Beiträge von Murmelchen

    Hallo Da More,

    Du hast, und ich gehe davon aus, bewusst, die folgende Überschrift gewählt:

    "Friendly Fire - Sportschützen verlangen auch HA Verbot"


    Mit ein bisschen gutem Willen könnte man das schon als Stimmungsmache bezeichnen. Die Reaktionen darauf, die sich im nicht geringen Maße äußerst despektierlich gegen die Person(en) richten und sich nicht mit den Argumenten auseinandersetzen, sprechen eine deutliche und unschöne Sprache.


    @Katja

    Wie immer vielen Dank für deine gelungenen und informativen Beiträge.

    Über das Thema grüne Ideologien, Ressourcen und den regelmäßig pervertierten Begriff Nachhaltigkeit gäbe es auch aus meiner Sicht noch viel zu sagen, würde aber wohl hier den thematischen Rahmen sprengen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Das ist aber nicht der Kernpunkt.

    Es besteht die latente und nicht nur latente Gefahr, dass der Gesetzgeber die Entwicklung im Bereich Lichtschießen zum Anlass nimmt, die bisherigen richtigen Schießdisziplinen von GK bis hin zu Druckluft ganz zu verbieten, da es ja eine scheinbar funktionierende und natürlich völlig ungefährliche Alternative gibt.

    Das kann man einfach nicht wegdiskutieren und jeder sollte sich dieser Gefahr bewusst sein. Es nützt dabei auch nichts, wenn die Promoter sagen, das beabsichtigen sie nicht. Es wird dem Gesetzgeber damit letztendlich eine scheinbar "elegante" Lösung für ein nicht wirkliches Problem angeboten.

    So ganz werde ich auch den Verdacht nicht los, dass es einige Schützen unter uns gibt, die sich vorstellen können, ausschließlich in dieser schönen neuen und so ungefährlichen Welt zu leben. Damit wäre man all die üblen Diskussionen und Anfeindungen los, so die Hoffnung. Leider passen so böse Menschen wie dieser Bremer Senator dann doch nicht in das tolle Konzept, denn der möchte ja auch das Lichtschießen verbieten.

    Ja, es wird wohl auch weiterhin schwierig bleiben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die Schweiz ist für mich seit der Weltmeisterschaft 2006 in Sargans aber ein Buch mit fünf Siegeln angeht. Die Sicherheitsbestimmungen am Kleinkaliberstand waren absolut abenteuerlich und es grenzt an ein Wunder, dass keine Verletzte durch Schusswaffen gab.


    Sicher, es gibt ja auch andauernd irgendwelche Verletzten in unserem Sport. Das Thema hatten wir schon mal. Auch da warst Du um diese schrägen Aussagen nicht verlegen.

    Über die Reservisten in Deutschland bin ich im Bilde, auch über deren Sportprdnung bin ich im Bilde. Ich weiß nicht wie das bei euren Reservisten ist, bei uns rücken sie regelmäßig zum schießen in die Kaserne ein, um den Umgang mit militärischen Waffen nicht gänzlich zu verlieren. Dass diese außerhalb der Kaserne keine Wehrsportübungen durchführen dürfen ist aus meiner Sicht logisch und musste von dir nicht nochmal betont werden. Anscheinend gefällt es dir dein auswendig gelerntes Wissen an den Mann zu bringen, weil du meinst, dass sich die anderen nicht auskennen.


    Andersherum wird ein Schuh draus. Du bist Dir nicht zu schade, deine regelmäßig recht kruden Thesen durch Halbwahrheiten zu untermauern oder zu verdrehen, in der Hoffnung, dass es keiner merkt.

    Wenn ich mir den Verlauf der Diskussion so anschaue kommen mir folgende Gedanken in den Sinn: Kann es sein, dass einige Forenteilnehmer Großkaliberwaffen nur aus dem Grund haben ihr Ego zu polieren und daher in allen rechtlichen Angelegenheiten sehr versiert sind, um eine glaubhaft klingende Rechtfertigung dafür zu haben? Erinnert mich ein wenig an die Hartz 4 Empfänger, die bei uns immer in die Bank gekommen sind. Da meinte man doch glatt, dass man promovierte Juristen vor sich hat, so gut konnten die auswendig gelernte Gesetzestexte über ihre Rechte aufsagen.


