Beiträge von Mario

    Also mit 14 ist wirklich Schwachsinn. Wie du schon sagst, man sollte ausgewachsen sein, damit man dann mit Klamotten auch ein paar Jahre schießen kann. Ich denke, bei einem Niveau unter 360 ist es auch nicht zu empfehlen, wirklich ernsthaft kann man darüber nachdenken, wenn man 380 oder mehr schießt. Man muss ja erst mal die Feinheiten von maßgeschneiderten Klamotten ausnützen können; ich kauf mir mit 360 Ringen ja normal auch kein 9003 Premium ;) Auch wenn ich da Fälle kenne...

    Meine Meinung, außerdem viel zu teuer. Ich hab mir auch mal beim Bundesliga Finale die Gewehre angeschaut; soweit ich feststellen konnte, schießen alle mit ihrem Originalschaft. Die sind meistens auch gut genug. Außerdem sind sich die Systeme der einzelnen Modelle auch sehr ähnlich, wenn ich mich nicht irre, von daher kann man dann auch ein anderes Gewehr kaufen, wenn einem der Schaft besser gefällt.

    Wobei ich finde, auf diesen Schaft AUFZURÜSTEN ist rausgeschmissenes Geld, dafür ist er einfach zu teuer (1500 €, wenn ich mich nicht irre ?!)

    Die einzige Möglichkeit, falls einem der Schaft wirklich viel bringt, ist, sich bei MEC ein komplett neues Gewehr zusammenstellen zu lassen; das dürfte dann billiger kommen. Aber ich finde manche Preise von MEC nicht ganz gerechtfertigt.

    Zitat

    Mitgliederschwund und überalterung machen sich breit. Wir haben 15 Vereine, wenn ich sehe da krebsen zwei, drei Vereine zwischen 20 und 30 Mitglieder ohen Jugend und totaler Überalterung, dann wird es nicht mehr lange dauern. Da muß man umdenken und Fusionen ins Auge fassen oder die Vereine sind verloren.


    Das Phänomen ist mir auch bekannt. Die Strukturen sind bei uns teilweise auch sehr unterschiedlich. Es gibt einige wenige Vereine, die alles, also Erwachsene und Jugendliche, auf hohem Niveau haben. Dann gibt es welche, die unter die Überalterung fallen, indem sie zwar gute Erwachsene haben, aber von unten nichts nachkommt. Bei uns ist es z.B. so, wir haben aktive Schützen aus dem Jugendbereich (stellen zusammen mit den Trainiern alle Mannschaften in der offenen Klasse) und gute Senioren, aber die Mitte fehlt etwas, teils aus Zeitmangel.

    Stimmt schon, aber grade, wenn man mal ne kurze Auszeit will oder grade nicht so aktiv schießen kann, finde ich das viel zu teuer. Und da gehen auch nicht 10 % weg, da bleiben keine 10 % im Verein. Vor allem die Passivmitglieder werden da "Auf Nimmerwiedersehn" sagen. Das ganze ist vielleicht ne gute Idee in einer sehr großen Stadt, wo du dann mit so einem Verein alle aktiv begeisterten Schützen versammeln kannst. Aber auf dem Land ist das nicht zu machen.

    Ich machs nach der zweiten Methode. Zwar schieß ich im Wettkampf auch noch weniger als im Training, aber der Unterschied ist jetzt nicht so hoch. Seit ich meine neuen Klamotten hab und Direktabzug, schieß ich im Training Schnitt 376, im Wettkampf 373 (so in etwa). Wobei ich auch in Wettkämpfen mir nicht mehr so viel Stress mach.

    Wenn du von den Schützen verlangst, dass sie für mehr Schießen mehr zahlen sollen, werden sie irgendwann weniger schießen. Damit gehen aktive Schützen ab und so kann man auch nen Verein zugrunde richten, da hast du vollkommen Recht.

    Ich machs wohl ähnlich wie du. Ich brauch für 40 Wertungsschuss auch so etwa 25 bis 30 Minuten (hab aber noch net gestoppt); ich brauch die Zeit aber auch. Ich überprüfe auch immer, v.a. meinen Stand, weil wenn das nichts wird im Aufbau, wird auch der Schuss meistens nix.
    Ich hab aber festgestellt, je höher die Liga, desto mehr Leute gibts, die genauso lange oder länger schießen. In der Gauliga bin ich so gut wie immer der letzte; beim letzten Wettkampf hab ich grad meinen letzten 10er-Spiegel in den Halter, als der letzte fertig war. Aber das macht ja nix, solange man innerhalb der Zeit bleibt.
    Und ich weiß auch immer ziemlich genau, wieviel ich hab, und ich stimme dir auch zu, dass man dann stärkere Nerven bekommt. Inzwischen ist bei mir so gut wie immer die letzte Serie die beste (aber nicht immer).

    also ich hab ziemlich genau mit 12 Jahren angefangen
    bin aber nur mal mit nem kumpel zum ,, probetraining" gegangen und wollte eig. gar nicht , was sich dann aber geändert hat nach 2-3 wochen


    ...ich habe ersten 4 wochen sitzend aufgelegt und nächsten 4 wochen stehend aufgellegt und dann frei
    , dass hat den vorteil das man den Jugendlichen erst den schussablauf näher bringen kann und sie müssen sich nicht auf zu viele dinge gleichtzeitig konzentrieren , wenn man ein 12 jährigen der noch nie geschossen hat mit einem gewehr hinstellt und ihn gleich richtig schießen lässt ist das eine reine überbelastung für den ...

    Mfg Mario

    So wird das bei uns auch gemacht, wenn einer anfängt. Erst mal aufgelegt, damit er lernt, dass die Waffe auch ruhig im Ziel liegen kann und er das Abdrücken ein bisschen lernt.

    Selbst wenn man das alles beiseite lässt, schadet der Beitrag dem Schützensport enorm. Der gewöhnliche Zuschauer, der sich mit unserem Sport nicht beschäftigt und sich nicht auskennt, erkennt eben nicht, dass in diesem Beitrag v.a. der BDS und seine Großkaliberdisziplinen auf's Korn genommen werden. Dieser Zuschauer kann und will nicht unterscheiden zwischen den unterschiedlichen Verbänden, unterschiedlichen Disziplinen und unterschiedlichen Waffen. Und damit wird der Schützensport als ganzes vorverurteilt. Und wir Schützen gleich mit dazu.

    Ganz meine Meinung. Ich finde sogar (wie gesagt, meine Meinung) das, was der BDS macht, nicht unbedingt gut. Vor allem diese eine Art, wo man rumläuft. Sowas gehört meiner Ansicht nach wirklich nur in den Militärbereich. Auch finde ich, waren die Leute, die für das Interview gezeigt wurden, mal wieder bezeichnend. Am Anfang die Verkäuferin auf der Messe, die total unsicher wirkte, der Kunde, der mehr "Dampf" wollte und dann der Präsident des BDS, der total aggressiv war (gut, kann man schon nachvollziehen) und dann der Verein. Wobei der Vergleich des BDS-Präs. schon gewaltig hinkte: "Egal, ob Beretta oder Biathlongewehr, mit beiden kann man Menschen töten"; stimmt zwar, allerdings ist der Hintergrund der Waffen doch ein anderer und ein Kleinkalibergewehr richtet nicht so viel Schaden an wie eine 9mm.
    Ich als Sportschütze distanziere mich von dieser Art des Schießens (auch wenn hier vielleicht einige anderer Meinung sind). Ich halte sportmäßiges Großkaliberschießen nicht generell für schlecht, aber mit dem, was der BDS anbietet, kann ich mich nicht anfreunden.
    Aber in der Sendung hätte wirklich nochmal unterschieden werden sollen, dass "normale" Sportschützen mit so etwas nichts zu tun haben (was ja auch die Schützen aus dem Schießsportzentrum getan haben), da so unser ganzer Sport in den Schmutz gezogen wird.

    Ich habe irgendwie mitgekriegt, dass bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking ein Schütze wegen Doping disqualifiziert wurde. Er/Sie hat wohl irgendwelche beruhigende Medikamente zu sich genommen. Ich werde in der Sache nochmal recherchieren.

    Edit: Der koreanische Schütze Jong Su Kim hat gedopt

    Zitat von Wikipedia

    Beim Vorolympischen Weltcup 2008 in Peking wurde Kim Jong-su Dritter mit der Luftpistole. Diese Platzierung erreichte er auch während der Olympischen Spiele hinter dem Chinesen Pang Wei und wie schon 2004 mit der Freien Pistole (683.0 Ringe) hinter dem Zweitplatzierten Jin Jong-oh. Mit der Freien Pistole gewann er drei Tage später die Silbermedaille. Auch hier musste er sich einmal mehr Jin Jong-oh geschlagen geben. Mehrere Tage nach den Wettkämpfen wurde bekannt, dass Kim auf den verbotenen Betablocker Propranolol getestet wurde. Das Mittel verhindert Zittern. Die Medaillen wurden ihm aberkannt.

    Das Gesetz regelt wie die Waffen aufbewahrt werden müssen. Wenn ein unbefugter Zugriff darauf hat, macht es keinen Unterschied, ob man im Besitz von ein/zwei oder "einer Hand voll" Waffen ist. Selbst wenn der Besitzer mit den Waffen eine Straftat begehen möchte, macht das keinen Unterschied. Er hätte lediglich eine größere Auswahl.

    Interessante Ansicht, damit hast du meiner Meinung nach Recht. Ob jetzt noch 15 andere Waffen bei Tims Vater daheimlagen oder nicht, die eine hat ausgereicht. Die anderen wären jetzt unmittelbar für die Tat gar nicht nötig gewesen.

    Zitat

    Gerade die Aussage „Für allenfalls ein Viertel der Vereinsschützen [...] steht der sportliche Wettkampf im Vordergrund.“ halte ich für äußerst interessant. In den olympischen Disziplinen kann ich mir das nicht so recht vorstellen. In welchen Verbänden und in welchen Disziplinen sind solche Waffennarren und Waffensammler zu finden? Wir sollten es ihnen keinesfalls ermöglichen unter dem Deckmantel des Schießsports an ihren nicht ganz ungefährlichen Fetisch zu gelangen.


    Also in den olympischen Disziplinen geht es fast ausschließlich um den Wettkampf, allerhöchstens noch um Geselligkeit etc. Zumindest hab ich das bisher so erlebt. Das ist mal wieder typisch mit den Studien. Die Studie wird wohl (nach meiner Meinung) von irgendwelchen Leuten von den Medien in Auftrag gegeben worden sein, um damit ein Klischee zu erfüllen. Es klingt eben schon besser, wenn man seine Behauptungen mit Psychologe Dr. XY abstützen kann. Wahrscheinlich wurde auch extra ein dubioser Verein gewählt, in dem nur solche Leute sind. Ich kenne solche Fetischisten nicht, und ich kenne viele Schützen.

    Wobei man für den Preis auf der Seite auch schon ein Anschütz 8002 S2 kriegt (im Vergleich zum Evolution Pro oder wie das heißt), und zu einem "richtigen" Alugewehr anderer Hersteller (einschließlich FWB) ist der Preisunterschied auch nicht so enorm. Also für mich wäre das glaube ich nichts.

    Ich hab mir dazu mal die Diskussion durchgelesen. Ist ja interessant, was manche Leute für Meinungen haben. Ich respektiere, wenn andere Leute nichts mit unserem Sport anfangen können; ich kann mit Segeln auch nix anfangen (nur als Vergleich). Aber einer war ja am besten: "Meine Hobby sind Computerspiele. Also wenn entweder private Waffen oder Gewaltspiele verboten werden sollen, bin ich für ein Waffenverbot, weil mich das nicht interessiert. Hauptsache, ihr verbietet mir nicht mein Hobby. Es gibt Millionen von Computerspielern und nur einige Zehntausend Schützen" (sinngemäßes Zitat). Dass der DSB über 1,5 Millionen Mitglieder hat, hat er wohl noch nicht gehört. Und die Meinung, dass etwas verboten werden kann, nur weil es die Person nicht betrifft, halte ich für ziemlich ignorant.