Beiträge von Murmelchen

    Hallo Schützenfreunde,

    gerade eben wurde in diesem Forum wieder recht willkürlich ein wichtiger Beitragsstrang geschlossen. Ein Beitragsstrang, in dem kritische Fragen zu einem wohl grundsätzlichen Problem, welches wir Schützen ganz offensichtlich haben, gestellt wurden. Wer sich auch nur ein bisschen Objektivität bewahrt hat, sollte eigentlich unzweifelhaft erkennen können, wer in diesem Beitragsstrang aus ehrlicher Betroffenheit und Besorgnis argumentiert hat und wer sich durch hohle Polemik, Rhetorik und sogar mit persönlichen Angriffen eingebracht hat. Wäre das erst einmal so passiert, könnte man es ja noch als Ausrutscher abtun, aber so geht das hier schon eine längere Zeit bei fast allen Themen, die sich kritisch mit dem Verhalten einiger Schützen, ich betone, einiger weniger Schützen, welche fast schon reflexhaft diese ganzen Angriffe auf den Schießsport und den damit unweigerlich verbunden legalen Waffenbesitz immer wieder irgendwie relativieren, teilweise sogar als berechtigt ansehen, dabei die Schützen in gute und böse Schützen einteilen, GK oder sogar alle Feuerwaffen selbst als das Problem ansehen und besorgte Schützen welches es wagen, so tolle Ideen wie das aggressive Bewerben von Lichtpunkt als zur Zeit den Flächenbrand weiter beschleunigend anzusehen, auch noch noch abwertend als frustrierte Waffenbesitzer aus dem Dunstkreis von Selbstverteidigung, Bürgerrechten und Eigentum zu titulieren. Für diejenigen, welche das schon vergessen haben sollten, dieser Spruch kam übrigens auch von unserem Forumsbetreiber, der dabei immer so schön in der Wir-Form spricht.

    Manchmal ist es schon ganz hilfreich, auch mal in in paar ältere Beiträge hier zu schauen. Es erklärt nicht alles, aber doch so einiges.

    Die oben von Wilhelm angeführte Position und die Forderungen der Grünen sind nicht neu. Hier der Antrag dieser Verbotspartei von 2009:

    Antrag_Gruene_2009.pdf

    Und jetzt schauen wir mal, was unserem Forumsbetreiber hier dazu so als erstes einfällt:

    Zitat

    Was haltet ihr davon? Hätten die vorgeschlagenen Änderungen schwere Auswirkungen auf unsere Sportart? Oder bietet sie uns Sportschützen vielleicht sogar eine Möglichkeit uns von Waffennarren und Waffensammlern abzugrenzen?

    Und auch unser Nutzer Kogge will sofort Nägel mit Köpfen machen:

    Zitat

    daß wäre der richtige Moment wo der DSB die Großkaliberschützen ausgliedert ...


    Ist schon sehr aufschlussreich, oder? Ich glaube, da braucht man sich wirklich nicht mehr die Frage stellen, wo unser wirkliches Problem liegt.


    Schauen wir mal, wie lange dieser Beitragsstrang jetzt offen bleibt und ob nicht auch dieser Beitrag hier ganz leise verschwindet.


    Wie immer mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Karl,

    woher nimmst Du denn diese Gewissheit?

    Eine durch eine Elektronik irgendwie produzierte Anzeige sagt überhaupt nichts über die zugrunde liegende oder erreichbare Präzision aus.

    Fakt ist, die zur Zeit auf den Markt angebotenen Teile können einen modernen LG oder einer LP oder gar einer Armbrust bei weiten nicht das Wasser reichen in Sachen Präzision. Deshalb wird ja ein SCATT auch als Zielweganalysesystem angeboten und ist deshalb für reguläre Wettkämpfe auch gar nicht erst zulässig. Die Trefferlage wird nicht gemessen, sie wird berechnet, also quasi vorhergesagt. Wie schon gesagt, keins der zur Zeit am Markt angebotenen Produkte erreicht auch nur annähernd eine Genauigkeit, ich wiederhole, Genauigkeit, von 0,25mm, welche minimal nötig, wenn auch immer noch nicht hinreichend für eine Zentelwertung LG ist.

    Es spielt aber auch gar keine Rolle, weil die komplexen Vorgänge beim Schuss niemals so wirklichkeitsgetreu simuliert werden können, ohne mit Zufallskomponenten zu arbeiten, also Komponenten, welche das Ergebnis mehr oder weniger zufällig beeinflussen. Will man so etwas wirklich? Dann kann man auch gleich eine Playstation nehmen. Ist billiger und auch vielseitiger.


    Aber auch das ist alles nicht entscheidend. Wer leuchten möchte, soll das gerne tun. Das wirkliche Problem dabei ist einzig und allein die nicht mehr zu leugnende Tatsache, dass diese Technologie als Legitimation für weitere Verbote verwendet wird und dass es Schützen gibt, welche das Problem auch noch dadurch weiter vergrößern, indem sie dieses Zeug auf dem Sibertablett quasi als Lösung anpreisen und versuchen, es auch noch mit aller Macht in den Vereinen zu etablieren.

    Und ja, die Diskussion darüber hat inzwischen auch etwas verlogenes an sich. Wie vieles in unserer Gesellschaft und auch im Schützenwesen.


    Gerhard

    Deine Aussagen dazu kann man hier alle noch nachlesen und wenigstens eine war auch dabei, die etwas weniger windelweich als sonst von Dir leider üblich formuliert war.


    Und das war es dann auch. Ich klinke mich hier jetzt aus. Macht's gut Freunde und vielen Dank für neue Einsichten, wenn auch betrübliche.


    Mit jetzt tatsächlich frustriertem Schützengruß

    Frank

    Olympionike steht in der ursprünglichen Bedeutung für Olympiasieger, Stichwort nike, wird aber heutzutage umgangssprachlich für die Bezeichnung von Olympiateilnehmern verwendet und auch so verstanden, und zwar mehrheitlich.

    Also was soll das hier? Genauso wie Hinweise auf die vermeintliche Diskriminierung von Blinden im Schießsport oder die vermeintliche Kinderfeindlichkeit in unserer Gesellschaft? Nebelkerzen? Vom eigentlichen Thema ablenken, dessen wichtigen Sachverhalt man ja jetzt nun wirklich nicht mehr leugnen kann.

    Wäre es nicht deutlich sinnvoller, sich gemeinsam für ein liberaleres Waffenrecht einzusetzen? Man könnte ja fast vermuten, dass daran allen Schützen gelegen sein müsste. Dann bräuchte es solche eher traurigen Diskussionen auch gar nicht und die komischen Lichtpunktdinger erst recht nicht. Nur davon lese ich hier immer nur wenig, insbesondere nie etwas von den ganz besonderen Protagonisten hier.

    Na ja, der geneigte Leser möge sich selbst ein Bild machen, wie immer.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Grüni,

    dann ist ja alles in Butter.

    Von der praktischen Seite ist so eine Öffnung auf der linken Seite insbesondere Kniend ja auch ganz sinnvoll. Die Kustermann Hosen haben das übrigens auch so und an denen kann man das von mir weiter oben mit den Knöpfen beschriebene auch sehr schön sehen. Auch sieht es wohl so aus, dass sich die Reißverschlüsse bei Bedarf weit bzw. hoch genug öffnen lassen.

    Die Bekleidung macht wirklich einen guten Eindruck. Danke, dass Du deine Beiträge hier eingestellt hast.


    @wayne

    Du liegst mit deiner Bewertung sicher ganz richtig, nur nützt Dir das wenig, wenn Du deswegen vor oder in einem wichtigen Wettkampf disqualifiziert wirst. Dieser Punkt hat nichts mit den neuen ISSF-Regeln zu tun. Das steht auch schon so in unserer gültigen Sportordnung. Und auch wenn auf den unteren Meisterschaften keine speziellen Bekleidungskontrollen durchgeführt werden, so müssen die Klamotten auch dort den geltenden Regeln entsprechen. Über den Sinn oder Unsinn solcher Regeln kann man hingegen immer trefflich streiten.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Kurze Anmerkung: Die Sache mit dem Verschluss und wie tief dieser gehen darf, hat jetzt nicht direkt etwas mit den neuen ISSF-Regeln zu tun. Diese Regel gab es auch schon so in dem vorherigen Regelwerk und steht so auch in unserer zur Zeit noch gültigen Sportordnung.

