Am meisten geht mir mittlerweile diese "Ich habe meine Meinung" Attitüde auf den Keks, nicht nur hier im Forum.
Es ist ja auch so bequem. Die sogenannte Meinung braucht ja nicht hinterfragt zu werden. Es ist auch völlig egal, wie diese zustande kommt. Hauptsache man hat seine Meinung. Damit signalisiert man dann auch gleichzeitig, dass man sich nicht mehr argumentativ mit der Sache beschäftigen will und möglicherweise auch nicht kann. Die Meinung ist halt unantastbar. Da prallen dann auch alle weiteren Argumente und Tatsachen daran ab. Ja, im Ausblenden der Wirklichkeit sind wir mittlerweile ganz groß.
Speziell an Michael Beutel noch eine vermutlich geschenkte Frage:
Wie definiert man denn eine sportliche Schäftung und wie unterscheidet sich diese denn von einer militärischen Schäftung? Wäre ein in zart rosa gehaltenes AR15 bedrohlicher als ein z. Bsp. Anschütz 8002 komplett in Schwarz?
Apropos, es gab einige Filme, in denen ganz bewusst "klassische" Match-Waffen wie Anschütz 1813 oder Hämmerli FP150 suggestiv als ganz besondere Killerwaffen eingesetzt wurden. Diese schienen den Machern wohl so speziell anmutend, dass sie sie eben als das Nonplusultra auf dem Gebiet der Meuchelmaschinen dargestellt haben.
Noch etwas: Weite Teile der Bevölkerung haben kein wirkliches Problem mit dem Schießsport und den verwendeten Waffen. Sie stehen der Sache eher neutral bis desinteressiert gegenüber. Allerdings springen regelmäßig insbesondere die Ahnungslosesten auf die veröffentlichte Meinung der Medien an. Das sind insbesondere diejenigen, die sich ihre Meinung "gebildet" haben. Deshalb bringt auch Überzeugungsarbeit innerhalb der Bevölkerung wenig. Den Medien und ihren Seilschaften mit weiten Teilen der Politik gehört der Kampf angesagt.
Warum ist es denn wenigsten uns Sportschützen vor diesem Hintergrund nicht einfach möglich, den Besitz und die sportliche Verwendung der Schusswaffen auf die einfache Frage zu reduzieren, ob es einen signifikanten Missbrauch gibt. Da es den nicht gibt und auch nie gegeben hat, sollten sich doch alle weiteren Diskussionen darüber, was nun sportlich ist und was nicht, erübrigen, oder?
Wer das nicht will oder kann und meint, man müsse die Sache über das Aussehen oder die sportliche Ernsthaftigkeit oder sogar über die dabei getragene Kleidung definieren, landet langfristig unweigerlich bei einer Totalaufgabe. Denkt bitte wenigstens mal etwas länger über diesen Gedankengang unter Einbeziehung der Argumente der Gegner des Schießsports nach.
Mit vermutlich eher sinnlosem Schützengruß
Frank