Beiträge von Murmelchen

    Hallo Dieter,

    ich hätte kein Problem mit diesen Dingern, gäbe es nicht immer neue und ständig lauter werdende Verbotsforderungen, selbst wenn dazu Vorfälle aus fernen Ländern herangezogen werden müssen. Allerdings halte ich den Nutzen dieser Lichtpunktteile auch für stark überbewertet. Man erinnere sich, die Altersbeschränkung im Schießsport besteht schon seit den Siebzigern. Das ist keine Erfindung der Neuzeit. Auch besteht bei diesen Teilen immer das Problem, dass der respektvolle und so immens wichtige frühe sichere Umgang mit Schusswaffen auf der Strecke bleibt. Es ist ja nur harmloses Spielzeug. Auch frage ich mich, ob aufgrund der mangelnden Präzision überhaupt wirklich gute Lernerfolge möglich sind, da kein wirkliches Feedback über die genaue Trefferlage geliefert wird. Die Elektronik täuscht diese nicht vorhandene Präzision ja nur vor. Irgendwo einen Treffer produzieren kann fast jeder, das ist aber kein präzises Schießen.

    Aber darum geht es nicht und das wäre auch alles kein wirklicher Grund für eine Ablehnung.

    Es geht darum, dass diese Technologie als langfristig kompletter Ersatz für das scharfe Schießen angesehen werden kann und so ja leider auch vermarktet wird. Ist so eine Technologie erst mal in den Vereinen etabliert und wird diese dazu auch noch als erfolgreich verkauft, was deren Befürworter ja ständig machen, so wird damit unseren Politikern die Legitimation weiterer Verbote geradezu auf dem Silbertablett geliefert. Und dabei spielt es dann auch keine Rolle mehr, dass so eine Simulation das tatsächliche sportliche Schießen niemals ersetzen kann. Nicht ohne Grund wird ja auch jetzt schon eine massive Polarisierung und Spaltung in die seriösen und verantwortungsbewussten Ziel-Schützen auf der einen Seite und die intoleranten Ballermänner auf der anderen Seite betrieben.

    Noch liegt es an uns Schützen selbst, ob wir diese Entwicklung angesichts der massiven Bedrohung weiterhin einfach so hinnehmen wollen, aber nicht mehr lange.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    ...es ist nur ein geringer prozentsatz der Schützen in der Lage ohne Blende mit beiden augen offen zu schießen.


    Und das geht auch nur dann, wenn das dominiernde Auge auch das Zielauge ist. Andernfalls braucht man auf jeden Fall eine Blende.

    Es ist schon möglich, den Anschlag auf die andere Seite umzustellen und gibt auch einige wenige Schützen, welche das so gemacht haben, aber es ist auch nicht einfach.

    Daher würde ich auch gerade einem Pistolenschützen auch erst mal raten, es mit dem nicht dominiernden Auge (und Blende) zu versuchen, oder aber über Kreuz zu zielen, was zwar immer etwas interessant aussieht, aber auch durchaus geht. Es kommt auch ein bisschen auf die Sehleistung der Augen an, denn oft ist das nicht dominiernde Auge auch deutlich schwächer.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wo sind jetzt all die Leuchtartisten die mir erklären daß sie durch ihre Maßnahmen keine Politiker auf dumme Gedanken gebracht haben?


    Nun, jetzt wird beredet geschwiegen, denn leugnen geht ja jetzt auch wirklich nicht mehr.

    Aber machen wir uns nichts vor, der Weg in den waffenlosen Zielsport wird natürlich beharrlich weiter verfolgt. Und dieser Mist wird den Naiven unter uns auch weiterhin als alternativlos für die Nachwuchsarbeit verkauft, werden weiter fromme Lippenbekenntnisse zur Vielfalt des Schießsports abgegeben und die wenigen Kritiker als paranoide und intolerante Ballermänner diffamiert. Das wird auch so weitergehen bis zum bitteren Ende.

