Beiträge von Murmelchen

    Auch wenn Wikipedia sicher nicht das Maß aller Dinge ist, so beschreibt die folgende Seite doch ganz gut den Begriff "Sport".

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sport

    Speziell beim Schießsport tun wir uns ja auch schon schwer, eine (allgemeingültige) Grenze zwischen Breiten- und Leistungssport zu ziehen. Und was ist mit dem Profi-Sport?

    Und dann wäre da ja auch noch Fritzchen, der meint, da man sich ja beim Schießen gar nicht bewege, wäre das auch gar kein Sport. :wacko:


    Klar ist aber auch, das gerade beim Scheibenschießen der Leistungsgedanke fast immer eine gewisse Rolle spielt, da man ja immer ein (auch vergleichbares) Ergebnis erhält. Da ist dann auch der Wettkampfaspekt, also der sportliche Vergleich (auch mit anderen) nicht mehr weit.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Mit Verlaub, meine Freunde, ich finde hier einige Aussagen und ganz besonders deine, Herr Franke, ganz schön anmaßend.

    Es ist völlig legitim, den Schießsport auch mehr aus der Sicht des Breitensports zu sehen. Es kann durchaus gute Gründe dafür geben, in einer anderen Klasse starten zu wollen. Vielleicht schon deshalb, weil dort auch die Vereinskameraden schießen und man so auch in einer Mannschaft schießen könnte. Oder auch nur gemeinsam mit ihnen zur Meisterschaft fahren. Es muss auch nicht immer völlig logisch sein. Aber auch die Argumentation von timmcilrath kann ich nachvollziehen. Aber abgesehen davon, er muss seine Vorstellungen gar nicht begründen!

    Ihr werdet es euch vielleicht nicht vorstellen können, aber es soll sogar Schützen geben, welche die Quali zur Deutschen locker schaffen, aber trotzdem regelmäßig auf eine Teilnahme (aus den unterschiedlichsten Gründen) verzichten.


    Leben und leben lassen. Und manchmal kann der Stadtmeistertitel durchaus wichtiger sein als die Teilnahme an der DM.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    :D Hoffe da bin ich nicht gemeint?


    Auf keinen Fall! Für solche Erkenntnisse reiche ich mir selbst als Anschauungsmaterial völlig aus. ^^

    Ernsthaft, das, was Du beschreibst, ist ja für Dich auch zutreffend. Nur darf man es aber auch nicht verallgemeinern und vielleicht fehlt Dir ja bisher auch nur jemand, der Dir hilft, das Potenzial der Gewehre richtig auszunutzen.

    Unser Dingo hat hier ja auch schon ein paar interessante Erfahrungen bei seinem Umstieg vom Anschütz 2002 zur Walter LG400 geschrieben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    es gibt etliche Schützen, die korrigieren die Höhe nur über die Schaftkappe. Dazu ist auch, außer man schießt auf extremen Ständen, die dann aber auch schon meistens außerhalb der Vorgaben liegen, gar nicht so viel Verstellweg nötig. Aber ich neige, ähnlich wie der Knappe auch dazu, diese Korrektur über die Position des Handstops zu machen. Meine Grundposition ist die vom Boden aus mit Mündung leicht nach oben hin. Wenn die Scheiben zu hoch hängen, nehme ich eine zusätzliche Matte für die Arme. Auf Pritschen kommt der Handstop dann etwas weiter vorne hin. Wenn ich die Kappe hinten verstelle, habe ich immer ein etwas ungutes Gefühl, weil das ja auch zu einer leicht anderen Kopfposition führt. Aber es gibt, wie schon gesagt, auch Argumente für das Verstellen der Kappe. Es gibt auch Schützen, die nutzen bei extremen Abweichungen auch beide Verstellmöglichkeiten, da dann zusammen die Abweichungen nicht so groß sind. Man kann sich dabei aber auch leichter verzetteln.

    Zum Thema Wind: Ich verfüge da selbst nur über sehr wenig Erfahrungen und kenne (außer München) auch nur einen weiteren Stand, wo das ein Problem sein kann. Auch wenn ich die Theorie des Schießens bei Wind so halbwegs kenne, hat das bewusste Korrigieren bei mir bisher immer direkt zum Chaos geführt. Ich habe mir dann bisher so geholfen, bei klar wahrnehmbaren Böen auf die Schussabgabe zu verzichten, sonst aber ganz normal (etwas schneller) zu schießen. Sicher nicht perfekt, aber für mehr reichen meine Fähigkeiten (bisher) nicht aus.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Reinhold,

    So lasst euch nicht von diesem Technikwettlauf der Waffenhersteller verwirren. Mit Absorber oder ohne - wenn deine Schiesstechnik stimmt kann man auch mit einen alten Feinwerkau 600 noch Top Ergebnisse erziehlen.


    kann man sicher, wenn auch nicht jeder. Es ist aber trotzdem schwieriger, da ein modernes LG eine deutlich kürzere Schussauslösezeit, einen geringeren Restimpuls und auch besser an den Schützen anpassbare Einstellmöglichkeiten bietet. Wir Menschen unterscheiden uns alle nun mal ganz gewaltig in unserer Anatomie. Damit meine ich jetzt nicht nur so ganz offensichtliche Merkmale wie Körpergröße und Gewicht. Vermesse mal nur die Arme von ein paar Schützen, auch die jeweilige Länge und das Verhältnis von Unter- zu Oberarm. Oder die Position der Hüfte dazu.

    Siehe dazu auch meine Anmerkungen zur Ergebnisentwicklung in den letzten 30 Jahren.


    Aber Fakt ist auch, treffen muss der Schütze immer noch alleine. Und auch so ein Schütze ist immer noch ein sehr subjektives und manchmal sogar auch ein sehr komisches Wesen. :D

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    ich möchte euch ja nur ungern unterbrechen, aber hier werden einige Dinge ganz gewaltig durcheinander geschmissen und zusätzlich auch noch mit klaren Falschaussagen garniert. Leider zieht sich das schon durch den ganzen Beitragsstrang.

    Wenn man bei der vorliegenden Fragestellung zu vernünftigen Aussagen bzw. zu einer Bewertung kommen will, dann ist es zwingend nötig, die Technik der LGs / LPs und die zugrunde liegende Physik und das daraus resultierende Verhalten der Waffen bei der Schussabgabe völlig getrennt vom Schützen und dessen Wahrnehmung zu betrachten. Die aktuellen LGs verhalten sich unterschiedlich bei der Schussabgabe und trotz Absorber usw. ist auch bei allen immer noch ein, wenn auch nur minimaler Restimpuls vorhanden. Das kann man messen und auch wahrnehmen, wenn auch nicht jeder dazu in der Lage ist. Aber ein 390+ Schütze muss man dazu sicher auch nicht sein.

    Es gibt bei den Schützen (auch im Spitzenbereich) kühle Techniker, aber auch ausgesprochene Bauchschützen. Wenn man einem Bauchschützen ein Gewehr gibt, welches von der Charakteristik und den Einstellungen her mehr oder weniger stark von seiner bisherigen Waffe abweicht, so kann es durchaus gut sein, dass er damit erst mal große Schwierigkeiten bekommt.

    Welche Auswirkungen die Technik auf die Ergebnisse der Schützen hat, kann man sich leicht selbst beantworten, wenn man dazu mal die Ergebnisse der letzten 30 Jahre sowohl in der Spitze als auch in der Breite vergleicht.

    Zu den Falschaussagen: Kein LG dieser Welt hält die 10,9!


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ein sehr schöner Artikel!

    Wobei ist jetzt aber mal stark davon ausgehe, dass dieser Bericht von einem Insider verfasst wurde, oder? Ich kann mir nämlich (auch aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen) nicht wirklich vorstellen, dass ein von der Sache völlig unbeleckter Schreiberling das so hinkriegt, egal wie ausführlich man es ihm erklärt. Was der Sache natürlich keinen Abbruch leistet, im Gegenteil.

    Der Artikel zeigt jedenfalls, wie ein guter Bericht aussehen kann. Und wenn man dann noch das Glück hat, dass die Zeitung nicht auch noch auf die (fast immer dumme) Idee kommt, ein solches Werk auch noch durch einen Praktikanten oder so zu redigieren, dann können wir in der Zeitung auch mal solch schöne Berichte über unseren Sport lesen, zumindest regional.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Dan,

    deine Anmerkungen sind sicher richtig.

    Allerdings hat der olympische Sport gerade auch in Deutschland, aber nicht nur dort, einen besonderen Stellenwert.

    Wenn man also wie in diesem Fall etwas erreichen will, dann kann der Hinweis, dass Schießsport eben auch olympisch ist, der Sache schon deutlich mehr Nachdruck verleihen.

    Aber zumindest ich reduziere den Schießsport nicht auf die olympischen Disziplinen. Ich sage nur, der Schießsport ist auch olympisch.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    § 15a Sportordnungen WaffG

    (2) Das Bundesverwaltungsamt entscheidet über die Genehmigung der Teile der Sportordnungen von Verbänden und Vereinen, die für die Ausführung dieses Gesetzes und der auf seiner Grundlage erlassenen Rechtsverordnungen erheblich sind. Die Genehmigung einer Sportordnung muss im besonderen öffentlichen Interesse liegen. Änderungen von Sportordnungen sind dem Bundesverwaltungsamt zur Prüfung vorzulegen. Sofern das Bundesverwaltungsamt nicht binnen drei Monaten Änderungen verlangt oder dem Betroffenen mitteilt, dass die Prüfung aus anderen wichtigen Gründen nicht abgeschlossen werden kann, gilt die Änderung als genehmigt. Die Frist nach Satz 3 beginnt mit Zugang aller erforderlichen Prüfunterlagen beim Bundesverwaltungsamt.
    (3) Die Genehmigung einer Sportordnung ohne gleichzeitige Anerkennung als Verband nach § 15 Abs. 1 kann erfolgen, wenn die Vorgaben des Buchstabens a des § 15 Abs. 1 Nr. 4 und der Buchstaben a bis c des § 15 Abs. 1 Nr. 7 erfüllt sind.

    Da steht zwar, Genehmigungen müssen von besonderem öffentlichen Interesse sein. Aber dann wird der Sonderfall Änderungen noch einmal extra behandelt. Und zwar in einer Form, die darauf schließen lässt, dass der Gesetzgeber eben doch ein besonders Interesse an einer zügigen Abwicklung hat. Wozu sonst die Frist? Kann es sein, dass im ersten Satz schlicht das Wörtchen 'erstmalige' fehlt? Wie ist das denn sonst so? Berücksichtigt man denn sonst nicht auch den ursprünglichen Willen des Gesetzgebers, wenn ein Gesetzestext unklar oder vermurkst formuliert wurde?

    Der Punkt Sportordnung ohne Anerkennung wird unter Punkt 3 noch gesondert gehandelt, tangiert also den obigen Sachverhalt erst mal nicht mehr direkt.


    Soweit zumindest meine laienhafte Interpretation. Liege ich hier falsch?

    Wie ist denn nun dieses besondere öffentliche Interesse überhaupt definiert oder wie wird es interpretiert? Nennt mir mal ein paar Beispiele


    Und zum Schluss noch eine ganz pragmatische Frage: Könnte es nicht schlicht so sein, dass die zuständigen Damen und Herren des BVA keinen Bock auf diesen ganzen Sch..ß haben und deshalb nun blockieren, auch wohl wissend, dass ihnen bei dem Thema zur Zeit bei dem herrschenden Klima kaum scharfer öffentlicher Gegenwind droht?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Carcano,

    nach meinem Kenntnisstand schon. Das ist ja auch sonst bei den Wettkämpfen der ISSF möglich. Ich weiß aber jetzt nicht, wo die untere Grenze liegt, da die ISSF die Juniorenklasse ja (anders als der DSB) als < 21 definiert.

    Hier die (auf die schnelle) gefunden Paragraphen (ISSF-Handbuch - Deutschsprachige Ausführung):

    3.3.6 Junioren sind Schützen, die am 31. Dezember des Wettkampfjahres
    das 21. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Junioren oder
    Juniorinnen können an allen ISSF Meisterschaften oder Olympischen
    Spielen als Mitglieder ihrer nationalen Mannschaften teilnehmen

    3.6.8.4.1 In Weltmeisterschaften dürfen Junioren bei den Männer- bzw. Frauen-
    wettbewerben teilnehmen, aber nur in einer Klasse (entweder bei den
    Wettbewerben der Junioren oder bei jenen der Senioren) während der
    gleichen Meisterschaft (Ort und Zeitraum).

    3.6.8.4.2 Wenn für einen bestimmten Wettbewerb im Programm der
    Meisterschaft keine Juniorenklasse vorgesehen ist, dürfen Junioren in
    diesem Wettbewerb als Mitglied einer Mannschaft für die
    Seniorenklasse teilnehmen, auch wenn sie in der gleichen
    Meisterschaft in einem anderen Wettbewerb als Junior gestartet sind.

    Ich bin aber bei den internationalen Regeln nicht so wirklich sattelfest. Daher kann es auch gut sein, dass ich jetzt noch etwas überlesen oder bisher nicht gefunden habe.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    ich bin ja bekanntlich kein Jurist, daher ist mir auch nicht wirklich klar, wie der Begriff "besonderes öffentliches Interesse" allgemein interpretiert wird.

    Aber es ist doch so, das etliche Bundesländer die Sportförderung in ihre Verfassungen aufgenommen haben und damit quasi zum Staatsziel erklärt haben. Auch die BRD selbst positioniert sich so. Daraus ergibt sich doch schon fast zwangsläufig, zumindest nach meiner (einfachen) Denke, das hier auch ein besonderes öffentliches Interesse vorliegt, oder? Wie kann ein Staat vorgeben, den Sport fördern zu wollen, dann aber bei einer olympischen Sportart, welche weltweit betrieben wird und gerade auch in unserem Land mit zu den verbreitetsten Sportarten zählt, eine solche Blockadehaltung durch die Hintertür zulassen.

    Gerade Sportordnungen sind doch immer nur Zeitaufnahmen. Sie unterliegen einem steten Wandel, bedingt durch neue Erkenntnisse, technischen Fortschritt und sogar auch gesellschaftlichen Wandel. Außerdem sind sie fast immer auch in ein internationales Umfeld eingebunden. Daraus ergibt sich doch schon zwangsläufig, dass diese Regelwerke von Zeit zu Zeit überarbeitet werden müssen.

    Und wenn der Staat sich schon anmaßt, diese Regelwerke genehmigen zu wollen, so hat er auch dafür zu sorgen, dass dieses Genehmigungsverfahren reibungslos und ohne Nachteile für den Sport abläuft. Ich würde sogar sagen wollen, der Staat steht hier in der Pflicht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo sLx,

    Erfahrungen in Wettkämpfen sammeln ist wichtig, insbesondere wenn Du im Wettkampf noch viele Ringe liegen lässt. Aber nur gezieltes Training hilft Dir am effektivsten, deine Leistung zu steigern. Hilfreich ist dabei natürlich ein guter Trainer, wobei die Betonung hier auf gut liegt. Aber auch als Autodidakt kann man weit kommen. Training heißt aber nicht das Abspulen von bestimmten Schussprogrammen. Effektiver ist da schon das Trockentraining, welches Du auch ganz alleine für Dich auch zu Hause im stillen Kämmerchen absolvieren kannst.

    Wie sieht es denn bei Dir mit Literatur aus? Empfehlenswert sind hier gerade auch für Autodidakten die Werke von Heinz Reinkemeier, Gaby Bühlmann und MEC.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    wegi82, ich glaube, dein Einwand tut hier nicht wirklich etwas zur Sache.

    Ob wir eine eigene SpO brauchen oder nicht, ist eine Sache. Nach dem jetzigen Gesetz müssten wir uns auch das Regelwerk der ISSF genehmigen lassen, da diese SpOs Teil des Anerkennungsverfahrens zu diesem ominösen 'Anerkannten Schießsportverband' sind.

    Das Problem liegt schlicht daran, dass unser Staat sich anmaßt, solche SpOs genehmigen zu wollen und auch noch zusätzliche Hürden eingebaut hat, welche es der zuständigen Behörde bzw. dessen Leiter jetzt ermöglichen, hier eine Blockadehaltung einzunehmen.

    Eigentlich müsste jetzt ein Aufschrei der Empörung durch das Land gehen, nur ich höre nichts. Außer ein paar Randnotizen in den Foren. Ich warte nur noch darauf, dass es auch noch jemand aus den 'eigenen' Reihen gutheißt oder zu relativieren versucht.


    Martin / P.O.Ackley hat schon recht. Der Weg, wohin die Reise hier gehen wird, ist glasklar vorgezeichnet. Wer das immer noch nicht wahrhaben will, der will es entweder aus ganz eigenen Interessen nicht wahrhaben, oder aber dem ist wirklich nicht (mehr) zu helfen.


    Martin

    Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs. Wenigstens hast Du ja in dieser Hinsicht noch nicht resigniert. Auch wenn es ja durchaus ein paar stichhaltige Argumente gibt, wonach unser Nachwuchs keiner wirklich rosigen Zukunft entgegengeht, den Schießsport jetzt mal völlig außen vor gelassen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo wegi82,

    unsere SpO ist ja sehr stark mit dem Regelwerk der ISSF verknüpft. Die olympischen Disziplinen sind ja nahezu 1:1 übernommen, nur eben manchmal etwas schlampert ins Bayerische übersetzt. :D Man kann höchstens darüber streiten, ob bestimmte Regeln, welche halt bei Olympia durchaus Sinn machen, eben auch schon auf einer Kreismeisterschaft 1:1 umgesetzt werden müssen.

    Aber die internationale Ausrichtung unsres Sports ist auch so schon noch ein gewichtiges Argument gegen diesen Behördenwahn.


    Zu deiner weiteren Anmerkung: Der Schießsport ist innerhalb der olympischen Spiele keineswegs unumstritten. Dabei geht es aber weniger um Ideologien, sondern um das Verkaufen, um Marketing und auch Image. Es gibt nicht wenige einflussreiche Stimmen innerhalb der olympischen Bewegung, welche meinen, der Schießsport sei langweilig und ließe sich schon deshalb nicht gut vermarkten. Deshalb bemüht sich die ISSF ja auch so sehr, den Schießsport zuschauerfreundlicher zu machen, wobei aber die große Gefahr besteht, das Wesen des Schießsports irgendwann zu verlieren, hin zu einem Circus, nur noch ausgeführt von wenigen Profis.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ganz einfach wegi82, weil Schießsport eben deutlich mehr ist als nur die olympischen Disziplinen.

    Warum sollte so ein Verband wie z. Bsp. die Kyffhäuser keinen Schießsport nach eigenen Vorstellungen betreiben dürfen?

    Warum braucht es überhaupt immer eine Sportordnung? Warum soll ein traditioneller Schützenverein nicht einfach auch nach eigenen Vorstellungen und sogar ohne Verbandszugehörigkeit Schießsport nach eigenen Vorstellungen und nur Just for Fun betreiben dürfen? Das geht heutzutage hier in Deutschland fast nur noch mit Druckluft und selbst damit kann es rechtliche Probleme geben.


    Und noch etwas, wer sagt Dir denn, wie lange der Schießsport überhaupt noch olympisch ist? Um deine Anmerkung mit dem Grab schaufeln aufzunehmen, ich würde eher behaupten wollen, dass man, wenn man nur auf die olympischen Disziplinen setzt, da viel näher am Grab steht. Und das sage ich als Schütze, der fast ausschließlich und auch gerne diese olympischen Disziplinen betreibt.


    Hier geht es aber darum, dass unser Staat sich anmaßt, über diese Sportordnungen entscheiden zu wollen. Das ist, abgesehen vom Sinn, ein klarer Verstoß gegen das Prinzip der Autonomie des Sports.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    für diejenigen Mitleser, welche aufgrund der obigen zugegebenermaßen etwas kryptisch formulierten Informationen noch nicht so ganz genau verstehen, worum es hier geht, noch ein paar Anmerkungen.

    Das mit dem Genehmigungsverfahren der (seit 2003 durch das Waffengesetz eingeführten) 'Anerkannten Schießsportverbände' beauftragte Bundesverwaltungsamt (BVA) weigert sich seit einiger Zeit, weitere Schießsportverbände anzuerkennen und, was noch viel schlimmer ist, diese Behörde weigert sich auch, weitere Änderungen an den genehmigten Sportordnungen der schon anerkannten Verbände wie auch dem DSB zu genehmigen. Begründet wird diese Blockadehaltung mit dem auch so im WaffG verankerten Hinweis, für weitere Genehmigungen läge kein besonderes öffentliches Interesse vor. Das muss man sich mal in aller Ruhe durch den Kopf gehen lassen.


    Mein zugegebenermaßen etwas zynischer Hinweis auf Goethes 'Zauberlehrling' ruht daher, dass es damals auch die Verbände waren, welche sehr schnell bereit waren, diese extrem fragwürdige und wohl nicht nur in meinen Augen auch völlig überflüssige Geschichte mit dem 'Anerkannten Schießsportverband' zu akzeptieren. Wohl auch insgeheim in der Hoffnung, dadurch die eigene Position zu stärken.

    „Die ich rief, die Geister,
    Werd’ ich nun nicht los.“


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    es gab eine Zeit, da durften Frauen im Schießsport sowohl International und bei den Olympischen Spielen als auch National gleichberechtigt neben den Männern starten, was auch dazu führte, das manchmal die 'Herren der Schöpfung' recht alt aussahen. Das hat man dann aber geändert und von Seiten der ISSF (UIT) wurden dazu die Disziplinen auch noch so gestaltet und ausgeschrieben, das ein direkter Vergleich nur schwer möglich ist.

    Warum das so war und wer die treiben Kräfte dahinter waren, darüber lässt sich natürlich trefflich spekulieren.

    Man beachte aber die jetzige Ungleichheit speziell bei den Olympischen Spielen. Es gibt deutlich mehr Disziplinen für die Herren.


    National könnte man natürlich die entsprechenden Disziplinen für Frauen auch auf DM-Ebne wieder freigeben. Nur solange International keine Startmöglichkeiten bestehen, üben diese Disziplinen zumindest für die Spitzenschützinnen keinen allzu großen Reiz aus.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Julia,

    wir sind hier ganz sicher, wie auch Carcano schon andeutete, keine Speziallisten für den Beschuss von Fensterscheiben. Zwar eigentlich banal, aber in der heutigen Zeit wohl angebracht, es auch noch mal so deutlich zu betonen.

    Ansonsten hat es mein Vorschreiber wohl schon ganz gut beurteilt. Das Geschoss dürfte aus größer Entfernung abgefeuert worden sein. Daher kann man wohl auch mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass es sich bei dem Schuss nicht um eine zielgerichtete Tat gegen euch gehandelt haben dürfte. Selbst euer (hohes) Haus dürfte wohl nicht direkt das Ziel gewesen sein. Wahrscheinlich (bei der geringen Restenergie beim Auftreffen) ist, wie auch Carcano schon sagte, dass der Schuss schräg nach oben abgefeuert wurde und das Geschoss dann zufällig bei euch wieder runter kam.

    Für die Polizei dürfte es daher auch nahezu unmöglich sein, so einen Fall aufzuklären, sollten nicht zufällig Zeugen im besagten Zeitraum einen Vorfall, der damit im Zusammenhang stehen könnte, beobachtet haben und diesen Vorfall dann auch gemeldet haben.

    Trotzdem ist so eine Sache, auch wenn so etwas bei uns Gott sei Dank nur selten vorkommt, natürlich immer beunruhigend und beängstigend.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank