Die oft gehörte Aussage, dass Dichtungen oder auch Federn leiden oder sich abnutzen, wenn sie unter Druck stehen, ist jedenfalls so in ihrer Allgemeinheit technisch bzw. physikalisch nicht haltbar. Solange nur die Kräfte wirken und dabei das maximal zulässige Maß nicht überschritten wird, dabei aber keine Arbeit verrichtet wird, sprich keine Bewegung im Spiel ist, werden weder die Dichtungen noch die Federn abgenutzt. Erst wenn Druck auf- bzw. abgebaut wird, tritt auch zwangsläufig Bewegung, sprich Arbeit auf. Diese Bewegung führt dann sowohl bei Dichtungen als auch bei Federn irgendwann zu einer Materialermüdung.
Zudem kann es durch das permanente Auf- und Abschrauben auch noch zusätzlich zu weiteren Belastungen bzw. Beschädigungen an den Dichtungen kommen, weil dabei ja auch sehr leicht an den Kanten angestoßen werden kann und wird.
Jede Füllung und Leerung belastet darüber hinaus nicht nur die Dichtungen, sondern die ganze Kartusche. In diesem Zusammenhang ist auch die zeitliche Nutzungsbegrenzung auf 10 Jahre von Seiten der Hersteller etwas fragwürdig. Eine sauber und fehlerfrei gefertigte Kartusche kann auch gefüllt 100 Jahre in einer entsprechenden Umgebung gelagert werden, ohne dass sie merklich altert und zu einem Risiko wird. Erst durch das Füllen und Leeren treten die Belastungen auf, die dann irgendwann zum Versagen führen können.
Mit bestem Schützengruß
Frank