Hallo Dieter,
ich hätte kein Problem mit diesen Dingern, gäbe es nicht immer neue und ständig lauter werdende Verbotsforderungen, selbst wenn dazu Vorfälle aus fernen Ländern herangezogen werden müssen. Allerdings halte ich den Nutzen dieser Lichtpunktteile auch für stark überbewertet. Man erinnere sich, die Altersbeschränkung im Schießsport besteht schon seit den Siebzigern. Das ist keine Erfindung der Neuzeit. Auch besteht bei diesen Teilen immer das Problem, dass der respektvolle und so immens wichtige frühe sichere Umgang mit Schusswaffen auf der Strecke bleibt. Es ist ja nur harmloses Spielzeug. Auch frage ich mich, ob aufgrund der mangelnden Präzision überhaupt wirklich gute Lernerfolge möglich sind, da kein wirkliches Feedback über die genaue Trefferlage geliefert wird. Die Elektronik täuscht diese nicht vorhandene Präzision ja nur vor. Irgendwo einen Treffer produzieren kann fast jeder, das ist aber kein präzises Schießen.
Aber darum geht es nicht und das wäre auch alles kein wirklicher Grund für eine Ablehnung.
Es geht darum, dass diese Technologie als langfristig kompletter Ersatz für das scharfe Schießen angesehen werden kann und so ja leider auch vermarktet wird. Ist so eine Technologie erst mal in den Vereinen etabliert und wird diese dazu auch noch als erfolgreich verkauft, was deren Befürworter ja ständig machen, so wird damit unseren Politikern die Legitimation weiterer Verbote geradezu auf dem Silbertablett geliefert. Und dabei spielt es dann auch keine Rolle mehr, dass so eine Simulation das tatsächliche sportliche Schießen niemals ersetzen kann. Nicht ohne Grund wird ja auch jetzt schon eine massive Polarisierung und Spaltung in die seriösen und verantwortungsbewussten Ziel-Schützen auf der einen Seite und die intoleranten Ballermänner auf der anderen Seite betrieben.
Noch liegt es an uns Schützen selbst, ob wir diese Entwicklung angesichts der massiven Bedrohung weiterhin einfach so hinnehmen wollen, aber nicht mehr lange.
Mit bestem Schützengruß
Frank