Beiträge von Murmelchen

    Hallo Jocker,

    ich habe nichts anderes geschrieben. Ich habe es bisher noch nicht mal bewertet.

    Tue ich aber jetzt. :D

    Deine Anmerkungen sind sicher richtig. Aber wäre es nicht noch besser, wenn die Hersteller erst gar nicht so potentiell gefährliche Produkte auf den Markt bringen würden. Du weißt schon, wie die ganze Sache mit den Kartuschen angefangen hat? Es sind auch Kartuschen "hochgegangen", ohne dass das Datum abgelaufen war und ohne, dass sie auf den Listen der Hersteller standen.

    Aus technischer Sicht überzeugt mich die Reglung nur alleine über die Laufzeit auch nicht wirklich. Warum spielt die Anzahl der Füllungen bei diesen Überlegungen keine Rolle und wird auch von den Herstellern mit keiner Silbe erwähnt, wo doch das Befüllen und wieder Entlasten die eigentliche Belastung für die Kartuschen darstellt, lassen wir jetzt mal Korrosion außen vor. Tritt bei den Kartuschen, die nur ganz selten genutzt werden, nur durch Alterung, aber ohne die Belastung durch die Füllvorgänge, wirklich ein vergleichbares Risiko auf? Wen ja, wodurch?

    Dem Hörensagen nach soll es auch Hersteller geben, die bei ihren Kartuschen keine Probleme sehen und sie auch für deutlich längere Laufzeiten freigeben würden, wären sie nicht auch in einem bestimmten Verband.

    Zum Schluss, mir ist schon klar, dass diese Kartuschen kleine Bomben sind, aber ich finde die Situation so nach wie vor etwas unbefriedigend.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Man sollte hier aber besser anmerken, dass es für die Kartuschen keine gesetzliche Prüfungspflicht gibt. Daher ist hier der Hinweis mit dem TÜV auch nicht mit dem KFZ-Bereich vergleichbar.

    Die Prüfung ist eine Forderung der Hersteller und der DSB hat sich diese zueigen gemacht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Christopher,

    bei Dir bzw. deinem Anschlag scheint so einiges nicht zu stimmen. Aber ich tue mich schwer damit, wie ich mir deinen Anschlag nur so anhand deiner Angaben vorstellen muss. Daher sind auch weitere Tipps nur sehr bedingt sinnvoll.

    Zu deiner Frage bezüglich des Stützarms kann ich Dir aber sagen, dass Du sogar nach SpO bis zu 150mm hinter dem Knie aufsetzen kannst. Ob das auch sinnvoll ist, ist aber eine andere Frage.

    Versuche doch mal, etwas Systematik in den Anschlag zu bekommen. Wie auch beim Stehend-Anschlag baut sich der Anschlag von unten nach oben auf. Gehe am besten erstmal von einer Linie von 45 Grad gegenüber der Schussrichtung aus. Zeichne auch die Senkrechte zum Ziel ein. Lege jetzt die Kniendrolle (senkrecht zur 45 Grad Linie) genau auf den Schnittpunkt dieser Linien. Positioniere jetzt deinen rechten Fuß auf die Kniendrolle, so dass die Fußspitze etwas neben (hinter) der Rolle aufsetzt. Platziere dann das Knie auf der 45 Grad Linie. Setze dich jetzt auf deinen Fuß und platziere deinen linken Fuß möglichst senkrecht so, dass er auf der Linie zum Ziel steht. Der Fuß nimmt dabei auch einen 45 Grad Winkel ein. Beachte deine Gewichtsverteilung. Vom Gefühl her sollte es sich so anfühlen, dass das Gewicht zu jeweils gut einem Drittel auf Fußspitze, Ferse und Knie verteilt ist. Bei Abweichungen muss der Durchmesser der Rolle angepasst werden. Achte darauf, das der Sitzfuß nicht zu flach steht. Der Oberkörper wird jetzt etwas nach vorne gebeugt und der Ellenbogen möglichst auf dem Knie abgestützt. Sollte das mit dem Knie nicht passen, ist es besser, den Unterschenkel eher etwas schräg nach vorne statt nach hinten zu stellen. Achte darauf, dass dein Rücken dabei möglichst ein T ohne Verdrehungen bildet. Lass das von jemandem hinter Dir kontrollieren. Auch, dass dein Fuß auf der Rolle möglichst gerade steht. Baue Dir jetzt dein Gewehr in den Anschlag ein, am besten erstmal ohne Schießriemen und Handstopp. Merke Dir die Position deiner Stützhand am Vorderschaft und positioniere den Handstop dann so ca. 2 - 3cm vor der Markierung. Überprüfe, wie sich der Anschlag mit Schießriemen anfühlt.