    Warum auch nicht, den meisten Schützen scheint das ja auch egal zu sein oder sie können sich immer noch nicht vorstellen, dass mit diesen Aktivitäten ein weiterer massiver Beitrag zur Zerstörung des Schießsports in seiner jetzigen Vielfalt geleistet wird und das es unter uns auch Schützen oder besser gesagt Funktionäre gibt, die das auch genauso wollen.


    Mit frustriertem Schützengruß

    Frank

    Hallo clarence,

    wie schon gesagt wurde, die Verwendung eigener Scheiben- bzw. Streifenhalter ist zulässig und diese Streifenhalter haben ja auch alle nur ein mehr oder weniger großes Loch, welches auch nur die Ringe bzw. den schwarzen Spiegel offen lässt.

    Aber ein zu kleines Loch bietet tatsächlich, wie MichaelB schon andeutete, die Gefahr böser Trefferverlagerungen, wenn der Streifen oder die Scheibe etwas verrutscht und dabei einen Teil der schwarzen Kreisfläche abdeckt und der Schütze merkt das nicht oder nimmt es nicht wahr.

    Zudem wirst Du mit so einer Blende niemals den gleichen optischen Eindruck wie bei den elektronischen Scheiben erreichen können, da der gute Kontrast dort hauptsächlich dadurch entsteht, dass die schwarze Fläche dort eben ein schwarzes Loch ist, wenn auch nicht im astrophysikalischen Sinne. 8)

    Das Problem der herkömmlichen Scheiben ist ja neben dem eher gelblichen Karton, dass der Druck nicht wirklich schwarz ist, sondern je nach Ausführung und durch die weißen Ringe bedingt und das jeweilige Licht auf dem Stand eher anthrazit bis gräulich wirkt.

    Verbessern kannst Du mit der Blende nur etwas den gelblichen Hintergrund, indem Du wirklich weißen Karton nimmst. Aber wie oben schon gesagt, solche Blenden können auch tückisch sein und außerdem ist der Hintergrund eh nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem ist die nicht wirklich tiefschwarze Kreisfläche und das Problem kannst Du mit einer Blende deshalb auch nicht lösen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ganz toll! :thumbup:

    Und so einen Beitrag am besten in Form einer Reportage bräuchten wir auch im Fernsehen, zu einer guten Sendezeit und ganz ohne Waffendiskussion.

    Ich habe es glaube ich schon mal erwähnt, eine gute Anregung dazu könnte auch der alte Reinkemeier-Film über die DM 91 in München liefern und den könnte man sogar auch noch heutzutage senden, da fast zeitlos, wenn auch schon über 20 Jahre alt.

    Aber noch besser wäre wohl ein moderner Beitrag mit schönen modernen Bildern wie in diesem Werbevideo.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Man sollte aber beachten, dass einem so ein Teil nur dann nützt, wenn nicht neben dem sphärischen Sehfehler, also Kurz- oder Weitsicht, auch noch ein zylindrischer Fehler, auch Astigmatismus genannt, also eine Hornhautverkrümmung, vorliegt.

    Auch die Sache mit der Klarheit ist etwas relativ. An die Klarheit und Brillanz einer gut entspiegelten Linse für die Schießbrille kommt dieses Teil noch nicht ran, auch wenn die Idee einer einstellbaren Linse an sich nicht schlecht ist, da unsere Wahrnehmung und die Fähigkeit, wirklich scharf zu sehen, auch immer etwas schwankt. Da kann dann eine Korrektur ähnlich wie beim Dioptrienausgleich bei den Diopteroptiken ganz hilfreich sein. Aber man schaut eben auch durch Öl.

    Das Ding ist auch noch etwas klobig, was aber sicher auch eine Frage der individuellen Wahrnehmung ist, und wie schon gesagt, das Bild ist nicht so klar und brillant wie bei guten herkömmlichen Gläsern, was aber sicher auch wieder unterschiedlich wahrgenommen werden dürfte.

    Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Kommt eben auch ein bisschen auf die jeweilige Situation an.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo MichaelB,

    stell Dir doch einfach mal die Frage, welche registrierten Waffenbesitzer dort wohl aufgesucht wurden. Die zu Kontrollierten wurden und werden ganz sicher nicht einfach so nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Man möchte ja schließlich etwas vorzeigen, und sei es nur so ein Schreckschussteil. Wo besteht denn wohl die größte Wahrscheinlichkeit auf Treffer? Doch wohl bei den Personen, welche von den ganzen Verschärfungen der letzten Jahre am wenigsten mitbekommen haben dürften, also Altbesitzer und Erben. Dazu passt auch gut die Kontrollzeit Werktags ab 9 Uhr 30. Wen trifft man dann wohl zu Hause an. Doch wohl noch am ehesten Opas und Omis, oder?

    Und dann schauen wir uns mal die Ausbeute dieser Aktion an. Reinrassige ältere Sportgeräte wie die TOZ und das Match 54, alter Perkussionskrempel, möglicherweise sogar zum Teil auch noch Deko, ein LG, die ganz bösen R25 und scheinbar wohl der wichtigste Fund, ein Schreckschussrevolver mit PTB-Zeichen.

    Und wie wird das Ganze dann verkauft, als großer Erfolg und als weiterer Beleg für die (generelle) Unzuverlässigkeit der Sportschützen und auch als Legitimation für weitere Maßnahmen und Sanktionen.


    Wem sich da nicht die Frage nach der Verhältnismäßigkeit stellt (40 Beamte, 5 - 6 Mann pro Trupp) und auch die Frage, ob hier nicht wirklich vornehmlich ältere unbescholtene Bürger kriminalisiert werden, dem kann ich auch nicht helfen. Aber wozu auch mal etwas über eine Sache nachdenken, wenn man schon über so ein festgefügtes Weltbild verfügt.

    Man beachte, diese verschärften Aufbewahrungsvorschriften inklusive Hausbesuche gibt es so erst seit 2009. Auslöser dafür war genau eine Einzeltat. Auf der anderen Seite hat es aber auch vor 2003, also vor Einführung der Tresorpflicht niemals eine signifikante Anzahl von Misbrauchsfällen gegeben, welche auf das Konto nicht sorgfältiger Aufbewahrung gegangen sind. Man beachte, der Besitz von Munition war bis 2003 erlaubnisfrei.

    Zum Schluss, damit ich hier nicht falsch verstanden werde, jeder Waffenbesitzer steht in der Pflicht, die gesetzlichen Auflagen bezüglich der sicheren Aufbewahrung seiner Schusswaffen peinlich genau einzuhalten, im eigenen Interesse, aber auch in Bezug auf die Gemeinschaft, keine Frage. Und ich kann hier auch nur jedem berechtigten Schusswaffenbesitzer eindringlich empfehlen, sich wirklich schlau zu machen, was erlaubt ist und was nicht. Auf keinen Fall sollte man dabei aber auch angesichts der mehr als komplexen Rechtslage auf die immer fehlerfreie und wohlwollende Arbeit der Behörden und der jeweiligen Beamten vertrauen. Im Gegenteil, man muss bei Kontrollen sogar damit rechen, dass die handelnden Beamten aus Unkenntnis oder auch aus anderen Gründen das Gesetz auch gerne mal zu Lasten des Betroffenen auslegen. Und noch etwas, es müssen auch nicht immer wirklich Kontrolleure sein, welche da schellen und um Einlass zwecks Kontrolle bitten.

    Aber es muss auch erlaubt sein, insbesondere auch angesichts der (schon immer) verschwindend geringen Missbrauchszahl legal besessener Schusswaffen, die Frage nach der Verhältnismäßigkeit zu stellen. Insbesondere dann, wenn, wie offensichtlich auch wieder in Berlin versucht wird, mit Tricks wie dem Vorzeigen dieses angeblich so gefährlichen Schreckschussrevolvers der Öffentlichkeit ein bedrohliches Bild zu vermitteln, welches weiteren Handlungsbedarf und auch den Ruf nach weiteren Verschärfungen suggeriert.


    Befremdlich hingegen finde ich, dass sich auch hier gleich wieder Sportschützen genötigt sehen, diese Aktion zu rechtfertigen, obwohl doch gerade sie die Realitäten kennen sollten und auch anhand der hier aufgezeigten Details auch die offensichtliche Manipulation erkennen sollten.


    Und nur noch so nebenbei, lieber Michael, wenn Du eine Diskussion nicht verstehst, dann muss das nicht zwangsläufig am Inhalt der Diskussion liegen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ich wusste doch, dass da etwas faul ist, sogar oberfaul!

    Auf der folgenden Seite werden weitere Fotos von den beschlagnahmten Waffen gezeigt:

    http://www.berliner-kurier.de/polizei-prozes…6,21479662.html

    Der dort auf Bild 1 und 3 zu sehende Revolver ist ganz eindeutig ein Schreckschussteil. Man kann dort unter Colt Anaconda ziemlich deutlich das Kaliber .380 K lesen und auf Bild 3 ist sogar 'Made in Germany' und wohl auch das PTB-Zeichen zu sehen.

    Und nach Angaben eines anderen Schützen soll es sich bei dem oberen Gewehr mit ZF um ein LG der Marke Diana handeln, wobei dabei natürlich die wage Möglichkeit besteht, dass es sich auch um ein erlaubnispflichtiges LG ohne F-Zeichen handeln könnte. Ist aber eher unwahrscheinlich und wenn diese Experten dort schon Schreckschuss beschlagnahmen, dann werden die wohl auch nicht unbedingt die Bedeutung dieses F-Zeichens kennen.


    So, lieber Karl, jetzt erkläre mir mal auf deine ganz besondere Art, warum die dort in Berlin einen Schreckschuss-Revolver mit PTB-Zeichen beschlagnahmt haben und dieses Teil dann auch noch ganz wichtig in die Pressekamera halten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ach, nur weil dort diese Waffen beschlagnahmt worden sind, müssen deren Besitzer auch gleich zwangsläufig Dreck am Stecken haben?

    Interessante Rechtsvorstellung und auch eine ziemlich entlarvende Obrigkeitshörigkeit.

    Unsere Staatsdiener machen ja auch keine Fehler und schon gar nicht bei einer so komplexen Rechtslage wie im Fall der sicheren Aufarbeitung. Noch einmal, es war keine Razzia in der Unterwelt, es war eine Kontrolle der sicheren Aufbewahrung bei registrierten Legalwaffenbesitzern, ich nehme mal aufgrund der Waffen Sportschützen an.

    Und Du spricht von 'meinen' Gegnern. Dann gehörst auch Du wohl auch zu den Beführwortern solcher fragwürdigen Methoden? Apropos, die handelnden Personen in Form der ausführenden Beamten sind nicht meine Gegner. Ich bin ein Gegner dieser sich offensichtlich immer weiter verfestigenden Strukturen und einer medial und von Ideologen getriebenen Politik, welche diese Strukturen so ermöglicht.

    Egal, mich wundert hier schon lange nichts mehr. Und trotzdem wünsche ich auch Dir nicht, dass da demnächst mal 6 Mann vor deiner Tür stehen oder sogar noch besser, dass da nicht mal im Morgengrauen eine bestimmte Truppe auf die etwas rustikalere Art anklopft. Oder kann das etwa gar nicht passieren, weil Du ja gar kein Legalwaffenbesitzer bist und hier nur trollst?


    Jedenfalls mit bestem hirnlosem Schützengruß

    Frank

    Die BLÖD-Zeitung hat dankenswerterweise ein schönes Foto von den bei dieser 'Razzia' in Berlin beschlagnahmten Waffen veröffentlicht.

    http://www.bild.de/regional/berli…27956.bild.html

    Und was sehen meine trüben Augen da, die gute alte TOZ 35, sogar noch mit Kontrollaufkleber, ein Match 54 und dann auch noch die R25, also das Mörderkaliber schlechthin.

    Wer sich jetzt nicht so genau mit diesen Waffen oder der Munition auskennt, hier ein paar Zusatzinformationen. Die TOZ ist eine der bekanntesten Pistolen für die olympische Disziplin Freie Pistole 50m. Sie ist ein Einzelader im Kaliber .22lfB und ein reinrassiges Sportgerät, mit der man im Prinzip auch nichts anderes als das sportliche Scheibenschießen machen kann. Die RWS R25 war die bekannteste Patrone für die Disziplin Olympische Schnellfeuerpistole, kurz OSP, bis zu dessen Umstellung auf das stärkere Kaliber .22lfB. Die Kaliberbezeichnung lautet .22kurz, sozusagen kleines Kleinkaliber. Über das Match 54 brauche ich hier wohl keine weiteren Worte zu verlieren, das ist ja bekanntlich auch so eine reinrassige Mörderkanone.


    Ich kann mir schon lebhaft vorstellen, wie diese 'Razzia' abgelaufen ist. Ein wahrlich großer Erfolg gegen das Böse oder gar das organisierte Verbrechen. Sieben Teams (insgesamt 40 Beamte) waren im Einsatz. Ja klar doch, bei so hoch gefährlichen Menschen wie diesen gesetzestreuen und unbescholtenen Sportschützen mit ihren TOZ 35 und Match 54 da braucht es schon mindestens 6 Mann pro Hausbesuch. Wahnsinn! Und ich sage euch, dieser Wahnsinn hat mittlerweile Methode.


    Mit betrübtem Schützengruß

    Frank

    Jau, war irgendwie klar, oder?

    Und in Berlin gibt es jetzt sogar schon Razzien gegen registrierte Waffenbesitzer!

    http://www.morgenpost.de/berlin/polizei…-in-Berlin.html

    Das dürfte dann wohl die Erhöhung des Kontrolldrucks sein, von dem z. Bsp. Innensenator Mäurer sprach, als er meinte: "... um so viele Waffen wie möglich aus dem Verkehr zu ziehen." Wohlgemerkt, die von gesetzestreuen und regelmäßig überprüften Bürgern aufgrund eines verbrieften Rechts und eines Bedürfnisses besessenen Schusswaffen.


    Stellt sich nur noch die (hoffentlich eher rhetorische) Frage, ob hier immer noch jemandem nicht glasklar ist, wohin die Reise gehen soll.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    So ein Erwin!

    Aber er liegt ja gar nicht so falsch, auch wenn ihm das sicher so nicht bewusst ist und er es auch wohl so nicht gemeint haben will. Diese Empfehlung ist wirklich zu einseitig. Nicht nur Grün, auch Rot sollte man zu Zeit wohl besser nicht wählen, auch wenn das dem einen oder anderen Schützen sicher auch nicht so ganz leicht fällt. Aber schaut euch doch nur mal die Forderungen von diesem Genossen Tschöpe an und dieser ist in der SPD auch leider kein Einzelfall.

    Ja, diese Erwins gibt es und auch diese Vertreter der einseitigen Sichtweisen hier im Forum gibt es leider auch. Nur meine ich immer noch, dass diese Sichtweisen so nicht von der Mehrheit der Schützen geteilt werden, auch wenn gerade diejenigen, welche so gerne die vermeintlich reine Lehre des Sports vertreten, diese Mehrheit für sich beanspruchen.

    Nur kenne ich diese Polarisierung so nicht in meinem (gar nicht so kleinen) Schützenumfeld. Da sitzen dann der LG-Schütze mit seinem High Tech Gerät, der Sammler (auch der bösen schwatten Teile), der GK-Pistolero, der Armbrust-Freak und auch der Anhänger der schwarzen Kunst gemeinsam am Tisch. Die meisten sind eher Breitensportler, manche schießen aber auch sehr leistungsorientiert und auf hohen Niveau. Auch sind diese Sportschützen oft auch gleichzeitig traditionelle Schützen und etliche Jäger, welche auch schon mal mit der Lupi auf Ringe-Jagd gehen, sind auch dabei. Politik spielt eher keine Rolle, aber speziell die Grünen haben mittlerweile fast alle gefressen. Oder sagen wir mal besser, alle!

    Die hier im Forum teilweise geäußerten eindimensionalen Positionen und die Lagerbildung ist daher für mich auch nur ein einseitig gezeichnetes Bild und auch Klischee, welches es so zwar stellenweise auch in der Wirklichkeit gibt, welches aber eben auch eher die Ausnahme denn die Regel ist.

    So richtig großer Mist kommt oft leider von Funktionären, oft von 'nur' Funktionären und ja, manchmal könnte man meinen, diese Funktionäre sind nicht Funktionäre, weil sie Schützen sind, sondern weil sie Funktionäre sein wollen. Die Sportart ist dabei wohl auch austauschbar, aber nicht das schlechte Image. Damit kommt man ja auch als doch so guter Mensch nur schwer klar und nur so erklären sich dann auch so manche Äußerungen und dieses hirnige Bestreben, aus dem Schießsport so eine Art waffenlosen Sport zu basteln.

    Wie schon gesagt, nach meinen Erfahrungen ticken die meisten Schützen nicht so eindimensional. Nur sind die meisten eher auch unpolitisch, nicht kämpferisch, wollen eigentlich nur ihre Ruhe haben und ihrem Sport oder Hobby nachgehen. Es liegt leider in der Mentalität vieler Schützen, einer Mentalität, die wir ja sonst auch schätzen, dass sie so einem Erwin nicht deutlich widersprechen oder sich bei anderen Bestrebungen nicht laut protestierend einbringen. Aber eins ist sicher, Schweigen bedeutet niemals auch automatisch Zustimmung. Nicht wenige dieser Schützen werden sich irgendwann still und leise zurückziehen, wenn sich sich nicht mehr richtig vertreten fühlen. Das ist neben der äußeren Bedrohung sicher auch mit eins unser größtes Probleme. Leider!


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    https://www.facebook.com/Roth?ref=ts&fref=ts

    "Auf die Waffenlobby kann sich die FDP noch verlassen! Also: Grün wählen, auch damit Waffen aus den Wohnzimmer verschwinden."

    "Die Schützenhilfe der Waffenlobby wird Rösler aber auch nicht mehr helfen, denn bei der Wahl in Niedersachsen geht es um mehr. Es geht darum, dass eine Partei mit einem falsch verstanden Freiheitsbegriff aus dem Landtag fliegt. Nur mit den Grünen wird es schärfere Waffengesetze geben und der Einfluß der Waffenlobby zurückgedrängt."

    Ich hoffe, wenigstens die Schützen wissen, wen sie nicht wählen. Und das schreibe ich hier als ein Schütze, der auch mal Links von der Mitte gewählt hat, wie Willi Brandt das mal so schön formuliert hat.


    Noch ein Netzfund:

    "Das Ideal grünroter Volkserziehung ist ein Staat, in dem alle Bürger radfahrende, pazifisti­sche, feministische, nicht­rauchende, normalgewichtige, umweltbewußte, wissenschafts- und technikfeindliche Vegetarier sind."

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wenn ich schon dieses dämliche Gelaber von den Großkaliberwaffen mit hoher Durchschlagskraft höre! Mir scheint, da wird einfach gebetsmühlenartig eine Floskel vorgetragen, ohne dass diese Herrschaften auch nur den blassesten Dunst davon haben, worüber sie eigentlich reden.

    Hier mal ein paar Zahlen zur Veranschaulichung, welche möglicherweise so auch nicht jeden 'nur' Druckluftschützen bekannt sind:

    .22lfB (Wettkampfausführung): ca. 130 Joule

    .22lfB (jagdliche HV-Ausführung): bis 270 Joule

    9x19 mm (auch 9mm Luger oder Parabellum genannt, das übliche Neun Millimeter Kaliber, Stichwort Beretta, Glock, Polizei u. BW): 400 - 700 Joule


    Im Gegenzug dazu ein paar Angaben zu gängigen Gewehrpatronen:

    6mm BR (heutzutage gängige Großkaliberpatrone für sportliches Schießen auf 300m): ca. 1800 Joule

    .223 Rem (das neue Nato-Kaliber, Stichwort G36 oder M16, auch 5,56 x 45 mm genannt) : ca. 1800 Joule

    12/70 Flinte (wird sportlich für Trap und Skeet genutzt): ca. 2500 Joule

    .308 Win (die alte Nato-Patrone, Stichwort G3, auch 7,62 x 51 mm genannt, früher die Standardpatrone für sportliches GK-Schießen, auch Biathlon): 3000 - 4000 Joule

    9,3 x 62 ( gängige Patrone für die Jagd auf Schwarzwild): ca. 4500 - 5000 Joule


    Zum Thema kinetische Energie: Anschaulich bedeuten die Joule-Zahlen eine Masse mit einem Zehntel des jeweiligen Joule-Werts, welche man aus einem Meter Höhe fallen lässt. Also für KK eine Masse von 13 bis 27kg, die einem aus einem Meter Höhe auf den Fuß fällt. Wobei man bei diesen Betrachtungen auch noch den jeweiligen Querschnitt der Patronen berücksichtigen muss, wodurch sich der vermeintlich so große Unterschied zwischen KK und 9mm noch weiter relativiert.

    Was soll also diese dümmliche Forderung nach einem Verbot von Schusswaffen mit hoher Durchschlagskraft. Ginge es danach, müsste man doch erst mal alle jagdlich und sportlich genutzten Gewehre oberhalb von .22lfB verbieten, wobei gerade diese Langwaffen (egal, ob Einzellader oder Halbautomat) doch überhaupt keine Deliktrelevanz haben.


    So nebenbei noch eine weitere anschauliche Zahl, damit man auch eine Vorstellung davon bekommt, wie man die oben genannten Energiezahlen einordnen muss.

    Ein PKW der Mittelklasse mit einer Masse von heutzutage ca. 1500kg besitzt bei einer Geschwindigkeit von 100km/h eine kinetische Energie von, man lese und staune, mehr als 500 000 Joule, also 50 Tonnen aus einem Meter Höhe. Da sind dann nicht nur die Füßchen platt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Steht auch so in our fine manual:

    1.0.3.6.3.1 Punkt K

    Parallele Rechts- oder Linksverstellung oder Drehung 15mm

    In den ISSF Werken fehlt hingegen diesmal der Hinweis auf die Drehung. Möglicherweise steht das da woanders.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - nix is einfach, niemals

    Hihi, erwischt! OR bzw. XOR war blöd, da ja Filter benutzt werden dürfen, aber nicht zwingend vorgeschrieben sind. Dein NAND hingegen würde passen, nur müsste man es dann auch so (umgangssprachlich) formulieren, also etwa in der Form "Filter sind zulässig, dürfen aber nicht (gleichzeitig) am Korntunnel und Diopter verwendet werden."

    Aber zurück zur Fragestellung. Die ISSF formuliert die Regel eindeutig:


    7.4.1.3.3 Ausgabe 2009 (Dritter Druck, 05/2011)

    Jedes Visier, das keine Linse oder ein Linsensystem umfasst, ist erlaubt. Lichtfilter dürfen am Korn oder / und Diopter montiert sein.


    7.4.1.5 Sights Edition 2013 (First Print, 11/2012)

    Any sight not containing a lens or system of lenses or other means of optical enhancement is permitted, except that light or polarizing filters may be fitted to the front or rear sight, or both;


    Warum man jetzt bei unserer Sportordnung auf diese klärende oder / und Formulierung verzichtet hat, weiß ich nicht. Aber aufgrund der ISSF-Ausführung und den auch schon von mir weiter oben gemachten Anmerkungen würde ich hier ganz klar sagen wollen, dass Filter auch gleichzeitig im oder am Korntunnel und am Diopter zulässig sind, wobei beim LG (und GK-Standard) noch die Beschränkungen des Korntunnels gelten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Berechtigte Frage, da auch diese Regel nicht so ganz eindeutig formuliert ist. Wobei, geht man nach Herrn Boole, dann steht das normale Oder ja für das nicht ausschließende Oder, also A oder B oder auch beides, im Gegensatz zum XOR, also der ausschließenden Disjunktion, also entweder A oder B, aber nicht beides. 8) Ob aber auch die Macher der SpO an den Herrn Boole gedacht haben? Fragen über Fragen. ^^

    Egal, da aber (nach 1.0.3.6.1.2) auch jede Visiereinrichtung, die weder Linse noch ein Linsensystem enthält, zulässig ist, spricht nach meiner Interpretation auch nichts gegen Filter am Diopter und Korntunnel. Es gibt ja auch farbige Korne und auch Polfilter für Korntunnel und Diopter bzw. Irisblende.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Formal sicher so richtig, aber auch nur bedingt logisch, wie halt (mittlerweile) oft bei unserer SpO.

    Ich gehe einfach mal davon aus, dass dieser Punkt einfach übersehen wurde, als man das Auflageschießen an die SpO geklatscht hat.

    Berücksichtigt man, dass in Regel 0.9.6.4 auch 1.35, also 100m Stehend und auch 2.20, also Freie Pistole, auch Stehend, berücksichtigt ist, dann kann dieses 'falls notwendig' ja nur bedeuten, dass Hilfe erlaubt ist, wenn der Schütze sonst zum Wechseln seinen Stand aufgeben muss. Dann darf man aber auch die Frage stellen, warum das einem Auflage-Schützen zugemutet werden soll, denn auch beim Auflageschießen ist der Stand sicher genauso wichtig wie für einen Stehend-Schützen und durch die Auflage wird ja das bequeme Erreichen der Scheibenhalter oft auch noch zusätzlich erschwert. Berücksichtigt man dann auch, dass die Auflagedisziplinen ja speziell für Senioren ausgeschrieben werden, so finde ich die Frage nach einem Scheibenwechsler mehr als berechtigt. Wie sieht es denn mit den Schützen aus, die von Hocker aus schießen dürfen? Sollen die jedes mal aufstehen, nur weil sie sonst nicht an den Scheibenhalter kommen?

    Apropos, selbst auf einigen Druckluftständen gibt es die Problematik, dass man nicht gut oder sogar gar nicht an die Scheiben kommt, ohne den Stand zu verlassen. Außerdem spielt dann auch noch die eigene Reich- bzw. Spannweite eine Rolle, was auch nicht ganz fair ist. Ich selbst komme mit meinen 1,94m sicher auch noch etwas leichter an manche Scheibenhalter als z. Bsp. Frau Pfeilschifter. Aber wenn das so gegeben ist, dann ist es sicher nicht fair und verstößt auch gegen den Gleichstellungsgrundsatz der Schützen.

    Also, wenn es nach mir ginge, würde ich zumindest auf in dieser Hinsicht problematischen KK-Ständen die Möglichkeit eines Scheibenwechslers zulassen und wäre ich ein Auflageschütze, so würde ich mich auf 1.35 und 2.20 nach Regel 0.9.6.4 berufen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Guter Vorsatz, ich habe auch immer so einen schnellen Finger, auch wenn ich es sonst meistens eher etwas gemütlicher angehen lasse.

    Und ich rede mir das auch noch immer schön, so nach dem Motto, könnte ja auch noch schlimmer kommen, oder wird schon noch gut gehen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hey, bloß keine negative Selbstsuggestion schon vor dem Wettkampf!

    Du hast heute gut geschossen, also kannst Du es auch morgen!

    Du schießt also morgen einfach so wie heute, denkst bei jedem Schuss an die saubere Technik und an sonst gar nichts.

    Und solltest Du doch mit den negativen Gedanken anfangen, jetzt bloß keine XYZ oder so, dann unterbreche einfach diesen Gedanken, atme ein paar Mal tief durch und stell Dir stattdessen vor, wie Du eine saubere 10 schießt. Visualisiere diesen sauberen Schuss wirklich.


    Zugegeben, es ist leichter, dass so zu schreiben, als es dann in Wirklichkeit auch umzusetzen. Aber es hilft auf jeden Fall.


    Mit bestem Schützengruß und Gut Schuss

    Frank