Beiträge von Murmelchen

    Hallo MiSawi,

    5,5Nm ist nicht wirklich viel. Das sind 0,55kg Gewichtskraft an einem Meter Hebel, oder 5,5kg an 1 Dezimeter = 10cm. Zum Vergleich, die Radschrauben an einem PKW werden normalerweise mit 110Nm angezogen.

    Teste mal, ob der Drehmomentschlüssel in Ordnung ist und auch wirklich der Bereich stimmt und auch wirklich der richtige Wert eingestellt ist. Nicht dass Du versuchst, die Schrauben mit 55Nm anzuziehen. Es gibt auch teilweise noch auf älteren Werkzeugen die alten Einheiten Kilopond Meter (kpm) oder Kilopond Zentimeter (kpcm). Beachte aber, dass da dann der Faktor 10 oder sogar 1000 drin ist. Für das Pond wird auch oft Gramm geschrieben

    Du kannst das wirklich testen, indem Du den Schlüssel waagerecht ausrichtest und bei 10cm ein Gewicht der Masse 5,5kg anhängst oder eben auf 1m verlängerst und dort dann 0,55kg verwendest.

    Vielleicht kennst Du ja den Behelfsschlüssel von Anschütz, den Inbus mit den Fingerrillen. Den nutzt man, indem man das jeweilige Gewehr (5 oder 7kg) senkrecht auf den Boden stellt und dann die Schrauben anzieht, indem man versucht es mit dem Finger in der passenden Rille hochzuheben. Dabei sollte der Schlüssel natürlich möglichst waagerecht stehen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    ich poste dir nachher hier eine anleitung


    Hallo Michael,

    vielen Dank für deine Hilfsbereitschaft.

    Aber ich habe mich da wohl gestern etwas ungünstig ausgedrückt. Anschütz ist für mich in dieser Hinsicht kein Thema. Da bin ich bestens ausgestattet und zum Teil habe ich da auch die Einstellungen im Kopf. Trotzdem nochmals vielen Dank.


    Ich suche eine Anleitung für eine Diana 820, insbesondere den Teil über den Abzug. Aber auch an sonstigen Unterlagen hätte ich durchaus Interesse, da ja sonst nicht mehr so einfach zu bekommen. Ich wäre auch bereit, bei Papierkopien die Kosten nebst Porto zu übernehmen.

    Hier im Forum gibt es noch ein paar Schützen, welche eine Diana haben oder mal hatten. Vielleicht lesen die ja hier auch mit. Sonst muss ich mich mal direkt per PM an diese wenden.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Wilhelm,

    zum besseren Verständnis auf die Frage nach dem Stellenwert des Schießsports möchte ich hier noch kurz anmerken, dass speziell der Sauerländer Schützenbund hier auch bei den eher traditionell ausgerichteten Verbänden eine kleine Sonderstellung einnimmt. Aufgrund eines Kooperationsvertrages mit dem WSB betreibt der SSB (bis auf besondere Ausnahmen, Stichwort Bundespokalschießen, übrigens ein sehr interessanter und beliebter Wettkampf) keinen Schießsport und ist auch kein anerkannter Schießsportverband. Hintergrund mit war hier aber, dem WSB keine Konkurrenz zu machen. In den dem SSB angeschlossenen Vereinen wird deshalb oft auch zweigleisig gefahren. Außerdem gibt es oft auch Überschneidungen bei den Funktionären. Die Pokalschießen werden oft von erfahrenen Schützen ausgerichtet, welche auch im WSB entsprechende Positionen bekleiden und der SSB ist auch immer ein verlässlicher Partner, wenn es um die Rechte der Sportschützen geht, sei es in Fragen liberales Waffenrecht oder auch bei dem K(r)ampf um die Schulstände hier in NRW.

    Aber das Selbstverständnis zum Thema Schießsport gilt so nicht generell auch für die anderen eher traditionell ausgerichteten Verbände. Der BHDS, der ja hier auch Thema eines anderen Beitragsstrangs ist, ist z. Bsp. auch ein anerkannter Schießsportverband mit eigener Sportordnung und eigenen Meisterschaften auf unterschiedlichen Ebnen.

    Wobei man wohl generell sagen kann, Tradition und moderner Schießsport müssen sich nicht ausschließen, können sogar vielfach von einander profitieren, können aber auch ein Spannungsfeld sein, im schlimmsten Fall sogar mit zerstörerischem Ausgang für eine oder sogar beide Seiten.


    Apropos, der SSB hat zur Zeit (Stand Mai 2011) 166.631 Mitglieder in 345 Vereinen. Beachtlich ist dabei auch die daraus resultierende durchschnittliche Mitgliederzahl von fast 500 (483) pro Verein. Da können viele Sportschützenvereine nur von träumen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    was hast du denn da für einen Durchmesser der Schrauben?


    So aus dem Kopf müsste es wie auch bei Anschütz M6 sein. Ob auch Feingewinde, weiß ich jetzt nicht, meine aber, es wären nicht viele Umdrehungen zum Einschrauben nötig. Müsste mal nachschauen.

    Die Diana ist noch etwas Neuland für mich.

    Apropos, hat jemand zufällig eine Anleitung zumindest für den Abzug? Komme auch für Kopien in Papierform nebst Porto auf.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Olivander,

    es ist normal, entweder nur die Scheibe oder das Ringkorn wirklich scharf zu sehen. Als junger Mensch kann man das kompensieren, indem das Auge sozusagen schnell hin und her schaltet. Ist aber für das Auge belastend und mit zunehmendem Alter geht das auch nicht mehr so gut und die Vergrößerung der Optik verstärkt auch noch das wahrnehmen der Unschärfe.

    Man muss also unter Umständen mit einer leichten Unschärfe leben, wobei dann die Schärfe des Korns wichtiger ist als die der Scheibe. Man kann auch durchaus treffen, wenn man die Scheibe nicht ganz so klar sieht. Dazu sollte man dann das Korn nicht zu klein wählen. Auch mit einer korrigierenden Brille (nebst Irisblende) kann man den Bereich der größten Schärfe so wählen, dass neben dem Korn auch noch die Scheibe halbwegs klar erscheint. Siehe dazu auch noch weiter unten.

    Eine Hornhautverkrümmung hat erst mal nicht direkt mit dem oben beschrieben Effekt zu tun. Sie führt normalerweise dazu, dass runde Gegenstände nicht ganz rund gesehen werden oder bei Scheiben auch dazu, dass diese zur Hälfte oder teilweise diffus und grau erscheinen.

    Ich selbst kenne weder diese Eagle II von Centra noch das ähnliche Produkt ZLO von Gehmann. Bei Gehmann kann man mit dem Teil wohl auch unterschiedliche Dioptrien ausgleichen. Es gab hier im Forum dazu schon eine Diskussion mit teilweise sowohl kritischen Stimmen und auch Schützen, welche damit sehr gut klar kommen.

    Bei Gehmann wird das Teil nebst Adapter an die Irisblende geschraubt. Dazu muss man in der Tat die vorhandene Irisblende zerlegen oder man kauft es gleich komplett. Zusammen mit der Optik und möglichen Filtern ergibt sich dann aber ein ziemlich ausladendes Teil. Eine vergrößernde Optik muss übrigens auch nicht immer die Schießergebnisse verbessern, auch wenn man dadurch die Scheibe größer und deutlicher sieht.

    Zusammenfassend würde ich sagen, in so einem Fall hilft nur ausprobieren, am besten sogar über mehre Tage. Man sollte sich bei den Teilen auch schon wegen des Preises auf jeden Fall ein Umtauschrecht einräumen lassen. Alternative wäre wohl auch der Besuch bei einem Optiker, welcher etwas vom Schießen versteht. Müller-Manching rät in diesen Fällen wohl eher zu einem gut angepassten Brillenglas.


    Nochmal zu diesem Trichteraufsatz: Ich selbst habe das Produkt von Knobloch und damit geht die Justierung wohl auch wegen der zusätzlichen Löcher ganz gut.


    Mit bestem Händchen an die Mütze :D

    Frank

    Zum Thema Munitionstest: Normalerweise werden Einspannvorrichtungen verwendet, welche den Rückstoß ähnlich wie die Schulter des Schützen federgelagert auffangen und das Gewehr danach wieder präzise in die Ausgangsposition bringen. Allermann und auch Klingner verwenden für ihre Tests solche Einspannvorrichtungen. RWS testet z. Bsp. auch, indem die Systeme einfach fest in einen Schraubstock gespannt werden. Diese Methode ist aber verständlicherweise etwas umstritten. Insgesamt kann man sogar sagen, dass wohl keine Methode wirklich über jeden Zweifel erhaben ist und diese Testerei auch ein Gebiet ist, wo man schnell den Bereich der gesicherten Erkenntnisse verlässt. Andererseits gibt es wohl kaum einen Liegendschützen von internationaler Klasse, welcher nicht ausgiebig testet. Fast alle betreiben da einen ziemlichen Aufwand bei der Suche nach der besten Serie, um eben im Wettkampf noch den einen oder anderen Ring gut zu machen. Nur ein Beispiel, der Australier Warren Potent (Bronze 2008 Peking), fliegt für solche Tests extra nach Eley in England und bei solchen Tests gehen dann auch schon mal 20 bis 30 und mehr Lose a 10 Schuss durch den Lauf und von den besten Serien werden dann noch 40 zur Kontrolle gemacht.

    Man denke jetzt aber nicht, dass wäre alles nur ein Thema für die Weltelite. Da man bei nicht passenden Lauf/Patronen-Kombinationen auch ganz leicht selbst bei R50 und ansonsten Top-Lauf bei nur 95 Ringen aus der Maschine landen kann (schon mit eigenen Augen gesehen), sollte man das Thema Munition auch als normal sterblicher Schütze mit etwas Ambitionen nicht völlig außen vor lassen. Ausnahmsweise muss es hier nämlich nicht immer nur an einem selbst liegen.


    Apropos, bei meinem Keppeler-Schaft K05 werden 4 Schrauben M5 der Klasse 8,8 verwendet. Die dürften wohl auch für deren GK-Systeme Verwendung finden. Der Schaft ist auch direkt ohne Adapter passend für das eckige Anschütz-System. Die zwei Schrauben für den Diana-Adapter sind allerdings wohl Sonderanfertigungen mit 4er Inbus. Es werden übrigens weder Tellerfedern noch Unterlegscheiben verwendet. Adapter und Schaft bestehen dabei jeweils aus einer ALU-Legierung. Das System ist natürlich aus Stahl.

    Apropopos, ich habe auch schon von Schützen gehört, welch diese Folie bei Anschütz weggelassen haben und so bessere Resultate erzielt haben. Ich vermute mal, wegen der großen Differenzen zwischen den Patronenserien und den Läufen wird man wohl für jede technische Lösung Serien finden, welche gut gehen, wenn der Lauf halbwegs taugt. Bliebe nur noch die Frage, was ist wirklich besser. Ich bin allerdings nicht genug Maschinenbauer, um mir diese Frage umfassend beantworten zu können. Dann wäre da noch dieser O-Ring bei FWB. Ich nenne ihn mal den Barrel Tuner für Arme. Ist ein weites Feld, wenn auch wieder etwas andere Baustelle. :whistling:


    Zu den Preisen: Anschütz ist diesen Dingen oft, mit Verlaub, unverschämt. Auch mit ein Grund, warum die in den letzten Jahren bei mir massiv an Sympathie eingebüßt haben. Diese Schrauben sind, egal welche Güte, Pfennigartikel. Bei anderen Firmen bekam man so etwas zumindest früher umsonst und oft sogar noch frei Haus.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - findet den Gedankenaustausch hier klasse

    Don't Panik!

    Die meisten Schützen ziehen diese Schrauben einfach an, oft auch nur nach Gefühl, und deren Gewehre schießen auch, aber auch nicht immer wirklich gut. Andere wiederum tüfteln auf diesem Gebiet recht viel und wenn die Munition danach dann noch etwas engere Streukreise liefert, kann das schon den einen oder anderen Zehner ausmachen. Bei besserer Schussleistung bleibt halt noch etwas mehr Luft für eigene Fehler.

    Betrachte die Tipps eher als Möglichkeiten, wenn Du mit der Schussleistung nicht zufrieden bist. Testen kannst Du natürlich schon auch aus der Schulter, wenn Du deine Schussbilder so gut beurteilen kannst. Aber verlässlicher ist schon ein Test aus einer Einspannvorrichtung. Es ist natürlich auch so, dass auch die jeweilige Munitionsserie zum Lauf passen muss.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die Zeichnung und Ersatzteilliste von Uwe bezieht sich wohl auf das KK-System von Walther. Durch den Adapter für das Anschütz-System dürfte wohl etwas weniger Platz für die Schraube vorhanden sein. Daher dürfte wohl eher, wie schon von Dir, Michael, vermutet, M5x12 oder durch die zusätzliche Senkung M5x10 passen. Die Schraube darf ja nicht oben aus dem Adapter herausragen und dann gegen das System drücken.

    Aber wegen der Tellerfedern bleibt wohl eh nur der Bezug über einen Fachhändler. Oder Du rufst direkt bei Walther an und lässt Dir die genauen Maße und die Kenngrößen der Teile mitteilen. Frag dann gleich auch nach den Drehmomenten.

    Wie schon gesagt, von der sauberen Schraubverbindung kann auch die Schussleistung abhängen. Deshalb sollten hier schon die richtigen Teile verwendet werden, gehen wir mal davon aus, die Walther-Leute haben sich dabei etwas gedacht. Wobei, kleine Fragezeichen bleiben da für mich schon noch, denn es sieht ja so aus, als hätten sie einfach die Anschütz-Lösung für die Holzschäfte kopiert und da stellt sich halt die Frage, ob das für eine Metallverbindung auch so das Optimum darstellt. Im amerikanischen Forum http://www.targettalk.org/viewtopic.php?t=33473 schreibt der israelische Spitzenschütze und Tüftler Guy Starik, dass er die hintere der drei Schrauben ganz weg lässt und seine KK200 so besser schießt. Aber wie gesagt, er bezieht sich damit auf das Walther-System. Könnte dann natürlich auch auf das Anschütz-System mit dem Adapter zutreffen.

    Im Zweifel in Bezug auf die Schussleistung musst Du halt eine Testreihe mit unterschiedlichen Drehmomenten machen. Das heißt, bei 4Nm anfangen und dann jeweils um einen bestimmten Betrag bis 6Nm erhöhen und dabei schauen, womit sich die beste Schussleistung ergibt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Gut, die Tellerfedern kosten ja auch, wenn auch nicht die Welt. Die sind bei den Holzschäften ja dazu da, die natürlichen Spannungen und Toleranzen dieses Materials auszugleichen. So ein Holzschaft arbeitet halt. Bei Metall sollte das aber im vorliegenden Fall doch nicht nötig sein, oder? Sonst könnte man ja gleich eine Zweipunktlagerung nehmen und sich diesen formschlüssigen Adapter schenken. Nach der mir bekannten Theorie soll doch das (eigentliche System) möglichst starr mit dem Schaft verbunden sein und nur der Lauf frei und dadurch definiert schwingen können. Ich denke mir mal, wenn das Ding hinten auch noch schwingen kann, wird es eher undefiniert. Aber ich bin auf dem Gebiet auch kein Fachmann.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Olivander,

    in diesem Trichter sind halt ein oder mehrere (Knobloch) kleine Löcher. Normalerweise eins in der Mitte und wegen der einfacheren Orientierung auch noch welche kreisförmig darum. Die Schützin kann durch diese nur schauen, wenn der Trichter und damit auch das Glas mittig im richtigen Winkel bezogen auf den Blickwinkel vor dem Auge steht. Eine grobe Ausrichtung kann man so schon im Stand ohne Gewehr vornehmen. Die Feinjustierung, damit man auch genau mittig durch den Diopter schaut, erfolgt dann im Anschlag. Dazu kann es nötig sein, den Diopter etwas nach vorne zu schieben, damit die Schützin dort nicht mit dem Trichter anstößt und dann den Kopf bewusst oder unbewusst weiter hinten auf der Backe platziert. Wird so durch den etwas größeren Abstand auch noch etwas genauer.

    Du machst es also so, wie schon vermutet. Setze Dir den Trichter probeweise mal vor deine Brille oder halte ihn Dir nah vor dein Auge. Dann siehst Du schon, wie es gemeint ist.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Mal eine generelle Frage: Warum arbeitet Walther (und zum Teil ja auch die anderen Hersteller) bei den Alu-Schäften doch wieder mit den Tellerfedern und Puffern? Sollte hier nicht in der Theorie (und auch Praxis) eine starre Verbindung komplett ohne Dämpfungs- und Schwingungselemente, wie man das ja auch bei der nachträglichen Bettung der Holzschäfte anstrebt und wie es ja auch andere Hersteller bei ihren Metallschäften (z. Bsp. Keppeler) praktizieren, besser sein?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Kurze Zwischenfrage: Wieso lag oder liegt die Entscheidung bei Gerhard Furnier? Wir haben doch auch noch einen Bundessportleiter und einen Sportdirektor und auch noch CD? Ok, einen Präsi haben wir auch noch, aber ... .

    Keine Frage, die Entscheidung ist schwierig. Betrachtet man die Ergebnisse, egal ob kurzfristig oder in den letzten Jahren, so ist Sonja auch mit dem LG klar die Nummer Eins. Verständlich, dass ihr da so eine Entscheidung nicht gefällt. Zwei Starts erhöhen ja auch die Chance auf Erfolg, bergen aber auch gerade im Schießsport das Risiko, sollte es im ersten Wettkampf dann nicht laufen, auch den zweiten zu versemmeln. Allerdings muss man aber auch erst mal eine echte Endkampf-Chance bei Olympia haben und da spricht die Form schon für Sonja.

    Vielleicht haben wir, wie hier auch schon angesprochen wurde, ein generelles Problem mit dem richtigen Mindset. Ich verwende hier bewusst den englichsprachigen Ausdruck, da ich den hier einfach passender finde. Vielleicht werkeln gerade auf diesem Gebiet ja auch nicht unbedingt die besten Leute und oder dieser Bereich wird (immer noch) einfach zu wenig und auch zu amateurhaft betrachtet. Hinzu kommt auch gerade in Deutschland noch eine generelle Mentalität, welche den negativen Aspekten oft größere Bedeutung beimisst. Dazu kommen dann noch diese 'schönen' Verrisse von einer sonst eher ahnungslosen und nicht interessierten Presse. Dieser Fall ist ja auch ein klares Beispiel für eine vorrangig negative Grundeinstellung. Besser wäre vermutlich eine rein sportliche Entscheidung und darauf aufbauend dann auch eine nur positive Bestärkung dieser Entscheidung. Wie hört sich dagegen die Aussage an, wonach man die 'zweitbeste' Garnitur vorschickt, weil man der besten Schützin das nicht zutraut?

    Keine Frage, schwierige und wohl auch eher ungünstige Sache. Ich weiß, ich weiß ... .


    Mit hier klar subjektivem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michael,

    so wie auf deiner Abbildung ist es richtig. Die beiden Schrauben für das System sind M6x0,75 Feingewinde. Die Länge muss halt jeweils passen, da das im System ja Sacklöcher sind. Hierkannst Du die Länge grob abschätzen.

    Ein Drehmomentschlüssel macht, wie wegi schon schrieb, hier schon Sinn, weil davon auch die Schussleistung abhängen kann. Vielleicht hast Du ja diesen Pseudo-Drehmomentschlüssel von Anschütz mit den Fingerrillen. Dann brauchst Du aber ein Gegengewicht von 5 bzw. 7kg. Mit etwas Gefühl dürfte es aber erst mal auch so gehen. Wichtiger als der genaue Wert ist die Gleichmäßigkeit. Wenn das Gewehr dann nicht gut schießen sollte, weißt Du ja, woran es liegen könnte.

    Apropos, Du schreibst immer vom Lauf. Das könnte missverstanden werden, auch in Richtung WaffG. Beim Begriff System weiß jeder, was gemeint ist. Soll hier keine Besserwisserei sein, aber einen Lauf darfst Du (in unserem Land) halt ohne Berechtigung nicht wechseln.


    Ergänzung: Die ISK-Schraube sollte eine Senkkopf-Schraube sein, damit sie nicht in die Schiene ragt. Länge dürfte gleich der zweiten sein, wenn die Senkung passt. Wichtig ist halt, dass sie nicht oben wieder aus dem Adapter raus kommt. Ich sehe gerade anhand der Zeichnung, für die beiden anderen Schrauben werden auch noch Tellerfedern benötigt. Am besten, Du besorgst Dir die Sachen gleich bei Walther.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michael,

    ich gehe mal davon aus, Du meinst das runde Anschütz-System, also Match 54 oder 1XXX. Dieses System wird mit zwei Schrauben mit dem Adapter verschraubt, welcher dann mit, ich glaube, 3 weiteren Schrauben mit dem Schaft verschraubt wird.

    Wurde denn der Adapter mitgeliefert? Wenn ja, ist oder war der Adapter denn mit dem Schaft verschraubt? Wenn ja, sind die Schrauben dort möglicherweise schon drin. Der Adapter hat halt, wenn man von oben drauf schaut, die halbrunde Form passend zum Anschützsystem mit dem, ich nenne es mal Klötzchen, für die Nut am System. Davor und dahinter sieht man dann die Bohrungen für die Systemschrauben. Vielleicht sitzen dort ja schon die Schrauben. Die müssen auch jeweils eine passende Länge haben, damit man den Adapter auch in den Schaft einbauen kann.

    Die genauen Längen der Schrauben kann ich Dir nicht sagen, das Gewinde müsste M6x0,75 sein. Vielleicht kann Dir hier ja sonst jemand wegen der Längen weiterhelfen, oder Dur fragst direkt bei Walther nach. Auf deren Seite findest Du auch eine bescheidene Zeichnung nebst Ersatzteilliste. Walther verwendet bei dem Adapter auch noch zwei Passscheiben und Puffer. Anschütz empfiehlt ein Anzugsmoment von 5 bzw. 6Nm (Alu). Wie Walther das sieht, weiß ich nicht. Auf jeden Fall sollten die Schrauben gleichmäßig angezogen werden.

    Oh, ich lese gerade, wegi82 war schneller. Egal! ISK --> Innensechskant?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Möglicherweise auch nicht die schlechteste Idee angesichts der Tatsache, dass schon etliche Bürger ob ihrer Ahnungslosigkeit und Gutgläubigkeit gerade bei diesen Dingen teures Lehrgeld zahlen mussten. Am bestem war da wohl immer noch der Fall mit dem Lehrer, welcher nach 20 Jahren eine bei der Bundeswehr geklaute .308 Patrone zur Polizei brachte und dann wegen dem Hartkern (Kriegswaffenkontrollgesetz) zu, ich glaube 2800 EUR verknackt wurde. Wobei man speziell in diesem Fall auch wohl den Spruch mit der Dummheit und der Strafe bringen könnte. Tun wir hier aber natürlich nicht. ;)

    Noch besser wäre es allerdings, das Gesetz würde für solche Fälle radikal entschärft und die Behörden könnten und würden hier honoriger vorgehen. Schließlich gibt es auch wirklich gefährliche Funde und die Bürger sollten solche Sachen auch ohne Angst vor Repressalien melden können.

    Aber wie gesagt ... .


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Karl,

    nicht direkt eine Ausnahme. Das ist regional sehr unterschiedlich. In unserer Gegend (NRW) wird der König fast immer durch das traditionelle Vogelschießen ermittelt. Es gibt also nur einen König und in etlichen Vereinen war es zumindest bis vor einiger Zeit auch noch so, das nur männliche Teilnehmer am Schießen teilnehmen durften. In manchen dieser traditionellen Vereine waren oft eh nur Männer (und junge Burschen) als Mitglieder vorgesehen. Frauen, welche selbst die Königswürde erringen, sind jedenfalls immer noch die Ausnahme. Dessen männlicher Begleiter wird dann oft als Prinzgemahl bezeichnet. Es ist übrigens eher üblich, dass die Königin oder dieser Prinzgemahl eben nicht die wirklichen Ehe- oder Lebenspartner sind, sondern nur für diesen Anlass auserkoren werden. Deshalb ist auch die Sache mit der Ehe als Sakrament kein wirkliches Argument und deshalb hätte man in diesem besagten Fall wohl auch mit etwas gutem Willen eine unproblematischere Lösung finden können, sage ich jetzt mal ganz wertfrei.

    Bene liegt aber wohl auch mit seiner Anmerkung richtig, dass der König und sein Partner hier wohl nicht wirklich die treibenden Kräfte waren. Es gab ja auch schon letztes Jahr vom Verband her eine Art salomonische Lösung, mit das Paar wohl auch keine Probleme gehabt haben soll. Der Aufstand scheint hier wohl eher von anderen Seiten geprobt worden sein, wobei ich nicht weiß, wie die Sache intern von Seiten des Verbandes dargestellt und behandelt wurde. Jedenfalls gab es erst jetzt wohl so eine Art Delegiertenversammlung und da haben eben dann diese Delegierten fast geschlossen den jetzigen Beschluss gefasst. Hier sind wohl zwei sehr polarisierende Sichtweisen aufeinander gestoßen und jede Seite wollte es wohl ganz genau wissen. Muss nicht immer gut sein.

    Nur zur Information, der BHDS ist auch ein anerkannter Schießsportverband. Der BHDS ist aber nicht der WSB oder RSB und auch nicht der Sauerländer Schützenbund. Und für unsere Mädels hier, es handelt sich immer noch um den selben Fall wie schon letztes Jahr.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - nicht im BHDS - kennt aber auch ein paar Brüder


    Apropos, es geht übrigens auch so. Dürfte aber wohl auch nicht wirklich jedem gefallen haben. 8) Wobei, die Königin hat schon was. Wenn ich mal groß bin ...

    Hallo Freunde,

    manchmal macht es ja Sinn, Sachen einfach so im Raum stehen zu lassen. In diesem Fall aber aus meiner Sicht wohl eher nicht, denn solche Überempfindlichkeiten sind durchaus auch dazu angetan, zukünftige Diskussionen zu ersticken bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen.

    Der Kreis derjenigen, welche sich hier zu Wort gemeldet haben, ist ja überschaubar und auch nachlesbar. dingo hat hier von Nutzern im Plural geschrieben, dabei aber scheinbar wohl nur den User Karl im Visier gehabt. Zugeben, der pauschale Satz von Karl mit der vermeintlichen Erhabenheit der Schützen ist schon etwas despektierlich für einen Schützen. Ich gehe aber in diesem Fall davon aus, dass Karl den Satz gar nicht so speziell auf den Fall hier bezogen hat, sondern allgemein und auch an ganz andere Schützen adressiert. Egal, wer bei einer öffentlichen Diskussion meint, er müsse sich solche Schuhe anziehen, der soll das auch tun, sich aber nicht beschweren. Jedenfalls kann man aus der allgemeinen Formulierung keinen Angriff auf die Glaubwürdigkeit von Bene oder dessen Vater ableiten und der gut gemeinte Hinweis auf eine mögliche Täuschung war ganz sicher nicht despektierlich gemeint, hier aber richtig und auch wichtig.

    Was bleibt also von dingos Forderung nach einer Entschuldigung*, verquickt mit dem Wort Rückgrat und dazu noch im Plural formuliert? Wer soll sich also für was entschuldigen?

    Wenn man sich auf eine konkrete Person bezieht, sollte man das auch so schreiben. Aber auch das wäre hier schon etwas weit hergeholt. Alles andere ist eben Quark und im Gegensatz zur unterstellten Absicht auch nicht wirklich der Umgangskultur in einem Forum dienlich. Wie sieht es denn im Vergleich aus, wenn schon allgemein formulierte Sätze wie der von Karl als persönlicher Affront gesehen werden, gleichzeitig aber Diskussionsteilnehmer einer überschaubaren Runde im Plural und mit Hinweis auf Rückgrat zu einer Entschuldigung aufgefordert werden, sich diesen Schuh dann aber doch nicht anziehen sollen, weil ja gar nicht so gemeint. ?(

    Lieber dingo, von mir aus kannst Du den ganzen Mist auch löschen, dann aber bitte auch inklusive deines hier wirklich überflüssigen Absatzes.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    * Apropos, wo wir schon dabei sind: Man kann sich selbst gar nicht entschuldigen, auch wenn das heutzutage sogar schon (ehemalige) Bundespräsidenten so meinen tun zu müssen. Klugscheiß-Modus aus.