Beiträge von Murmelchen

    Der Vorteil beim einhändigen Schießen besteht darin, dass man einen etwas größeren Abstand zum Visier hat und deshalb auch gerade wegen der recht kurzen Visierlänge bei einer Kurzwaffe präziser zielen kann.

    Nachteil ist natürlich, dass man alle Funktionen in einer Hand vereinigt hat, also neben dem Halten auch das letztlich entscheidende Abziehen. Hinzu kommt speziell noch je nach Kaliber, dass man schon mit einer gewissen Kraft zugreifen muss, um die Waffe während der Schussabgabe zu kontrollieren.

    Das geht wiederum mit zwei Händen besser und man hat dann auch noch eher die Möglichkeit, sich mit der Abzugshand stärker auf das saubere Abziehen zu konzentrieren.


    Ich schieße übrigens auch lieber mit einer Hand, wobei ich aber auch sagen muss, dass ich kein richtiger Pistolenschütze bin und sich meine Haupterfahrungen auf ein paar Jahre Lupi beschränken. Ich meine aber, auch eine nicht zu hart geladene 9mm kann man noch ganz gut mit einer Hand schießen. Hab das beim Bund jedenfalls teilweise so vorgeführt und damit zumindest einige staunende Blicke produziert. Aber mangels Wettkampferfahrung kann ich jetzt auch nicht sagen, mit welchem Anschlag ich auf Dauer höhere Ringzahlen erzielen könnte. Aber ist nicht beim DSB der jeweilige Anschlag sogar fest vorgeschrieben? Müsste dazu erst in die SpO schauen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Noch interessanter ist die Video-Aufzeichnung dieser Anhörung im Deutschen Bundestag.

    Hier wird sehr schön deutlich, wie der CDU-Abgeordnete und Mitglied der Innenausschusses Grindel unseren Vize-Präsidenten wegen dieser Lichtpunktgeschichte fast schon angeht. So einer wie dieser Grindel ist letztlich viel gefährlicher, weil er vermeintlich zu den Gemäßigten gehört und vorgibt, dem Schießsport und dem Schützenwesen nahe zu stehen. Dabei scheint er mir nur etwas geschmeidiger zu sein. Aber schaut es euch an und lest selbst und lest dabei auch zwischen den Zeilen.

    Woher kommt wohl dieses auffallende Interesse an dieser Lichtpunktgeschichte? Man beachte, es geht hier um den Innenausschuss, nicht um einen Klub zur Förderung des Schießsports oder so.

    Das Jürgen Kohlheim darauf ausgesprochen besonnen und vernünftig antwortet, war zu erwarten. Das kennen wir so von ihm. Aber Jürgen Kohlhein, wenn auch einer der Vize-Präsidenten, ist nicht der DSB. Dort gibt es sehr unterschiedliche Kräfte und nicht alle Vorstandsmitglieder dort vertreten die gleiche Sichtweise wie Kohlheim und manchen dort ist seine kluge und liberale Haltung auch nicht immer so ganz genehm.

    Zitat

    „Schießsport besteht bei weitem nicht nur aus den olympischen Wettbewerben.“

    Fakt ist jedenfalls, diese Lichtpunktgeschichte ist längst in der Politik angekommen und besonders verdächtig dabei ist, dass gerade die vermeintlich gemäßigten und angeblich Wohlwollenden so auf den Zug aufspringen. Aber das auch nur so zum Nachdenken.


    Und wegi82, hättest Du meine Beiträge mal in Ruhe gelesen, dann hätte Dir eigentlich auch auffallen müssen, dass ich mehrmals auf genau diese Schlüsselszene mit Grindel in dieser Sitzung des Innenausschusses hingewiesen habe. Aber trotzdem vielen Dank für deinen Hinweis.


    Mit bestem Schützengruß und Frohe Weihachten

    Frank

    Wollvieh

    Ein schöner Beitrag, ein schöner Beitrag dafür, wie man es nicht machen sollte, wie es aber gerade auch bei dem Thema immer wieder gemacht wird und wie wir es auch fast täglich in der Presse lesen können.

    Es werden bei paar Behauptungen aufgestellt, Zusammenhänge konstruiert, welche es gar nicht gibt, hier und da ein paar Unschärfen und Verdrehungen eingebaut, verbunden mit der einen oder anderen Falschaussage oder völlig aus dem Zusammenhang gerissenen Ereignissen, Ereignissen, welche bestimmte Thesen untermauern sollen, wo in Wirklichkeit aber überhaupt kein Zusammenhang besteht

    und schon fügt sich das ganze zu einem festen Weltbild mit wie immer fein säuberlicher Einteilung in Gut und Böse.


    Zum Thema Lichtpunkt:

    Beachtet man auch nur ansatzweise die jetzigen politischen, medialen und gesellschaftlichen Strukturen mit fast täglich neuen Rufen nach Verschärfungen und nicht die von vor hundert Jahren, so müsste eigentlich jedem halbwegs denkenden Menschen einleuchten, dass eine schon in den Vereinen eingeführte Technologie, welche scheinbar als völlig gefahrloser Ersatz dienen kann, das absolute Totschlagargument für die weitere Nutzung scharfer Waffen im Schießsport bietet. Wer das als Schütze nicht versteht, ignoriert oder gar verneint, ist entweder sehr dumm oder aber nicht aufrichtig. Nicht aufrichtig, weil er insgeheim selbst von dieser waffenlosen Zukunft träumt bzw. sich diese insgeheim herbei wünscht.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Erzwo,

    Lichtpunkt ist keine Schießsportdisziplin. Sie wurde erst hier im Forum dazu gemogelt. Lichtpunkt ist eine Schießsportsimulation.

    Aber Lichtpunkt bietet leider das gefährliche Potenzial, als ausschließlicher und vermeintlich sinnvoller Ersatz zumindest der Feuerwaffen angesehen und verkauft zu werden. Und das weißt Du auch. Selbstverständlich muss man das nicht so sehen, aber gerade auch in einem Schießsportforum sollte es möglich sein, diese Entwicklung auch kritisch zu sehen.

    Nochmal, es geht hier nicht um die friedliche Koexistenz und Erweiterung des Angebots, es geht um den ausschließlichen Ersatz. Beachte dazu mal die Auslassungen von dem Herrn Tschöpe. Und würde es nur nach dem gehen, dann würde Lichtpunkt auch gleich noch mit verboten.

    In dieser Situation kannst Du von mir als Sportschütze, welcher gerne und fast ausschließlich mit Feuerwaffen schießt, kein Stillschweigen erwarten. Und bisher hat es hier auch noch keiner geschafft, mich davon zu überzeugen, dass meine Befürchtungen grundlos sind, im Gegenteil. In Wirklichkeit hat ja bisher noch nicht mal jemand der Befürworter den Versuch dazu unternommen. Stattdessen gab es ein paar nicht so ganz nette Beschimpfungen.

    Was bleibt mir denn da noch angesichts der wachsenden Dynamik in der leidigen Sache? Ich kann es stillschweigend hinnehmen oder es noch kritisieren. Ich bevorzuge für meinen Teil letzteres, habe ich auch immer schon so gemacht. Hat nicht immer was gebracht, aber oft und war zumindest immer gut für meinen Seelenfrieden.


    Sollte das hier nicht erwünscht sein, so müsst ihr mir das sagen. Dann aber bitte auch deutlich und mit offenem Visier.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Gerhard, Bezug nehmend auf deinen letzten Beitrag, auch das stimmt nicht so ganz.

    Es gab auch missbräuchliche Taten mit kleinkalibrigen Sportwaffen, wenn auch nur ganz wenige genauso wie mit den großkalibrigen Schusswaffen. Nur wurden diese Taten nicht so instrumentalisiert.

    Instrumentalisiert, vermarktet und ideologisiert wurden bisher nur die Taten mit großkalibrigen Waffen und genau genommen auch nur wegen zweier spektakulärer Vorfälle.

    Und leider instrumentalisierst auch Du wieder ausschließlich diese großkalibrigen Waffen. Und die Begründung dafür lieferst Du zumeist zwischen den Zeilen auch fast immer mit dazu. Sie passen einfach nicht in dein Weltbild. Objektiv besteht aber gar kein so großer Unterschied zwischen KK und GK. Sportlich gibt es sogar Disziplinen, wo KK eher anspruchsvoller zu schießen ist und missbräuchlich genutzt wären alle oben genannten Taten auch mit einer kleinkalibrigen Waffe möglich gewesen.

    Das ist doch genau das Problem. Wer einen Graben zwischen GK und KK usw. zieht, der macht das entweder aus ideologischen Gründen oder hat überhaupt keine Ahnung von der Materie. Als logische Konsequenz bleibt dann nur noch das auch nicht völlig ungefährliche Druckluft oder eben nur noch das Lichtpunktgerät als ganz schwacher Ersatz. Und genau das macht mir Angst, auch weil es doch inzwischen ganz offensichtlich ist, das es eben auch Schützen, oder besser gesagt, Funktionäre gibt, die genau darin eine Zukunft sehen. Obwohl sie es besser wissen müssten. Und da helfen dann auch keine frommen Lippenbekenntnisse mehr ala "Wir stellen keine sportlichen Disziplinen in Frage". Ne, aber 'wir' wären auch nicht wirklich unglücklich, würden sie doch irgendwann verboten. Wie soll man denn sonst dieses ständige 'wir' und 'ihr' verstehen, selbst wenn es gar nicht passt.


    Und noch etwas, wenn Dir meine angeblich so respektlosen Beiträge hier nicht passen, dann tu Dir bitte keinen Zwang an. Dieser permanente, aber fast immer nur einseitige Hinweis auf irgendwelche nachträglich konstruierten Forenregeln ist in diesem Zusammenhang einfach nur, mit Verlaub, lächerlich. Es steht Dir als Betreiber natürlich zu, mich hier zu bannen, wenn Dir meine Beiträge nicht passen. Aber dann tue es auch mit offenem Visier.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    MichaelB hat es schon sehr gut ausgedrückt.


    MichaelB hat mal wieder ziemlichen Unsinn geschrieben, mehr nicht. Er vergleicht Äpfel und Birnen, wobei selbst das hier noch nicht einmal passt, angebrachter wäre Äpfel und Suppengemüse oder so. Und wer als Sportschütze meint, er müsse mit dem Begriff Killerwumme operieren, der diskreditiert sich doch selbst.

    Aber trotzdem würde ich auch von Dir gerne eine Begründung deiner Aussage hören, wonach diese massive Promotion dieser Lichtpunktgeschichte kein Problem geschweige denn eine weitere Bedrohung für den Schießsport in seiner jetzigen Form und Vielfalt darstellt. Vielleicht ist es Dir dabei ja sogar möglich, auf meinen Beitrag nebenan einzugehen.

    Und wo wir gerade so schön beim Thema sind in Richtung Gerhard:

    Das Lichtpunktdingsbums kann gar keine Schießsportdisziplin sein, da es überhaupt kein Schießen ist. Es ist nur ein schlechter Ersatz, eine Simulation, mehr nicht. Man kann und darf natürlich auch etwas anderes behaupten, richtig wird es dadurch aber noch lange nicht. Daran ändert auch die traurige Tatsache nichts, dass es mittlerweile schon von einigen Landesverbänden als so eine Art Rahmenprogramm angeboten wird.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Kogge,

    da Du offensichtlich nicht gewillt oder in der Lage bist, auch nur ansatzweise zu verstehen, was ich geschrieben habe und deshalb hier von einen Dialog auch keine Rede sein kann, erübrigt sich jetzt auch jedes weitere Wort.

    Aber eigentlich sollte es Dir doch leicht fallen, meine Argumente und Befürchtungen - ja, in Wirklichkeit sind es Befürchtungen - zu widerlegen oder zumindest zu entkräften, wo Du doch so von dieser Ersatzlösung aka Simulation überzeugt zu sein scheinst. Wie sieht es denn mit den möglichen Folgen für den Schießsport aus? Ach so, ich vergaß, dafür kannst Du und der Rest der Promoter dann ja selbstverständlich nichts.

    Also, ich verschließe mich auch weiterhin nicht einem möglichst konstruktivem Dialog, obwohl ich nach Kenntnisnahme zumindest deiner letzten Beiträge hier schon die Befürchtung habe, dass das nur bedingt sinnvoll ist.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die Flugmodellbauer waren auch immer schon eine beliebte Gruppe für Attacken und zum Teil sogar auch staatlich verordneter Gängeleien, wenn auch sicher nicht so stark wie jetzt wir. So brauchte man früher generell eine Erlaubnis zum Betrieb einer Fernsteuerung und auch heutzutage bedarf es einer Genehmigung für den Betrieb von Modellen ab einer bestimmten Größe. Dann war da noch der regelmäßige Heckmeck um die zugeteilten Frequenzen, als die Bundespost noch hoheitlich war. Generell, Sender waren damals auch immer irgendwie böse. Das kennen auch noch die älteren Funkamateure. Und bei den Modellern gab insbesondere immer auch Ärger wegen der angeblichen Lärmbelästigung, was heutzutage kein Thema mehr ist, weil fast nur noch leistungsstarke E-Antriebe oder großvolumige und gut gedämpfte Benziner eingesetzt werden. Und dann waren da natürlich auch immer noch die bei solchen Themen nie fehlenden Natur und Umweltschützer. Und so bekannte Mätzchen wie horrende Abgaben und Pachten gab und gibt es wohl bei denen auch noch.

    Es scheint wohl immer auch etwas mit der Mentalität vieler unserer Mitbürger hier im Lande zu tun zu haben, wonach etwas, was man selbst nicht braucht oder worin man selbst keinen Sinn sieht, auch anderen nicht gestattet sein darf.


    Apropos, die Jungs mit den mit den richtigen Fliegern, selbst die ganz ohne Motor, müssen jetzt glaube ich auch alle paar Jahre so eine Art Psycho- und Sicherheitscheck über sich ergehen lassen. Anlass war wohl hauptsächlich der 11.09. Klar, Amokläufe mit Segelfliegern sind ja auch so was von alltäglich.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - war auch mal Flieger - bis zur Beförderung 8)

    Ich zitiere mal den Herrn Tschöpe, nur damit hinterher keiner mehr sagen kann, er hätte ja gar nicht gewusst, wohin die Reise gehen soll:


    "Was wir dringend brauchen auf nationaler Ebene, sind schärfe Waffengesetze."

    "Ich glaube, wir brauchen ein Verbot der großkalibrigen Waffen."

    "So agiert die Waffenm... ähm lobby und das muss man wissen, wenn man sich mit ihnen anlegt."

    "Das sind mit Sicherheit nicht alles Amokläufer, aber alle Amokläufe in Deutschland sind mit legalen Waffen verübt worden."

    "Wir haben ja noch eine laufende Initiative, dass das Waffengesetz in deutschlandweit verschärft werden soll. Ich glaube, das ist der erste Schritt."

    "Wir wollen, dass alle großkalibrigen Waffen verboten werden."

    "Ich glaube, das ist der erste Schritt, dass wir daran müssen, dass diese Waffen verboten gehören."

    "Ob es dann noch einen weiteren Anlauf über eine Steuer geben wird, werden wir sehen."


    "Der erste Schritt", liebe Freunde, das ist wohl die Aussage, welche am deutlichsten zeigt, wohin die Reise gehen soll. Und dieser Herr Björn Tschöpe ist politisch kein totaler Niemand oder irgend ein kleiner Provinzheini, er ist immerhin Landtagsabgeordneter (in Bremen Bürgerschaft genannt) und Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo dingo,

    diese Lichtpunktgeräte sind keine Schießsportdiszpiplinen, in keinem unserer Verbände, auch wenn sie in einigen Landesverbänden schon als Rahmenprogramm oder ähnlich ausgeschrieben werden.

    Sie sind nicht mehr als ein eher fragwürdiges Instrument der Nachwuchsgewinnung. Sie könnten allerdings in absehbarer Zeit zur alleinigen Option mutieren und das gilt es mit allen Mitteln zu verhindern.


    Und mit Verlaub, die meisten von BBF verfassten Beiträge haben mehr Substanz als dein letzter Beitrag, auch wenn man über Stil und Form sicher trefflich streiten kann. Fehlen die Argumente, dann zieht man sich halt an Stilfragen hoch.

    Welchen Sinn macht ein Forum, wenn nicht gerade dort auch kontrovers über bestehende Probleme diskutiert und noch besser auch disputiert werden soll oder darf?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Kogge,

    ich habe an für sich überhaupt kein Problem mit diesen Lichtpunktgeräten. Sie mögen sicher einen gewissen Wert in Sachen Nachwuchsarbeit besitzen. Allerdings wird dieser meiner Meinung nach auch stark überbewertet. Man beachte, die Altersgrenzen im Schießsport bestehen schon seit den Siebzigern. Nachwuchsprobleme haben wir aber erst seit den späten Neunzigern und dabei ist unser Hauptproblem in Wirklichkeit gar nicht, Kinder und Jugendliche zu finden und für den Sport zu begeistern. Wir können sie nur nicht dauerhaft binden und unser größtes Problem sind seit längerer Zeit die fehlenden Erwachsenen im Bereich der Schützen- und Damenklasse. Des weiteren schaffen wir es nicht, in den Vereinen genügend auch gut qualifizierte Schützen zu finden, welche als Betreuer und Trainer fungieren. In nicht wenigen Vereinen findet sich schon heute niemand mehr, der in der Lage ist, dem Nachwuchs oder Neueinsteigern auch nur die elementarsten Grundlagen bezüglich Anschlag usw. zu vermitteln. Da frage ich mich schon, was da dann diese Lichtpunktgeräte bringen sollen.

    Wie gesagt, ich habe kein wirkliches Problem mit diesen Lichtpunktgeräten und würden wir nicht seit mittlerweile vielen Jahren mit immer lauter werdenden Verbotsforderungen konfrontiert, bräuchte man über diese Sachen auch überhaupt nicht zu sprechen. Aber unter den jetzigen Vorzeichen birgt diese Technologie und deren Förderung große Gefahren. Immer einflussreicher werdende politische Gruppierungen, fast ausnahmslos und massiv unterstützt durch regelmäßige bundesweite Pressekampagnen, fordern weitere Verbote bis hin zu einem Totalverbot. Da bietet eine schon in den Vereinen eingeführte Technologie, welche scheinbar als völlig gefahrloser Ersatz dienen kann, das absolute Totschlagargument. Wer das als Schütze nicht versteht, ignoriert oder gar verneint, ist entweder sehr dumm oder aber nicht aufrichtig. Nicht aufrichtig, weil er insgeheim selbst von dieser waffenlosen Zukunft träumt bzw. sich diese insgeheim herbei wünscht.

    Noch einmal, es geht also nicht um eine friedliche Koexistenz verschiedener Disziplinen, wie es bisher bei den noch bestehenden Disziplinen der Fall ist, sondern um einen Ersatz. Wobei ich dem einen oder anderen Schützen schon noch glaube, dass er nur diese friedliche Koexistenz anstrebt und nicht mehr. Aber diese Lichtpunktgeräte sollen langfristig alle bisher benutzten Feuerwaffen ersetzen. Die Nutzung aller bisherigen Feuerwaffen und der damit verbundene Erwerb und Besitz soll langfristig verboten werden. Das ist das erklärte Ziel unserer Gegner und weiter Teile der Politik und selbstverständlich ist es für die Politik viel einfacher, weitere Verbote zu beschließen, wenn sie sich hinstellen und sagen können, seht her, die 'vernünftigen' Schützen verwenden doch schon lange und sehr erfolgreich, wie man hört, diese völlig gefahrlose Technologie. Die 'vernünftigen' Schützen können also auch sehr gut ohne diese ach so gefährlichen Feuerwaffen auskommen. Das ist die Kernaussage. Dabei wissen wir alle, dass schon die angeblich so große Gefährlichkeit der Feuerwaffen im Schießsport schlicht ein Ammenmärchen ist.

    Diese Verbotsforderungen sind real, weitere Verbote sind politisch machbar, kein Hirngespinst und daher ist es auch zwingend notwendig, dass wir Schützen uns die Frage stellen, ob wir uns zum jetzigen Zeitpunkt die Förderung bestimmter Technologien mit eher fragwürdigem Nutzwert wirklich leisten können, wohl wissend, dass wir damit die Rufe nach weiteren Verboten massiv unterstützen.

    Selbstverständlich wird die Politik nicht von heute auf morgen sämtliche Feuer- oder gar Druckluftwaffen verbieten (können). Aber stellt euch mal vor, was nur ein Verbot von GK im Schießsport und speziell (auch) im DSB bedeuten würde. Schaut euch mal die Ranglisten des DSB und dessen Landesverbände an. Neben Auflage sind es hauptsächlich die GK-Kurz Disziplinen, wo es noch wirklich große Teilnehmerzahlen und sogar noch Zulauf gibt. Wie groß wäre wohl der Schaden, wenn diese Disziplinen verboten würden? Der Schaden würde jedenfalls in keinem Verhältnis zu den paar neuen Mitgliedern stehen, welche durch diese Lichtpunktgeschichte langfristig für den Schieß- oder dann besser Zielsport gewonnen werden können.

    Und bitte, wer jetzt immer noch als 'nur' Druckluftschütze einwendet, GK wäre doch die Ursache aller Probleme und man brauche es ja wirklich nicht wirklich, ein Verbot wäre möglicherweise sogar besser, der möge sich einfach mal in seinem Kreis oder Bezirk oder auf der LM einen GK-Wettkampf anschauen. Er wird dort genauso friedliche und und verantwortungsbewusste Schützen, welche mit der gleichen Begeisterung und Passion wie auf einen Druckluftstand oder KK-Stand mit der SpoPi schießen, finden. Möglicherweise geht es dort sogar noch etwas entspannter und kameradschaftlicher zu als auf den Druckluftständen. Und das schreibe ich hier als fast ausschließlicher Gewehrschütze, welcher diese Disziplinen selbst gar nicht bestreitet.


    Fazit: Diese Lichtpunktgeräte sind an sich kein Problem, auch wenn sie zur Zeit von ihren Befürwortern etwas zu sehr als das Allheilmittel schlechthin verkauft werden, was sie keinesfalls sind. Erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit ist jedenfalls auch noch ohne sie möglich, vielleicht sogar nachhaltiger, um das schöne Wort auch mal zu gebrauchen. Da sie aber, obwohl dafür völlig ungeeignet, von den Gegnern des Schießsports als Rechtfertigung und starkes Argument für weitere Verbote verwenden werden können, stellen sie zur Zeit eine massive weitere Bedrohung für den Schießsport dar. Deshalb beinhaltet dessen Nutzung und weitere Förderung zur Zeit auch massives weiteres Spaltpotenzial unter den Schützen, wie man ja auch hier zweifelsfrei nachlesen kann. Deshalb muss auch ganz klar eine Abwägung zwischen wirklichem Nutzen und den damit verbundenen möglichen Problemen und Gefahren getroffen werden. Und ja, es muss deshalb auch möglich sein, dieses Problem auch weiterhin in Schützenkreisen zu thematisieren und auch zu diskutieren.

    Was dabei wirklich zählt, sind handfeste Argumente, nicht dümmliche Verbalattacken. Und Kogge, im Zweifelsfall muss ich mich nicht dafür schämen, dass mein geistiger Horizont offensichtlich etwas weiter reicht. Ich lebe und liebe unseren Sport jetzt seit fast 40 Jahren, vermutlich sogar deutlich intensiver als Du. Deshalb werde ich auch weiterhin Entwicklungen, welche aus meiner Sicht unserem Schießsport nur schaden können, kritisch begleiten. Ich weiß auch, dass es dort draußen viele Schützen gibt, welche das ähnlich sehen. Nur erheben diese Schützen ihre Stimmen nicht, weil es einfach nicht ihrem Naturell entspricht. Sie schweigen lieber, nehmen es hin und gehen schlussendlich irgendwann still und leise. Ich nicht! Jedenfalls nicht, solange ich noch kann.


    In diesem Sinne und wie immer mit bestem Schützengruß

    Frank

    Lieber Kogge,

    meine Anmerkung zu Biathlon steht in einen ganz bestimmten Kontext. Deshalb bin ich auch davon ausgegangen, dass jeder hier versteht, wie der eher beiläufige Hinweis gemeint ist. Das scheint aber leider nicht der Fall zu sein. Also noch einmal ganz langsam. Meine Anmerkung ist ganz sicher nicht als Kritik an der schönen Sportart Biathlon zu verstehen. Sie bezieht sich ausschließlich auf diejenigen Kapazitäten, welche den Schießsport immer in die Nähe zu diesen sogenannten Amokläufen bringen, dabei aber immer auch ganz geflissentlich die doch eigentlich nach deren verquerer Logik naheliegenste Sportart, nämlich Biathlon, völlig ausklammern. Ich will damit zum Ausdruck bringen, wie schräg, aber auch wie verlogen diese Argumente der Gegner in Wirklichkeit sind.

    Ich weiß ja nicht, inwieweit Du meine zugebenerweise oft etwas längeren Beiträge hier regelmäßig ließt, würde aber doch behaupten wollen, würdest Du mich nicht nur auf meine berechtigte und mit zahlreichen Argumenten untermauerte Kritik an dieser Lichtpunktgeschichte reduzieren, so sollte es auch Dir möglich sein, ein etwas differenzierteres Bild über mich zu bilden.

    Zu deinen weiteren Anmerkungen: Der Herr, um den es hier geht, schafft es regelmäßig in die überregionalen Blätter unserer Qualitätspresse, ob uns das nun passt oder nicht. Wir können es auch nicht verhindern. Aber wir können hier in unserem Forum einiges klarstellen, Hintergrundinformationen liefern, so dass sich zumindest die hier lesenden Schützen und vielleicht auch andere an dem Thema Interessierte ein besseres und richtiges Bild machen können. Das ist zugegebenermaßen nicht immer ganz einfach, wie man ja auch anhand deiner Beiträge hier wieder gut sehen kann. Es ist aber trotzdem wichtig und richtig.

    Weniger gut sind in einem solchen Kontext aber diese fast schon reflexhaften Beiträge, welche auch noch jeden weiteren noch so dämlichen und perfiden Angriff auf unsren Sport irgendwie relativieren, als doch gar nicht so schlimm oder sogar noch gut heißen.

    Es sind nicht die wenigen 'Hanseln', welche sich noch, teilweise schon recht verzweifelt, gegen weitere Verschärfungen, Einschränkungen und Gängeleien aussprechen, an die Solidarität aller Schützen appellieren, es sind diese ganzen Gutheißer, Beschwichtiger, Realtivierer und Einkicker unter uns, welche dazu beitragen, dass unser Sport Scheibchen für Scheibchen immer weiter ausgehöhlt und langfristig zerstört wird. Man kann nicht an die Einigkeit der Schützen appellieren, wenn man gleichzeitig fragwürdige Technologien befürwortet und einführt, welche den Gegnern massive Totschlagargumete für weitere Verschärfungen und Verbote liefert. Aber genau das geschieht zur Zeit mit diesen Lichtpunktdingern und auf welch fruchtbaren Boden das fällt, zeigt das große Interesse daran gerade auch von vermeintlich wohlwollenden oder gemäßigten Politikern wie auch dem CDU-Mann Grindel.

    Und ja, wer sich eine Zukunft unseres Sport im Zweifel auch ausschließlich mit diesen Leuchtdingern vorstellen kann, der ist für mich kein Schütze. Und solche Spezialisten dürfen mich auch gerne weiterhin Hansel nennen.


    Apropos, den P.O.Ackley hast Du wohl auch nicht so ganz richtig verstanden.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - war die Bonner Bombe etwa auch ein Zeller Loch


    die Forderung des Rechtsanwaltes geht m.E. über die bisherigen, angewandten Regelungen hinaus.


    Die Forderung geht weit über die bisher bestehenden gesetzlichen Verpflichtungen hinaus.

    Es gibt weder eine generelle Verpflichtung zur Führung einer Schießkladde noch zur Führung von Wettkampfteilnahmelisten.

    Und das ist auch gut so! Vorauseilender Gehorsam ist hingegen nur selten wirklich gut.


    Zu OO:

    Der hat damals IPSC in Deutschland eingeführt.

    Nach Abbruch seiner Aktivitäten im BDS hat er dann über die Gefährlichkeit von IPSC fabuliert. Das wäre halt das Amokläufertaining schlechthin. Nur so nebenbei, über Biathlon sagt das komischerweise nie einer.

    Und jetzt will er auch noch die Schützen zu mehr Trainings- und Wettkampfaktivitäten zwingen. Das scheint mir auf jeden Fall sehr stringent.

    Ja ja, manche Leute muss man wohl wirklich kontrollieren. Es sind aber nur ganz wenige, wobei der Schaden, den sie anrichten können, natürlich nicht im direkten Verhältnis zur eigenen Größe stehen muss.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Frank,

    Lediglich die tabellarische Aufbereitung der Regelungslage nach §27 Absatz 3 WaffG gefällt mir nicht so gut - sie folgt der sehr häufig vorzufindenen Konstruktion mit "erlaubt" / "verboten" / "nur mit" / "oder" / "und" - Bedingungen - das ist m.E. sehr schwer nachvollziehbar.


    diese tabellarische Aufbereitung ist zudem auch noch (wie fast alle Tabellen zum Thema) fehlerhaft. Einmal betrifft das die altbekannte Nummer bezüglich Einverständnis des Erziehungsberechtigten, welches für alle Minderjährigen vorliegen muss, also auch für 16 - 17-Jährige 'nur' Druckluftschützen. Außerdem gibt es rein formal nach WaffG bezüglich der Sondererlaubnisse nach unten keine Grenzen und auch keine Beschränkungen bezüglich der Waffenarten, auch wenn immer wieder von den Behörden und teilweise auch Verbänden bestimmte 'Hausnummern' genannt werden.

    Zudem, sollte ich jetzt nicht etwas überlesen haben, scheint mir der Verfasser auch kein allzu großer Freund von § 11 (3) AWaffV zu sein. Ich finde jedenfalls keinen Hinweis darauf in seinem Werk.


    Bezüglich deiner Ausarbeitung wäre zu der dort enthaltenen Tabelle auch noch anzumerken, dass noch die Fallunterscheidung GK auf der einen Seite und KK und Flinte auf der anderen Seite nach dem zur Zeit gültigen WaffG nötig wäre. Das ist aber schlicht der Tatsache geschuldet, dass das Gesetz seit dem Zeitpunkt der Erstellung schon wieder geändert (verschärft) wurde.


    Apropos, wo wir gerade so schön beim Thema sind, wie sieht es zur Zeit denn rechtlich bezüglich der Armbrust aus? Es gibt ja bekanntlich dieses Urteil des OVG Münster. Das bezieht sich zwar auf das Schießen mit der sogenannten Hocharmbrust, aber aus der Argumentation der Richter kann man deshalb noch lange nicht schließen, dass das Schießen z. Bsp. mit Match-Armbrüsten oder diesen Teilen zur Nachwuchsförderung oder auch Traditionspflege jetzt Minderjährigen wirklich gestattet sei, im Gegenteil. Die Kernaussage lautet ja, dass auch mit einer Armbrust Schießen im Sinne des WaffG vorliegt und damit auch dessen Beschränkungen greifen. Ich würde in Anbetracht dieses Urteils jedenfalls soweit gehen wollen, allen Ausrichtern und Vereinen, in denen auch Minderjährige mit Armbrüsten schießen sollen, sich um eine Ausnahmegenehmigung nach § 3 (3) zu bemühen.

    Wie siehst Du bzw. wie seht ihr das?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Wilhelm,

    vielen Dank für deinen Beitrag, liefest Du doch damit einen weiteren schlagenden Beweis für meine schon vorher getroffene Aussage.

    Zitat

    Aber ich vergesse immer, wer, selbst wenn nur insgeheim, von einer waffenlosen Zukunft des Zielsports träumt, der argumentiert und agiert natürlich anders.

    Und dazu gehört natürlich auch, diejenigen, welche sich noch, wenn auch oft schon recht verzweifelt und frustriert, für den Erhalt des Schießsports, ich betone, des Schießsports, in seiner jetzigen Form und Vielfalt einsetzen, als Bedenkenträger, Verlierer und Verweigerer zu titulieren.


    Liebe Leser, lasst euch nicht verschaukeln. Es gibt unter uns Schützen, fast ausschließlich aus den Reihen der Funktionäre, die wollen ganz bewusst diese Lichtpunktgeschichte (Zielsport) als langfristig ausschließlichen Ersatz für den Schießsport etablieren. Es geht ihnen dabei um die Vision eines sauberen waffenlosen Sports. Und das ist jetzt nicht einfach so eine Behauptung von mir. Das sind ganz klare Aussagen von Funktionären, auch wenn sie bisher so nur hinter verschlossenen Türen fallen.

    Aber nicht nur das Ziel ist dabei ein (tödlicher) Irrweg, alle Aktivitäten auf diesen Gebiet führen schon jetzt zu einer weiteren massiven Spaltung unter den Schützen. Schweigen bedeutet eben nicht immer Zustimmung. Nicht wenige Schützen werden sich einfach schweigend zurückziehen, sie werden einfach leise gehen, weil sie sich verraten und verkauft vorkommen, weil sie sehen, dass, statt sich den ganzen unberechtigten Angriffen und Kampagnen gegenüber dem Schießsport zu stellen, sich zu wehren, statt mit einer gemeinsamen Stimme dem Spuk ein Ende zu bereiten, ihr Verband und Funktionäre an völlig ungeeigneten Ersatzlösungen basteln. Ersatzlösungen, welche vielleicht noch eine Zeit lang für die kurzfristige Bespaßung von Kindern taugen, aber niemals ein Ersatz für den Schießsport sein können.


    Jeder der vor dem realen Hintergrund weiterer gesellschaftlicher Verbotsforderungen diese Lichtpunktgeschichte propagiert, muss sich die Frage gefallen lassen, worum es ihm geht. Um einen Beitrag zum Erhalt des Schießsports in seiner jetzigen Form und Vielfalt wohl kaum. Kinderbespaßung als Selbstzweck und die Motivation, auch (wieder) als ein Vertreter einer 'sauberen' Sportart angesehen zu werden wohl eher.

    Dazu passen dann auch gut solche auch hier im Forum schon getätigten Aussagen wie "Solche Waffen (Pistolen nach SpO) packe ich nicht an"


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo MichaelB,

    ich ziehe das Mädchen nicht durch den Kakao und auch BBF hat das nicht getan.

    Ich schieße kein Großkaliber, mal von seltenen Ausnahmen abgesehen.


    Vergleichende und bewertende Aussagen in Bezug auf die Gefährlichkeit von Schusswaffen muss man immer auch im gesellschaftlichen Kontext sehen, sprich im Zusammenhang mit bestehenden Verbotsforderungen, Rufen nach Verschärfungen, massiven Pressekampagnen usw..

    Bewertet man die tatsächlichen Gefahren und Risiken anhand des tatsächlich stattfinden Missbrauchs und anhand tatsächlich stattfindender Unfälle, so kann man eigentlich kein Verständnis dafür aufbringen, dass selbst Schützen mit zum Teil unbedarften und unreflektierten Vergleichen weiteren Beschränkungen bis hin zu weiteren Verboten das Wort reden und/oder weiter dem St. Florians Prinzip huldigen.


    Aber ich vergesse immer, wer, selbst wenn nur insgeheim, von einer waffenlosen Zukunft des Zielsports träumt, der argumentiert und agiert natürlich anders.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    in der heute veröffentlichten Broschüre "Sportjahr 2013" bzw. "Ausschreibungen 2013" werden in der Tabelle DM Auflage Senioren auch schon diese neuen Nummern (70 - 75) angegeben, eine Seite weiter wird dann unter Punkt 1.12 bezüglich dieser Nummern auf Regel 9.1.5.1 der SpO verwiesen. Unter Punkt 6.1 wird dann auch noch auf die Regeln 9.1.4 und 9.1.5.1 der SpO hingewiesen. Nur gibt es all diese Regeln in der zur Zeit gültigen Sportordnung des DSB gar nicht, oder etwa doch?

    Wie habe ich das denn nun wieder zu verstehen oder muss ich das etwa gar nicht verstehen? Oder habe ich etwa etwas ganz Wesentliches übersehen oder verpasst? Fragen über Fragen.


    Mit leicht irritiertem Schützengruß

    Frank

    Hallo Reiner,

    ne, es geht um die zu den jeweiligen Altersklassen zugehörigen Nummern, sprich die Klassennummern.

    In der aktuellen und ja irgendwie auch gültigen SpO sind diese Nummern ja unter 0.7.1 ff und 9.0.1.1 fest vorgegeben.

    Jetzt hat es wohl vom DSB (wiedermal) per Zettel die mehr oder weniger interne Anordnung gegeben, die Klassennummern für die Senioren in den Auflagedisziplinen zu ändern. Kneu = Kalt + 10. Die Begründung dafür lautet wohl, dass bestimmte Auswerteprogramme mit der jetzigen Klasseneinteilung und den Nummern nach SpO Probleme haben, da die Einteilungen bei den Seniorenklassen zum Teil auch von der Disziplin abhängig sind. Es gibt nach SpO zur Zeit die Seniorenklasse 60/61 und die Seniorenklasse A, welche auch unter 60/61 läuft. Ja ja, als ob es sonst keine Fallunterscheidungen gebe und Konstrukte für Fallunterscheidungen sind ja auch in den gängigen Programmiersprachen gar nicht vorgesehen. Wie soll man das da dann auch richtig programmieren können. Und wenn man es nicht richtig programmieren kann, müssen halt die Regeln geändert werden. :pinch:

    Beim NDSB verkompliziert diese Vorgabe nach Minimags Anmerkungen die Sache noch deutlich weiter, da dort zusätzlich zu DSB-Auflage (jetzt nach den neuen Nummern) auch noch NDSB-Auflage nach den alten Nummern geschossen wird.

    Unbedarfte Menschen könnten zudem auch noch meinen, diese Nummern bedeuteten jetzt das tatsächliche Alter der Schützen, weil das ja bei Senioren C so schön passt. Die Sache leistet also auch noch einen weiteren Beitrag zur allgemeinen Verwirrung.


    Egal, wenn das mit den Zettelgeschichten so weiter geht, brauchen wir bald keine SpO mehr. Wer weiß, vielleicht agieren beim DSB ja doch weitsichtige Menschen und planen einfach schon mal leise vor. :D


    Noch eine Anmerkung: Im Grunde ist diese Nummerngeschichte ja nicht wirklich wichtig und im Zweifel bin ich bei (echten) Problemen auch für pragmatische Lösungen, aber dass die speziell in den letzten Jahren in Mode gekommene Art, Änderungen an der bestehenden SpO per Zetteldekret vorzunehmen, bei der Größe und den Strukturen unseres Verbandes und der Komplexität des Regelwerkes keine Lösung sein kann, dürfte doch hoffentlich den meisten Schützen einleuchten, oder? Macht man das trotzdem, leistet man damit nur einen weiteren Beitrag für mehr Willkür und Chaos.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - aber jeder bitte nur einen Zettel