Jetzt haben wir also beides in schönem Kontrast nacheinander. Neid und Sankt-Florians-Prinzip auf der einen Seite, und eine überlegt-tolerante und vor allem solidarisch-inklusive Haltung auf der anderen. Da kann sich dann jede/r ein eigenes Bild machen, was dem Schießsport (in allen seinen Facetten) mehr nützt.
Du kannst es wohl einfach nicht lassen, oder?
dingo hat beanstandet, dass durch die Berichterstattung in den Medien der Schießsport nur sehr einseitig darstellt wird und zwar tendenziös und er hat beanstandet, dass seinen Disziplinen nicht der Stellenwert beigemessen wird, den er aufgrund der Teilnehmerzahlen eigentlich für ein objektives Bild haben müsste. Er hat auch gesagt, dass er für sich in bestimmten Disziplinen keinen sportlichen Wert sieht. Das heißt aber noch lange nicht, dass er damit anderen Disziplinen generell ihre Berechtigung abspricht und das hat er auch klar gesagt. Ich halte das so für völlig legitim.
Was ich nicht für legitim halte, ist, so einen Beitrag zum Anlass zu nehmen und hier mit wilden Zahlenspielen und Wortlkaubereien ein Fass auf zumachen, das mich schwer an die Art von Agitation erinnert, die bestimmte Gruppierungen so gerne für sich nutzen.
michael
Ich schätze dein Engagement und lese deinen Blog und deine Beiträge recht gerne. Ich verstehe nur nicht, was deine DSB und GK Vergleiche wirklich sollen. Wenn das alles so stimmen sollte, dann müsste doch der DSB längst ohne Mitglieder dastehen und es bei den alternativen Verbänden enorme Steigerungsraten gegeben haben. An den absoluten Zahlen kann man das aber nicht erkennen und wenn ich mir so die teilweise etwas unübersichtlichen Ranglisten von den DMs (großes Wort) der Alternativverbände anschaue, dann kann ich da auch nicht gerade die totale Überfüllung erkennen. Aber das mag natürlich auch an mir und meiner beschränkten Schichtweise liegen.
Du sagst, dass Du noch nie verächtliche Äußerungen von GK-Schützen in Bezug auf die Druckluftfraktion vernommen hast. Nur alleine WO ist aber voll von solchen Verächtlichmachungen bis hin zu teilweise völlig bescheuerten Wertungen, sehr oft noch gepaart mit großer Ahnungslosigkeit.
Es besteht aber auch noch ein deutlicher Unterschied darin, ob ich bestimmte Sachen verächtlich mache, weil ich die Wertigkeit vom Kaliber oder Knall abhängig mache, oder ob ich aus einer gewissen Art von Unkenntnis heraus zu dem, wie gesagt, auch aus meiner Sicht falschen Schluss komme, dass der Bereich der GK-Kurzwaffen in erster Linie für die für die Anfeindungen der Sportschützen steht. Wie schon gesagt, ich teile diese Auffassung so nicht, kann sie aber nachvollziehen. Man kann auch die Tatsache nicht einfach wegdiskutieren, dass es bei den Schusswaffen deutliche Unterschiede in Bezug auf die Deliktrelevanz gibt. Damit das jetzt nicht falsch verstanden wird, ich schreibe das hier nur, um bestimmte Denkweisen zu verdeutlichen.
Die Missbrauchsrate aller legalen Schusswaffen ist so gering, dass in einer "normalen" Gesellschaft solche Diskussionen gar nicht erst geführt werden müssten. Wir sind uns hier glaube ich alle einig, dass die tragischen Einzeltaten sicher nicht ihre Ursache in der Verfügbarkeit von (Schuss)waffen haben.
Was ich aber auch nicht ab kann, ist, wenn kleiner Teil (bitte wörtlich nehmen) der Sportler meint, er müsse sich mit Halbwahrheiten künstlich aufplustern und dann den großen Bruder kräftig ans Bein pinkeln, weil der seine schützende Hand immer nur so halbherzlich über einen hält und es da scheinbar auch noch Typen gibt, die sich gar nicht von den achso tollen Disziplinen mit viel Action und Kawumm beglücken lassen wollen.
Es ist schon noch ein deutlicher Unterschied, ob man sich einbringt, um Verbesserungen zu erreichen, oder, ob man Agitation betreibt, weil man nur die eigene Sicht für einzig richtig ansieht und andere Sichtweisen nicht gelten lässt.
Mit bestem Schützengruß
Frank