Beiträge von Murmelchen

    Zur Zeit findet im Landesleistungszentrum (LLZ) des Westfaälischen Schützenbundes (WSB) in Dortmund der 27. ISAS, der Internationale Saisonauftakt der Sportschützen, statt.

    An den bisherigen Wettkampftagen wurden teilweise beachtenswerte Ergebnisse auf absolutem Weltniveau geschossen. Die deutsche Nationalkaderschützin Isabella Straub egalisierte (inoffiziell) in der Disziplin KK 3x20 Juniorinnen den bestehenden Weltrekord mit 591 Ringen.

    Sonja Pfeilschifter wolle da nicht nachstehen und und setzte im gleichen Bewerb bei den Damen noch einen Ring drauf und errang die Goldmaille mit 592 Ringen + 101.2 Ringen im Finale.

    Für eine weiteres Highlight sorgte Nicolas Schallenberger, der mit 1177 + 99,1 Ringen den großen Dreistellungskampf der Herren für sich entscheiden konnte und dabei sogar noch den russischen Topschützen und Weltmeister von 2006, Artem Khadzhibekov, mit genau einem Zehntel hinter sich halten konnte. Den Juniorenbewerb in der gleichen Disziplin gewann Lars Walker mit 1157 Ringen mit einem Ring Vorsprung vor Sebastian Drawert.


    Am heutigen Samstag finden die Liegendwettkämpfe im LLZ statt und morgen startet mit den LG-Wettkämpfen der Männer und Frauen der krönende Abschluss vor erfahrungsgemäß imer großer Zuschauerkulisse. Neben den spannenden Wettkämpfen mit vielen internationalen Topschützen, die der Zuschauer besonders in Dortmund immer fast schon hautnah verfolgen kann, sind auch wieder viele Hersteller der Branche mit ihren Verkaufsständen und Service-Stationen vor Ort. Ein Besuch lohnt sich also. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

    Hier und hier gibt es weitere Invormationen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Dieter,

    danke für die Blumen. Wenn wir uns hier (fern)austauschen, dann macht das ja auch nur Sinn, wenn man die Sachen möglichst anschaulich präzise beschreibt und auch begründet. Das können selbst gemachte Erfahrungen sein, aber auch physikalische Gesetzmäßigkeiten. Das birgt zwar immer auch etwas die Gefahr der Langatmigkeit, aber ich glaube, auf Dauer hilft es den Schützen nur dann, wenn sie auch nachvollziehen können, warum etwas so und nicht so funktioniert. Natürlich, es gibt auch Schützen, die machen fast alles intuitiv richtig, aber das sind die wenigsten.

    Gerade Kniend finde ich sehr interessant, weil es kompliziert ist, aber in der Literatur am wenigsten besprochen wird. Wenn man mal die internationalen Ergebnisse betrachtet, dann sieht man da regelmäßig Schützen, die wirklich Ringe im letzten Anschlag drin lassen. Da sieht man dann Schützen mit weit über 380 Stehend, aber "nur" 370 Kniend. Wenn die Kniend etwas mehr Beachtung schenken würden, könnten sie deutlich weiter vorne landen.

    Ach ja, ich bin übrigens noch nicht mal ein richtiger Trainer. Ich spreche deshalb auch lieber vom Betreuer. Nur selbst werde ich immer nur selten betreut. Wer wechselt mir denn heute mal die Scheiben? Großes Schweigen, außerdem hat der Goldhamster ja auch noch Geburtstag. Das ist natürlich viel wichtiger. ;( Aber na ja, sonst kann ich nicht klagen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Christopher,

    ist doch schön, wenn wir Dir hier zumindest ansatzweise etwas helfen konnten. Die Ausrichtung mehr hinter das Gewehr hat schon eindeutige Vorteile. Das trifft sogar noch stärker für KK (oder GK) zu, weil so auch das Springen der Waffe sauberer definiert wird. Auch das weite Ausdrehen des rechten Beins (bei Rechtshändlern) ist zwar etwas verführerisch, aber nicht unbedingt immer die beste Lösung, weil dadurch die Nullstellung leicht etwas undefiniert wird. Das, was ich oben schrieb, ist aber auch erstmal nur als Grundgerüst bzw. als eine Ausgangsbasis zu sehen. Die Feinheiten auch in Bezug auf die Nullstellung musst Du dir natürlich noch selbst erarbeiten. Die Sache mit dem Drehteller ist gar nicht schlecht, aber Du brauchst auch ein Konzept, um auf fremden Ständen deinen Anschlag und deine Nullstellung zu finden. Eine Schablone kann da hilfreich sein.

    Zu deinem Problem mit dem fehlenden Druck au dem Knie. Der wird natürlich etwas erhöht, wenn der Fuß hinten höher kommt. Dafür muss dieser etwas senkrechter gestellt werden, so dass der Druck mehr auf die Spitze ausgeübt wird. Viele Schützen spreizen nämlich den Fuß zu weit ab. Das führt zu einer zu tiefen Lage und dürfte auch zu erhöhten Druckschmerzen auf dem Spann führen. Ich habe übrigens weiter oben einmal von Ferse geschrieben, obwohl ich den Spann, also den Fußrücken meinte. :wacko:

    Wie hoch Du mit dem Fuß hinten kommst, ist auch von deiner Fußgröße (Schuhgröße) abhängig. Ich habe Größe 47. :D Die Kniendrolle soll so angepasst sein, dass sie einen Teil des Gewichts trägt, im Idealfall so ein Drittel, aber eben nicht die ganze Last. Das tut dann nur weh und wird auch noch kippelig. Damit der Fuß hoch kommt, darf die Spitze auch nicht zu weit neben (hinter) die Rolle gestellt werden.

    Ach ja, zur Linderung der Druckschmerzen kann es hilfreich sein, den Schuh nicht zu fest zu schnüren. Das kann bis zum völligen Verzicht der Schnürung gehen. Keine Angst, das wird trotzdem nicht wackeliger.

    Mangelnder Druck auf dem Knie kann auch davon kommen, dass die Hose zu stramm sitzt und damit quasi das Knie hochzieht. Daher vor dem hinknien das Hosenbein etwas hochziehen und natürlich den Reißverschluss öffnen.


    Noch eine Anmerkung zur Position der Stützhand auf dem Knie, wie es dingo schon ansprach. Es war noch nie zwingend nötig, den Arm genau auf der Kniespitze zu platzieren. Das ist ja auch immer von den Proportionen von Unter- und Oberarm abhängig. Daher kann man natürlich auch den Arm etwas weiter hinten auf dem Oberschenkel platzieren. Wichtig ist nur, dass man dort auch guten Halt findet. Die Sache mit dem mehr geraden Oberkörper würde ich aber nur bis zu einem gewissen Grad als gültig ansehen, egal wer das jetzt gesagt haben soll. Ein gewisser Druck auf das Gewehr ist schon sinnvoll. Dieser Druck wird auch dadurch erzeugt, indem man den Oberkörper etwas in Richtung Gewehr beugt oder neigt. Eine zu aufrechte Position des Oberkörpers seht dem aber entgegen.


    Zum Schluss, immer dran denken, Kniendschießen kann auch Spaß machen.


    Ach ja, mich würde noch interessieren, wie sobigrufti meine Ausführungen bisher so bewertet und ob sich das auch mit seinen Erfahrungen deckt, zumindest so halbwegs.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Erzwo,

    ich bin mir selbst nicht sicher, was hier noch gültig ist und was nicht. Ich finde es so jedenfalls nicht eindeutig.

    Die jeweiligen Abbildungen in den Sportordnungen suggerieren, dass der tiefste Punkt hinten zu sein hat. Das schließt Parallelität nicht aus.

    Allerdings darf der Vorderschaft innerhalb der Maximalmaße verändert werden. Eine Handstütze, ein Handstopp und orthopädische Formen sind nicht erlaubt. Den Unterschied Handstütze zu Vorderschaftverstärkung hatten wir im Forum ja schon mal und konnten das nicht schlüssig klären.

    Aber nehmen wir mal folgende Überlegung an. Jemand gestaltet die Vorderschaftverstärkung im Rahmen der Maximalmaße in Form einer Stufe, so dass nach vorne eine Art Anschlag entsteht. ___|---

    Da würden doch wohl viele sagen, dass ist so nicht erlaubt. Das wäre ja dann eine Art Handstopp. Das Schrägstellen der Vorderschaftverstärkung, so dass der tiefste Punkt vorne ist, erzeugt aber, zumindest ansatzweise, einen ähnlichen Effekt.


    Wie gesagt, ich finde die ganze Sache bezüglich der Vorderschaftverstärkung und die Abgrenzung zur Handstütze nicht eindeutig. Das sollte dringend mal etwas verdeutlicht werden. Ich finde selbst das seitliche Schrägstellen (Drehen) der Vorderschaftverstärkung (Verkantungsausgleich), wie oft praktiziert, etwas fragwürdig. Nicht wegen dem möglichen Vorteil, sondern weil es nicht eindeutig aus den Sportordnungen hervorgeht. Man beachte dabei, dass ja das seitliche Schrägstellen der Schaftkappe noch nicht einmal erlaubt ist. Da erscheint doch eine weitgehende Freizügigkeit in Bezug auf die Vorderschaftverstärkung etwas fragwürdig.


    Das Problem ist doch, dass Kontrolleure und Kampfrichter bei den Meisterschaften, beginnend mit der Kreisschaft, entscheiden müssen, was zulässig ist und was nicht. Im Sinne der Schützen sollten daher die Regeln so klar wie möglich formuliert sein. Sonst sind doch Fehlentscheidungen und Willkür vorprogrammiert.


    Ach ja, dass Hersteller an ihren Gewehren Verstellmöglichkeiten bieten, heißt ja noch lange nicht, dass diese auch alle so im Rahmen der Sportordnung zulässig sind. Im Prinzip ist es doch so, dass irgendwann die neuen Schäfte mit ihren vielen Möglichkeiten auf den Markt kamen und in den Sportordnungen wurde darauf zum Teil bis heute nicht adäquat reagiert.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    auf dem Video LG Damen vom Weltcup 2011 in Sydney kann man so ab 16:50 sehen, dass die Schützin Darya Tyhkova ihre Vorderschaftverstärkung unter dem Walther Anatomic schräg stehen hat, und zwar so, dass der vordere Bereich tiefer steht als der hintere. Meiner Auffassung nach ist das zumindest nach DSB-Sportordnung so nicht zulässig. Ich würde darin auch eine (kleine) Vorteilsnahme sehen wollen. Andersherum wäre es es wohl zulässig, also hinten tiefer als vorne, so wie halt die alten Schäfte, aber eben nicht vorne tiefer.

    Liege ich hier mit meiner Auffassung falsch, oder ist den Kampfrichtern da in Sydney etwas entgangen? Habe jetzt diesbezüglich noch nicht in das Rule Book der ISSF geschaut.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michael,

    damit kein weiteres Missverständnis entsteht, nur der Teil mit den Verächtlichmachungen war direkt als Antwort an Dich gerichtet.

    Der Rest war allgemein gehalten. Hätte ich etwas besser trennen sollen. Sorry.


    Generell, vielleicht habe ich auch eine Attacke gesehen, wo gar keine war. Auch meine Brille ist leider manchmal etwas gefärbt. Aber so ganz ohne Brille fehlt mir auch die Schärfe. 8)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Neben dem von wegi82 angegeben Link hatten wir das Thema hier auch schon etwas tiefer erläutert.

    Der Unterschied Adlerauge / Diopteroptik besteht neben der Positionierung (im Korntunnel bzw. am Diopter) hauptsächlich im zusätzlichen Dioptrienausgleich bei der Dioteroptik. Die Positionierung im Nah- und Fernbereich (für das Auge) spielt auch noch eine gewisse Rolle.

    Beim DSB sind diese vergrößernden Optiken erst ab der Altersklasse erlaubt und jetzt neu dürfen bei den Auflageschützen B und C auch eigene Brillengläser am Diopter angebracht werden. Im Bereich Liga oder ISSF sind überhaupt keine Vergrößerungen erlaubt.


    Aber, verspreche Dir von den Teilen nicht zu viel. Ich dürfte zwar die Optik oder ein Adlerauge schon verwenden und es ist auch etwas verlockend, weil ich damit die Scheibe schon etwas deutlicher sehe, aber ich komme damit trotzdem nicht klar. Nicht wegen dem Wackeln, sondern weil ich speziell im KK-Bereich damit kein richtiges Gefühl mehr habe, wo meine Schüsse sitzen und das Schussbild geht damit bei mir auch regelmäßig auf. Muss jetzt aber nichts heißen, denn andere kommen damit schon klar. Du kannst ja mal selbst probieren, wie Du selbst damit klar kommst. Aber wie gesagt, in deiner Klasse ist es im Wettkampf nicht zulässig.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Jetzt haben wir also beides in schönem Kontrast nacheinander. Neid und Sankt-Florians-Prinzip auf der einen Seite, und eine überlegt-tolerante und vor allem solidarisch-inklusive Haltung auf der anderen. Da kann sich dann jede/r ein eigenes Bild machen, was dem Schießsport (in allen seinen Facetten) mehr nützt.

    Du kannst es wohl einfach nicht lassen, oder?

    dingo hat beanstandet, dass durch die Berichterstattung in den Medien der Schießsport nur sehr einseitig darstellt wird und zwar tendenziös und er hat beanstandet, dass seinen Disziplinen nicht der Stellenwert beigemessen wird, den er aufgrund der Teilnehmerzahlen eigentlich für ein objektives Bild haben müsste. Er hat auch gesagt, dass er für sich in bestimmten Disziplinen keinen sportlichen Wert sieht. Das heißt aber noch lange nicht, dass er damit anderen Disziplinen generell ihre Berechtigung abspricht und das hat er auch klar gesagt. Ich halte das so für völlig legitim.

    Was ich nicht für legitim halte, ist, so einen Beitrag zum Anlass zu nehmen und hier mit wilden Zahlenspielen und Wortlkaubereien ein Fass auf zumachen, das mich schwer an die Art von Agitation erinnert, die bestimmte Gruppierungen so gerne für sich nutzen.


    michael

    Ich schätze dein Engagement und lese deinen Blog und deine Beiträge recht gerne. Ich verstehe nur nicht, was deine DSB und GK Vergleiche wirklich sollen. Wenn das alles so stimmen sollte, dann müsste doch der DSB längst ohne Mitglieder dastehen und es bei den alternativen Verbänden enorme Steigerungsraten gegeben haben. An den absoluten Zahlen kann man das aber nicht erkennen und wenn ich mir so die teilweise etwas unübersichtlichen Ranglisten von den DMs (großes Wort) der Alternativverbände anschaue, dann kann ich da auch nicht gerade die totale Überfüllung erkennen. Aber das mag natürlich auch an mir und meiner beschränkten Schichtweise liegen.

    Du sagst, dass Du noch nie verächtliche Äußerungen von GK-Schützen in Bezug auf die Druckluftfraktion vernommen hast. Nur alleine WO ist aber voll von solchen Verächtlichmachungen bis hin zu teilweise völlig bescheuerten Wertungen, sehr oft noch gepaart mit großer Ahnungslosigkeit.

    Es besteht aber auch noch ein deutlicher Unterschied darin, ob ich bestimmte Sachen verächtlich mache, weil ich die Wertigkeit vom Kaliber oder Knall abhängig mache, oder ob ich aus einer gewissen Art von Unkenntnis heraus zu dem, wie gesagt, auch aus meiner Sicht falschen Schluss komme, dass der Bereich der GK-Kurzwaffen in erster Linie für die für die Anfeindungen der Sportschützen steht. Wie schon gesagt, ich teile diese Auffassung so nicht, kann sie aber nachvollziehen. Man kann auch die Tatsache nicht einfach wegdiskutieren, dass es bei den Schusswaffen deutliche Unterschiede in Bezug auf die Deliktrelevanz gibt. Damit das jetzt nicht falsch verstanden wird, ich schreibe das hier nur, um bestimmte Denkweisen zu verdeutlichen.

    Die Missbrauchsrate aller legalen Schusswaffen ist so gering, dass in einer "normalen" Gesellschaft solche Diskussionen gar nicht erst geführt werden müssten. Wir sind uns hier glaube ich alle einig, dass die tragischen Einzeltaten sicher nicht ihre Ursache in der Verfügbarkeit von (Schuss)waffen haben.

    Was ich aber auch nicht ab kann, ist, wenn kleiner Teil (bitte wörtlich nehmen) der Sportler meint, er müsse sich mit Halbwahrheiten künstlich aufplustern und dann den großen Bruder kräftig ans Bein pinkeln, weil der seine schützende Hand immer nur so halbherzlich über einen hält und es da scheinbar auch noch Typen gibt, die sich gar nicht von den achso tollen Disziplinen mit viel Action und Kawumm beglücken lassen wollen.

    Es ist schon noch ein deutlicher Unterschied, ob man sich einbringt, um Verbesserungen zu erreichen, oder, ob man Agitation betreibt, weil man nur die eigene Sicht für einzig richtig ansieht und andere Sichtweisen nicht gelten lässt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michael,

    ich habe Dich schon einmal gefragt, was deine Zahlenspielchen, und ich nenne das jetzt bewusst Spielchen, eigentlich sollen. Zur Verdeutlichung ein paar Zitate von Dir aus einem anderen Forum:

    Der DSB hat maximal 500.000 aktive Schützen, größtenteils Druckluftschützen.
    Der Rest sind zwangszahlende Passivmitglieder und ein paar Bedürfniserhalter.
    Die nutzen uns absolut - nichts -.

    Die jetztige Funktion des DSB kann von Heute auf Morgen von einer anderen Organisation übernommen werden.

    Und weiter:

    Was wollen wir mit 490.000 Druckluftschützen anfangen?
    Oder mit 500.000 "Grüne Jacke - roter Kopf - Holzgewehr"?

    Ich kommentiere das jetzt nicht weiter. Die Ideologie, welche du sonst den Gegnern des Schießsports vorwirfst, schimmert aber auch bei Dir etwas zu stark durch.

    Auch deine Zahlen in Bezug auf GK und KK im DSB haben so überhaupt keine Aussagekraft. Auf diese Art könnte man für fast jede These Belege finden. FP und noch weniger OSP waren noch nie wirklich teilnehmerstarke Disziplinen. Aber selbst wenn man Disziplinen wie LP mitberücksichtigen würde, könnte man nur anhand der DM-Zahlen keine vernünftige Aussage treffen, da so das Qualifikationssystem über Kreis, Bezirk und Land außen vor bleibt. Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob in einer Disziplin jeweils nur ein paar Prozent der Teilnehmer überhaupt die Quali zum Land oder zur DM erreichen, oder, ob mangels Masse die Mehrzahl gleich durchgewunken wird.

    Die Realität in unseren Dörfern und Städten ist der Druckluftstand. Schon bei KK gibt es ein deutliches Gefälle, was die Anzahl der Stände angeht. GK-Stände sucht man dagegen in manchen Regionen vergeblich und bei Gewehrständen über 100m wird es hierzulande erst recht ganz dünn. Wer diese Realität durch seltsame Zahlenspielchen in Frage stellen möchte, diskreditiert sich selbst.


    Carcano

    Bei Dir war mir schon klar, dass sich durch deine scheinbar grenzenlose Arroganz und deinen Absolutheitsanspruch die Diskussionen hier über kurz oder lang aufschaukeln würden. War nur eine Frage der Zeit. Irgendwelche erworbenen Meriten will ich nicht in Abrede stellen, bei den Interessen, die Du verfolgst, bin ich mir aber bei Dir nicht immer so sicher.

    Ich zitiere auch hier mal kurz aus einem anderen Forum:

    Wenn ich sage "nein", dann ist das auch so.

    Das "Nein" stand hier nicht für eine Ablehnung, es ging um die Bewertung eines Sacherhalts.


    Mit etwas angesäuertem Schützengruß

    Frank

    Hallo dingo,

    ich teile deine Sichtweise, dass diese Art der Berichterstattung kein objektives Bild von der großen Bandbreite des Schießsports zeigt, wobei ich jetzt auch nichts gegen deine "Cowboys" habe, weiß ich doch, dass die ihre Art des Schießens genauso verantwortungsvoll betreiben. Das bestätigen ja auch die Fakten bezüglich Unfälle und Missbrauch immer wieder.

    Aber die Fernsehmenschen wollen nicht auf einen LG-Stand geschleppt werden, wo dann womöglich noch ein paar zarte Mädels LG-Dreistellung trainieren. Die wollen halt Bilder, die ihre Meinungen bestätigen und womit sie ihre Botschaft (Ideologie) transportieren können. Wenn sie den LG-Stand wählen würden, könnte ja auch der unbedarfteste Zuschauer sich fragen, wo denn da eigentlich das Problem sei.

    Die Jungs auf dem Stand in Köln haben sich aber doch vorbildlich verhalten. Von Ballern war da keine Spur zu sehen. Da musste doch sogar noch mit dem unsäglichen Büffel-Kaliber von Seiten der Redaktion nachgeholfen werden.


    Ich fürchte, wenn wir wirklich einen objektiven Bericht über die ganze Bandbreite des Schießsports nebst Gewichtung haben möchten, müssen wir den wohl selbst drehen. Aber selbst das nützt nichts, da wir den Film dann trotzdem niemals zu einer guten Fernsehzeit bei den Hauptsendern unter bekommen können. Klar es gab und gibt Ausnahmen, wie den Beitrag "Unter unserem Himmel", die Berichte von der WM und auch Sobis Beitrag, aber wann und wo wurden die denn wirklich gesendet und wer hat das dann gesehen?


    Apropos, kennt noch jemand den "alten" Film von Reinkemeier über die DM in München? Auch wenn der Film mittlerweile 20 Jahre alt ist, könnte man den immer noch im Fernsehen zeigen und der würde zu guter Sendezeit auch ein Publikum finden. Aber wie kriegen wir so einen Film da unter?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Matze,

    wichtig ist, dass Du in Bezug auf die gesetzlichen Bestimmungen auch wirklich sattelfest bist. Es ist durchaus möglich, dass da auch Kontrolleure kommen, die selbst auf dem Gebiet mit Defiziten behaftet sind, dass dann aber gerne auf die nassforsche Art zu überspielen versuchen. Da könnten dann schon mal fehlende Verankerungen beanstandet werden, obwohl die gesetzlich bei der gegebenen Konstellation gar nicht vorgeschrieben sind. Auch die Mun zusammen mit Kurzwaffe im B-Fach eines AB-Schranks führt immer wieder zu Diskussionen. Selbst manche der zur Zeit im Umlauf befindlichen Plakate und Flyer bezüglich der vorschriftsmäßigen Aufbewahrung sind fehlerhaft.

    Wie Major Tom schon schrieb: Vergewissere Dich auf jeden Fall, ob das auch wirklich Kontrolleure sind. Auch der Tipp mit dem Zeugen kann vorteilhaft sein. Ob Du zulässt, dass die "Jungs" auch dein Eigentum befingern, musst Du selber entscheiden.


    Ach ja, ich würde mich auch mal umschauen, was sonst noch so alles in das Blickfeld der Kontrolleure geraten könnte. Muss jetzt nichts mit Waffen zu tun haben. Wenn Du zum Beispiel ein Hobby betreibst, das wie eine gewerbliche Tätigkeit aussehen könnte oder wenn Du irgendwo ein Zimmerpflänzchen rumstehen hast, welches zufällig entfernte Ähnlichkeit mit einer bestimmten Pflanze hat, würde ich mir mal Gedanken machen. Nicht, dass Du kurz nach den Kontrolleuren noch weiteren unangemeldeten Besuch erhältst. Mein ja nur.

    Das ist nämlich eine weitere Krux dieser Art der "Hausbesuche". Aber wir haben ja alle nichts zu verbergen. Nicht wahr?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    PS: Das oben gesagte gilt natürlich nicht nur für den Matze.

    Ähm, Major, Du bist jetzt etwas asynchron. Ist aber nicht wirklich schlimm. :whistling:


    Also, erstmal raten, aber bitte das aktuelle Zitat.
    Zweitens, Bestätigung abwarten.
    Falls erfolgreich, neues Zitat stellen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Sylvia,

    dem ist zumindest aus meiner Sicht nichts mehr hinzuzufügen.

    Bliebe nur noch der kleine Schwachpunkt mit der austauschbaren Verwendung des Begriffs für Kreis und Bezirk, zumindest je nach Land.

    Aber, wie ich schon sagte, scheint das ja niemanden wirklich zu stören und es geht ja auch nur etwas durcheinander bei Gesprächen und Vergleichen über die Landesverbände hinaus, also so wie hier bei uns im Forum. :D


    Mit westfälischem Schützengruß --> Kreis, Bezirk, Land

    Frank

    Hallo ChrissySV1919,


    Weil wenn du "nur so" schießen willst, brauchst du ja nicht unbedingt eine neue Kartusche.
    Ich denke nicht, dass du jetzt große Angst haben musst, dass sie dir um die Ohren fliegt.
    Was passiert, wenn so ein Druckbehälter aufplatzt/explodiert, weiß ich auch.
    Aber so oft kommt das jetzt auch nicht vor.


    mit solchen "Ratschlägen" wäre ich aber vorsichtig. Die Hersteller haben die Nutzung der Kartuschen nun mal an eine bestimmte Laufzeit gebunden. Sollte bei Benutzung über den Zeitraum hinaus etwas passieren, könnte der Nutzer nur schon alleine in Sachen Versicherung schnell ziemlich dumm dastehen.

    Eine ganz andere Frage ist natürlich, warum lassen sich Kunden überhaupt auf solche Nutzungsbedingungen ein und verlangen nicht gleich ein sicheres Produkt? Und ob sich der DSB jetzt unbedingt zu so einer Art Handlanger der Firmen machen muss, ist noch eine ganz andere Frage.


    Ach ja, Pressluft und CO2 sind von der technischen Seite nicht direkt vergleichbar. Bei Verwendung von CO2 treten bei weitem nicht so hohe Drücke auf.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo matze,

    woher weißt Du denn, dass bei euch demnächst Kontrollen anstehen? Wurde das vorher angekündigt?

    Erfahrungsberichte gibt es wohl schon in einigen Jägerforen und natürlich auch im Forum WO. Aber dort musst Du immer kräftig zwischen den Zeilen lesen, da dort neben wirklich fundierten Berichten auch ganz viel heiße Luft produziert wird, um es mal so zu nennen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Interessant ist, dass der Begriff Gau wohl von Landesverband zu Landesverband unterschiedlich besetzt ist, bzw. in einigen Verbänden gar nicht benutzt wird. Mal ist damit wohl das Gebilde gemeint, was anderenorts als Kreis läuft, manchmal steht Gau aber auch für den Bezirk. Gibt es denn auch Landesverbände mit allen drei Untergliederungen und werden dort auch neben der LM drei weitere offizielle Meisterschaften durchgeführt?

    Schaun wir mal, was die SpO dazu meint:

    0.9.3.1.3 Wettkämpfe werden von Vereinen, Kreisen, Gauen, Bezirken, Landesverbänden und vom DSB ausgeschrieben und durchgeführt.

    0.9.3.2.1 Die Meisterschaften des DSB finden in jedem Sportjahr statt. Sie gliedern sich in
    0.9.3.2.1.1 Vereinsmeisterschaft (nur im Einzelwettbewerb)
    0.9.3.2.1.2 Kreis-/Gaumeisterschaft,
    0.9.3.2.1.3 Bezirks-/Gaumeisterschaft und
    0.9.3.2.1.4 Landesmeisterschaft

    Die erste Regel impliziert eine Rangfolge oder Gliederung, die zweite Regel spricht aber auch ein wenig für die Austauschbarkeit der Begriffe. Na ja, wenn alle so klar kommen und jeder weiß, was gemeint ist, ist es ja auch kein Problem. Verwirrung tritt nur beim Austausch oder Vergleich über die Landesgrenzen hinweg auf, was wir ja schon bewiesen haben. 8)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank