@Kogge
Ja Du hast Recht, die Mannscheiben sind nicht mehr erlaubt. Ausser bei der Bundeswehr, aber da soweit ich noch weiß auch nur als
Andeutung. 
Er hat nicht Recht und auch Du liegst mit deiner Vermutung daneben.
Aber bei ihm wundert mich das auch nicht, er ist immer sofort zur Stelle, wenn es um, mit Verlaub, gepflegten Stuss geht.
Für uns Schützen gilt: WaffG §15a, Satz 1
Für die Mehrheit der Schützen in diesem unseren Lande gilt der Paragraf ganz bestimmt nicht. Die sind nämlich Schützen und oft nur bedingt oder auch gar keine Schießsportler und sie betreiben in erster Linie Brauchtumspflege. Und 'anerkannter Schießsportverband' muss auch nicht sein und ist es bei der Mehrheit der Schützenvereine auch nicht. Der Paragraph an sich ist aber auch eher ein 'mehr oder weniger fragwürdiger' Definitionsversuch denn eine wirkliche Einschränkung. Veranstaltungen wie das Ostereier- oder Weinachtschießen findet man auch in keiner Sportordnung.
Schaut doch einfach mal, unter welcher Rubrik Sarah den Beitrag eingestellt hat.
Und mit der Sportordnung des DSB scheinst du ja auch nicht allzu sehr vertraut zu sein, sonst müsstest Du doch schon längst auch mal über dieses nette Bild gestolpert sein. Da geht so richtig die wilde Wutz ab. Und noch etwas, auch in den Richtlinien Schießstätten, früher auch vom DSB herausgebracht, findet man natürlich auch ein Kapitel über diese traditionellen Vogelstände.
Freunde,
das traditionelle Vogelschießen ist in vielen Gegenden eine Jahrhunderte alte Tradition und das Schützenfest stellt dort oft das höchste kulturelle und gesellschaftliche Ereignis des Jahres dar. Speziell im Sauerland findet man wohl kaum ein Dorf ohne Vogelstange und auch das Bergische Land, die Region, aus der Sarah schreibt, ist eine Schützenhochburg. Da weiß dann aber auch jeder spätestens ab der Pampers-Klasse, dass da in Wirklichkeit auf ein Stück Holz geschossen wird, zumal dieses kunstvoll gestaltete und gefertigte Stück Holz eben auch keinen gewöhnlichen Vogel darstellen soll, sondern den Aar, das mythologische Königstier. Es ist also eine Art Symbol.
Nun muss dazu natürlich niemand gleich einen Zugang haben. Man muss es noch nicht einmal mögen. Wer aber als vermeintlicher Sportschütze gleich mit wilden Forderungen kommt, der ist in Wirklichkeit intolerant. Und ich bin mir nicht so sicher, ob es immer so klug ist, auch den Intoleranten gegenüber immer nur mit Toleranz zu begegnen.
Und zum Thema 'Politische Korrektheit` haben hier ja auch schon einige etwas gesagt. Ich bedanke mich dafür.
Zum eigentlichen Thema und an Sarah:
Ich würde mir vielleicht noch überlegen, ob die Altersklassen so gut gewählt sind. Spätestens so ab 14 will man ja mit den Kleinen nun wirklich nichts mehr zu tun haben und erst recht nicht mehr Kind genannt werden. Deshalb würde ich da noch weiter unterteilen.
8 (10) - 12 (13) -> Kinderkönig oder so
14 - 17 -> Jungschützenkönig
Mit bestem auch traditionellem Schützengruß
Frank