    Du kannst diese Anleitung ja mal zu Hause, vielleicht sogar vor einem Spiegel ausprobieren und vergleiche das mal mit deinem bisherigen Anschlag. So haben wir dann wenigstens eine gemeinsame Ausgangsbasis für eine weitere Diskussion. Ist dann zwar immer noch nicht optimal, weil ich ja deinen Anschlag nicht sehen kann, aber auf jeden Fall besser als komplett im Dunkeln zu stochern.

    Ach ja, dass ist jetzt nur eine mögliche Anleitung. Die muss nicht für jeden optimal funktionieren und es gibt auch davon deutlich abweichende Anleitungen, die auch gut zum Erfolg führen können. Nur darf man auch (erstmal) nicht zu viel mixen, denn sonst passt leicht gar nichts mehr. Ist halt wie mit den vielen Köchen. 8)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    also mein erster gedanke
    is stüzdreieck (beine ) weiter auseinander machen! : )
    also ich sitz fast im 90° winkel da...


    Genau das ist aber ein Rat, den man nur bedingt verallgemeinern sollte. Wenn Du so gut klar kommt, dann ist es sicher auch so in Ordnung. Aber vielleicht kennt ja der eine oder andere von euch den Anschlag von Heike Götte (Frey), wie er in "Wege des Gewehrs" abgebildet ist. Heike winkelt höchsten 45 Grad ab und sitzt sehr frontal zur Scheibe. Zumindest lehrbuchmäßig finde ich so einen Anschlag besser. Außerdem war es bei mir bisher fast immer so, dass diejenigen mit den großen Winkeln eher häufiger Probleme hatten. Jedenfalls ist der Gedanke, dass ein weiter gespreizter Anschlag mehr Halt und Festigkeit gibt, zumindest allgemein eher ein Trugschluss.

    Aber wie gesagt, ohne den Anschlag jetzt gesehen zu haben, ist das alles nur Spekulation.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo ChrissySV1919,

    im Grunde ist es reine Spekulation, hier jetzt anhand der Beschreibung auf mögliche Ursachen zu tippen. Fotos von deinem Anschlag bzw. von deinen Anschlägen (KK und LG) könnten etwas helfen, aber eine optimale Analyse ist eigentlich nur dann möglich, wenn man Dich über einen längeren Zeitraum direkt auf dem Stand beobachten könnte.

    Aber keinen kleinen Hinweis möchte ich Dir trotzdem nicht vorenthalten. Seitliche Schwankungen und das Wegkippen treten oft dann auf, wenn der Schütze nicht genügend frontal zur Scheibe ausgerichtet ist. Oft geht das noch einher mit einem sehr weit gewinkeltem und abgespreiztem rechtem Bein mit großem Winkel zwischen den Beinen. Dadurch wird dann auch das linke Bein (bei Rechtshändlern) etwas zu weit nach rechts positioniert und der ganze Anschlag tendiert dann nach rechts.

    Noch eine Frage: Warum winkelst Du das linke Bein nach hinten ab? Senkrecht kommt hier dem Ideal doch wohl am nächsten. Weil Du sonst zu hoch stehst? Dann musst Du weiter vorne greifen. Die Idee mit dem Handstopp nach hinten ist dagegen eher fraglich.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Was mir an dem Beitrag besonders missfallen hat, war die Behandlung der betagten Dame, auch wenn wohl so zumindest dem einen oder anderen Zuschauer die Dame eher als Opfer denn als potentieller Täter vermittelt wurde. Ob das so auch beabsichtigt war? Na ja.

    Aber von der menschlichen und moralischen Seite war das trotzdem ziemlich daneben. Das fing schon mit dem "Überfallkommando" um 8 Uhr morgens an. Dass solche Aktionen gerade bei älteren Menschen auch leicht gesundheitliche Folgen nach sich ziehen können, ist den Herrschaften wohl nicht eingefallen. Klar, geht ja immer um die Sicherheit, da kann keine Rücksicht genommen werden. Dabei wurde die Waffe doch ziemlich vorbildlich, nur eben nicht gesetzeskonform aufbewahrt. Warum wurde die Dame, die Erben generell, nicht schon vor Jahren angeschrieben und auf die neue Gesetzeslage hingewiesen? Warum wurde die Dame hier gleich mit der ganz großen "Keule" Strafverfahren und Gefängnis "bedroht", wo das doch wegen der doch klar fehlenden Vorsätzlichkeit auf ziemlich wackeligen Beinen stand? Warum wurde wegen möglicher Nachbesserung (hier B-Würfel aus dem Baumarkt - mit etwas Glück für 100 EUR) keine wirkliche Hilfe geleistet, sondern mehr oder weniger falsch informiert (200kg)? So wurde die Dame völlig unnötig verängstigt und auch noch kalt enteignet. Dabei war diese Pistole für die Dame ausschließlich ein Erinnerungsstück, von der nicht die geringste Gefahr ausgingt und ziemlich sicher war sie auch noch verwahrt. Was so eine, ich glaube es war eine Sauer 1913 7,65 heute noch wert ist, weiß ich jetzt nicht.

    Insgesamt hatte ich bei dem Bericht schon den Eindruck, dass die Journalisten sich "redlich" bemüht hatten, einen Verriss zu produzieren, aber keine richtigen Angriffsflächen fanden. Daher dann auch die ganzen Kommentierungen von "Ballern nur zum Spaß" über das total bescheuerte Büffel-Kaliber* und 7,6mm als Grenze für GK bis hin zum klagenden Schlusssatz. Der Jäger und die Sportschützen waren jedenfalls vorbildlich und natürlich auch geimpft in Bezug auf die Presse. Ich vermute, da wurde noch etliches geschnitten, sonst wäre da vermutlich ein noch ein runderes Bild bei rausgekommen.

    Leider, und dass muss man wohl auch so sagen, dürfte trotzdem bei einem nicht geringen Teil der unbedarften Zuschauer, welche sich eher berieseln lassen, die suggestive Wirkung des Beitrags ihre Wirkung nicht verfehlt haben.

    Kann aber auch sein, dass etwas nachdenklichere Menschen hier auch eine Anregung bekommen haben könnten, mal etwas in eine andere Richtung zu denken.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    Liebe Kinder: Büffel sind wehrhaftes Großwild. Da schießt man nicht mit Pistolen drauf. Die sind dafür von der Energie her absolut nicht geeignet. Selbst die hierzulande üblichen Jagd-Kaliber eignen sich dafür nicht. Das ist erstens nicht waidgerecht und außerdem kann so ein angeschossener Büffel dadurch noch viel gefährlicher werden.

    Wie ich schon gesagt habe, einen direkten Paragraphen, der das Auslegen eines Zollstocks oder einer anderen Messlatte explizit verbietet, gibt es in der Sportordnung DSB nicht. Es gibt nur die Forderung, dass am Schützenstand keine Veränderungen vorgenommen werden dürften. Jetzt kann man natürlich trefflich philosophieren, was eine Veränderung ist. (Meta)physisch führt schon die Beobachtung eines Gegenstandes zu einer Veränderung. Aber rein praktisch würde ich jetzt mal behaupten wollen, dass das vorübergehende Ablegen eines Zollstocks (Metermaß, Messlatte) keine wirkliche Veränderung im Sinne der Sportordnung ist. Sonst dürfte man ja auch kein Werkzeug oder eine Uhr ablegen. "Ferkeleien" wie bewusst Cola verschütten sind dagegen wieder eine andere Sache. ;)

    Der weiter oben angeführte Gummiparagraph mit der Vorteilnahme kann meiner Meinung hier auch nicht angewandt werden, da ja jeder vom Zollstock Gebrauch machen könnte, so er/sie denn wollte.

    In der Praxis habe ich jedenfalls bisher noch nie gehört, dass so ein Zollstock beanstandet wurde, was aber natürlich nicht ausschließt, dass sich doch mal jemand daran hochziehen könnte. Für den Fall hat ja Hotwheel schon eine praktikable Lösung genannt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Erklärungen zu den unterschiedlichen Sichtweisen wurden schon gegeben. Muss man natürlich so nicht akzeptieren und es wird dazu auch niemand gezwungen.

    Zu deinen Fragen:

    A: Ja, aber womöglich zielgerichtet hauptsächlich diejenigen, welche auch längerfristig Interesse und Freude an der Sache haben könnten.

    B: Andere Baustelle.

    C: Nein, aber möglicherweise doch massive Falschinformationen richtigstellen.

    D: Eher nicht. Unterschiedliche Sportarten sprechen unterschiedliche Interessenten an.


    Das ist jetzt aber nur meine Sichtweise. Muss man nicht absolut nehmen. Tue ich selbst auch nicht und im Gegensatz zu manch anderen bin ich in solchen Sachen auch eher zweifelnd und unsicher. Manchmal wünsche ich mir auch, ich würde immer alles auch so klar sehen und immer sofort die richtige Antwort parat haben. Das dürfte doch alles viel leichter machen.

    Noch eine Anmerkung zum Schluss: Wenn sich eine Diskussion aufschwingt, wie Major Tom es so schön formuliert hat, dann liegt das normalerweise eher weniger am Thema, sondern fast immer an den beteiligten Kontrahenten. Mein ja nur.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo wegi82,

    unzulässig ist die Handballenauflage nur für LG und GK-Standard, siehe 1.0.3.6.3.3. Für andere Disziplinen gibt es in der Gewehrtabelle keine Einschränkungen und in der Abbildung unter 1.0.3.5.1 ist sie ja auch deutlich eingezeichnet, auch wenn der Paragraph jetzt einen anderen Bezug nimmt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    ich kann zwar hier keine Empfehlung für einen Handschuh abgeben, da ich bisher ausschließlich ohne Handschuh (Abzugshand) geschossen habe. Ich bin da auch eher der Minimalist und verwende eigentlich auch nur die Ausrüstungsgegenstände, die ich wirklich für nötig halte. Hatte so auch bisher noch nie Probleme. Aber, und jetzt kommts, habe Ende letzten Jahres einen Liegend-Wettkampf auf einem offenen Stand bei so richtig nass-kaltem Wetter geschossen. Durch den Scheibenwechsel bekam ich da jedes mal etliche Regentröpfchen ab. Abgesehen davon, dass ich so andauernd meine Brille putzen musste, ist es mir tatsächlich irgendwann passiert, dass ich mit der Hand etwas abgerutscht bin und mir so - ich war wohl noch knapp vor dem Druckpunkt - eine wunderschöne 7 auf die Scheibe "gekloppt" habe. Hab dabei sogar noch Glück gehabt, es hätte locker auch eine Fahrkarte sein können. Zur Erklärung: ich schieße ohne Handballenauflage (1813).

    Seit den denke ich auch ernsthaft über einen Handschuh nach. Generell gelobt wird von den Schützen in meiner Umgebung der schwarze Sauer Handschuh mit den bunten Kringeln.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    nun verbeißt euch mal nicht zu sehr in das Schreiben. Natürlich ist es legitim und auch sinnvoll, hier um den vermeintlich richtigen Weg zu ringen, aber dabei sollte nie vergessen werden, dass wir alle hier untereinander keine gegnerischen Parteien sind. Wir sind alle getragen von den Gedanken, die jetzige reichlich unbefriedigende Situation, die wir so ja noch nicht mal verursacht haben, zu verbessern. Verschlimmern kann man da jedenfalls wohl nicht mehr allzuviel.

    wegi82

    Bei Dir könnte ich mir auch vorstellen, dass Du die Heftigkeit der ganzen Kampagnen bei uns in der Presse in den letzten zwei Jahren bei euch in Österreich nicht ganz so stark mitbekommen hast. Da ist dann natürlich auch die Sichtweise, wo bisher kein richtiges Problem ist, da soll man auch keins herbei reden, völlig richtig. Die Menschen hier sind aber inzwischen alle "geimpft" und dem steht dann erstmal nur der Werbetext ziemlich einsam gegenüber, wie ich schon etwas näher versucht habe, zu erläutern. Ich jedenfalls glaube nicht uneingeschränkt an die Macht der reinen Werbebotschaft und vermute auch, dass es mittlerweile noch mehr Menschen mit dieser eher kritischen Einstellung gibt. Die Leute glauben einfach nicht mehr alles, was man ihnen so vorsetzt. Und genau diese eher nachdenklichen und kritischen Menschen sind womöglich am ehesten unsere Zielgruppe.


    Major Tom

    vielen Dank für deine schöne Beschreibung. Speziell für diese Art der Darstellung scheinst Du ja ein richtiges Händchen zu haben. Musste jedenfalls herzhaft lachen, auch wenn der Hintergrund ja durchaus ernst ist.

    Die rechtliche Seite hat Carcano ja schon klar dargelegt und damit ist die Aufsicht und der Verein dann auch formal aus dem Schneider. Aber ich habe den Singular ja auch bewusst angesprochen, da da durchaus Situation entstehen können, die zumindest (auch für den Schützling) unangenehm werden können und damit dann auch nicht im Sinne unserer Sache sein können. Daher ist dein so schön verpackter Hinweis auch wichtig und nach Möglichkeit sollten sich die Vereine versichern, dass auch, wenn gegeben, bei mehreren Erziehungsberechtigten deren jeweiliges Einverständnis vorliegt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Luftgewehr,

    es ist zumindest nicht explizit verboten, einen Zollstock neben sich zu legen und es wird auch geduldet. Mir ist jedenfalls bisher kein Fall bekannt, wo das beanstandet wurde.

    Es gibt zwar in der Sportordnung einen Paragraphen, der besagt, dass am Schützenstand keine Veränderungen vorgenommen werden dürfen, aber ob das Auslegen eines Zollstocks jetzt schon eine Veränderung in diesem Sinne darstellt, ist wohl eher eine philosophische Frage.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Unabhängig mal von der individuellen und subjektiven Bewertung des Schreibens, der Hinweis von Carcano in Bezug auf die Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten für Personen unter 18 ist sehr wichtig, da das in sehr vielen Publikationen und Rundschreiben falsch bzw. unscharf dargestellt wird. Die Einverständniserklärung und die besondere Qualifizierung der Aufsicht sind zwei unabhängige Forderungen, die nicht vermengt werden dürfen. So lese ich das jedenfalls aus den Gesetzestext.

    Das heißt im Klartext, eine Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten muss für Minderjährige immer bis zur Volljährigkeit vorliegen, auch bei "nur" Druckluft. Über den Singular bei Erziehungsberechtigten könnte man auch noch diskutieren.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Stehend-Dreistellung :D

    Ne ernsthaft, im Grunde ist es doch wurscht, ob man Stehend auf 50m oder 100m schießt, abgesehen mal von der Visierjustierung und möglicherweise geringen Einflüssen durch die Murmeln und vielleicht auch noch durch die Witterung. Irgendwelche Kopfsachen wie "Oh, das ist ja soo weit" lassen wir dabei mal außen vor.

    Der einzige wirkliche Unterschied sind die Scheiben. Deshalb sind die Ringzahlen auf 50m auch deutlich niedriger.Daher könnte man auch auf 50m skalierte 100m Scheiben benutzen, wenn man das 100m Schießen nur wegen der vorhandenen Stände auch auf 50m schießen möchte.


    Zum Schluss noch eine eine doofe Frage. Warum sollte das, was der Carcano da vorschlägt, jetzt kein sportlicher Wettkampf sein?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    also, sooo schlecht finde ich das Schreiben von LDS jetzt auch nicht. Ich kann mir sogar ganz gut vorstellen, das der gewählte Ansatz unter Berücksichtigung der besonderen Umstände sogar ganz zielführend sein kann, zumindest bei einem bestimmten Teil der Adressaten, die man vielleicht ganz besonders ansprechen möchte. Ein reines Werbeschreiben steht ja mit großer Wahrscheinlichkeit erstmal im Widerspruch zu dem, was der Adressat bisher so über den Schießsport gehört hat. Das leidige Thema daher gleich am Anfang direkt und offensiv anzugehen und dann aufzuklären, muss zumindest aus meiner Sichtweise nicht generell schlecht ankommen.

    Der Text ist allerdings an einigen Stellen noch etwas holperig und könnte daher noch etwas Schliff vertragen. Eine Umgestaltung in Richtung Flyer könnte auch eine Überlegung wert sein. Dann könnte man auch das Thema "Sportgerät" elegant lösen, indem man ein paar Fotos einbaut. Generell, ein paar gute, farbenfrohe Bilder sagen oft mehr als tausend Worte.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo dubists ähm ichbins, :D

    herzlich willkommen hier bei den Meisterschützen.

    Mit deinem Sachverstand bist Du hier sicher eine gute Verstärkung. Ich wünsche jedenfalls viel Spaß in diesem Forum.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Sorry dingo,

    aber dass irgendwo irgendetwas gemacht und oder geduldet wird, heißt noch lange nicht, dass es auch so wirklich erlaubt ist. Nur anhand der Sportordnung kann zumindest ich das so nicht ausmachen und ein Hinweis der Firma Kornoptik ist nun wirklich kein Beweis.

    Selbst wenn irgendwo so ein Papier des DSB durch die Verbände geistern sollte, wäre das fragwürdig. Zumindest diese Regeln in der Sportordnung sind ja jetzt nicht völlig unklar oder völlig missverständlich formuliert. Für mich ist daher bis auf weiteres erstmal nach wie vor bei 0,5 bzw. 1,5 Schluss.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Heiko,

    wir sind nicht schuld. Wir sind das Ziel und Opfer einer Kampagne, gesteuert von kleinen Gruppierungen und verstärkt durch ein geschicktes Wechselspiel zwischen Politik und weiten Teilen der Presse. Dabei geht es neben rein ideologisch geprägten Sichtweisen auch und teilweise hauptsächlich um politische Profilierung und auch um Auflage und Profit und um einen willigen Sündenbock. Wie verlogen das ist, erkennt man sehr gut an der omnipotenten Präsenz von Biathlon in allen Medien. Der Begriff Schusswaffe taucht dort nie auf.

    Uns wird in diesem Zusammenhang überhaupt keine Möglichkeit mehr gelassen, uns und unseren Sport richtig darzustellen. Berichte davon gibt es, wenn überhaupt, selbst von der Bundesliga oder einer WM nur versteckt im Regionalteil oder als Zweizeiler im Sportteil, aber selbst bei außergewöhnlichen Erfolgen nie auf der ersten Seite und mit Großfoto. Im Fernsehen findet der Schießsport de facto nicht statt, höchstens mal alle vier Jahre bei den olympischen Spielen, aber auch dort oft nur kurios und oder als Verriss. Das liegt jetzt nicht daran, dass von den Vereinen und Verbänden keine Medienarbeit getätigt wird. Der DSB ist in dieser Hinsicht durchaus nicht untätig. Das nützt aber nichts, wenn die Medien nicht mitspielen wollen und das wollen sie definitiv nicht. Dann könnten sie ja auch nicht mehr so schöne Kampagnen gegen uns fahren. Ich versuche zum Beispiel schon seit vielen Jahren, die Zeitungen hier in meinem direkten Umfeld für unseren ISAS zu interessieren. Ich biete dabei immer meine Unterstützung an und würde die Berichte zur Not auch alleine und unentgeltlich verfassen. Aber ich bekomme hier schon seit Jahren genau Null Reaktion. Dabei ist hier bei uns Schützenland.

    Der DSB kann auch nicht mal eben so große Anzeigen finanzieren. Das würde sehr viel Geld kosten, würde aber trotzdem nicht viel bringen, wenn die Medien weiterhin nur den sogenannten Antis eine Plattform zum Zerriss der Anzeigen bieten würde.

    Die breite Öffentlichkeit gewinnen wir aber bestimmt nicht dadurch, dass wir endlich unsere Stände öffnen, wobei ja zumindest die meisten unserer Stände nie wirklich geschlossen waren. Wir haben bei uns zumindest fast immer die komplette Bude offen. So offen, dass ich das auch schon wieder nicht immer für so ganz toll halte. Aber nützen tut das nichts. Die breite Öffentlichkeit interessiert sich schlicht nicht für den Schießsport, steht der Sache aber normalerweise eher gleichgültig statt ablehnend gegenüber, solange sie nicht durch die Medien belogen und manipuliert wird.


    Im Grunde haben wir nur eine Möglichkeit. Wir müssen unsere Macht als Wähler und auch als Verbraucher nutzen. Aber das scheitert leider an unserer bisher mangelnden Solidarität und Geschlossenheit. Wir pflegen lieber unsere kleine begrenzte Sichtweise von jeweils "richtigen" Sport und grenzen dabei auch noch völlig unnötig andere Bereiche aus. Warum machen wir das? Ist es nicht sehr dumm, wenn wir uns so ohne Not immer weiter schwächen? Das meine ich jetzt wirklich nicht polemisch sondern nur und ausschließlich aus besorgtem Interesse. Warum können wir nicht wirklich sagen, wir sind alle Waffenbesitzer und wenn demnächst wieder am Gesetz geschraubt wird, dann schadet uns das zumindest langfristig auch, auch wenn es unseren persönlichen Teilbereich jetzt erstmal (noch) nicht direkt betrifft.


    Ich hoffe, die folgenden Beiträge fallen jetzt nicht wieder zu orakelhaft aus. Ich kann andere Sichtweisen und Standpunkte durchaus tolerieren und auch akzeptieren, möchte sie aber auch gerne verstehen können, zumindest in einer so wichtigen Sache.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    Ach ja, wer sich mal wieder ärgern möchte, jetzt gibt es schon Fürbitten gegen Sportschützen. Das ist jetzt kein Witz. Siehe Jahrestag Winnenden.

    Hallo Freunde,

    die Dioteroptik, welche zusammen mit einer variablen Irisblende und teilweise auch mit Filtern als Ersatz für die Festirisblende am Diopter von den Herstellern angeboten wird, hat neben der vergrößernden Wirkung auch einen Dioptrienausgleich. Mit diesem Dioptrienausgleich kann eine persönlichen Fehlsichtigkeit in einem bestimmten Bereich, hier entweder -3,5 bis +3,5 oder -4,5 bis +4,5 Dioptrien ausgeglichen werden. Die Dioptrienwerte entsprechen dabei den Werten für sphärische Brillengläser für Kurz- oder Weitsichtigkeit.

    Bei den Adleraugen, also den vergrößernden Linsen, die vorne in den Korntunnel eingeschraubt werden, wird der Begriff Dioptrie auch verwendet und soll dabei wohl für ein bestimmtes Maß an Vergrößerung stehen. 0.3 Dioptrien stehen dabei wohl für den Vergrößerungsfaktor 1,2 und 0,5 für den Faktor 1,5. Für 0,75 Dioptrien habe ich noch keine Angabe für den Faktor gefunden, könnte aber für den Faktor 2 stehen. Mir ist aber auch nicht klar, wie diese Berechnung oder Zuordnung funktioniert und wie immer werden die Begriffe Vergrößerung und Vergrößerungsfaktor munter getauscht und synonym verwandt. Die Firma Kornoptik, wohl der führende oder einzige Anbieter der Adleraugen, bietet auf seiner Seite bzw. in seinem Katalog jedenfalls keine weiterführenden klärenden Angaben.

    Ich bin aber auf dem Gebiet selbst auch nicht wirklich bewandert, habe aber den Eindruck, das einige der Angaben und auch Formeln, die man so im Netz findet, zumindest unscharf, aber auch widersprüchlich sind und daher nur mit einer gewissen Vorsicht zu genießen sind. Ich glaube, ich muss da mal bei Gelegenheit ein paar seriöse Bücher zu Rate ziehen.

    In der Sportordnung wird leider auch der zumindest missverständliche Begriff Vergrößerung verwendet und als Wert 1,5 angegeben. Ich vermute aber, dass die Verfasser hier eigentlich den Vergrößerungsfaktor meinen, denn eine wirklich Vergrößerung um 1,5, also Faktor 2,5 macht nicht wirklich Sinn und wird wohl auch so nicht in den angebotenen Produkten realisiert.

    Die neue Regel, die Johann angegeben hat, lese ich so, dass Senioren B und C jetzt auch eigene Brillengläser am Diopter anbringen können. Die Aussage der Firma Kornoptik mit der Freigabe von den Adleraugen mit 0,75 Dioptrien (oder eben mit Vergrößerung(sfaktor) > 1,5) kann ich so nicht aus der Regel lesen, denn Korntunnel werden da ja gar nicht erwähnt. Aber wer weiß, wer da wem etwas erklärt oder zugesichert hat.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank