorne zu setzen. Das bedingt zwar meistens auch eine Höhenkorrektur, aber dass kann man ja auch wieder ausgleichen. Einfach den Schießriehmen weiter anknallen, bringt nur wenig mehr Druck in der Schulter.

    Aber generell ist die Anmerkung von Benmaster bezüglich der Fotos bei Problemen des Anschlags schon ganz hilfreich, da das Problem, besondere, wenn man selbst betroffen ist, oft gar nicht so einfach zu beschreiben ist. Der Idealfall ist natürlich immer jemand mit etwas Ahnung direkt auf dem Stand.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Axel,

    Also ich hab' mir jetzt die Regeln nochmal angeschaut, und ich kann nirgends finden, dass der Schaft unten eben sein muss.

    Ich sehe nicht welche Regel z.B. einer Ausfräsung an der Stelle für die Faust entgegenspricht - Auch für LG.


    1.0.3.6.3.2 Festlegungen

    G Glatte, nicht haftende sowie nicht ausgekehlte Verstärkungen sind gestattet.

    I Handstopp oder Riemenhalter sind im Stehendanschlag nicht erlaubt.

    1.0.3.6.3.3 Veränderung des Vorderschaftes

    Der Vorderschaft darf innerhalb der Maximalmaße verändert werden. Der Pistolengriff und der Schaft dürfen keine orthopädischen Formen aufweisen. Material, das die Griffigkeit verbessert, darf an Vorderschaft, Pistolengriff oder am unteren Teil des Schaftes nicht angebracht werden.

    Als Ergänzung noch:

    9.1.1.1

    Stopper, Ausfräsungen usw. sind am Schaft nicht gestattet.

    Die klassische Schaftform gibt es seit den Aluschäften nicht mehr. Das sind ja nur noch Gerippe mit Holzstücken wo man hinlangt.Ich hab mir auch am Luftgewehr das Holzteil unter dem Aluschaft so gestaltet, dass ich immer möglichst gleich mit der Hand hingreife.Und ich hab' da von guten Schützen noch wildere Konstruktionen gesehen.

    Für das KK hab' ich mir schon mehrere solcher Holzteile unter den Schaft für das Stehendschiessen gebaut. Da wird dann mit der Raspel angepasst, und wenn zuviel angepasst wurde kommt halt ein neues Stück Holz auf meinen Grundhalter:-)


    Nur weil das bisher noch niemand beanstandet hat, heißt nicht, dass es auch zulässig ist. Siehe oben.

    Ha, wovon träumst du Nachts? Ich hab' mal an den Sportwart beim DSB gemailt um zu erfahren wie denn ein Stabilisator am LG definiert ist, der seit letztem Jahr verboten ist. Ich hab' ein Mail zurückgekriegt dass ich mich an meinen Landesverband wenden soll, und meine weitern Mails wurden nicht mehr beantwortet. Vom WSV ist auch keine Antwort gekommen.


    Ich träume eigentlich recht wenig. ^^ Aber speziell beim DSB habe ich persönlich schon ganz gute Erfahrungen gemacht. Vielleicht erinnerst Du dich noch an die kurzfristige Herabsetzung der Schießzeit bei KK 3x20 von 2:30 auf 2 Std. Mein eigener Verband tut sich speziell mit Emails auch etwas schwer. Aber auf einen halbwegs vernünftigen Brief gibt es auch Antwort.

    Deshalb habe ich den Eindruck, dass die Verantwortlichen für die Sportordnung auch nicht wissen, was sie da genau schreiben.


    Das kann zumindest für einige der "Verantwortlichen" schon mal zutreffen, keine Frage. Es gibt aber auch Verantwortliche, die kennen jede Regel aus dem Kopf und können dazu auch fast immer etwas Vernünftiges sagen.

    Beim Kampfrichterlehrgang haben wir uns darauf geeinigt, dass alles was nicht wirklich verboten ist, erlaubt ist. Also im Zweifel immer für den Schützen. Deshalb gebe ich nichts auf irgendwelche interpretationen.


    Diese Sichtweise ist aber so in ihrer absoluten Form sicher nicht richtig, denn dagegen steht ganz eindeutig Regel 0.1.3.

    Wobei Regel hin oder Regel her... Bei der beschriebenen Problematik würde ich zuerst nach dem Anschlag schauen. Denn wenn der stimmt kann die Hand nicht rutschen. -> Die Hand weiter zurück am Schaft, und wenn das Gewehr dann zu hoch ist nicht mehr die Faust verwenden sondern z.B. auf der flachen Hand auflegen. Oder so...


    Ich denke auch, dass man das Problem schon durch Aufrauhen oder Punzieren der Vorderschaftverstärkung entschärfen kann.

    Asterix

    Ein explizites Verbot der Handballenauflage bei 100m und ZiStu finde ich so nicht (mehr) in der Sportordnung.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    1.0.3.3.1

    Eine Handstütze ist jede Zusatzvorrichtung oder Erhöhung unter dem Vorderschaft, die das Halten des Gewehrs durch die vordere Hand unterstützt. Die Handstütze für das Stehendschießen darf nicht weiter als 200mm unterhalb der Laufachse reichen.

    1.0.3.3.2

    Ein Zusatz unter dem Vorderschaft zur Erreichung des Maximalmaßes ist keine Handstütze.

    Das ist alles und so ganz richtig hilft uns das ja wohl nicht weiter. Ein bisschen unlogisch ist es durch das Wörtchen "jede" im oberen Teil auch noch. Zumal sich die Frage stellt, wie Axel schon richtig andeutete, welches Maximalmaß denn nun für 100m und ZiStu überhaupt gilt. Die genannten 200mm oder doch nur die 90mm wie für LG und GK-Standard?

    Wie schon gesagt, die Problematik besteht nur bei 100m und ZiStu durch dieses seltsame Verbot der Handstütze, nicht aber für Sport- und Freigewehr.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Axel,

    die von mir aufgeführten Einschränkungen bezüglich griffige Materialien und Auskehlungen (Mulden) gelten grundsätzlich erstmal nur für LG und GK-Standard. Siehe 1.0.3.6.3.2 und 1.0.3.6.3.3. Die Gewehrtabelle sagt nur keine Handstütze. Die Vorderschaftverstärkung ist außer in 1.0.3.3.2 auch nicht weiter definiert. Da diese Unterscheidung zwischen Handstütze und Vorderschaftverstärkung in der Gewehrtabelle aber drin ist, macht die ganze Sache ja nur Sinn, wenn für die Verstärkung nicht die gleichen Freiheiten gelten, wie für die Handstütze. Da bleibt dann nur noch die Orientierung an der klassischen Schaftform wie für LG und GK-Standard.

    Aber die ganze Sache ist wirklich nicht eindeutig und bedarf daher auch dringend mal einer Klärung und Überarbeitung. Ich habe meine Anmerkungen auch in erster Linie gemacht, um den Schützen für mögliche Probleme zu sensibilisieren. Es kann Probleme geben und im Zweifel kann der Waffenkontrolleur oder Kampfrichter sich immer noch auf 0.1.3 berufen. Andererseits sind auf der DM in München auch schon bei 100m Schützen mit kompletter Handstütze gesichtet worden. Na ja!


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Bei KK100m ist eine Handstütze verboten, aber die Vorderschafterhöhung auch erlaubt und in der Form nicht vorgeschrieben.

    Mach dir doch an den Klotz sowas wie eine kleine Stufe ran, so dass die Faust nicht nach vorne rutschen kann.


    Vorsicht. Ob die Vorderschaftverstärkung (KK 100m) eine Mulde oder Stufe oder einen Anschlag (ein Klötzchen) haben darf, ist umstritten und nicht nur nach meiner (eher unmaßgeblichen) Auffassung nicht zulässig. Auch irgendwelche zusätzlichen Materialien, welche die Griffigkeit verbessern, sind fraglich. Es wird nämlich die Auffassung vertreten, dass, da bei KK 100m nur eine Vorderschaftverstärkung erlaubt sei, auch die weiteren Einschränkungen für den Vorderschaft wie für LG und GK-Standard gelten. Ist zwar umstritten und nicht ganz eindeutig, aber wer generell keinen Stress bei der Waffenkontrolle haben möchte, sollte hier Zurückhaltung üben. Ein Aufrauhen oder Punzieren ist aber auf jeden Fall zulässig.

    Für das Sport- und Freigewehr gelten diese Einschränkungen bezüglich Mulde, Stufe oder Klötzchen, wie schon gesagt, nicht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wieso kommst Du darauf, dass die Entscheidung für oder gegen den Parallaxeausgleich vom Kaliber abhängig sein könnte?

    Wenn Du dir sicher bist, dass Du immer nur genau mittig durch das Glas schaust und bei unterschiedlichen Entfernungen mit einer Unschärfe von entweder Abbild oder Absehen leben kannst, dann brauchst Du kein Glas mit Parallaxeausgleich.

    Wenn Du immer nur auf eine feste Distanz schießt, dann sollte das Absehen auch für diese Distanz richtig justiert sein. Jagdliche Gläser ohne Parallaxeausgleich sind meistens für 100m justiert, also nicht optimal für 50m. Es gibt die Glaser mit Parallaxeausgleich übrings auch ohne diese wüsten Räder. Da hat man dann einfach ein weiteres Türmchen oder einen Stellring.

    Ich kann und möchte Dir hier keine Empfehlung geben, aber wenn ich es doch täte, würde dabei vermutlich der Name "RifleScope" nicht fallen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Der Parallaxeausgleich dient beim Zielfernrohr dazu, das optische Abbild des zu betrachtenden Gegenstandes und das Absehen (das Fadenkreuz) auf eine optische Ebene zu bringen. Befinden sich Abbild und Absehen nicht auf einer optischen Ebene, dann können Zielfehler entstehen, wenn man nicht genau mittig durch das Glas schaut.

    Da die Lage (die optische Ebene) des Abbildes im Zielfernrohr eines durch das Glas betrachteten Gegenstandes von dessen Entfernung abhängt, kann man diesen Effekt zur (groben) Entfernungsbestimmung nutzen. Man stellt dazu das Glas so ein, dass sowohl Abbild und Absehen scharf erscheinen. Dann kann man an der Skala des Parallaxeausgleiches die Entfernung ablesen. Umgekehrt kann man bei bekannten Entfernungen den Wert für den Parallaxeausgleich direkt anhand der Skala einstellen und braucht sich dann über mögliche Fehler bei nicht ganz mittigem Einblick in das Zielfernrohr keine Gedanken mehr zu machen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank