Beiträge von Murmelchen

    Hallo happyshooter,

    vielen Dank für deinen Beitrag.

    Ich glaube, es gibt weltweit unter den aktiven Schützen und Trainern zur Zeit nur recht wenige, welche insbesondere diese neue "start at zero" Regel für sinnvoll geschweige denn für sportlich fair halten.

    Ich zitiere dazu mal Warren Potent: "Most of us (read all of us) do not like the changes to the finals format!"

    Auch die britische Olympiaschützin Jennifer Mcintosh - sie war auch in München im Finale 3P - befasst sich auf eine stellenweise recht humorige, aber auch pointierte und intelligente Art mit dem Thema.

    http://www.targettalk.org/viewtopic.php?p=179854#179854

    Direktlink funktioniert wohl nicht immer. Seite 3 im unteren Drittel. Beitrag von Sparks.


    Diese Petition mit 1000 Stimmen innerhalb nur eines Tages scheint mir ein deutlicher Beleg für die jetzige Stimmung unter den Schützen zu sein. Man braucht sich ja nur einmal durchzulesen, wer da inzwischen schon alles mit unterzeichnet hat. Das liest sich wie das "Who's who" des internationalen Schießsports.

    Bin mal gespannt, ob dieser Protest auch Gehör finden wird.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    vorweg, ich bin zwar in Sachen kommunales Verwaltungsrecht nicht besonders bewandert, aber wieso sind diese Schusswaffen denn überhaupt bei der Stadt, ich nehme an, dem Ordnungsamt, gelandet und wieso maßt sich der Bürgermeister, ich nenne es hier mal so, jetzt an, über die Herausgabe der Waffen und Vorlage einer MPU entscheiden zu können?

    Rheinfelden ist zwar eine große Kreisstadt, aber keine kreisfreie Stadt. Diese Stadt gehört dem Landkreis Lörrach an und somit müsste doch eigentlich auch dieser Landkreis (mit dem Landrat als Chef) als Behörde (Landratsamt) alleinig für das Waffenrecht zuständig sein, oder? Das Ordnungsamt der Stadt Rheinfelden, dessen Chef der Bürgermeister ist, er hat mit dem Oberbürgermeister der Stadt aber auch noch einen übergeordneten Chef, hat zwar zur, wie heißt das so schön, zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, recht weitgehende Befugnisse, aber gerade das Waffenrecht als Bundesrecht gehört meiner Kenntnis nach eben nicht in den Zuständigkeitsbereich der kommunalen Ordnungsämter. Das ist ist doch immer Aufgabe der Landratsämter oder als Sonderfall in NRW Sache der Kreispolizeibehörden (Berlin LKA), oder?

    Überschreitet hier also nicht der Bürgermeister, abgesehen mal von den ganzen anderen Ungereimtheiten in dem Fall, ganz eindeutig seine Kompetenzen und Befugnisse? Wie schon gesagt, ich bin in Sachen kommunales Verwaltungsrecht nicht besonders bewandert, wer weiß hier mehr?

    Ich sehe gerade, die Sache geht verschärft weiter.

    http://www.badische-zeitung.de/stadt-entzieht…en-waffenschein

    Kann es sein, dass die Presse hier mal wieder gewaltigen Mist schreibt, abgesehen mal vom obligatorischen (W)Affenschein? Sollten meine obigen Ausführungen zutreffen, dann kann die Stadt doch gar nicht eine waffenrechtliche Erlaubnis widerrufen. Und seit wann ist es Usus, dass der vollständige Name eines Betroffenen, nicht eines Beschuldigten, in der Presse genannt wird?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Des is ziemlich kacke!


    Also wirklich, junge Dame, wahren sie ihre Contenance. ;)

    Aber Du hast schon recht. Diese Regeländerungen scheinen bisher wirklich nicht vernünftig durchdacht worden sein. Wohl nicht nur für mich sind da bisher so viele Unstimmigkeiten und Unklarheiten drin und es scheint auch so, dass diejenigen, welche diese Regeländerungen bisher entworfen haben, sich gar nicht der Tragweite einiger dieser Änderungen bewusst sind. Deshalb kann es auch nicht sein, dass diese Regeländerungen den Schützen einfach so nach dem Motto "Friss oder stirb" aufgedrückt und schon zum 1. Januar 2013 (und bei uns dann etwas später bis hinunter zur Kreisklasse) gültig werden sollen. Bei solch gravierenden Änderungen bedarf es einer langen Vorlaufzeit und sie müssen auch ausgiebig mit den aktiven Schützen kommuniziert werden, schon um die gröbsten Klopfer zu entschärfen.

    Nehmen wir nur die Zeiten. Es soll also die bisher individuelle Zeit für Probeschüsse mit der Vorbereitungszeit mit fester Zeitvorgabe zusammengelegt werden. Nur wie soll das denn in 3P gehen, wo ja andererseits sogar bei den Herren die bisherigen festen Zeitvorgaben wegfallen sollen, so wie das ja bei den Frauen auch ist.

    Bei der Reduzierung der Zeit scheint man (zumindest nach dem Papier) nicht mehr zwischen elektronischen Scheiben und Ständen mit herkömmlichen Zuganlagen unterscheiden wollen. Dabei kennen wir alle den teilweise großen Unterschied, den das ausmachen kann.

    Auch schießen wir, wie Du schon sagst, bestimmte Disziplinen auf offenen Ständen. Die ISSF schreibt das ja sogar auch so vor. Da braucht man einfach Reserven, um auch bei widrigen Wetterbedingungen klar zu kommen.

    Die weiteren strittigen und unklaren Punkte wie Gesäßpolster und das zukünftige Verbot der Dämpfungselemente haben wir ja schon angesprochen. Aber gehen wir noch weiter. Was ist mit "seams" an der Jacke im Bereich des Stützarms gemeint? Nähte und wen ja, nur horizontal oder auch vertikal verlaufende Nähte? Oder gar auch Säume oder Abnäher? Was ist mit den Sauer-Jacken mit dem zusätzlichen rutschhemmenden Material?


    Noch etwas zum Thema "start at zero". Schaut euch doch nur einmal ein Finale OSP nach dem dort schon geltenden neuen Modus an. Ist das jetzt so wirklich attraktiver und hat es der Disziplin mehr Aufmerksamkeit gebracht? Macht es wirklich Sinn, das Wesen des Schießsport so radikal zu ändern, nur in der wagen Hoffnung, dadurch bei Olympia alle vier Jahre 5 Minuten mehr Aufmerksamkeit zu erhaschen?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Kann mir einer von euch mal kurz erklären, wie die das mit der Hakenkappe meinen, am besten anhand einer Skizze oder Zeichnung. Irgendwie stehe ich da zur Zeit wohl noch auf dem Schlauch und kann mir nicht so recht vorstellen, wie die das meinen könnten. Erst reden sie vom Haken, dann aber von der Kappe an sich. Aber das kann ja wohl nicht bedeuten, dass der Haken (in der Projektion von oben) zukünftig nur noch 25mm lang sein darf, oder? Bedeutet es also, das der obere Flügel oder Bogen der Kappe nicht mehr als 25mm über den tiefsten Punkt der Kappe - das sogenannte Bogenmaß - hinausragen darf? Quasi so wie die 20mm beim LG?


    Der Punkt mit den Vibration Reduction Systems ist zur Zeit wohl noch ohne weitere Erklärungen mit am meisten spekulativ. Je nach Auslegung könnte man damit wohl mehr oder weniger fast jede sportliche Druckluftwaffe der letzten Jahrzehnte meinen. Das kann es ja wohl nicht sein. Alle Stabilisatoren und Absorber an den neuen Pressluftwaffen wird man ja wohl auch nicht verbieten wollen. Auch das gäbe mit Sicherheit einen ziemlichen Aufstand. Und ob die sich an so Sachen wie das Soft Link System von Anschütz oder die Schäfte von G&E ran trauen, wage ich auch zu bezweifeln. Würden sie die Barrel Tuner meinen, hätten sich das wohl auch so geschrieben. Vielleicht meinen sie ja auch nur diese neuen Zusatzgewichte, welche innen ähnlich wie diese speziellen Hämmer mit kleinen Kügelchen gefüllt sind.


    Mit leicht irritiertem Schützengruß

    Frank

    Niccolo Campriani und Rajmond Debevec, zwei der größten Weltklasseschützen überhaupt, liegen auch nach meiner Aufassung mit ihrer Bewertung dieser neuen "start at zero" Reglung völlig richtig. Besonders der Vergleich mit dem Marathon hinkt in diesem Fall sicher nicht und beschreibt den Fall bzw. das Problem sehr anschaulich und einleuchtend. So wird einfach nur eine erbrachte Leistung entwertet und es ist mehr als fragwürdig, ob damit überhaupt eine Verbesserung der Akzeptanz der Zuschauer erreicht werden kann. Auch der jetzige Modus ist selbst dann, wenn sich mal ein Schütze einen scheinbar komfortablen Vorsprung erarbeitet hat, spannend. Aber auch immer nur für diejenigen, welche sich auch dafür interessieren. Als Zirkus für die breite hohle Masse wird der Schießsport wohl auch nie wirklich taugen. Aber für die gibt es ja auch genug andere tolle Sportarten. Wir sind halt Schützen und wir lieben unseren Sport so, wie er ist. Der Schießsport ist eben kein Zirkus.

    Ein weiteres Problem, welches die beiden Schützen dort zum Ausdruck bringen, ist die scheinbare Selbstherrlichkeit, mit der die ISSF solche radikalen Änderungen einfach so über die Köpfe der Schützen hinweg entscheidet bzw. zu entscheiden versucht. So geht das auch meiner Meinung nach nicht und so darf das auch nicht gehen.

    Hinzu kommt ja auch noch das nicht zu unterschätzende Problem, dass solche gravierenden Regeländerungen, welche sogar teilweise die Anschaffung neuer Ausrüstungen bedingen, komplett für alle Schützen bis hinunter zur Kreisklasse und in den Breitensport hinein geltend in die nationale Sportordnung übernommen werden. Aber gerade im Bereich des Breitensports sind solche massiven Regeländerungen, welche teilweise drastische Veränderungen an den Ausrüstungen verlangen, vielen Schützen überhaupt nicht mehr vermittelbar. Und wir Schützen lassen uns in aller Regel schon deutlich mehr gefallen als andere Sportler. Aber so schafft das nur weiteres böses Blut und wahrscheinlich werden sich auch nach Inkrafttreten der Regeln wieder etliche Schützen zumindest aus den Bereich Breitensport von unserem Sport abwenden. Dabei ist ja noch nicht einmal klar, was bestimmte Änderungen wie zum Bsp. das zukünftige Verbot dieser Gesäßpolster an den Hosen und die gleichzeitige Freigabe irgendwelcher Lappen als Zwischenlage denn überhaupt für einen Sinn machen sollen. Wie soll man also so eine Änderung einem Schützen als Aufsicht, Schießleiter oder Kampfrichter denn da überhaupt noch vermitteln können? Es hat in den letzten Jahren schon (zu) viele fragwürdige Anordnungen und Regeländerungen gegeben. Wir sollten den Bogen hier besser nicht noch weiter überspannen.

    Also, wer das ähnlich sieht, der sollte die Petition von Niccolo und Rajmond mit unterzeichnen. Ob es was nützt, weiß ich nicht. Aber bei solchen Petitionen macht es einfach die Masse der abgegeben Stimmen und man kann so wenigstens ein kleines Zeichen setzen. Wem das mit der Email nicht so ganz geheuer ist, der kann sich ja auch leicht eine Adresse nur für diesen oder ähnliche Zwecke besorgen.

    Hier noch einmal der Verweis:

    http://www.petitiononline.com/ruleISSF/petition.html


    Übrigens, ist euch auch schon aufgefallen, es sind fast immer nur diejenigen Befürworter solcher Änderungen, welche diesen Sport selbst gar nicht (mehr) aktiv betreiben. Und sie geben immer vor, den Sport nur besser und für Zuschauer attraktiver machen zu wollen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    anbei ein Schreiben der ISSF mit den geplanten Regeländerungen ab 2013.

    change_rule.pdf


    Das zukünftige Verbot der Gesäßpolster an den Hosen bei gleichzeitiger Freigabe von solchen Lappen, die man sich dann zwischen Fuß und Po klemmen darf, ist ja wohl wirklich der größte Witz. Was soll denn damit überhaupt bezweckt werden? Jedenfalls werden dann damit wirklich auf einen Schlag fast alle aktuellen Hosen illegal. Ich befürchte sogar, dass man bei einigen Hosen diese Flecken gar nicht so einfach entfernen kann, ohne die Hose dabei mit zu beschädigen.

    Und da dachte ich schon fast, dieses nie wirklich sinnvolle Gebot der Verwendung von Signalfähnchen hätte sich so langsam erledigt, schon kommt die nächste Truppe damit um die Ecke.

    Wer da scheinbar hauptsächlich seine Fingerchen mit im Spiel hat, erkennt man an dem schönen deutschen Wort "Brustanlagen". Ob da wohl die Köpfe gequalmt haben beim Versuch, das zu übersetzen. Boob investment ist auf jeden Fall falsch.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Lieber BBF,

    vorweg, ich bin immer noch der Meinung, dass ich auch mit Dir mal in aller Ruhe ein Bierchen trinken könnte.

    Aber Du würdest Dir und auch deinem Anliegen sicher einen ganz großen Gefallen tun, wenn Du mal in aller Ruhe in Dir gehen würdest und deine Art der Kommunikation mal gründlich überdenken würdest.

    Du solltest Dich so jedenfalls nicht wunderen, wenn man Dich in Schützenkreisen nur noch für ein verbittertes armes Würstchen hält.

    Das sagt Dir hier jedenfalls noch jemand, der den einen oder anderen Punkt deiner Kritiken sogar öfter durchaus für berechtigt hält, oder besser gesagt, dafür noch ein gewisses Maß an Verständnis aufbringt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - und RIP unserm Präsidenten

    Ich verstehe auch nicht so ganz, was uns der Geschäftsführer der Hagener Bürgerschützen hier genau mitteilen will.

    Ich hatte ja damals unter anderen diese Bürgerschützen erwähnt, aber eben auch nur auf Grund meiner Einsicht in die aktuellen Ranglisten und ohne explizite Empfehlung, da ich eben keinen direkten Einblick in die internen Vereinsstrukturen in Hagen habe.

    Ich hatte allerdings auch bei der Anfrage von jojo1955 nicht den Eindruck, dass es ihm hauptsächlich um die Aufrechterhaltung seiner waffenrechtlichen Bedürfnisse ging, auch wenn das in der heutigen Zeit sicher auch ein wichtiger Punkt ist. Zudem hatte ich auch auf Grund weiterer Beiträge von jojo1955 hier im Forum - ich kenne Joachim bisher nicht persönlich - nicht den Eindruck, es hier mit einen besonders schrägen Vogel zu tun zu haben. Im Gegenteil, mir kam Joachim bisher hier eigentlich immer recht sympathisch und bodenstängig rüber.

    Ich halte es jedenfalls für ziemlich grenzwertig, von der moralischen Seite her mal ganz zu schweigen, wenn hier ein Schütze, nur weil er einen anderen Verein sucht, weil er mit seinem alten Verein nicht (mehr) so ganz zufrieden ist, quasi öffentlich an den virtuellen Pranger gestellt wird.

    Ein Verein hat sicher das Recht und quasi sogar auch die Pflicht, sich seine Mitglieder auszusuchen. Es ist aber eine ganz andere Sache, die Ablehnung eines Interessenten (ein schon auf seine Eignung und Zuverlässigkeit hin überprüfter WBK-Inhaber) öffentlich zu machen und ihm dabei auch noch zu unterstellen, er suche ja nur einen Alibi-Verein. Das ist in meinen Augen kein guter Stil. Und Werbung für unseren Sport ist es auch nicht.

    Meiner bescheidenen Meinung nach gehört dieser diffamierende Beitrag hier auch gelöscht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Flo_Rian,

    fast alle Jacken und Hosen sind für Dreistellung ausgelegt. Da sich diese drei Anschläge ja doch stark unterscheiden, kann so eine Auslegung im Prinzip auch immer nur einen Kompromiss darstellen. Es gibt deshalb auch Jacken und Hosen nur für Stehend und Jacken speziell für Liegend.

    Bei den Jacken für nur Stehend wird dann normalerweise auf die Riemenaufhängung und auf den Belag am Abzugsarm und oft auch auf die Schnürung oder so für die Raffung des Materials im Schulterbereich verzichtet und oft wird die Jacke dann auch noch etwas anders geschnitten, sprich die Seite mit dem Stützarm wird etwas tiefer geschnitten. Bei den Hosen kann auf weichere Elemente im Bereich der Leisten für den Kniendanschlag verzichtet werden und auch auf die Beläge an den Knien und Po und oft auch auf die hinteren Reißverschlüsse. Allerdings wird dadurch auch das Anziehen der Hose nicht einfacher.

    Noch einmal, der Grund warum Dir hier etliche Schützen auch oder gerade zu einer Firma wie Sauer oder Mouche in deiner Nähe raten, liegt darin, dass gerade Du auch eine gute Beratung brauchst und dass im Falle einer Maßanfertigung bei den dann oft noch nötigen kleinen Änderungen Du Dich dann auch einfach direkt an den Hersteller wenden kannst, welcher sicher vom richtigen Sitz seiner eigenen Produkte mit am meisten versteht. Oft kann dann so eine Änderung direkt vor Ort eben auch sofort durchgeführt werden. Auch kann auch nicht wirklich jeder Händler wirklich gut Maß nehmen und so schleichen sich schon dort oft kleine Fehler ein, welche sich im ungünstigsten Fall sogar summieren können.

    Bei Capapie hat Du zweifelsohne einen Preisvorteil, aber der Hersteller sitzt dafür eben auch in Indien. Sollte die Bekleidung dann nicht richtig passen, muss sie zur Änderung auch wieder nach Indien geschickt werden. Hinzu kommt auch noch die Sprachhürde. Wie gesagt, die Inder dort fertigen sicher auch gute Produkte. Aber der Preisvorteil birgt eben auch ein gewisses Risiko.

    Für Produkte der Firma Thune gilt außer dem Preisvorteil sicher ähnliches, wenn auch nur in abgeschwächter Form, da ja die Firma eben auch seit Jahrzehnten weltweit akzeptierte Produkte produziert und Finnland auch nicht Indien ist.

    Gut, die Entscheidung kann Dir hier niemand abnehmen. Ich jedenfalls kann Dir nur empfehlen, erst mal möglichst viele Produkte der Hersteller zu probieren und auch zu schauen, ob Du ein Produkt findest, welches Dir auch in den Konfektionsgrößen oder den Zwischengrößen gut passt. Maßbekleidung muss nicht immer wirklich ein Vorteil sein. Habe ich weiter oben schon versucht, zu erläutern. Beachte aber, die Bekleidungen der jeweiligen Hersteller unterscheiden sich teilweise etwas im Schnitt. Daraus folgt, dass eine gefundene Größe nicht immer die optimale Größe für alle Bekleidungen sein muss.

    Als Bilanz scheint mir daher auch der Tipp mit der Firma Stopper der sinnvollste zu sein. Um Dir auch ein eigenes Bild über die Produkte der Firma Mouche machen zu können, solltest Du allerdings auch dort mal vorbei schauen. Produkte der Firma Sauer hat hingegen auch Stopper im Angebot.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Zabbbi,

    Nur hoffe ich, dass mein Ellbogen morgen nicht angeschwollen ist. Bin da nach 60 Schuss Liegend ziemlich empfindlich mit dem Schleimbeutel.


    sei damit etwas vorsichtig. Wenn sich da erst mal etwas Chronisches entwickelt, dann wirst Du zukünftig nicht nur Liegend Probleme mit dem Stützarm haben.

    Ich kenne jetzt deinen Liegendanschlag nicht so, aber Du kannst dem Problem vorbeugen oder es entschärfen, indem Du deinem Liegendanschlag so optimierst, dass Du hauptsächlich auf der unteren Fläche des Oberarms liegst und darauf achtest, dass möglichst wenige seitliche Kräfte auf den Stützarm wirken, also, dass keine Kräfte wirken, welche versuchen, den Arm von seiner Position wegzuziehen oder schieben. Der Arm soll ja nur eine Stütze für das Gewehr sein, aber nicht den Anschlag in eine bestimmte Richtung drücken oder gegen seitliches Wegkippen stützen. Auch solltest Du darauf achten, dass auch beim Laden und während möglicher Pausen der Stützarm nur wenig bzw. gar nicht bewegt wird und darauf dann auch nur möglichst wenige zusätzliche (seitliche) Kräfte wirken.

    Optimieren kannst Du die Sache auch noch etwas durch die Verwendung eines Polsters (zulässige Dicke beachten) an der Unterbekleidung und/oder durch die Verwendung einer zusätzlichen kleinen Matte für die Arme auf den Ständen, wo der Ausrichter keine zur Verfügung stellt.

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass das Problem mit deinem Stützarm verschärft in München auftritt, denn der dort auf den Pritschen verwendete Belag (Sisal?) ist nicht ganz unproblematisch. Wenn dort noch seitliche Kräfte auf den Stützarm wirken, dann wandert der Stützarm (oft sogar unmerklich) bei fast allen Jackenbelägen während eines Wettkampfes und es baut sich dann natürlich auch seitlicher Druck auf den Ellenbogen auf, der auch zu den Problemen wie deinen mit dem Schleimbeutel führen kann. Gerade in München würde ich daher auch die Verwendung einer kleinen zusätzlichen Matte für die Arme empfehlen, auch wenn das dort von der Höhe her nicht unbedingt nötig ist. Es ist auch zulässig und nach SpO erlaubt, solange der Veranstalter keine eigenen Matten stellt.

    Eine ganz brauchbare Matte bietet übrigens Stelljes an. Die kann man sogar noch je nach Platzbedarf (für die Arme) verkleinern oder halbieren und braucht dann auch nicht immer so ein großes Dingen mit sich zu schleppen.


    Apropos, es werden für Dich sicher noch viele DMs kommen, wo Du dein Können auch richtig zeigen kannst. Manchmal läuft es gut, aber manchmal eben leider auch nicht. Wir sind halt alle auch nur (kleine) Menschlein und keine Roboter.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Flo_Rian,

    mit Thune (dem Modell Expert oder auch dem neuen Modell 10,9) machst Du bestimmt nichts falsch, wie hier auch schon jemand anmerkte. Und es ist sicher auch nicht verkehrt, wenn Dir die Sachen auch von der Optik her gefallen. Du musst Dich darin ja schließlich auch wohlfühlen. Die Sachen von Mouche sehen übrigens in Natura (aus meiner Sicht) auch gar nicht so schlecht aus und die Farben kannst Du ja schließlich auch selbst bestimmen. Nur deren Internetauftritt ist (zur Zeit) noch etwas bescheiden.

    Ich würde Dir allerdings insbesondere in deiner Situation, wo Du ja etwas Gutes willst, die Bekleidung aber auch richtig passen muss, soll sie ihren Zweck erfüllen, zum Besuch eines kompetenten Händlers raten, der auch wirklich etwas von der Sache versteht. Empfehlen könnte ich Dir auf jeden Fall, auch wenn das von Dir aus schon etwas weiter ist, die Firma MEC (Maik Eckhardt) in Dortmund. Die vertreiben auch Thune und dort bekommst Du jedenfalls eine erstklassige Beratung. Die wissen dort, worauf es bei den Schießklamotten ankommt. Rufe aber am besten vorher an, lass Dir einen Termin geben und frag auch nach, ob die gewünschten Klamotten auch in deiner Größe(nordnung) vorrätig sind.

    Die Firma Stopper im Süden hat auch einen guten Ruf und vertreibt wohl auch Thune. Aber was die in Sachen Klamotten wirklich so drauf haben, kann ich nicht beurteilen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ich kann mich hier meiner Vorschreiberin (auch aus Westfalen) nur anschließen. Die aktuellen Gewehre und auch deren Vorgänger wie Anschütz 2002 oder FWB P70 im oberen Preissegment sind alle gut. Aber sie unterscheiden sich auch jeweils. Einmal in Details der Schäftung, teils auch in der Bedienung und auch im Schussverhalten, sozusagen im Feeling. Wieweit man allerdings letzteres überhaupt differenziert wahrnehmen kann, hängt natürlich stark von einem selbst ab und auch, auf welchem Level man schießt. Manche Schützen kommen oft recht schnell mit den unterschiedlichsten Gewehren klar, andere hingegen nur nach längerer Gewöhnungszeit und wenn bestimmte Details stimmen.

    Also, das Anschütz 9003 ist mit Sicherheit ein sehr gutes Gewehr, wenn auch ein bisschen teuer. Aber ob es einem auch liegt, kann man nur herausfinden, wenn man es und im Vergleich dazu auch andere Modelle mal in aller Ruhe testen kann. Mir persönlich liegt zum Beispiel auch das FWB 700 recht gut im Anschlag, ich finde es auch von der Verarbeitung und Optik her gut, aber irgendwie komme ich mit dem Schussverhalten und dessen Wahrnehmung nicht so recht klar. Ich habe damit dann oft Treffer, die ich nicht so richtig einordnen kann und deren Lage ich anders vermutete. Mit den Modellen von Anschütz war und ist das bei mir hingegen anders. Ach ja, mit Walther konnte ich noch nie so richtig etwas anfangen. ;) Also würde ich auch ähnlich wie Susi78 zu der Anschütz greifen. Aber wie schon gesagt, das ist eine ganz individuelle Sache und daraus kann man kein generelles Urteil ableiten. Man sollte bzw. muss die Gewehre halt alle mal in aller Ruhe probieren. Das aktuelle Anschütz ist übrigens das S2, wobei ich aber dazu und zu den Unterschieden (Verbesserungen) nichts sagen kann, da ich nur das 9003 kenne und bisher noch keine Vergleichsmöglichkeit hatte. Man kann ein 9003 aber umrüsten lassen. Ob sich das auch lohnt und wie teuer so eine Umrüstung ist, weiß ich nicht. Der neue Precise-Schaft soll (bis auf die Schaftkappe) auch ganz toll sein, für mich von der Optik her aber immer noch etwas gewöhnungsbedürftig.

    Du findest hier im Forum auch noch weitere Beiträge zum Anschütz 9003. Da wird unter anderem auch das Soft Link besprochen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Flo_Rian,

    die Bekleidungen der genannten Hersteller in oberen Preissegment sind alle sehr gut. Aber sie unterscheiden sich auch alle etwas im Schnitt und in weiteren Details. Hinzu kommt noch, dass es seit einiger Zeit neben dem bewährten Materialien Leinen/Leder, aber in letzter Zeit auch teilweise wegen der verschärften Bekleidungskontrollen (DM olympischer Teil und International) etwas problematisch, jetzt auch noch diese neuen synthetischen Materialien gibt. Hier im Forum gibt es dazu auch schon einen weiteren Diskussionsstrang nebst gemachter Erfahrungen. Dort hat sich auch jemand zu seiner neuen Ausrüstung der Firma Mouche aus diesem neuen Material geäußert. Apropos, auch Kustermann hat immer sehr gute Schießbekleidung gefertigt bzw. fertigen lassen.

    Ich besitze z.Bsp. eine schon recht betagte Sauer-Jacke aus Leinen, ich glaube Modell Atlanta. Mit der schieße ich Liegend immer noch am liebsten, weil die mir insbesondere im Schulter- und Halsbereich sehr gut sitzt. Die Verarbeitung ist sehr gut und die Festigkeit ist auch noch ganz ordentlich, wobei hier gilt, dass ungefärbtes Leinen, sprich weißes Material in der Regel mehr Festigkeit aufweist als stark eingefärbtes Material.

    Ein Freund von mir hat sich vor einiger Zeit eine neue Ausrüstung von Thune gekauft, das Modell Expert II. Mir kam sie fast ein wenig zu dünn und auch nicht allzu steif vor. Er ist aber damit sehr zufrieden und das mit der Dicke und Steifheit muss wohl auch jetzt so sein wegen der Kontrollen.

    Ich kenne auch Schützen mit Bekleidung der Firma Mouche. Die Teile sind auch sehr haltbar und gut verarbeitet. Aber es kommt auch ein bisschen darauf an, wie stark man die Bekleidung nutzt und belastet. Schießt man nur Stehend im halbwegs geraden Anschlag und ohne allzu stark zu transpirieren und legt die Bekleidung immer schön ordentlich ohne Knicke zum Transport zusammen, dann halten die Sachen schon lange. Schießt man aber auch Dreistellung, werden die Sachen auch stärker beansprucht.


    An besten ist es, Du probiert Dir mal ein paar Modelle an. Allerdings ist es gerade bei steifem Leinen auch so, dass die Bekleidung an Anfang etwas stramm sitzen muss und Du diese quasi einschießen musst, damit sie später optimal ihren Nutzen erfüllen kann.

    Ich würde mir gerade an deiner Stelle, da Du ja doch recht zentral wohnst, was Sauer und auch Mouche angeht, doch überlegen, ob ich nicht auch mal bei denen vorbei schauen sollte. Anproben und mögliche Änderungen direkt beim Hersteller erscheinen mir doch sinnvoller als bei einem Zwischenhändler. Da scheint gerade die Sache mit dem Maßnehmen manchmal doch auch etwas Glücksache zu sein. Es scheint auch so zu sein, dass die Bekleidung in den gängigen Konfektionsgrößen oft besser sitzt als maßgeschneiderte Bekleidung. Ich habe dazu auch eine Theorie, warum das häufiger so ist, aber das zu erklären würde hier zu weit führen.


    Noch eine Anmerkung. Wenn Du eher groß und schlank bist, dann kommen für Dich eher die großen Zwischengrößen infrage. Die kleinen Zwischengrößen sind mehr für kleinere untersetzte Menschen gedacht.

    Und noch eine Anmerkung. Die ISSF wird wohl für nächstes Jahr einige Änderungen in Sachen zulässiger Bekleidung beschließen und diese Änderungen werden dann auch mit in die Sportordnung des DSB aufgenommen werden. Es kann daher sinnvoll sein, mit dem Kauf neuer Klamotten noch etwas zu warten, will man nicht später gezwungen sein, daran rumschnippeln zu müssen. Zum Bsp. steht ein Verbot der Tasche an der Jacke zur Diskussion.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Probleme bei der Bekleidungskontrolle müssen aber auch nicht immer wirklich (nur) an der Kleidung liegen. Wenn man sich mal anschaut, wie und womit da teilweise bei den Kontrollen hantiert wird, dann kann man sich da schon auch ganz ordentliche Abweichungen bei den Messwerten vorstellen. Wenn die Messergebnisse dann allerdings zu Lasten des Schützen ausfallen, hat der erst mal zweifelsohne ein Problem.

    In einem anderen Beitragsstrang wird auch die Firma Mouche als eine Alternative zu den hier genannten Firmen für Schießsportbekleidung genannt. Auf deren Seiten kann man auch etwas zum Thema Messen bei Bekleidungskontrollen nachlesen und Frau Hurth hat, auch wenn sie wohl auch nicht ganz unbefangen ist, als Ingenieurin für Bekleidungstechnik sicher schon etwas Ahnung von der Sache.


    Ich bin jedenfalls auch der Meinung, dass diese Sache mit den Bekleidungskontrollen dringend überarbeitet werden muss und die Durchführung dieser Messungen und auch die Messgeräte selbst müssen so zweifelsfrei sein, dass die Beanstandungen auch wirklich immer gerechtfertigt sind. Dazu muss auch eine eindeutige und regelmäßige Kalibrierung und eine Prüfmöglichkeit der Geräte selbst vor Ort gehören.

    Aber wie sollen zur Zeit solche recht komplizierten Messungen überhaupt vernünftig funktionieren, wenn man schon regelmäßig erhebliche Schwierigkeiten bei der vergleichsweise einfachen Gewichtsbestimmung hat. Prüfgewichte bei einer Meisterschaft? Ach wo, brauchen wir doch nicht. Aber dann im 10kg Bereich aufs Gramm genau (mit Küchenwaage) messen wollen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wir Schützen produzieren ja im Gegensatz zu manch anderen Sportarten messbare und damit auch objektive Ergebnisse. Daher ist es auch mehr als vernünftig, diese Ergebnisse auch zum (alleinigen) Maßstab für Nominierungen zu nehmen. Nominierungen auf Basis bestimmter vorher festgelegter Ausscheidungswettkämpfe sind deutlich fairer als solche Entscheidungen nach eher fragwürdigen, da immer subjektiv empfundenen Kriterien. Überall da wo im Schießsport Nominierungen dieser Art getroffen wurden, gab es Ärger, weil die Nichtnominierten sich ungerecht behandelt fühlten. Und das ist auch verständlich, da solche subjektiven Kriterien im Grunde auch nicht viel mehr sind als bloße Meinungen.

    Aber selbst bei einer Nominierung durch eine Art Gremium hätte man aufgrund der vorliegenden Ergebnisse (National und International) der letzten zwei bis vier Jahre Sonja einfach nicht übergehen dürfen. Man hat ja auch in den USA Jamie Gray (Beyerle) vorher per Gremium nominiert. Nur war das eben aber auch aufgrund ihrer vorher erbrachten Leistungen und damit hatte dann auch niemand ein Problem. Sie hat es sich aber trotzdem nicht nehmen lassen, auch die Ausscheidungen mitzuschießen, um ihre Nominierung auch wirklich zu rechtfertigen.


    Noch eine Anmerkung zu diesem sorry dämlichen "hat ihre Leistung bei Olympia nicht gebracht". Der wohl seit langer Zeit wohl einzige internationale Schütze, von dem man mit Recht sagen kann, dass er in einer eigenen Klasse schießt und bei dem auch ein wirklich wahrnehmbarer Leistungsunterschied zum Rest besteht, ist wohl Sergei Martynov. Trotzdem hat auch dieser extreme Ausnahmekönner 24 Jahre und sechs Olympiaden gebraucht, um seine bisher einzige Goldmedaille zu erringen. Die dann allerdings auch auf recht eindrucksvolle Art. Und den Linoel Cox hatte an diesem Tag bestimmt niemand auf der Rechnung.


    @MichaelB

    Zumindest bei schon etwas älteren Schützen ist Gottfried Kustermann (oder Walter Gehmann) in sportlicher Hinsicht mit Sicherheit nicht weniger bekannt als Bernd Klingner. Peter Kohnke kennt hingegen (auch unter den Schützen) wohl kaum noch jemand, obwohl der auch einer unserer wenigen Olympiasieger mit dem Gewehr war. Und selbst der Name Silvia Sperber ist wohl heute einen breiteren Publikum nicht mehr bekannt.

    Du wirst unter den internationalen Schützen auch wohl kaum jemanden finden, der Sonja (aufgrund ihrer bisherigen Olympiabilanz) nicht zur absoluten Weltspitze zählt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Nein Karl, Sonja hat(te) kein Problem. Es wurde ab 2000 (von außen) zu einem Problem gemacht. Und nur bei ihr!

    Ein vierter und fünfter Platz bei den olympischen Spielen sind keine Looser-Ergebnisse. Auch nicht für Weltklasseschützen. Dazu war und ist die Leistungsdichte insbesondere im internationalen Gewehrbereich viel zu groß.

    Nur mal so am Rande: Wie viele Olympiasieger im Gewehrbereich hatten wir denn bisher so?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Karl,

    schau Dir einfach mal die folgende Bilanz an. Du wirst in Deutschland zur Zeit niemanden sonst mit so einer hohen Anzahl internationaler Erfolge finden, den Schumann mit seinen olympischen Medaillen mal außen vor gelassen.

    http://www.issf-sports.org/shooters/shoot…HGERW2901197101


    Aber statt stolz zu sein auf unsere im Prinzip einzige Schützin von wirklichem Weltklasseformat, üben wir uns lieber in systematischer Demontage. Niemand in der internationalen Schützenwelt hat ihre Nichtnominierung LG bei den Spielen verstanden. Die Verwunderung darüber konnte man sogar deutlich auf den Seiten der sonst immer um Neutralität bemühten ISSF nachlesen.

    Meine persönliche und auch subjektive, aber deswegen sicher nicht unzutreffende Bewertung, kannst Du hier nachlesen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank