Hallo Freunde,
auch wenn man über den Tonfall in Bezug auf den Bundespräsidenten hier sicher streiten kann, so ist doch die von Michael Kuhn vorgebrachte Kritik inhaltlich durchaus berechtigt.
Spätestens seit der gesetzlichen Einführung der anerkannten Schießsportverbände, bei der sogar die jeweilige Sportordnung einer Prüfung und Genehmigung bedarf, ist der Schießport in Deutschland nicht mehr autonom. Solch eine Reglementierung durch ein Bundesgesetz gibt es sonst bei keiner anderen Sportart. Aber es geht ja sogar noch weiter. Durch die gesetzlichen Auflagen bezüglich der Bedürfnisbescheinigungen, Aktivitätsnachweise und Meldepflichten werden die Verbände und Vereine zu Handlangern* des Staates verpflichtet oder genötigt. Auch so etwas gibt es sonst in keiner anderen Sportart. Als Einschränkung der Narrenfreiheit würde ich das auch nicht mal eben so abtun wollen. Leider hat aber wohl auch gerade der DSB diese Kröten recht schnell geschluckt, da man sich (insgeheim) so wohl einen größeren Einfluss und wohl auch mehr Zulauf erhoffte. Da ist es dann jetzt wohl auch nicht ganz so einfach, sich einzugestehen, dass mit diesen Zugeständnissen an die Politik, dessen Sinn mir unter Berücksichtigung der Vergangenheit weitgehend verschlossen bleibt, ein nicht nur geringer, sondern wohl eher ein massiver Verlust an Autonomie einher ging.
Mit bestem Schützengruß
Frank
* Es gibt wohl auch immer etliche "Vögel", die solche Sachen mit großer Begeisterung aufnehmen und dann auch mit bekannt deutscher Gründlichkeit durchziehen, können sie doch so auch einmal auf der anderen Seite des "Schalters" sitzen.