    1.0.2.4.10.1 Ein Verschluss an der Vorderseite zum Öffnen und Schließen des Hosenschlitzes. Die Verschlussvorrichtung darf nicht tiefer als bis zur Höhe des Schritts gehen.

    Wobei der Begriff Verschlussvorrichtung auch wieder so eine Sache ist. Da steht eben Verschlussvorrichtung und nicht Öffnung. Man könnte den Standpunkt vertreten, die Hose darf auch weiter nach unten offen sein, nur darf sie dort eben nicht mehr mit einer Verschlussvorrichtung, das können ja auch Knöpfe sein, versehen sein und muss in diesem Bereich dann dauerhaft offen bleiben oder eben fest geschlossen sein. Weitere nicht verschließbare Öffnungen sind ja auch erlaubt. In der englischen Version steht der Begriff 'fly'. Damit ist wohl wirklich eher die Öffnung gemeint, aber auch nicht ganz eindeutig.

    So oder so, die Verwendung eines Klettverschlusses an der Stelle verstößt schon ziemlich eindeutig gegen die oben genannte Regel.

    Die Capapie-Hosen haben diese tiefer gehende seitliche Öffnung aber auch schon länger so. Jetzt stellt sich die Frage, wurde das bisher so geduldet oder ist es einfach noch nie jemandem aufgefallen? Wäre schon interessant, was der Hersteller und auch der Importeur dazu sagen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wer forciert das? Niemand.


    Mit Verlaub, durch diese ständige Promotion, auch in der Presse, immer mit subtilen Hinweisen auf die Vorzüge, völlig gefahrlos, keine Waffen usw., wird die Sache etwa nicht forciert? Warum sind denn jetzt wohl die Antis so scharf darauf und verwenden es als Legitimation für weitere Verbotsforderungen? Was spielt es denn da noch für eine Rolle, ob es auch hier im Forum zugegeben wird oder nicht. Diese ganze Diskussion ist schon lange ziemlich verlogen, mit Verlaub. Und Du selbst hast doch hier auch schon gesagt, dass Du dir auch so eine Zukunft vorstellen kannst.

    Der Herr Kremer z. Bsp. preist 'seine Idee' ganz klar als gefahrlosen Ersatz an, als die Zukunft, nicht als Ergänzung. Und ich weiß auch von Funktionären, die diese Technologie als Ersatz für das Schießen ansehen und sich deren Etablierung auch wünschen, sozusagen, um wieder 'sauberen' Sport zu bekommen. Zugegeben wird das so aber (noch) nicht, zumindest nicht öffentlich. Beim Modernen Fünfkampf ist diese Technologie inzwischen schon als (völlig untauglicher) Ersatz eingeführt und selbst beim Biathlon gab es bekanntlich auch schon Versuche.

    Bliebe zum Schluss nur noch die schon uralte, im Zweifel aber immer sehr hilfreiche Lateinerfrage: Qui Bono?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    hat sich das schon mal jemand von euch angeschaut?

    Die Seite scheint jedenfalls trotz des fehlenden Zertifikats sauber zu sein.


    Aber die Fragen, die Fragen. Ich weiß ja nicht.


    Eine schnelle Recherche führt jedenfalls zu dieser Seite:

    http://www.psychologie.uni-konstanz.de/forschung/clin…gsbereitschaft/

    Interessant, nicht?


    Aber hilfsbereit, wie wir Schützen ja nun mal sind, verweisen wir doch schon mal auf die Arbeiten von Prof. Dr. Dietmar Heubrock am Institut für Rechtspsychologie der Universität Bremen.

    Dann weiß die angehende Psychologin auch gleich, das wir hier die völlig falsche Zielgruppe für eine solche Umfrage sind, da wir Schützen in psychopathologischer Hinsicht überhaupt nicht auffällig sind und in den meisten Persönlichkeitsdimensionen sogar bessere Werte erzielten als der Durchschnittsbürger. Noch ein Zitat: „Jäger, Waffensammler oder Sportschützen sind nicht unsere Klientel, sie treten nicht als Täter oder Töter auf“.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Theo,

    kurz gesagt, das ist zur Zeit von Ort zu Ort bis hinunter auf die Kreis- oder Stadtebene verschieden, leider. Es hängt wohl von der jeweiligen Gebührenordnung ab, ob zulässig.

    Nach der bundesweiten Verwaltungsvorschrift sollen z. Bsp. auch bei den Kontrollen nach § 36 gar keine Gebühren erhoben werden, gemacht wird es aber in einigen Bundesländern trotzdem und leider gibt es auch schon entsprechende Urteile, die bestätigen, dass das so auch zulässig ist. In Bremen werden diese Gebühren ja sogar bewusst eingesetzt, um den legalen Waffenbesitz weiter zu reduzieren.

    Wir haben halt keine Lobby.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ne, überlappen muss eine Schießjacke gar nicht. Ich denke, dass ist etwas missverständlich ausgedrückt.

    Sie muss im geschlossenen Zustand noch 7cm Luft haben. Das heißt, sie muss, gemessen von den Knöpfen bis zu den Knopflöchern, noch 7cm über den normalen Schließzustand hinaus enger gezogen werden können. Man darf also die Knöpfe auch auf den äußersten Rand setzen, theoretisch sogar darüber hinaus. Das heißt, man könnte auch Kettchen oder so verwenden. Aber wird die Jacke geschlossen getragen, dann muss sie eben auch noch diese 7cm Luft haben. Lässt man hingegen die Knöpfe ganz weg, z. Bsp. als Liegendschütze, dann kann dieser Punkt auch gar nicht erst kontrolliert werden.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Dieter,

    ich finde, das passt schon sehr gut zum Thema, neben dem Damoklesschwert 'Verbot'.

    Nach Aussagen von Aktiven ist das 'Schießen' jetzt zu so einer Art Glücksspiel geworden, oder wohl besser gesagt, verkommen. Der gute Herr Coubertin dürfte wohl ganz schön in seiner Kiste rotieren.

    Und beim Versuch auf Schalke beim Biathlon gab es ja auch ähnlich kuriose Sachen.

    Wie es hingegen (auch) bei den Fünfkämpfern beworben wurde, kann man hier im Forum aber auch noch sehr schön nachlesen und gewisse Interessen scheinen da ja auch noch eine wichtige Rolle gespielt zu haben, so wie halt immer.

    https://meisterschuetzen.org/index.php?page…10776#post10776


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Zitat

    Und aus all diesen Gründen, ist es völlig egal, ob vorne eine Lichtlinie, ein Diabolo, eine KK-Patrone oder eine .50 AE Patronen rauskommt.


    Nein, Katja, es ist absolut nicht egal, wenn es als Argument für weitere Verbote dienen kann. Von der technischen Seite und der Wirkweise und dem möglichen Verletzungs- und Tötungspotenzial besteht da schon ein großer Unterschied und den kann man auch nicht leugnen. Die generelle Nichttauglichkeit der Leuchtgeräte als Ersatz für Feuerwaffen im Schießsport ist da schon etwas schwieriger zu vermitteln, jedenfalls den schießsportlichen Laien, insbesondere dann, wenn man diese Teile auch noch genauso, eben als völlig gefahrlose Alternative, bewirbt. Und da wären wir wieder am Anfang.

    Übrigens, ich verstehe schon, was Du damit sagen willst. Nur wird das so eben in der jetzigen Auseinandersetzung überhaupt nicht wahr genommen und diejenigen, welche möglicherweise über weitere Einschränkungen und Verbote entscheiden, wird es ganz sicher auch nicht interessieren.


    Und scherge, Katja hat hier keinen Vergleich geführt, sie hat an die Historie erinnert und nur wer diese Historie kennt, kann daraus auch die richtigen Schlüsse ziehen. Wilhelm hat sich auf einen nicht ganz zutreffenden Sachverhalt berufen, Katja hat etwas nachgebessert.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Wilhelm,

    das Lichtpunktdingsbums ist längst in der Politik angekommen und es wird dort auch schon ganz bewusst als Rechtfertigung für weitere Einschränkungen und Verbote herangezogen. Und natürlich wird dabei auch bewusst die weitere Spaltung in 'gute' Schützen und 'böse' Schützen als gezieltes Mittel eingesetzt. Und was soll ich sagen, es funktioniert ja auch offensichtlich ganz prima.

    Das ist zur Zeit der einzige Fakt, der zählt.

    Und es sind dabei ja nicht nur die ganz offensichtlichen Gegner schon auf diesen Zug aufgesprungen. Ich brauche hier nur an den CDU-Mann Reinhard Grindel zu erinnern, welcher unseren Vize Kohlheim in der Ausschusssitzung des Bundestages wegen dieser Lichtpunktdinger ja fast schon richtig heftig angegangen ist. Warum wohl? Und genau so einer wird dann auch noch von interessierten Kreisen auf die DSB-Seite gebracht, natürlich in Verbindung mit diesen Dingern und das dann auch noch mit einer entweder fehlerhaften oder sogar gefakten Meldung.


    Zu deinen schönen Gründen: Keiner außer der nicht bestrittenen Möglichkeit, Kinder, wohlgemerkt Kinder, nicht Jugendliche, aufgrund der rechtlichen Einschränkungen an den Schießsport heranzuführen, ist wirklich stichhaltig, da alle anderen von Dir angeführten Punkte auch weiterhin noch genauso zumindest mit Druckluft möglich wären, wenn auch teilweise nur mit etwas mehr Aufwand. Und auch die immer wieder genannten 12 Jahre ist keine wirkliche feste Grenze. Der Gesetzgeber hat hier immerhin noch weitere Möglichkeiten offengelassen.

    Auch wenn es nichts bringt, noch einmal: Wer in der heutigen Zeit und unter den jetzigen politischen und gesellschaftlichen Umständen diese Lichtpunktgeschichte derart verbissen und ohne jedwede Rücksicht auf die Konsequenzen vorantreibt, der nimmt nicht nur weitere Einschränkungen und Verbote billigend in Kauf, nein, bei dem kann und muss man wohl auch wirklich davon ausgehen, dass diese Art waffenloser Zielsport auch als alleinige Lösung heimlich erwünscht und auch angestrebt wird.


    Und ich weiß auch schon, wie das enden wird. Das konnten wir ja so nicht wissen und das haben wir auch so nicht gewollt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Gerhard,

    ich bin bisher noch auf jede Frage hier im Forum eingegangen, selbst auf die dümmsten und das kann man hier im Forum alles auch nachlesen. Auf die klaren Fragen, welche ich hingegen Dir in diesem Zusammenhang bisher nicht nur einmal gestellt habe, kam als Antwort fast immer nur billige Rhetorik. Auch das kann man nachlesen.

    Aber was will ich auch anderes erwarten, wenigstens einmal kam ja mal die ehrliche Antwort, wonach Du Dir diese Lichtpunktdinger eben auch als ausschließliche Zukunft des Schießsports vorstellen kannst.

    Du hast ja auch hier mal geschrieben, dass Du bestimmte Schusswaffen niemals auch nur anpacken würdest. Ein Schützenbruder mit Waffenphobie, also ein Ideologe, wie süß. Das allein sagt und erklärt doch schon vieles und wie schon gesagt, man kann es hier im Zweifel auch (noch) nachlesen.

    Und zu den absolutistischen Sichtweisen. Ich möchte niemandem etwas verbieten und betreibe deshalb ganz bestimmt auch keine Aktivitäten, welche zu weiteren Verboten beitragen könnten und diese Verbote sogar auch noch legitimieren könnten. Ich kämpfe für den Erhalt aller Disziplinen im Schießsport. Dabei schieße ich selbst nur wenige, vorerst noch nicht akut von weiteren Verboten bedrohte Disziplinen. Auch das ist ein wichtiger Punkt, der ja hier auch von Dir immer gerne mit schöner Regelmäßigkeit ignoriert wird, da man ja sonst nicht so schön polarisieren könnte. Und jahrzehntelange Erfahrung, geschenkt, da kann auch ich locker mithalten. Meine Meriten brauch ich hier aber gar nicht, nur Argumente und Fakten. Aber ich schieße im Gegensatz zu so manchen Funktionären mit den besonders schrägen Ideen auch schon jahrzehntelang aktiv und ich möchte das in dieser Form auch noch viele Jahre weiter so tun dürfen. Und genau dafür kämpfe ich auch.

    Zweifelslos, Du bist manchmal nicht ungeschickt, der blödsinnige Hinweis mit den elektronischen Scheiben ist ein gutes Beispiel dafür. Was hat denn die Art der Scheibe damit zu tun, dass das Schießen mit richtigen Geschossen, mit Feuerwaffen, eine deutlich komplexere Herausforderung für den Schützen ist, als das bloße anleuchten eines Ziels. Nur zur Information, GK wurde schon auf elektronische Scheiben geschossen, da kannte man das im KK- und Druckluftbereich noch gar nicht.

    Aber egal, warum soll ich mich mit Dir auch weiterhin auseinandersetzten, wo Du doch gerade mit deinem letzten Satz wiedermal, wenn auch wie bekannt schön verschleiert, aber eben doch auch recht eindeutig, dem GK-Bereich und wohl nicht nur diesem, die Berechtigung schon aufgrund vermeintlich fehlender Akzeptanz absprichst.

    Aufwachen! Ganz tolles Schlagwort. Du solltest einfach mal über den Tellerrand schauen, mal ein paar Ranglisten studieren, dann wüsstest Du, welche Disziplinen im DSB neben dem Auflageschießen hauptsächlich doch Akzeptanz und Zulauf durch die Schützen da draußen finden. Aber das machst Du natürlich nicht, Du hast ja selbstverständlich deine ideologisch geprägte Meinung und die reicht ja auch immer für ein klares Urteil und Weltbild.


    Wie war das nochmal, man kann Viele über lange Zeit täuschen, aber niemals Alle für immer.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    vielleicht ist dem einen oder anderen ja auch schon aufgefallen, dass in dem neuen Regelwerk der ISSF für die Disziplin LG bezüglich der Wettkampfzeit zwischen dem Schießen auf elektronische Scheiben und dem Schießen auf Papierscheiben kein Unterschied mehr gemacht wird, für die Disziplin LP aber doch noch. Schaut euch dazu mal die die Tabellen unter den Punkten 7.9 und 8.11 im neuen Rule Book der ISSF an.

    Hier folgt jetzt eine Erklärung aus erster Hand, warum das so ist: (Kopiert aus einer Diskussion im Forum Target Talk)

    Zitat

    We thank you for your email and confirm that there is a different between the times for pistol and rifle. The pistol experts have still requested a time difference for paper and electronic targets but the rifle experts did not request a difference.

    We thank you for your interest and remain

    With best regards

    Das ist jetzt kein (weiterer) Witz, nein wirklich nicht!

    Da scheinen wohl wirklich einige ganz große Experten in den Gremien zu sitzen und miteinander reden tun sie wohl auch nicht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Lieber Kogge,

    es geht in dieser Auseinandersetzung gar nicht um Meinungen, es geht um Handlungen und die Absichten dahinter und es geht um die möglichen Konsequenzen, welche aus diesen Handlungen resultieren können.

    Es geht darum, dass durch ständige Promotion dieser Lichtpunktdinger dem Gesetzgeber eine Legitimation für weitere Verschärfungen und Verbote auf dem Silbertablett geliefert wird. Das heißt, der Gesetzgeber und die Verbotsforderer können sagen, wenn der Schießsport doch über Technologien verfügt, welche den scharfen Schuss ersetzen können, dann brauchen Sportschützen doch auch überhaupt keine Schusswaffen mehr. Jetzt endlich verstanden?

    Im Klartext, wer also unter den jetzigen Rahmenbedingungen mit fast täglich neuen Verbotsforderungen mit dieser Intensität eine bestimmte und dazu auch noch untaugliche Technologie bewirbt, der nimmt nicht nur weitere Verbote und Einschränkungen billigend in Kauf, welche mit letzter Konsequenz dazu führen, dass nicht nur bestimmte Disziplinen nicht mehr geschossen werden dürfen, sondern das Schützen, also Mitglieder unserer Gemeinschaft auf absehbare Zeit sogar vom Verlust ihres Eigentums bedroht sind. Vor diesem Hintergrund kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass die Befürworter und Vorantreiber dieser Technologien diese Konsequenzen eben auch nicht nur billigend in Kauf nehmen, sondern genau diesen waffenlosen Zustand sogar anstreben und ihn als eine Lösung für die jetzigen Probleme ansehen und genau dieses wurde ja so auch schon mehr oder weniger zumindest von einigen Fürsprechern zugegeben.


    Und vor diesem Hintergrund, also den Handlungen und den daraus offensichtlich folgenden Konsequenzen, solltest auch Du dich, lieber Kogge, mal etwas intensiver mit dem Sachverhalt auseinandersetzen und Dich fragen, ob Du als Schütze, also als Teil unserer Gemeinschaft, wirklich möchtest, dass Schießsport in naher Zukunft nur noch mehr oder weniger waffenlos betrieben werden soll, ob weitere Disziplinen durch Verbote der dazugehörigen Schusswaffen geopfert werden sollen und ob andere Schützen dadurch letztendlich auch um ihr Hab und Gut gebracht werden sollen. Und um es noch mal in aller Deutlichkeit zu sagen, es geht hier nicht um exotische GK-Disziplinen. Alle Feuerwaffen, auch die in den olympischen Disziplinen genutzten, sind von Verboten bedroht und wie schnell so etwas gehen kann, haben wir alle an England gesehen und sehen es jetzt auch wieder sogar am Beispiel New York. Dort sollen jetzt alle halbautomatischen Pistolen, welche z. Bsp. ein Magazin vor dem Griff haben, verboten werden. Das Kaliber spielt dabei keine Rolle. Jetzt schaue man sich mal die ganzen GSPs, die Hämmerlis und Paradinis an. Ist zwar nur so eine Art Kollateralschaden, weil wohl wiedermal völlig Ahnungslose Gesetze machen, hat aber böse Konsequenzen.

    Also, wir reden hier nicht von irgendwelchen Hirngespinsten, hier geht es um absolut reale Bedrohungen. Das belegen doch auch ganz eindeutig die Äußerungen und das große Interesse der Politiker daran, und zwar nicht nur aus den Reihen der offensichtlichen Gegner.


    Wir führen hier also eine Auseinandersetzung um die Zukunft und die weitere Existenz unseres Schießsports. Du kannst Dich daran natürlich auch weiterhin mit eher dümmlichen und diffamierenden Sprüchen und Polarisierungen ala 'ihr' beteiligen, aber als Schütze erwarte ich eigentlich auch von Dir, dass Du Dich mit den Argumenten und der Sachlage befasst und Du dich damit auch mal etwas nachdenklicher auseinandersetzt.


    Ich schreibe jetzt zum Schluss Klartext, weil mit Appellen an die Vernunft und an die Gemeinschaft kommen wir schon lange nicht mehr weiter.

    Wilhelm und so Menschen wie dieser Klaus Kremer mit ganz eigenen Interessen (und auch noch ein paar weitere Funktionäre) werden wir sicher nicht zur Einsicht und zum Innehalten bekehren können, aber wir Schützen sollten uns wirklich fragen, ob wir ihnen auch wirklich weiterhin eine Plattform für ihre Aktivitäten und ihre Visionen vom waffenlosen Zielsport geben dürfen und damit billigend in Kauf nehmen, dass der Schießsport in seiner großen Vielfalt, so wie wir ihn noch jetzt kennen, zerstört wird.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo konm-LGKK,

    mit diesem Vergleich - jährlich über 4000 Tote durch den Straßenverkehr, tatsächlich hingegen ca. 5 Tote durch Sportschützenwaffen, fast immer Beziehungstaten, bei denen immer auch andere Tatmittel möglich wären - soll hauptsächlich verdeutlicht werden, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Ein nicht geringer Teil geht dabei wohl auf das Konto von Menschen, welche unkontrolliert ihre Aggressionen im Straßenverkehr ausleben. Insbesondere auf diesen wichtigen Aspekt scheint frank17 mit seinem Beitrag aufmerksam zu machen wollen.

    Es ist wohl so, scheint es irgendwie für eine Mehrheit nützlich oder wird davon profitiert, wird es hingenommen. Noch deutlicher wird der Vergleich, wenn man die jährlichen Todesopfer durch alleine mangelnde Hygiene in unserem Gesundheitswesen betrachtet. Experten sprechen hier von 10 000 bis 40 000 Fällen pro Jahr. Diese Menschen müssten nicht sterben. Sie sterben nur wegen der Profitgier des Systems, oft auch durch individuelle Schuld, Überforderung und auch sogar durch Gleichgültigkeit.

    Aber auch der Individualverkehr ist kein unumstößliches Dogma. Es sind auch dort durchaus Alternativen vorstellbar und auch machbar. Nur ist das eben in unserer Gesellschaft nicht gewollt. Der wirkliche Grund dafür ist der Profit.


    Apropos, unser Land nimmt seit fast 15 Jahren wieder an kriegerischen Auseinandersetzungen teil, mit entsprechendem Blutzoll. Glaubt wirklich jemand, dass unsere Freiheit tatsächlich auch am Hindukusch tapfer verteidigt werden muss? Und an der Entsendung der ersten Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg auf den Balkan waren auch maßgeblich unsere besonderen Freunde, die Grünen, beteiligt. Und in Sachen Mali schreien sie zur Zeit ja auch wieder mit am lautesten und dabei allen voran natürlich die Wehrdienstverweigerer unter ihnen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Sagen wir besser, für die erste Schritte mit Kindern, nicht Jugendlichen, kann es bedingt durch gesetzlichen Beschränkungen eine Option sein. Jugendliche sind ja von den Beschränkungen gar nicht betroffen.

    Trotzdem müssen wir uns angesichts der Tatsachen, dass es von Verbotsforderern und auch Laien als kompletter Ersatz angesehen werden kann und diese Sichtweise durch die überzogene Promotion von Seiten einiger Schützen und Funktionäre auch noch verstärkt wird, ob der mögliche Preis und die Gefahr im Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen nicht zur Zeit deutlich zu hoch ist.


    Und Du bist ja schließlich auch der beste Beweis, dass man so eine Technologie nicht gar braucht, um erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Schießsport zu betreiben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michi,

    Ich denke ich werde dem Rat von Erzwo folgen und zunächst nur mit Linksanschlag und dem linken, dominanten Auge zielen. Dann werde ich dementsprechend mit dem rechten Auge zielen und schlussendlich die Ergebnisse vergleichen.


    Genau das würde ich nicht machen und das hat Erzwo Dir auch so nicht geraten.

    Das Wechseln des Anschlags auf die andere ungewohnte Seite sollte man erst dann wirklich in Betracht ziehen, wenn die anderen Optionen wirklich nicht gehen.

    Also versuche erst mal, mit dem rechten Auge zu zielen und verwende dabei aber eine Blende für das nichtzielende Auge. Möglicherweise kann Dir dabei auch ein abgestimmtes Brillenglas (Schießbrille) und oder eine Irisblende helfen.

    Geht das so nicht, dann versuche über Kreuz zu zielen. Das ist sicher auch gewöhnungsbedürftig, aber deutlich weniger gewöhnungsbedürftig als den Anschlag auf die 'schwache' Seite zu wechseln.

    Bedenke auf jeden Fall, Du braucht etwas Geduld um für Dich die optimale Lösung zu finden.


    clarence

    Wie heißt es so schön, keine Regel ohne die berühmte Ausnahme. ;) Du hat ja auch Recht, ohne Blende ist sicher der Idealzustand, weil das räumliche Sehen auch einen Einfluss auf unsre Körperschwankungen hat. Nur wer kommt schon klar, wenn er dann beim Zielen doppelt sieht, zumal dieses Bild dann meistens auch noch nicht mal statisch ist, da das Gehirn dann immer wieder versucht, ein Bild auszublenden oder zu überlagern, was aber es aber auch nicht wirklich hin bekommt. Folge ist dann normalerweise so eine Art Fading-Effekt


    Mit bestem Schützengruß

    Frank