    Dieser Absatz sprich schon Bände. Für mich hören sich gerade diese Äußerungen sehr nach einem äußert selbstgefälligen und selbstgerechten Menschen an, der hauptsächlich seine Vorurteile pflegt und sich regelmäßig die Wirklichkeit so zusammen bastelt, wie sie ihm passt. Für mich um so erstaunlicher, wenn ich dein Alter berücksichtige.

    Da wundert mich dann deine scheinbar vorhandene Merkbefreiung auch nicht mehr. Ich habe hier im Forum schon mehrfach geschrieben, dass ich selbst gar keine großkalibrigen Waffen besitze und in schießsportlicher Hinsicht auch andere Vorlieben habe. Ich habe allerdings vermutlich im Gegensatz zu Dir auch schon in jungen Jahren Schusswaffen geführt und ich kann Dir jedenfalls versichern, irgendwelche kruden Macht- oder Erhabenheitsgefühle sind mir dabei nie in den Sinn gekommen. Auch stelle ich mich als Schütze nicht hin und fordere Verbote für andere Waffen oder Disziplinen, noch versuche ich irgendwelche konstruierten Verbindungen zu einer Art Wehrsport aufzubauen. Schießsport ist Schießsport, egal womit betrieben und dieser Sport ist weder bei uns noch in anderen Ländern auch nur ansatzweise deliktrelevant. Das tatsächliche Risiko liegt dabei in Deutschland nach Aussagen der Versicherer in etwa auf dem Level knapp oberhalb von Schach. Alles andere Gerede ist schlicht und einfach Gesülze und es irritiert mich schon gewaltig, wenn aktive Schützen meinen, sie müssten auf diese fremden Züge aufspringen.

    Deine mittlerweile schon typische Abschweiftaktik hast Du mit deinen Beiträgen hier ja nun schon oft genug bewiesen, aber dein Hinweis auf Bezieher von Arbeitslosengeld II entlarvt auch noch zusätzlich dein (krudes) Menschenbild. Mögest Du trotzdem davon verschont bleiben, mal auf eine solche Hilfe angewiesen zu sein.


    Von mir aus darfst Du jetzt auch gerne das letzte Wort haben. Ich brauche das nicht unbedingt. Meine Häufchen sind auch so groß genug. ^^


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    Sorry Wilhelm, konnte gerade nicht anders. Das soll aber deine wichtige und richtige Anmerkung nicht schmäleren.

    Hallo Michael Beutel,

    ich hatte Dich nicht gefragt, was die CISM-Weltmeisterschaft ist, sondern wie Du diese einordnest in Bezug auf deine strikte Trennung zwischen Sportschießen und Militär.

    Noch mal, ist diese WM ein hochkarätiger Schießsportwettkampf für Militärangehörige, oder ist es eine militärische Veranstaltung, welche mit Schießsport deswegen nichts zu tun hat?

    Apropos, die Schweizer verwenden Sturmgewehre beim jährlichen Feldschießen, keine Karabiner. Das ist schon ein wesentlicher Unterschied (in der heutigen Zeit). Weiterhin ist das eidgenössische Feldschießen wohl mit eine der größten Schießsportveranstaltungen, die es so gibt. Nach deinen Worten müssten die Schweizer doch alle unnormal sein, oder. Die verwenden schließlich ihre Militärwaffen zum Sportschießen.


    Apropos, zum Thema Reservisten hast Du auch wieder, mit Verlaub, Stuss geschrieben. Mach Dich mal wenigstens etwas schlau, was und wie Reservisten (außer bei Wehrübungen oder dienstlichen Veranstaltungen) bei uns in der BRD so schießen dürfen. Die haben sogar eine eigene genehmigte Sportordnung. Im Rahmen der RAGs ist ausschließlich ziviler Schießsport erlaubt. Selbst Grünzeug oder Uniform ist dabei nicht zulässig und erst recht keine wie auch immer gearteten militärischen Schießübungen. Noch Fragen?

    Aber egal, etwas behaupten kann man ja immer leicht. Und mit etwas Glück merkt es ja auch keiner.


    Mit besten Schützengruß

    Frank

    michaelBeutel
    Bei dem von dir gezeigten Bild handelt es sich nicht um eine Waffe welche sportlich verwendet werden dürfte. Was an dem 40mm Granatwerfer mehr als deutlich zu erkennen ist.


    Jetzt verwirr ihn bloß nicht auch noch durch Fakten. Er hat schließlich seine festgefügte Meinung. Da braucht er doch keine Ahnung mehr zu haben. Er glaubt ja auch an die Beweise der Ursachen für die angebliche globale Klimaerwärmung.

    Im Ernst, seine ständigen plumpen rhetorischen Ablenkungen und Verdrehungen erübrigen eigentlich jedes weitere Gespräch, jedenfalls unter Schützen.

    Mit Verlaub, aber langsam wird die Sache wirklich hohl. Wir können jetzt ja gerne weiter schöne Bildchen von angeblich "bösen" Gewehren einstellen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das völlig unbedarfte Fritzchen Müller die voll aufgerödelte Anschütz Super Match erst mal für martialischer und auch für gefährlicher hält, als das M16 oder AR15. Die letzteren kennt er aus Film und Fernsehen, da läuft schließlich jeder Dödel mit rum, aber die Super Match muss doch etwas ganz besonderes sein. Die kennt er nicht und so sieht doch auch kein "normales" Gewehr aus. Schon alleine der dicke Lauf. Das muss also die ultimative Tötungsmaschine für Super Sniper sein. Also die wahre BFG. 8o


    dingo

    Man könnte heute mit Leichtigkeit einen ganz üblen Verriss drehen, bei dem nur moderne LGs gezeigt werden. Für einen Ahnungslosen sehen die Dinger bei entsprechender Kameraführung und musikalischer und textlicher Untermalung genauso "böse" und martialisch aus, wie Halbautomaten. Man bräuchte dazu nur ein paar Halbstarke mit schwarzen Kapuzen, die man damit irgendwo im Wald hantieren lässt. Oder man bringt wieder mal eine Schule ins Spiel.

    Aber Du hast sicher Recht. Wir verstehen ja das Hauptproblem nicht. Wer ist eigentlich in dem Zusammenhang "Wir" oder "Ihr". Habe ich glaube ich schon mal gefragt.


    michael Beutel

    Mal wieder keine konkreten Fragen auch nur ansatzweise konkret beantwortet. Sieht so für Dich ein Dialog unter Schützen aus?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    Aus welcher Anstalt ist denn jetzt der Letzte enthüpft? Au Backe, ich glaube es wird Zeit ...

    Hallo wegi82,

    die Schrauben positionieren den Reiter, wie Du schon sagst. Als Führung für den Reiter dienen dabei entweder Gleitlager (die Stangen auf der jeweiligen Seite) oder bei den besseren Dioptern die vorgespannten Linear(kugel)lager. Bei den erstgenannten kann dieses "Hängenbleiben" bei einer Raste durch leichtes Verkanten des Reiters schon mal passieren, da das ganze Gebilde ja etwas Spiel haben muss, sonst wäre ja gar keine Bewegung möglich. Und ein bisschen Dreck kann da ja auch immer noch reinkommen.

    Egal, der Tipp mit dem eine Raste mehr und dann wieder zurückdrehen schadet auf keinen Fall, kann aber im Falle eines Falles doch mal nützlich sein. Ein bisschen Unsicherheit bleibt beim Schießen immer.

    Aber im Prinzip ging es ja hier auch nur um die Erklärung der Irritation von sportschuetze01.

    Mit den Dioptern meinte ich die von Anschütz und FWB, wobei ich bisher nur erstere mal zerlegt habe. Mit Walther kenne ich mich nicht aus. Aber die haben ja jetzt auch das Know-How von Hämmerli.

    dingo

    Das sind dann aber doch die Top-Teile, sprich 7002, oder. Aber auch bei den einfacheren Ausführungen muss es keine Probleme geben, kann aber mal. Der Tipp ist schlicht eine Vorsichtsmaßnahme. Wie Du schon sagtest, es kann jedenfalls nicht schaden.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michael Beutel,

    Mit AR 15 meinst du sicherlich kein Luftgewehr von Hämerli, sondern eine großkalibrige Waffe der Firma Schmeisser. Wirkt auf mich egal in welcher Lackierung und ist aus meiner Sicht eine militärische Waffe.


    du weißt gar nicht, worum es hier geht, hältst es aber offensichtlich nicht für nötig, Dich etwas schlau zu machen, denn Du hast ja deine vorgefertigte Meinung. Genau das stört mich, und nicht nur bei Dir. Deine Meinung bezüglich Farbgebung und Gefährlichkeit steht übrigens etwas konträr zu der zur Zeit gültigen Gesetzgebung. Schau mal beim jetzigen Anscheinsparagraphen nach. Stichwort Neon.

    Murmelchen: Du scheinst ja, wenn Fakten da sind diese stets zu akzeptieren und dich nach diesen zu orientieren. Du kennst sicherlich die Argumentationskette und die Beweise zur globalen Klimaerwärmung. Fährst du trotzdem ein Auto, das mit fossilen Brennstoffen angetrieben wird? Wenn ja bist du inkonsequent, weil du die Folgen kennst und ignorierst.


    Das ist jetzt wieder die schon von Dir bekannte Masche, das Thema zu wechseln und einen neuen Nebenschauplatz zu eröffnen. Aber ich will Dir trotzdem gerne den Gefallen tun. Bei dem Thema gibt es bisher keine wirklichen Beweise, aber es gibt ganze Branchen und viele zum Teil selbsternannte Gurus, die sehr gut davon profitieren. Und natürlich viele gläubige Menschen, die statt selbst zu denken sich lieber ihre Meinung "bilden" lassen. Apropos, ich brauche zur Zeit noch kein 3l Auto. Meine 2,5l gehen noch ganz gut. :D Nein, ich könnte mir auch eine andere Welt ohne dieses absolute Streben nach Profit und die daraus resultierenden Folgen vorstellen. Ob wir in ein paar Jahren nicht ganz andere Sorgen als die Zukunft des Schießsports haben werden, ist noch ungewiss. Auch das Klima wird sich sicher weiter verändern, wie es das schon Milliarden Jahre gemacht hat, auch ganz ohne Zutun des Menschen. Aber das meine ich nicht mit den möglichen vor uns liegenden Problemen.

    Warum benötigt ein SPORT-Schütze für seinen Sport eine militärische Schäftung? Zivile Sportausübung und Militär sind für mich als normal denkenden Menschen zwei Paar Stiefel.


    Warum braucht ein SPORT-Mensch für seinen Sport überhaupt Schuss- oder andere Waffen? Das sind doch alles nur Tötungsinstrumente und die haben bei der friedlichen Sportausübung nichts zu suchen. Die braucht kein normal denkender Mensch.

    Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob Du erkennen kannst, dass bei solchen Argumentationen am Ende immer nur die Totalaufgabe stehen kann.

    Du sprichst von Dir als normal denkenden Menschen. Wie würdest Du denn dann die CISM-Weltmeisterschaften einordnen? Oder wie kann es denn dann sein, dass sich jedes Jahr die halbe Schweiz beim Feldschießen mit ihren Sturmgewehren vergnügt? Sind das alles unnormal denkende Menschen?

    Die Frage nach den wesentlichen Unterschieden zwischen militärischer und sportlicher Schäftung bist Du mir bisher auch schuldig geblieben. Wie schon etliche konkret an Dich gestellte Fragen vorher auch. Aber das hatte ich ja auch eigentlich nicht anderes erwartet.


    Mit hoffnungslosem Schützengruß

    Frank

    Wenn Du das Gewehr verkantest, dann wirkt die Verstellung am Diopter nicht mehr senkrecht oder waagerecht, sondern genau in dem Winkel, wie Du verkantest. Wenn Du also Hoch drehst, dann wandert die Trefferlage nicht mehr nur nach oben, sondern (bei Rechtshändlern und Verkanten nach links) auch etwas nach links.

    Wenn Du den Sachverhalt kennst und auch richtig abschätzen kannst, kannst Du auch ohne den Verkantungsausgleich auskommen. Komfortabler und auch weniger fehlerträchtig sind aber Diopter mit Verkantungsausgleich.

    wegi82

    Es geht bei dem Sicherheitklicken weniger um einen allgemeinen Spielausgleich, dafür sind die Federn da, sondern um den möglichen Effekt, wie ich ihn beschrieben habe. Bei KK 10er Klick entspricht eine Raste 2,2mm. So viel Spielraum, bis man da aus der Zehn kommt, hat man da mehr nicht.

    dingo

    Die meisten mir bekannten heutigen Diopter, wenn man mal Anschütz 7002 und Hämmerli außen vor lässt, arbeiten immer noch nach dem gleichen Prinzip und einige der neuen Diopter sehen mir eher "klappriger" aus, als die älteren soliden Teile. Beim LG ist die Sache aber generell nicht ganz so dramatisch. Beim KK speziell mit 10er Klick ist es aber nicht nur überflüssiges Getue älterer Herrschaften. Da merkt man schon regelmäßig, dass der Diopter doch wohl nicht immer ganz so sauber rastet, wie er sollte. Was für einen Diopter hast Du denn auf deinem KK?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Am meisten geht mir mittlerweile diese "Ich habe meine Meinung" Attitüde auf den Keks, nicht nur hier im Forum.

    Es ist ja auch so bequem. Die sogenannte Meinung braucht ja nicht hinterfragt zu werden. Es ist auch völlig egal, wie diese zustande kommt. Hauptsache man hat seine Meinung. Damit signalisiert man dann auch gleichzeitig, dass man sich nicht mehr argumentativ mit der Sache beschäftigen will und möglicherweise auch nicht kann. Die Meinung ist halt unantastbar. Da prallen dann auch alle weiteren Argumente und Tatsachen daran ab. Ja, im Ausblenden der Wirklichkeit sind wir mittlerweile ganz groß.


    Speziell an Michael Beutel noch eine vermutlich geschenkte Frage:

    Wie definiert man denn eine sportliche Schäftung und wie unterscheidet sich diese denn von einer militärischen Schäftung? Wäre ein in zart rosa gehaltenes AR15 bedrohlicher als ein z. Bsp. Anschütz 8002 komplett in Schwarz?

    Apropos, es gab einige Filme, in denen ganz bewusst "klassische" Match-Waffen wie Anschütz 1813 oder Hämmerli FP150 suggestiv als ganz besondere Killerwaffen eingesetzt wurden. Diese schienen den Machern wohl so speziell anmutend, dass sie sie eben als das Nonplusultra auf dem Gebiet der Meuchelmaschinen dargestellt haben.


    Noch etwas: Weite Teile der Bevölkerung haben kein wirkliches Problem mit dem Schießsport und den verwendeten Waffen. Sie stehen der Sache eher neutral bis desinteressiert gegenüber. Allerdings springen regelmäßig insbesondere die Ahnungslosesten auf die veröffentlichte Meinung der Medien an. Das sind insbesondere diejenigen, die sich ihre Meinung "gebildet" haben. Deshalb bringt auch Überzeugungsarbeit innerhalb der Bevölkerung wenig. Den Medien und ihren Seilschaften mit weiten Teilen der Politik gehört der Kampf angesagt.

    Warum ist es denn wenigsten uns Sportschützen vor diesem Hintergrund nicht einfach möglich, den Besitz und die sportliche Verwendung der Schusswaffen auf die einfache Frage zu reduzieren, ob es einen signifikanten Missbrauch gibt. Da es den nicht gibt und auch nie gegeben hat, sollten sich doch alle weiteren Diskussionen darüber, was nun sportlich ist und was nicht, erübrigen, oder?

    Wer das nicht will oder kann und meint, man müsse die Sache über das Aussehen oder die sportliche Ernsthaftigkeit oder sogar über die dabei getragene Kleidung definieren, landet langfristig unweigerlich bei einer Totalaufgabe. Denkt bitte wenigstens mal etwas länger über diesen Gedankengang unter Einbeziehung der Argumente der Gegner des Schießsports nach.


    Mit vermutlich eher sinnlosem Schützengruß

    Frank

    Denn anderseits funktionierte auch das „bewährte“ und deutlich preiswertere BASIC-Diopter klaglos, zudem ist das Sicherheitsklicken „drei vor, zwei zurück“ vertraut.

    Das hab ich so interpretiert, dass man nicht wieder in der Ausgangsposition rauskommt.


    Unter diesem "Sicherheitklicken" versteht man normalerweise ein über die Zielposition gewolltes Hinausdrehen und dann Zurückstellen, so dass der Diopter seine neue Position auch wirklich erreicht. Die älteren und/oder einfacheren Diopter besitzen Gleitlager. Da kann es schon mal passieren, dass der Reiter nach einer Raste etwas hängen bleibt und bei der nächsten dann über gleich zwei oder mehr Positionen springt. Um das zu vermeiden, dreht man ein oder zwei Rasten über das Ziel hinaus und dann wieder zurück.

    Besser sind natürlich die Diopter, bei denen man das "Sicherheitsklicken" erst gar nicht machen braucht. Ob ein Diopter aber wirklich gut ist, kann man nur durch eine genaue Messung feststellen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    auch auf die Gefahr hin, dass wir jetzt etwas vom ursprünglichen Thema abweichen, hier ein paar Anmerkungen zu den bisherigen Äußerungen zum Thema Verkantungsfehler und Visierlinienerhöhungen:

    Unregelmäßiges Verkanten (Schießen mit immer unterschiedlichem Winkel) produziert Fehler, aber eine Visierlinienerhöhung vergrößert dieses Fehler nicht. Wer möchte, kann sich hier etwas ausführlicher über das Thema informieren.

    Der Verkanntungsfehler ist abhängig von der Zielentfernung und der Rasanz (Geschwindigkeit) des jeweiligen Geschosses, aber nicht von einer Visierlinienerhöhung.


    Die von bilcupra angesprochene Forderung nach möglichst flachen Visierlinien bei Kurzwaffen hat andere Gründe. Eine Pistole oder auch ein Gewehr ist ja kein Massenpunkt, sondern ein Massengebilde mit Massenträgheitsmomenten. Durch den Impuls bei der Schussauslösung bewegt sich die Pistole oder das Gewehr entgegengesetzt zum Geschoss, also nach hinten. Da dort aber die Hand oder beim Gewehr die Schulter dieser Bewegung entgegensteht, beschreibt der Körper (Gewehr oder Pistole) eine Ausweichbewegung. Diese Bewegung ist abhängig vom Angriffspunkt (Schulter oder Hand) und vom Massenschwerpunkt und von den Massenträgheitsmomenten der Waffe. Bei einer Pistole würde bei zu viel Masse oberhalb des Griffs die Hüpfbewegung heftiger und für den Schützen schwerer kontrollierbar. Aber auch ein genau auf Höhe des Angriffspunktes liegender Schwerpunkt ist nicht optimal, das dann das gleichmäßige Hüpfen nach oben bei kleinen Veränderungen der Griffhaltung auch nicht eindeutig gegeben ist und die Waffe dann auch seitlich oder sogar nach unten hüpfen könnte.

    Das jedes Geschoss immer eine bestimmte Zeit im Lauf verweilt, wird die Trefferlage auch immer davon beeinflusst, wie gleichmäßig die Bewegung von Schuss zu Schuss ist. Die Waffe soll also immer möglichst so konstruiert sein, dass sie sich auch bei auch leichten Variationen des Schützen bezüglich Einsetzpunkt in Hand oder Schulter und Haltekraft möglichst fehlertolerant oder fehlerverzeihend zeigt.

    Bei einem modernen LG oder einer LP, wo ja der Impuls nahezu kompensiert wird, spielen diese Überlegungen keine wirkliche Rolle mehr.

    Es gibt aber auch noch einen anderen Aspekt. Der Abzug ist ja im Prinzip immer noch die einzige Stelle, wo bei der Schussabgabe eine, wenn auch minimale Kraft und damit auch Bewegung nötig ist. Befindet sich dieser Angriffspunkt sehr weit von Schwer- und Drehpunkt des Gebildes Gewehr oder Pistole entfernt, so kann bei nicht ganz sauberer Arbeit am Abzug das Gebilde bei der Schussabgabe auch stärker verrissen werden. Daher sollte sich der Abzug immer möglichst nahe an der Laufachse befinden und so eingestellt werden, dass die Kraft des Fingers möglichst gradlinig nur nach hinten wirkt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    sportschütze01,

    Du hast geschrieben, dass der Rückschlag erst da ist, wenn die Kugel schon lange aus dem Lauf ist.

    Das ist mit Verlaub und egal, was der Walther-Mensch dazu gesagt haben soll, physikalisch so nicht haltbar.

    Über die Auswirkungen auf das Ergebnis beim Schießen und wie der Schütze selbst diesen Impuls wahrnimmt, kann man jetzt sicher diskutieren, nicht aber über die zugrunde liegende Physik. Stichwort Impuls und Impulserhaltungssatz.


    ChrissySV1919

    Deine These mit der Visierlinienrhöhung leuchtet mir so auch nicht ein. Warum soll das jetzt wackliger werden?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Kapellmeister,

    vielen Dank für die Einstellung des Beitrags.

    Deine Tipps scheinen mir allerdings stellenweise recht gewagt zu sein. Na ja, schauen wir mal.


    Hier noch die Termine und Paarungen für unsere Freunde aus dem Süden:

    Austragungsort: Tenniscenter Allach, Paul-Ehrlich-Weg 6, 80999 München
    Ausrichter: Der Bund München
    Kampfrichter: Elmar Mirbeck

    22.10.2011 17:00 SSG Dynamit-Fürth - SSVG Brigachtal
    22.10.2011 18:30 SV Germ. Prittlbach - Der Bund München

    23.10.2011 10:00 SSVG Brigachtal - SV Germ. Prittlbach
    23.10.2011 11:30 Der Bund München - SSG Dynamit-Fürth


    Austragungsort: Schulturnhalle, Buchenweg 1, 83626 Valley
    Ausrichter: HSG München
    Kampfrichter: Werner Marxreiter

    22.10.2011 17:00 SG Coburg - SV Petersaurach
    22.10.2011 18:30 SG Waldkraiburg - HSG München

    23.10.2011 10:00 SG Waldkraiburg - SV Petersaurach
    23.10.2011 11:30 HSG München - SG Coburg

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Vorweg, ich fand den Beitrag auch sehr gelungen. Aber in den Sendungen wurden auch schon früher Wettkämpfe aus dem Bereich Schießsport gezeigt. Die Macher der Sendung scheinen also in dieser Hinsicht keine Berührungsängste zu kennen.

    Aber als nicht ganz Ahnungsloser stellen sich mir doch ein paar Fragen. Wie wurden denn die Pistolen eingeschossen? Fleck oder Spiegel aufsitzend? Es gab ja etliche Hochschüsse, aber die kann man natürlich auch durch verreißen erklären. Eigentlich hätte ich ja erwartet, das man das Thema Visierung den Kandidaten gegenüber kurz erläutert. Auch gingen mir beide Teilnehmer schon recht routiniert mit dem Verschluss um. Für einen völligen Laien ist ja auch der Verschluss der GSP nicht völlig intuitiv. Kann es wohl sein, dass die die Sache vorher etwas geübt haben oder zumindest eine ausführlichere Einführung erhalten haben. Das soll jetzt keine Kritik sein und täte dem Unterhaltungswert der Sendung auch keinen Abbruch, aber man könnte es doch vermuten, oder?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo sportschütze01,

    es war richtig, dass Du Dir mit dem Kauf noch etwas Zeit gelassen hast und Dich nicht zu einem "Spontankauf" hinreißen lassen hast, obwohl es Dir sicher sprichwörtlich in den Fingern gejuckt hat. Die Gewehre dieser Preisklasse tun sich zwar allgemein in der Qualität und Präzision nicht viel, aber es gibt doch Unterschiede. Das fängt bei der jeweiligen Schussauslösecharakteristik an, geht über die Masse und und die Massenverteilung und endet bei den mehr oder weniger gut durchdachten Lösungen für die Ein- und Verstellmöglichkeiten. Wichtigstes Kriterium sollte sein, dass Dir persönlich das Geweht gut passt und auch wichtig, auch gut gefällt. Fahre deshalb noch einmal (oder auch zweimal) nach Holme und teste die Gewehre in aller Ruhe durch. Beachte dabei auch die jeweiliges Details und lass Dir diese auch erklären. Du willst ja schließlich lange Freude an dem Gewehr haben und damit auch gut schießen. Auch wenn 1500 EUR recht viel Geld ist, würde ich den Kauf dabei an deiner Stelle nicht von 200 EUR Differenz abhängig machen, sondern dann doch lieber im Zweifel noch etwas länger warten und sparen, dafür dann aber danach auch das Gewehr kaufen, welches Dir wirklich am besten gefällt.

    Noch ein kleiner Tipp: Solltest Du Dich dann irgendwann für ein Gewehr entscheiden, dann lass damit gleich einen Munitionstest machen und schau dem Tester dabei über die Schulter. Sollten dabei etliche Serien nicht so ganz toll ausfallen und sollte der Tester Mühe haben, eine gut schießende Serie zu finden, dann bestehe auf ein anderes Gewehr der Baureihe, auch wenn es erst bestellt werden muss. Auch bei den LGs gibt es schon mal etwas zickigere Läufe, wenn auch nicht so ausgeprägt wie bei den KKs.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Interessant! ?(

    Bist Du dir denn wirklich sicher, das es kein mechanisches Problem ist? Ich kenne jetzt deinen Korntunnel nicht. Aber schau doch mal, wie die Querstifte dort befestigt sind (federnd?) und ob einer von denen nicht doch vielleicht wandern könnte.

    Das da rein durchs Gucken so ein Versatz, zudem auch nur an einer Seite kommen könnte, kann ich mir nur schlecht vorstellen. Aber gut, wirklich ausschließen kann ich es natürlich auch nicht.

    Wandert denn auch deine Trefferlage, wenn das Problem auftaucht?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Dieter,

    mir würde es ja schon reichen, wenn für die in den Vereinen, Kreisen und Bezirken wirkenden Personen wenigstens halbwegs Rechtssicherheit bestehen würde und wenn sie über solche Fallstricke wie das hier angesprochene Urteil bezüglich der Altersgrenzen der Armbrust informiert würden. Der DSB schreibt die Armbrust ab 12 aus und es gibt sogar Empfehlungen, die Armbrust auch als legalen Ersatz für unter Zwölfjährige zu nutzen, gleichzeitig gibt es aber ein Urteil eines OVG, wonach das Schießen mit einer Armbrust unter 18 eine Straftat darstellt. Ich habe darüber auch nur über Umwege erfahren. Wie kann es sein, dass Vize Kohlheim das auf Vorträgen in Westfalen thematisiert, der DSB aber keine Warnung herausgibt? Oder spielt das Urteil keine Rolle, weil es einen Spezialfall behandelte? Selbst dann müsste doch wenigstens Entwarnung gegeben werden.

    So etwas darf und kann doch einfach nicht sein. Hier wäre doch ein Sturmlauf zur Wiederherstellung der Rechtssicherheit nötig. Aber scheinbar geht es ja (fast) allen irgendwie nur am Popo vorbei und sollte mal einer von uns zur Rechenschaft gezogen werden, dann hat er eben persönliches Pech gehabt, oder?


    Mit leicht frustriertem Schützengruß

    Frank