Beiträge von Murmelchen

    Hallo Sarah,

    es ist zumindest gesetzlich nicht völlig ausgeschlossen, auch bei so einer Veranstaltung mit dem LG zu schießen. Ihr müsst natürlich einen (mobilen) Stand errichten und den auch abnehmen lassen und ihr braucht auch die Erlaubnis eurer Behörde. Ein Stand ist bei LG aber durchaus machbar, z. Bsp auch in Form von Stellwänden oder sogar durch Vorhänge aus entsprechendem Material. Vielleicht habt ihr ja bei euch einen entsprechenden Sachverständigen, der euch beraten kann und etwas Wohlwollen seitens der Behörde (bei euch KPB) ist natürlich auch nötig. Wenn man bei euch mit den zuständigen Sachbearbeitern reden kann, dann stehen die Chancen gar nicht so schlecht. Für die Altersgrenzen gibt es auch Ausnahmen, sogar pauschal.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo MichaelB,

    eine SCATT-Anlage kann man aber nicht mit einer elektronischen Scheibe wie der von Meyton vergleichen. Eine SCATT-Anlage erreicht aufgrund des Messverfahrens nie die Genauigkeit einer elektronischen Scheibe. Da sind durchaus Abweichungen von der realen Trefferlage möglich. Man justiert eine SCATT-Anlage ja auch und schon dieses Prinzip macht ja auch deutlich, dass keine absolute Genauigkeit zu erwarten ist. Das ist aber auch nicht weiter problematisch, denn es geht dabei ja auch eher um den relativen Bewegungsablauf und der wird auch hinreichend genau wiedergegeben.

    Man kann diese Abweichungen auch gut sehen, wenn man mal eine SCATT-Anlage vor eine elektronische Scheibe stellt und dann darauf schießt.

    Eine elektronische Scheibe muss hingegen eine gewisse Genauigkeit einhalten, sonst macht das ja auch keinen Sinn. Die Meyton-Anlage misst ja bekanntlich über gestaffelte Lichtschranken. Mögliche Fehlerquellen wären hier neben Verschmutzungen, welche die Anlage ab einem bestimmten Grad ja selbst erkennt, auch störende Lichtquellen.

    Um wirklich zu überprüfen, ob die Anlage im Rahmen der Toleranzen richtig misst, muss schon ein gewisser Testaufwand betrieben werden. Beim Test mit einem eingespannten LG ist dabei darauf zu achten, dass dass Gewehr auch wirklich lotrecht zum Messrahmen positioniert wird. Dann kann man das Schussbild auf der Kontrollscheibe mit den gemessenen Werten vergleichen.

    Apropos, gibt es bei Meyton nicht auch die Möglichkeit, sich den Geschossdurchmesser anzeigen zu lassen? Daraus ließen sich doch schon Rückschlüsse auf die Messgenauigkeit schließen.


    Man muss aber auch berücksichtigen, dass eine elektronische Scheibe aufgrund des deutlich höheren Kontrasts (schwarz/weiß) gegenüber herkömmlicher Scheiben (grau/gelb) von vielen Schützen anders wahrgenommen wird. Wenn jemand immer nur auf herkömmliche Scheiben schießt, dann kann es gut sein, dass er erst mal sein eigenes Abkommen auf einer elektronischen Scheibe anders wahrnimmt. Hilfreich kann deshalb auch die Wahl einer anderen Korngröße sein oder die Verwendung von Filtern.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo wegi82,

    in der DSB SpO steht kein Maß. Es gibt nur diese Zeichnung und auf der ist ein klar sichtbarer Abstand zum Hosenbund zu erkennen. Das gleiche gilt auch für das offizielle Rule Book der ISSF. Klar sichtbarer Abstand heißt klar sichtbarer Abstand. Da es aber wieder mal schlaue Schützen und Hersteller gab, die die Teile eben bis zum Bund führten, wohl auch mit Hintergedanken, gibt es jetzt von der ISSF eben ein festes Maß. So läuft das immer.

    Wenn man aber die 150mm als Maß nimmt, dann geht das zur Zeit nur, wenn man sich auf den ISSF-Zettel beruft. Nur werden eben Deutsche Meisterschaften bisher immer noch nach SpO geschossen und eben nicht direkt nach ISSF-Regeln. Es steht nirgends in der SpO, dass wenn sich keine passende Regel in der SpO finden lässt, dass dann automatisch die Regeln der ISSF gelten.


    Dieses und auch die Bewertung dieser Zettel-Geschichten ist aber nur meine ganz persönliche Meinung, mehr nicht. Du spricht übrigens genau das Problem mit dem Zetteln an. Bis die von Flensburg bis Garmisch jeder Kreissportleiter hat, vergehen oft Jahre. Und dann braucht es ja bei vielen auch oft noch mal so lange, bis die Zettel auch richtig verstanden worden sind.


    Apropos, diese 150mm sind eh so eine Sache. Es ist schon ein Unterschied, ob man jetzt Kleidergröße 60 oder 36 trägt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Krümel,

    es gibt nicht nur diese Riemen mit dem Schlitz. Manche Schießriemen wie der AKAH Logic Belt haben eine feste aushängbare Aufhängung, welche man sogar noch unterschiedlich an der eigentlichen Armschlinge befestigen (schrauben) kann. Damit kann man dann auch den so- und oft genannten Zug von Außen regulieren.

    Wobei ich ja die Auffassung vertrete, dass man das nur dann machen sollte, wenn man Probleme mit der Pulsschlagübertragung hat. Rein physikalisch ist eine 'neutrale' Position des Schießriemens besser, weil so die Kräfte im Gleichgewicht sind und so nicht das bei nicht ganz so gut sitzenden Jacken übliche Problem auftritt, das es einem die Jacke dann über die Schulter und um den Arm zieht.


    Aber sonst ist so ein Schießriemen mit so einer leicht lösbaren Aufhängung schon ganz praktisch, insbesondere wenn man auch Dreistellung schießt.

    Hier auf der Seite von Kenneth Nielsen sieht man sehr schön, wie das mit dem Logic Belt so funktioniert.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die Popoflecken werden dann beanstandet, wenn sie bis zum Hosenbund reichen. Aber ich wüsste jetzt nicht, woher diese 150mm kommen sollen. Gibt es da einen ISSF-Zettel?

    Der letzte Absatz, auf den Du dich beziehst, ist wie gesagt nur meine unmaßgebliche Meinung. Es gibt ja leider schon diese Zettel, auch z. Bsp. in Sachen Optik mit den 0.75 Dioptrien. Ich muss es aber nicht gut finden und ich kann das auch begründen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ne, es gibt in der DSB SpO auch nur diese Zeichnung wie im Rule Book. In der SpO steht ausnahmsweise sogar mal etwas weniger drin, da dieser Hinweis mit der maximalen Breite und Länge sogar fehlt.

    Apropos, nach meiner allerdings unmaßgeblichen Auffassung haben solche zusätzlichen Zettelwerke, insbesondere dann, wenn sie über die Interpretation und Auslegung der SpO hinausgehen, keine Relevanz. Maßgeblich bleibt die Sportordnung. Wenn man das nämlich anders handhabt, hat man irgendwann nur noch Chaos.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Chrissy,

    zu deiner Frage ein ganz klares Ja.

    Es kommt immer darauf an, dass die Kraftwirkung beim auslösen geradlinig nach hinten zeigt. Das geht auch, wenn das Züngel etwas schräg steht, aber das Risiko, dass man dann schräg zieht, ist größer. Ich würde deshalb auch eher dazu raten, das Züngel gerade zu lassen, dafür aber die Handhaltung anzupassen, notfalls sogar den Griff. Es besteht auch die Möglichkeit, den Triggerstop wegzulassen. Manche Schützen kommen ohne besser zurecht.

    Gerade bei KK kannst Du solche Fehler gut erkennen, wenn Du mal folgende Übung machst. Lass Dir von einem Kameraden das Gewehr laden, und zwar wahlweise auch mit leeren Hülsen.


    Apropos, wolltest Du nicht heute LM schießen?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    http://forum.waffen-online.de/index.php?showtopic=423268

    Diese Nummer unserer 'Qualitätspresse' in Zusammenspiel mit einer scheinbar auch nicht wirklich besseren Staatsmacht finde ich fast noch heftiger. Aber bitte (ausnahmsweise) den ganzen Beitragsstrang lesen. Zumindest überfliegen.

    Und ja Karl, es ist ein Unterschied, ob man diese fast schon flächendeckende Art der höchst manipulativen Berichterstattung macht oder zulässt, oder ob man sich darüber (noch) echauffiert und versucht, diese zumindest ansatzweise zu entlarven.

    Ja, es gibt in diesem unseren Lande ein höchst übles Wechselspiel zwischen der Politik und den Medien.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo happyshooter,

    wir schweifen zwar jetzt etwas ab, aber egal, wie ist das denn bei euch in der Schweiz mit den ISSF-Regeln? Werden die 1:1 umgesetzt oder habt ihr auch wie wir in Deutschland eine eigne SpO mit zumindest teilweise Abweichungen und Ergänzungen?

    Bei uns werden solche klar sichtbaren Regeln wie das mit den Taschen schon auf den Kreismeisterschaften beanstandet, aber eben auch nicht immer und dadurch oft auch ziemlich willkürlich. Da hat es schon oft Dramen gegeben, weil z. Bsp. Schützen irgendwelche völlig unwichtigen Kanten an den Gewehrschäften (zu Nussbaumzeiten) wegschleifen mussten oder dergleichen. Richtige Bekleidungskontrollen mit Messungen der Dicke und Steifigkeit gibt es aber auch erst bei der Deutschen Meisterschaft und in den olympischen Disziplinen und Klassen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Irgendwo gibts hier den Thread dazu.


    Bekenne mich schuldig.

    Wobei man fairerweise sagen muss, nicht immer sind nur die Funktionäre die Schuldigen, wenn es um Regeländerungen oder Verschärfungen geht. Ich vermute mal stark, die Sache mit der Tasche rührt auch daher, weil es wohl immer wieder Schützen gegeben hat, die da irgendwelche Sachen reingestopft haben, um sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen. Ganz früher, als noch zwei Taschen erlaubt waren, war das jedenfalls Usus, z. Bsp. in Form von Brieftaschen, Portemonnaies oder sogar extra angepassten Klötzchen zur Unterstützung des Stützarms.


    Aber ich mag es auch nicht, wenn ich mir eine teuer erworbene Ausrüstung zerschneiden oder dergleichen muss.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die Sache ist ja noch viel komplizierter.

    Da sich ja nicht wenige Herren der Schöpfung regelmäßig genau wegen dieser Waffen der Frau zum Affen machen,

    braucht da Frau dann nicht auch noch einen Affenschein?


    Mit besten Schützengruß

    Frank - der Clown war heute Morgen echt lecker


    Dieses Gesetz regelt den Umgang mit Affen oder Kokusnüssen unter Berücksichtigung der Belange der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

    Ja, dass das hier nur Vermutungen sind ist mir klar^^ Aber selbst die haben mir heute schon so viele Denkanstöse an Fehler gegeben, die ich vorher gar nicht wahrgenommen habe.


    Unsere Wahrnehmung (subjektiv) ist immer sehr unmittelbar mit unserem Wissensstand verknüpft. Das Wissen und auch die Erfahrung wächst mit der Zeit und dieses Wissen kann dann auch helfen, sich weiter zu verbessern, darf dann aber auch nicht dazu führen, dass man dann überall nur noch Probleme sieht. Wenn keine Probleme da sind, sollte man sich auch keinen Kopf machen. Es ist im Prinzip sogar oft viel besser, wenn man recht unbekümmert schießen kann. Wenn dann aber doch kleine Probleme auftreten, sollte man so systematisch wie möglich vorgehen, um sich nicht zu verzetteln. Der Reflex mancher Schützen, dann erst mal massive Veränderungen am Anschlag vorzunehmen, führt jedenfalls mit schöner Regelmäßigkeit direkt ins Chaos und am Ende landet man dann oft doch nur wieder bei der Ausgangslage.

    Wünsche Dir jedenfalls auch weiterhin viel Erfolg.

    Zum Thema Jackentausch: Es ist nach SpO nicht zulässig und auch wenn es keine Bekleidungskontrollen gibt, so könnten es doch Aufsichten, Kampfrichter oder sogar nicht ganz so wohlwollende Konkurrenten mitkriegen.

    Apropos, lange Arme müssen gar kein so großer Nachteil sein, im Gegenteil. Du liegst damit in der Regel dann nicht zu flach (30 Grad Winkel SpO) und kannst damit auch mit der Stützhand noch recht weit vorne am Schaft greifen, um so auch gut Druck in die Schulter zu bekommen. Auch kannst Du dann deinen Anschlag auch recht gradlinig hinter dem Schaft wählen ohne großen Auslagerungswinkel, welcher dann für das saubere Sprungverhalten und die Krafteinleitung in die Schulter und damit auch auf den Körper bei KK hilfreich sein kann. Wenn Du die Schulter schön gerade mehr oder weniger rechtwinklig hinter das Gewehr bekommst, so springt die Mündung in der Regel auch gleichmäßiger, was wieder der sauberen Gruppierung der Schüsse zugute kommt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Yessy,

    vorab, Dir ist sicher klar, dass diese Anmerkungen hier immer nur Vermutungen sind. Im Grunde ist es nicht wirklich möglich, jemandem konkrekt zu helfen, wenn man ihn/sie nicht wirklich im Anschlag und bei der Schussabgabe über einen längeren Zeitraum beobachten kann und auch direkt auf dem Stand keinen Dialog führen kann. Deshalb verstehe das Gesagte hier auch eher als Anregungen, welche Du mal (zusammen mit deinem Trainer) beachten könntest. Und es gibt im Schießsport auch nicht nur den einen Weg. Schau Dir dazu mal die Anschläge der internationalen Spitzenschützen an. Immer wenn Du meinst, ein besonders schräges Modell gefunden zu haben, kann es gut sein, dass der/die dann den Wettkampf gewinnt. ^^

    Aber wenn Du sagt, dass Du auch oft mit dem LG Liegend diese Probleme hast, dann könnte es (neben Ziel- und Abzugsfehlern) auch an deiner noch nicht richtig ausgeprägten (oder zuwenig beachteten) Nullstellung liegen. Überprüfe diese mal vor jedem Schuss. Du atmest also aus und schaust dann, wie präzise sich das Korn ins Ziel hebt. Normal sollte es nämlich so sein, dass Du mit der Mündung leicht unter der Scheibe, dem Spiegel stehst, und dann durch Ausatmen (nicht Auspressen und Pumpen) ins Ziel gehst. Achte dabei bewusst auf die Entspannung deiner Muskulatur, insbesondere im Stützarm und auch in der Schulter und löse auch mal deine rechte Hand (Abzugshand) vom Griff. Sollten noch Abweichungen vom Ziel vorliegen, dann korrigiere das behutsam durch den Aufsetzpunkt des rechten Arms. Etwas vor kommst Du weiter nach links, etwas zurück weiter rechts, etwas weiter nach außen kommst Du höher und etwas mehr zum Körper kommst Du tiefer. Das geht aber nur in ganz kleinen Schritten. Bei größeren Abweichungen von der Scheibe musst Du deinen gesamten Anschlag korrigieren.

    Ich schreibe das deshalb, weil ein modernes LG weniger kritisch auf variierende Kräfte und Drücke, welche auf das Gewehr wirken, reagiert, als ein KK, aber eben eine falsche durch Kräfte korrigierte Nullstellung doch auch Auswirkungen hat, weil sich diese Spannungen dann in der Regel bei der Schussabgabe lösen und das Geschoss dann eben in Richtung tatsächlicher Nullstellung abgelenkt wird. Das Geschoss braucht ja immer eine gewisse Zeit, bis es den Lauf verlassen hat. Wichtig ist deshalb auch das Nachhalten, also schauen, wie beim KK die Mündung springt und ob sie danach auch wieder im Ziel landet und beim LG, ob sich da etwas rührt und ob Du auch nach Schussabgabe noch richtig sauber im Ziel liegst. (FWB KKs springen fast immer etwas komisch).

    Obwohl, 575 mit dem KK ist schon ein Wort. So ganz viel kannst Du da gar nicht mehr falsch machen. :)


    Mit beste Schützengruß

    Frank

    Mitschrift 217. Sitzung des Bundestages (23.04.2009):


    MDB Reinhard Grindel (CDU):

    Die Angehörigen der Opfer von Winnenden seien in allen Belangen mit
    einzubeziehen.
    Grindel weist darauf hin, dass die Schützenvereine in seinem Wahlkreis eine wichtige Arbeit
    leisten, erkenne aber die Erforderlichkeit von Großkaliber nicht.
    Grindel spricht sich für GK ab 18 aus. Er begrüßt die Bereitschaft des DSB zu einem
    diesbezüglichen Kompromiss.
    Grindel spricht sich für „biometrische Waffenschränke“ aus [keine Andeuting in Bezug auf
    Sperrsysteme]
    Grindel begrüßt den Konsensus des dt. Jagdschutzverbandes und des DSB bei
    verdachtsunabhängigen Kontrollen.
    Eine Überprüfung des waffenrechtlichen Bedürfnisprinzips sei erforderlich.
    Die Einführung des zentralen Waffenregisters sei zu beschleunigen.

    Ich sagte ja schon, der scheint mir eher 'geschmeidig' zu sein.


    MDB Gabriele Fograscher (SPD)

    * Waffenregister sollten in Verbindung mit potentiell bedenklichen Äußerungen von
    Waffenbesitzern geführt werden.
    * Kontrollen von Aufbewahrung und Transport sind notwendig. Mit der waffenrechtlichen
    Erlaubnis solle die Einverständniserklärung zu Kontrollen verbunden werden. Der
    DSB stütze dies.
    * Erneute Bedürfnisprüfungen auch über den Zeithorizont von drei Jahren hinaus.
    * Keine zentrale Lagerung
    * Verbot von großkalibrigen Kurzwaffen, es gebe dazu kein gesellschaftlich anerkanntes
    Bedürfnis.
    * Biometrische Sicherung in Patronenlager und Lauf, was höchte Sicherheit garantiere
    [hier wurde eindeutig auf Armatix rekurriert].
    * Verbot von gefechtsähnlichen Schießsportarten wie IPSC und Westernschießen.
    Hier gehe es um die Nachstellung von Kampfsituationen.
    * Verbot von Paintball/Gotcha

    Dazu jetzt kein Kommentar, aber ich gestehe auch Abgeordneten eine gewisse Lernfähigkeit zu. Ach was, ich erwarte sie geradezu, bin aber in dieser Beziehung leider auch schon zu oft enttäuscht worden. Und ich bleibe auch dabei, wirklichen Einblick in den Schießsport hat dort kaum jemand, sonst würden die Urteile darüber anders ausfallen.


    Apropos, bei halbwegs normaler Intelligenz dürften doch heutzutage schon ein paar Stündchen Internetrecherche reichen, um die gröbsten Klopfer zu vermeiden, oder? Manche mutieren dadurch ja sogar auch ganz schnell zu 'ausgesprochenen' Experten.


    @Karl

    Noch stärker. Herr Grindel hat ja in der Sache, obwohl überhaupt nicht Thema der Sitzung, den Kohlheim fast schon angegangen.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die ekelhafte Mentalität einiger Sportschützen vermeintliche „Abweichler“ müssten bedroht, verleumdet oder gedemütigt werden, wird scheinbar sogar unterstützt.


    Mit Verlaub, woran willst Du denn diese Mentalität festmachen. An den dummen Sprüchen einiger weniger dummer anonymer Schreiber im Internet, von denen etliche wohl eher vom Schusswaffenbesitz träumen denn sonst.

    Wie wichtig gerade dieses Thema ist, zeigen auch die Fragen des CDU-Manns Grindel in der Anhörung des Innenausschusses. Wahrscheinlich bezieht sich Carcanos Hinweis mit der vermeintlich hohen Sachkundigkeit der Abgeordneten auch auf den, nur ist Herr Grindel wohl auch eher ein (flexibler) Anti, auch wenn er sich der Mitgliedschaft in mehreren Schützenvereinen rühmt. Und so jemand stellt die Frage nach den Lichtgewehren nicht ohne Absicht. Wenn es um Verbote geht, dann sollte eigentlich klar sein, dass diese Lichtgewehre eben nicht als nette Ergänzung gesehen werden, sondern ganz klar als Ersatz.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hi Yessy,

    zusätzlich zu den von Carcano genannten Übungen mach auch mal folgenden Test. Lege Dich hin, richte Dich ein, schieße dann 5 Schuss und steh danach wieder komplett auf. Wiederhole diesen Ablauf 8 oder 12 mal. Mach das jeweils mal mit und ohne Scheibenbeobachtung. Dann gibt es auch noch die Möglichkeit, dass Du Dir jemanden mit Spektiv suchst, der deine Schüsse beobachtet und dem Du dann jeweils sagst, wo der Schuss liegt und ob er gut war. Bei elektronischen Scheiben braucht man natürlich dazu nur den Monitor zu drehen.

    Neben nicht passender Munition sind es im Grunde drei Bereiche, welche zu Fehlern führen können. Zielfehler durch Variationen der Kopfhaltung und durch zu langes Zielen, Abzugsfehler und am wahrscheinlichsten, oft nur minimale Veränderungen im (äußeren und inneren) Anschlag, welche dazu führen, dass die einen Serien passen, dann aber eben auch wieder nicht.

    Etliche Schützen lassen das Gewehr deshalb auch zwischen den Schüssen in der Schulter, aber wenn man dann nicht ohne große Verrenkungen die Patronen einführen kann, dann verdrückt man sich so viel im Anschlag, dass es auch wieder falsch ist und man dann aufgrund der Überdehnung des Materials und des Körpers immer tiefer sinkt und dann im schlimmsten Fall sogar mit Kraft die Höhe stützen muss. Oft sogar unbewusst, weil dieser Prozess ja oft nahezu unmerklich geschieht. Hingegen, wenn man das Gewehr zwischen den Schüssen immer aus der Schulter nimmt, gibt man dem Material und dem Körper Gelegenheit zur Entspannung und schafft so bei immer wieder sauberem Einsetzen die besten Voraussetzungen für gleichmäßige Verhältnisse.

    Also, gerade das Liegendschießen lebt von der Wiederholgenauigkeit des Anschlags. Da ist oft nur ein ganz schmaler Grad, der dazu führt, ob man saubere Gruppierungen produziert oder in der Neun rumstochert.

    Zum Schluss noch ein Tipp. Solltest Du das Gefühl haben, mal wider nur zu 'stochern', dann steh einfach auf und leg Dich noch einmal neu hin. Auch und gerade im Wettkampf. Schaden kann es nicht viel, jedenfalls dann nicht, wenn dein Anschlag schon so stabil ist, dass sich dann bei Dir bedingt durch variierende Kräfte im Anschlagsaufbau nicht mehr groß die Trefferlage ändert. Dabei hilft Dir dann auch die von mir weiter oben genannte Übung.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank